Entwicklungsschub in der 450. Woche?

  • Eine Frage an die mit den etwas älteren Kindern. Führt jemand von euch Buch über Entwicklungsschübe? Meine Große ist gerade ziemlich schlecht drauf, und ich würde gerne wissen, ob ich das einfach auf einen Entwicklungsschub schieben kann oder ob ich mir Sorgen machen muss.


    Wenn ihr wisst, dass ihr hier manchmal rumgejammert habt, nehme ich auch gerne (PNs mit) ETs von Kindern, die vor Mitte Oktober 2004 ET hatten und suche selber. Ich würde auch gerne eventuelle Ergebnisse anonymisiert hier veröffentlichen.


    Aber ich weiß natürlich auch, dass man über Kinder, die lesen können, hier nicht mehr so frei schreibt ;) ,


    Danke für jeden Hinweis!
    Xenia

  • Jetzt musste ich erstmal rechnen wie alt das Kind ist :)


    Wackelt ein Zahn? Ich kann hier eine 7 jährige bieten, die auch extreme Auf und Abs hat. Aber ihre Freundinnen genauso. Und der 10jährige hat eine vorpubertäre Phase.


    LG


    sabine

  • Sorry, die Rechenaufgabe war keine Absicht. Das Kind wird im Oktober 9.


    Zähne sind gerade mehrere ausgetauscht, aber Zähne waren nie ein Problem.


    Diese vorpubertären Phasen müssten doch auch allgemein zu ähnlichen Zeiten auftreten, nur hat das leider wohl noch niemand aufgeschrieben.

  • hmm, ganz ehrlich glaube ich nicht, dass "solche Phasen" zumselben Zeitpunkt auftreten bei verschiedenen Kindern, es hat doch bei den meisten Dingen jedes sein eigenes Tempo, die Entwicklungsschritte haben von der Wichtigkeit gesehen bei jedem Kind eine andere Bedeutung, manche treten gar nicht auf... Da jetzt irgendwas an einer bestimmten Lebenswoche (oder selbst Monat) festzumachen, finde ich schwierig.

  • Was im jeweiligen Entwicklungsschub gelernt wird, ist natürlich ziemlich verschieden. Aber wann ein Entwicklungsschub auftritt, wäre vermutlich vorhersehbar.


    Das Kind, mit dem ich die Entwicklungsschübe meiner Großen bisher abgeglichen habe, ist leider ET-technisch 4 Wochen jünger. Zur Not warte ich also einfach noch drei Wochen und weiß dann mehr.

  • Ich glaube, je älter die Kinder werden desto größer und unvorhersehbarer sind diese Entwicklungsschübe.


    Manchmal verändern sich Kinder in den Sommerferien und kehren als "ganz andere" Kinder in die Schule zurück, manchmal sind es längere Krankheiten oder Veränderungen in der Familie (Geburt eines Geschwisterkindes, etc.).


    Logischer erscheint es mir, wenn im Entwicklungsschub ähnliche Sachen gelernt werden (wie bei Säuglingen relativ gut vorhersagbar), aber es zu ganz anderen Zeiten stattfindet.

  • Ich hab ja viel jüngere Kinder, dennoch:


    Je weiter das Leben voranschreitet, desto eher steht die Basis (Dinge, die die meisten irgendwann lernen) und desto stärker variiert die persönliche Entwicklung.


    Zum Einen liegt das daran, dass wir ja alle unterschiedliche Leben leben.
    Zum anderen bringt jeder ein bisschen was anderes schon mit.


    Auch die Pubertät beginnt und endet nicht bei jedem zur selben Zeit und verläuft auch nicht zwingend ähnlich.

    Süsskram aus den Jahren 2009 und 2012 <3

  • Was im jeweiligen Entwicklungsschub gelernt wird, ist natürlich ziemlich verschieden. Aber wann ein Entwicklungsschub auftritt, wäre vermutlich vorhersehbar.


    Das Kind, mit dem ich die Entwicklungsschübe meiner Großen bisher abgeglichen habe, ist leider ET-technisch 4 Wochen jünger. Zur Not warte ich also einfach noch drei Wochen und weiß dann mehr.



    Ich finde ja, dass es gerade umgekehrt ist: das was ist in etwa gleich das wann hingegen hat, je älter die Kinder werden, eine desto größere Spannbreite. Und Wochen machen da auch nicht mehr den Unterschied. (bei einem vier Wochen alten Säugling macht eine Woche 20 % des Lebensalters aus - bei 450 Wochen nur noch ~0,2 Prozent).


    Nimm allein die Daten der ersten Mens - da ist von 9 bis 14 Jahren alles im "normalen/möglichen" Bereich.


    Gruß


    Annette

    #rose Sohn (2/92), Sohn (2/97), Tochter (8/01)


    "Das Vorhandensein eigener Kinder, unabhängig von ihrer Zahl, stört die Reinheit des theoretisch-pädagogischen Denkens erheblich"
    G. Laub

  • Was im jeweiligen Entwicklungsschub gelernt wird, ist natürlich ziemlich verschieden. Aber wann ein Entwicklungsschub auftritt, wäre vermutlich vorhersehbar.

    Nein, ganz und gar nicht. Die Kinder entwickeln sich so verschieden, das war bei meinen schon im Kleinkindalter so.



    Ich musste ehrlich gesagt über Deine Rechnung lachen. Wer rechnet denn noch das Alter eines so großen Kindes in Wochen aus? #freu

  • bisschen off topic, aber wie kommt es, dass du bei einem so alten kind noch in wochen rechnest?


    Nicht ich mache das, sondern mein iPod touch. ;) Dass ich auf so einer runden Zahl gelandet bin, war Zufall.


    Nimm allein die Daten der ersten Mens - da ist von 9 bis 14 Jahren alles im "normalen/möglichen" Bereich.

    Menstruation ist ein anderes Thema, das ist von Hormonen gesteuert. Bei den Entwicklungsschüben geht es um die Gehirnentwicklung, nicht um das Großwerden im allgemeinen.


    Irene, ganz verschieden entwickelt haben sich meine auch. Aber sie hatten alle drei in den ersten anderthalb Jahren zu den vorgesehenen Zeiten (aus Oje ich wachse) Phasen, in denen sie deutlich anders waren als sonst. Anstrengender. Dass sie in diesen Zeiten was bestimmtes gelernt hätten, fand ich weniger bis überhaupt nicht auffällig.


    Es kann schon sein, dass sich die Gehirnentwicklung im hohen Alter von fast neun schon so weit auseinander gelaufen hat, dass man verschiedene Kinder nicht mehr einfach vergleichen kann. (Man müsste irgendwie den Skalierungsfaktor bestimmen können.)


    Aber trotzdem gibt es ein Programm, nach dem die Entwicklung abläuft, und die Entwicklung verläuft sprungweise. Und diese Sprünge sind nicht von äußeren Reizen bestimmt, sondern von einem inneren Taktgeber.


    Es lernt aber definitiv NICHT jedes Kind im 27. Entwicklungsschub die gleiche Sache.

  • Nicht nur die Pupertät ist Hormongesteuert, unser ganzes Leben ist hormongesteuert, das müssen ja nicht zwingend Geschlechtshormone sein. Insofern sind Pupertät und sonstige Entwicklung nicht wirklich unterschiedlich zu sehen was die Bandbreite an der Frage nach dem WANN angeht.
    Meine Empfehlung: Entspann dich, Kinder haben Entwicklungssprünge, Entwicklungsschübe, Launen, genau wie Erwachsene auch immerwieder in unterschiedliche Lebensphasen kommen. Was bringt dir das zu wissen ob es bei anderen Kinder zur gleichen Zeit auftritt??? (Was ich in dem Alter bezweifle wenn man das an Wochen festmacht, da spielen soooo viele äußere Einflüsse eine Rolle) Wichtig ist doch nur WIE man zusammen mit dem Kind da durch kommt! Ich muss auch gestehen dass ich die Frage und die Wochenangabe auch erst nicht wirklich als ernstgemeinte Frage gesehen habe.

  • Meine Tochter ist 7, wird bald 8. Ihre Freundin ist fast gleich alt. Wir Mütter (und auch die Kinder) kennen uns seit über 6 Jahren. Und ich kann Dir nur sagen, dass es IMMER so war, dass es bei beiden zur selben Zeit schwierig war. Ohne dass wir da groß dran gedacht haben - oft hat sich das dann ergeben, dass wir drüber geredet haben, weil einer von uns schon total auf dem Zahnfleisch kroch.

    Es gibt Tage, an denen Du denkst, dass Du untergehst. Wie stark Du wirklich bist, erkennst Du erst, wenn Du sie überstanden hast...

  • Ey, ich bin entspannt.


    Es ist aber halt trotzdem ein Unterschied, ob das Kind schlecht drauf ist, weil es eine Großbaustelle im Kopf hat, oder ob es einen Kummer hat, den man lösen kann.


    Ich hab übrigens vorher dann doch noch mit der Mutter von meinem "Vergleichskind" telefoniert. Es zeigt auch schon gewisse Schub-Zeichen, die Mutter hat es für Ferienreifsein gehalten.

  • Meine Tochter ist 7, wird bald 8. Ihre Freundin ist fast gleich alt. Wir Mütter (und auch die Kinder) kennen uns seit über 6 Jahren. Und ich kann Dir nur sagen, dass es IMMER so war, dass es bei beiden zur selben Zeit schwierig war. Ohne dass wir da groß dran gedacht haben - oft hat sich das dann ergeben, dass wir drüber geredet haben, weil einer von uns schon total auf dem Zahnfleisch kroch.


    Knallgrau, danke. Es beruhigt mich doch sehr, dass ich hier nicht die einzige bin, die diese Beobachtung gemacht hat.


    Ich hab deinen Beitrag erst gesehen, nachdem ich meinen geschrieben hatte, und konnte aber nicht mehr reagieren, weil ich ganz dringend SOFORT ;) gebraucht wurde.


    Dann halte ich mal meine Suchanzeige aufrecht. Vielleicht findet sich noch jemand.

  • Die Hormone sind maßgeblich an der Entwicklung des Gehirns beteiligt, die kann man da nicht rausnehmen.


    Ich gehe, jedenfalls nach dem, was ich bis jetzt dazu gelesen habe, davon aus, dass es so ab dem 6. Lebensjahr immer wieder kleinere vorpubertäre Schübe gibt, die durchaus hormongesteuert sind.


    Nicht umsonst spricht man ja von der "kleinen Pubertät" so um die Einschulung.


    Aber wenn es Dir hilft, das genau zu vergleichen, bitte...


    Mein Sohn war zu der Zeit jedenfalls ganz easy. Die nächste schwierigere Zeit kam erst nach dem 9. Geburtstag und dauert noch an.

  • Hallo,


    meine Tochter - ET Sommer 2004 - ist momentan in einer sehr schwierigen Phase. Sie ist das goldigste Kind überhaupt (hochsensibel), aber momentan leidet sie sehr. Ich weiß nicht, ob es gerade ein Entwicklungsschub ist oder was tiefgreifenderes. Ich hoffe auf ersteres. Sie hat sehr viele Ängste und macht sich um ganz viele Sachen Gedanken.


    Einschlafen war bei ihr bisher nie ein Problem; seit ein paar Wochen ist das ein Problem für sie. Sie braucht ganz viel Nähe!!


    Ich denke, momentan ist wirklich viel los in ihrem Leben und in ihrer Gedankenwelt.


    emily

    Löwin (2004) und Löwe (2006)
    .... es ist das Geschenk Gottes an uns...