Schulschwimmen nur für Schwimmer?

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    • Offizieller Beitrag

    nachtrag: so wie ich es aus euren beiträgen rauslese, haben viele es in der schule gelernt. ist es eher nicht schwierig?
    ich meine, ein mal die woche nur eine schulstunde schwimmen?
    ich selber hab´s im meer im sommer gelernt, weil wir täglich da waren.
    der große hätte sein seepferdchen fast geschafft, weil er in den osterferien, tatsächlich mehrere tage hintereinander im wasser war und üben konnte. in der kurszeit hat er es leider nicht geschafft und im nachfolgekurs war er so oft krank, dass es nicht hingehauen hat.
    nun kann er sich "irgendwie" im becken (allerdings kein schwimmerbecken) von a nach b bewegen, wenn er müde wird, ist er mittlerweile so groß, dass er sich kurz mit den zehen vom boden abstößt, so dass er keine notwendigkeit mehr sieht zu versuchen richtig zu schwimmen #yoga sollten wir wieder mal üben.

  • Fibula: meiner Meinung nach, ist es wie mit allem anderen: sind die Kinder so weit, lernen sie es. Fehl noch innere Motivation, wird da nichts mehr ausser Frust.

  • Ich frage mich, ob das überhaupt rechtlich zulässig ist.
    Zum Teil ist doch auch verpflichtend ein bestimmte Anzahl an Sportstunden vorgeschrieben. Ich kann ja mein Kind auch nicht einfach vom Sport abmelden, genauso wenig sollte die Schule Kinder ausschließen dürfen.

  • Und ich dachte immer der Sinn des Schulschwimmens ist es die Kinder die nicht schwimmen können aufzufangen um viele Kinder die nichtschwimmen können zu vermeiden.
    Wenn mein Kind ausserhalb des Schwimmunterrichts schwimmen lernt, kann es auch ausserhalb des Schwimmunterrichts in der Schule die andere Schwimmart, bzw. tauchen und springen lernen. Und eigentlich ist dafür dann ja der Schwimunterricht in der 5. Klasse da.


    Meine Kinder konnten zwar schon in der 1. bzw. schon in der Vorschule schwimmen, aber bei meinem Großen in der 3. Klasse gab es einige die noch nicht schwimmen konnten (glaub 6 von 19). Und diese 6 können nun schwimmen. Hätten sie nicht dort schwimmen gelernt würden sie es so schnell auch nicht schaffen, oder gar nicht.

  • ich hab jetzt nicht alles aufmerksam gelesen, vermisse aber die Version "Abwechseln" - kann man da nicht die eine Woche die Nichtschwimmer in ne andere Klasse schicken und die andere Woche die Schwimmer?
    Grade Nichtschwimmer erst recht so auszugrenzen finde ich aus vielen der genannten Gründe auch sehr ungünstig.

  • Ich frage mich, ob das überhaupt rechtlich zulässig ist.
    Zum Teil ist doch auch verpflichtend ein bestimmte Anzahl an Sportstunden vorgeschrieben. Ich kann ja mein Kind auch nicht einfach vom Sport abmelden, genauso wenig sollte die Schule Kinder ausschließen dürfen.


    Guter Punkt. Den Kindern, die nicht mit schwimmen gehen müsste dann doch eigentlich Sportunterricht erteilt werden.
    Ansonsten fände ich es schlauer wenn man schon nicht mit allen gehen kann weils Personal fehlt mit den Nicht- und Halbschwimmern zu gehen damit sie wenigestens die Grundlagen lernen.


    Hier gehen die Kinder ein Halbjahr lang in der dritten Klasse schwimmen. (War bei der Großen nicht so, aber bei der jüngeren) Die Große hatte in der weiterführenden Schule nochmal ein halbes Jahr schwimmen, die jüngere wird eine andere Schule besuchen und wenn alles klappt hat sie in der fünften Schwimmunterricht. Unddenkbar das da irgentwelche Kinder aus organisisatorischen Gründen nicht den Schwimmunterricht besuchen.

  • Ich finde es auch merkwürdig, dass man ausgerechnet die außen vor läßt, die es benötigen würden.


    Mit jedem Jahr, das man verstreichen läßt, wird es schwieriger.


    und ja, hier galt der Schwimmunterricht als Sport"ersatz". meine Kinder hatten in dem Jahr (3.Klasse) keinen Sport, dafür schwimmen. GsD konnten sie es bereits.
    Davon ab würde ich meinen kindern niemals zumuten im Schulschwimmen schwimmen lernen zu müßen. Ich bin da ein sehr gebranntes Kind.

  • Bei uns war es so,dass mein Sohn zu den ganz wenigen gehoerte,die im ersten Schuljahr schwimmen konnten.Das Wasser beim Schwimmunterricht war immer ganz niedrig,da die Lehrerin mit 26 Kindern,davon ca.20 Nichtschwimmerkindern,ALLEINE war... :S


    Mein Sohn und die anderen Schwimmer haben sich gelangweilt,die Nichtschwimmer haben es im knietiefen Wasser auch nicht wirklich gelernt bzw. lernen koennen.Die meisten Eltern haben sich ums ausserschulische Schwimmenlernen gekuemmert...auf die Schule allein wuerd ich mich da nicht verlassen!


    Vielleicht kannst du wirklich den Papa losschicken oder im Sommer ins Freibad!

  • Im Berliner Rahmenlehrplan steht unter Standards nach Jahrgangsstufe 4 - die Kinder können schwimmen
    Ich verstehe es schon so, dass schwimmunterricht dazu ist, dass sie schwimmen lernen bzw. verfestigen...

    "Wenn Dein Leben schwerer geworden ist, bist Du vielleicht ein Level aufgestiegen?!"

  • Hier können ganz viele Kinder in der 2. Klasse noch nicht schwimmen. Die Schule fährt daher mit 3 Sportlehrern gleichzeitig die Kinder ins Bad und dann werden die unterteilt in Schwimmer und Nichtschwimmer. Der 3. Lehrer unterstützt dann jeweils, wie es nötig ist und ein Bademeister beobachtet nur. Es fahren je 50 Kinder in das eher kleine, übersichtliche Schwimmbad.


    Wirklich viel gelernt hat mein Nichtschwimmer dort eher nicht, weil eine Doppelstunde viel zu kurz ist, wenn man noch mit dem Bus hinfahren muss.... Aber die Lehrerin hat ihm weitesgehend die Angst genommen und eine gute Arbeitsgrundlage für mich geschaffen, denn bis dato verweigerte Sohn das Schwimmen lernen vehement.


    Finde ich also sehr merkwürdig, wie das bei euch läuft.... Eigentlich müssten die dann ja eher nur mit den Nichtschwimmern fahren, die haben es nötiger.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

  • Was soll die Schule denn machen, wenn einfach nicht genug Leute da sind? Gar keinen Schwimmunterricht?


    Hier gehen je 1-2 Klassen gemeinsam ein Halbjahr schwimmen in der dritten Klasse.


    Gerade für die Nichtschwimmer, deren Eltern sich nicht kummern, ist es doch umso wichtiger, dass sie schwimmen lernen. Man darf nicht vergessen, dass Rabeneltern nicht repräsentativ sind!


    Bei uns - vor guten 30 jahren- war es so, dass in der dritten klasse alle nichtschwimmer ZUSÄTZLICH zum normalen sportunterricht zum schwimmen gingen. Als die ihr seepferdchen hatten, kamen alle kinder ohne freischwimmer dazu. Die kinder, die zu dem jeweiligen Zeitpunkt Seepferdchen bzw. Bronze hatten, hatten stattdessen eben schulfrei. Das finde ich auch irgendwie sinnvoller als denen, die schon schwimmen können, den zweiten oder dritten schwimmstil beizubringen.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Ich finde es skandalös, wie hier auf Kosten der Kinder gespart wird. Hab gerade mal in den Lehrplan NRW geschaut. Dort steht z. B. drin, dass die Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit schwimmen lernen sollen. Es ist Aufgabe des Schulträgers so viel Personal bereit zu stellen, dass das möglich ist.
    Ich habe Schwimmen in der Schule gelernt.

  • Es ist Aufgabe des Schulträgers so viel Personal bereit zu stellen, dass das möglich ist.


    Es scheitert aber nicht unbedingt nur am Personal sondern auch an den Örtlichkeiten. Hier in B. haben viele Schwimmhallen geschlossen also können einige Schulen das gar nicht mehr machen, weil der Weg viel zu lang ist.

  • Jella, wir hatten vor kurzem auf der Schule ein Riesenproblem: eine von zwei Lehrerinnen mit Schwimmbefähigung ging in den Mutterschutz und es war ganz lange kein Ersatz zu finden 8I Der Schwimmunterricht stand total auf der Kippe, wir haben aber Glück gehabt :)

  • Was machen die denn mit den Kindern, bei denen die Eltern selbst nicht schwimmen können und auch nicht das Geld haben, die nicht gerade günstigen Schwimmkurse zu bezahlen?

    Das ist eine entscheidende Frage. Gleichzeitig wird nämlich darüber geklagt, dass die Kinder immer später schwimmen lernen und es immer mehr Nichtschwimmer gibt... Ein schönes Beispiel für unser Bildungssystem: Entweder hast Du engagierte und/oder wohlhabende Eltern oder du bist benachteiligt und schlimmstenfalls gefährdet.
    Hier war in der fünften Klasse Voraussetzung für den Schwimmunterricht, dass die Kinder mindestens das Bronzeabzeichen haben, sonst musste es in einem privaten Kurs nachgeholt werden. Aber da die fünfte Klasse ja auf die Grundschule aufbaut, sollte also eigentlich der Schwimmunterricht in der Grundschule mindestens zum Bronzeabzeichen führen. Bei uns in der dritten Klasse tat er das wohl auch bei den meisten Kindern, der Schwimmunterricht war aber auch wohl recht gut und es gab eine zweite Kraft, so dass die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt werden konnten. Das läuft aber längst nicht an jeder Schule so, so dass es leider recht wahrscheinlich ist, dass die Kinder nicht im Schulunterricht schwimmen lernen.
    Es gibt doch bei Euch bestimmt noch andere Kurse, die nicht bei einem unsympathischen Bademeister stattfinden, vielleicht ein Kleinstgruppenkurs in einem kleinen, warmen Bad?

    Liebe Grüße von Kris (1974) mit großem Sohn (1/2002) und kleinem Sohn (5/2007)

  • Ja, Kinder können in der Schule schwimmen lernen.
    Bei uns manchmal unter sehr optimalen Bedingungen - kleine Gruppen, individuelle Betreuung, viel Spaß.


    Ich finde die Regelung so auch komisch... wir nehmen tendenziell auch erstmal die mit, die noch kein Seepferdchen oder später kein Bronze haben.


    Die Stadt Köln stellt aber auch zusätzliche Schwimmassistenten zur Verfügung - daher sind kleinere Gruppen möglich. Ziel ist es, dass möglichst alle die Grundschule als sichere Schwimmer (Bronze) verlassen.

  • Ich würde mich auch beim Schulamt beschweren - genau dafür gibt es Schulschwimmen!
    :stupid:


    (Wie war das mit den muslimischen Mädchen, die nicht zum Schwimmen dürfen wegen Badeanzug usw. - in Zukunft sollten das die Eltern nicht mehr religiös begründen, sondern einfach nur sagen, ihre Tochter kann nicht schwimmen und damit ist der Fall erledigt.)

    #post*#post*#post*#post*#post*#post*#post *8 * 9 * #post * 11 * #post * 13 * 14 * 15 * 16 * 17 * 18 * #post * 20 * #post * 22 * 23 * 24

  • Hier ist es auch so, dass, wenn mal einer der zwei Schwimmlehrer nicht verfügbar ist, die Kinder schwimmen gehen, die noch nicht so gut schwimmen können. Damit sie die Chance bekommen, es zu lernen. Für die, die eh schon gut schwimmen können, ist es doch nicht so wichtig, ob sie einmal mehr oder weniger ins Wasser dürfen.
    Ich finde, so herum ist es ok. Eine Ausgrenzung der Nichtschwimmer ist mMn genau der falsche Weg.


    Hier gehen die Kinder normalerweise in der 2. Klasse zum Schwimmunterricht. An der Schule meines Sohnes werden sie auch in der 3. Klasse noch gehen, weil die Schwimmhalle gut erreichbar ist (5 min zu Fuß von der Schule) und die zur Schule gehörende Turnhalle mit dem Sportunterricht für alle Klassen ansonsten "überlastet" ist.

  • Ich habe massig Bekannte die nicht schwimmen können-die sollten es in der Schule lernen. Haben sie alle nicht-lag klar am Lehrer ( ich konnte schwimmen aber hatte den in Mathe)


    Wobei wenn ich sehe wie die Kurse hier ablaufen-da sind 3-4 Assitenten im Wasser, ein Bademeister am Rand und es sind so 10 Kinder-das kann ein Lehrer nicht leisten.


    Ich bin immer noch Meinung dass ein guter! Kurs die beste Basis ist. Ich kann wirklich sicher schwimmen. habe keine Abzeichen kann aber 1 km am Stück schwimmen und gerate nicht in Panik egal wo ich schwimme ( der Atlantik ist schon ein guter Lehrer)

  • Bei uns ist es auch so, dass innerhalb der zwei Schulstunden die Kinder mit dem Bus gut sechs km bis zum Hallenbad fahren. Inkl. Umziehen bleibt da eine gute halbe Stunde im Wasser. Das ein Halbjahr lang mit 25 Kindern, einem Lehrer und einer weiteren Aufsichstsperson... Wie soll das funktionieren, wenn so ein Halbjahr maximal 20 "Schwimmwochen" hat? #weissnicht Ich meine, da kommen insgesamt 10 Stunden reine Wasserverweilzeit zusammen. Mit zwei Dutzend Kindern?
    Diesen Zeitrahmen bietet in etwa ein Kurs. Der Schwimmkurs beim DLRG kostet hier keine 30 €. Deutlich teurer sind die gewerblichen Kurse, die kosten locker das 3-fache. :/


    Die schlechten Bedingungen wie Entfernung zum Bad hat ja nicht die Schule verbockt, das ist und war hier schon immer so. Die Schulen hier können das nicht lösen, zumal es gerade hier im GS-Bereich einen Mangel an Sportlehrern gibt..

    LG
    Marion mit zwei Mädels 04/04 und 05/06