Unser Gastkind ist angekommen

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  • Ich glaube, sie fühlt sich aber wohl, denn sonst würde sie sich doch viel zurüchaltender verhalten, oder? Das sie jetzt bei euch auch "schmollt" macht sie doch bestimmt nur, weil sie sich fallen lassen kann, oder?


    LG


    sabine

  • Ich finde auch, das liest sich sehr, als ob sie sich bei euch schon ganz Zuhause fühlt und die "ich bin hier Gast, ich muss mich benehmen" Scheu fallen lässt. :D


    Wegen Telefonkosten, als meine Schwester in Südamerika war, haben wir uns im Internet immer eine Vorwahl rausgesucht. Dadurch wurden die Telefonate deutlich teurer. Wichtig war nur, darauf zu achten, dass im Minuten oder Sekunden Takt abgerechnet wird und dass man es wirklich direkt vorm Telefonieren im Internet überprüft hat, weil die Tarife bei vielen Anbietern fast täglich gewechselt haben. Gut sind auch die Anbieter, die vorher den aktuellen Tarif ansagen, aber die kosten meist 5 Cent mehr als die ohne Ansage.
    Manchmal ist es auch billiger auf eine ausländische Handynummer anzurufen als ins Ausländische Festnetz.


    Hier ist zum Beispiel so eine Suchmaschine: http://www.tarif4you.de/tarife/index.php

    Nr. 1 Sommer 06 - Nr. 2 Herbst 08 - Nr.3 Frühling 11 und Nr. 4 Herbst 13 #herzen

  • feuermelle, ich kann euch empfehlen über Peterzahlt zu telefonieren, das mache ich immer, wenn ich meine Eltern in der Schweiz anrufe: http://www.peterzahlt.de/rates.do Da kostet die Minute nach Weißrussland z.Bsp. 18 Cent die Minute aufs Festnetz. Ihr müsst euch nur ein bissel Werbung auf dem PC angucken ;)

    "Erstens, ich wollte dich nicht wegschicken, sondern töten. Zweitens, weißt Du, wie man Kaffee kocht?" Simon, TWD

  • Heute hab ich mal ein paar Buchhandlungen in der Nähe abtelefoniert und tatsächlich eine gefunden, die mir was rausgesucht hat. Pippi Langstrumpf auf russisch kann ich spätestens am Dienstag abholen. Ich bin total neugierig, was sie dazu sagt. Soll eine Überraschung sein. Sie lernt total schnell deutsche Wörter und versteht mich auf jeden Fall besser wie ich sie, dabei versuch ich mich wirklich zu bemühen mir die russischen Vokabeln zu merken und auszusprechen, aber meistens bekomme ich nur ein Stirnrunzeln oder Lachen zu sehen. ^^ Wenn ich unserer Kleinen was vorlese setzt Gastkind sich meistens auch dazu und schaut mit, dabei zeige ich einige Gegenstände auf den Bildern, die ich gerade im Text vorlese und ich glaube, sie versteht dabei schon so einiges. Vorhin konnte ich hören, wie sie versucht hat unsere Kleinen was vorzulesen. Das war wirklich süß und hat sich schon gut angehört.
    Überhaupt sind die beiden schon ein echtes Team. Mag mir jetzt schon nicht mehr vorstellen, dass sie bald wieder weg ist. Für unsere Tochter haben wir zusammen ein kleines Bild in ihren Kalender gemalt, wann Gastkind wieder nach Hause fährt. Ich hoffe sie nimmt das nicht so schwer.
    Gastkind hat eine Gestik und Mimik drauf, die ist zum kaputtlachen. Selbst meine Tochter lacht lauthals, wenn Gastkind loslegt, das schafft nicht jeder.
    Vielen Dank für die Vorwahl Links. Das werde ich morgen auf jeden Fall ausprobieren.
    Gute Nacht! Spakojnoj notschi! :)

    Wenn dem Baby durch die Erfahrung des Getragenwerdens alle damit verbundene Sicherheit und Anregung in vollem Maße zuteil geworden sind, kann es sich dem kommenden, dem Draußen, der Welt jenseits der Mutter, freudig zuwenden, voller Selbstvertrauen und gewöhnt an ein Wohlgefühl, das seine Natur aufrechtzuerhalten neigt. (Jean Liedloff)

  • Ich finde das ja total spannend und es rührt mich sehr, wie sehr Du Dich kümmerst.


    Eien Hintergrundfrage habe ich: Was hat Weißrussland mit Tschernobyl zu tun?

  • Tschernobyl liegt doch ziemlich nah an der Grenze zu Weißrussland. In Weißrussland liegen die neben der Ukraine und Russland zu den am stärkten von der Reaktorkatastrophe betroffenen Gebiete.


  • Eien Hintergrundfrage habe ich: Was hat Weißrussland mit Tschernobyl zu tun?


    In Gebieten Weißrusslands wurde die Wolke künstlich abgeregnet damit es nicht stärker besiedelte Gebiete trifft. Sehr unschöne Geschichte (keine Info an die Bevölkerung). Jedenfalls sind dort die stark verstrahlten Gebiete. Ich war schon einmal vor Ort und das war sehr "erweckend".



    Tja, heute (ok, Stand 2000) gibt es Maßnamen vom Weißrussischen Staat, in den betroffenen Gebieten wieder Leute anzusiedeln (Lehrer bekommen zB mehr Geld bzw mehr zusätzliche Dinge) und offiziell gilt die Radioaktivität als beendet.
    Die Menschen dort gehen in den kontaminierten Wald, fällen das Holz, verbrennen es -> das ganze geht wieder in die Luft.


    Es gibt Schilder, auf denen Gebiete markiert sind, in denen die Strahlung so schlimm ist, dass kurz dort bleiben schon gefährlich ist. Da das Ganze aber durch Wind/Rauch eben wandert, ist das nicht so aktuell.


    Ich find es prima, dass immer noch Kinder aufgenommen werden, auch wenn die Aktion leider Rückläufig ist. (Wir hatten damals extreme Probleme noch Herbergseltern zu finden, daher wurde es auf eine zentrale Unterbringung umgestellt)

  • Moinsen,
    das Gastkind spielt gerade bei ihrer Freundin und ich kann endlich wieder ins Netz ;)
    Die Tschernobyl-Frage ist ja schon beantwortet. Im Vordergrund steht absolut die Erholung der Kinder um den geschwächten Gesundheitszustand zu stabilisieren.
    Wir haben herausgefunden, dass sie sehr gerne Memory spielt und nun sind wir ständig dabei Bilder aufzudecken. Wir haben zwei unterschiedliche mit jeweils 72 Karten und sie kann mitlerweile alle Bilder benennen. Ich finde es sehr beeindruckend wie schnell sie sich das merken kann.
    Essentechnisch ist sie auch eher unkompliziert. Bisher hat sie bei jeder Mahlzeit ordentlich reingehauen. Sie würde zwar am liebsten täglich Cola trinken, doch nachdem ich den Konsum eingeschränkt habe, kam sie gestern an, sie wollte Kaffee haben 8o Jetzt muss ich mal sehen, was ich ihr da geben kann. Gibt es noch diesen Caro- Kaffee? Ist der nicht aus Malz hergestellt? Bin da noch nicht wirklich informiert.
    Gesten Abend hab ich mal die Federballschläger rausgeholt und wir konnten knapp eine Std damit spielen. Sie hätte noch länger gewollt, aber meine Tochter hat dann auch mal meine Aufmerksamkeit gefordert und ich hab die beiden im Wechsel angeschaukelt. Das war dann auch ok.
    Och, man könnte soviel schreiben, aber leider liegt hier noch ein Berg Bügelwäsche. Zur Zeit bleibt halt doch viel liegen.
    Bis bald

    Wenn dem Baby durch die Erfahrung des Getragenwerdens alle damit verbundene Sicherheit und Anregung in vollem Maße zuteil geworden sind, kann es sich dem kommenden, dem Draußen, der Welt jenseits der Mutter, freudig zuwenden, voller Selbstvertrauen und gewöhnt an ein Wohlgefühl, das seine Natur aufrechtzuerhalten neigt. (Jean Liedloff)

  • Klar gibt es kindertauglichen Karo-Kaffee. Auch im Bioladen gibt es Zicchorienkaffee. Allerdings frage ich mich, ob es wirklich das ist, was sie will, wenn sie Kaffee sagt... Vor allem, da sie es statt Cola will. Verträgt sie Kakao? Wenn ja vielleicht das oder Tee anbieten?

  • Liebe feuermelle,



    dein Bericht ist total spannend. Ich war als Jugendlich 3 mal in Russland (alerdings an der kasachischen Grenze) und wir hatten einige Mal russische Jugendliche zu Besuch im Rahmen eines Austausches. Aber die sprachen alle mindestens Englisch, viele sogar deutsch und waren auch noch extra für den Austausch ausgewählt worden.


    Hier bei uns in der Nähe gibt es auch so einen Verein, der Kinder aus Weissrussalnd Ferien in Deutschland ermöglicht. Wenn meine Kinder älter sind, aknn ich mir vorstellen da als Gasteltern mitzuhelfen.


    Liebe Grüße, adpat

    ..

    3 große (2005, 2007, 20010) und

    1 kleine Maus (2017)

  • Hallo,
    sie bleibt noch bis zum 23. August und nun hab ich endlich mal mehr über ihr Zuhause erfahren. Am Freitag hat uns eine polnische Freundin besucht, die sich einigermaßen mit ihr unterhalten konnte und mit der 2. Vorsitzenden der Elterninitiative hatte ich auch ein interessantes Gespräch. Also, auf die Frage, wie es ihr in Deutschland gefällt, hat sie geantwortet: "Schön, hier gibt es viele Hunde und viele Autos" - sehr aufschlussreich #freu
    Ihre Eltern sind 30 und 31 Jahre und die haben mit ihren Eltern in etwa 60 km Luftlinie entfernt vom Reaktor gewohnt. Erst Tage nach dem Unfall haben sie von der Katastrophe erfahren und sind dann umgesiedelt worden.
    Nun herrscht dort immer noch eine hohe Arbeitslosigkeit und einige Eltern haben Probleme mit Alkohol. Nebenbei viel eine Bemerkung, dass unser Gastkind aufgrunddessen unbedingt mit hierher sollte. Die Initiative holt seit über zwanzig Jahren Kinder zu uns, aber unser Gastkind kommt von einer neuen Schule, die die Fahrten nach Deutschland noch nicht kennen und einige Eltern haben ihren Kindern nicht erlaubt hier rüber zu fahren, weil sie Angst hatten, das Jugendamt könnte ihnen die Kinder wegnehmen, wenn der Alkoholkonsum bekannt wird und dann natürlich auch das Kindergeld wegfällt. :( Ich hoffe das waren Einzelfälle. Diese Schule ist scheinbar für 1000 Schüler ausgelegt und wird zurzeit von 150 Schülern besucht. Die Regierung versucht die "verstrahlten" Dörfer wieder zu besiedeln, denn offiziell gibt es dort keine erhöten Strahlungswerte mehr. Es werden Gasleitungen gelegt, aber in ihrer Schule ist die noch nicht vorhanden und wenn es im Winter kalt ist, wird dort mit Holz geheizt, der im hiesigen Wald geschlagen wird und die Strahlungswerte steigen dadurch enorm, weil die Radioaktivität, die sich in der Rinde festgesetzt hat wieder freigesetzt wird. Der Schulleiter weiß das genau, aber bei dem Besuch dort hat er gesagt: "Was soll ich machen? Ich kann die Kinder doch nicht frieren lassen." ;( Überhaupt sind die Kinder den ganzen Tag in der Schule und bekommen dort auch ihr Frühstück, weil es dieses Zuhause oft nicht gibt. Viele Kinder müssen wirklich Hunger leiden.
    Ich kann mir das gar nicht wirklich vorstellen.
    Unser Gastkind hat noch einen Bruder der 1 Jahr alt ist und ihre Mutter ist noch in Elternzeit/ Erziehungszeit und ihr Vater arbeitet bei einem Bauern auf dem Hof.
    Ach ja, unser Kaffeeproblem- sie trinkt nun einen Kaffe auf Gerste und Roggenbasis mit gaaanz viel Zucker und Milch. Das ist ok für sie. Abends hat sie immer noch Angst. Sie weicht nicht von meiner Seite. Ich kann kaum allein zur Toilette gehen, solange sie noch nicht eingeschlafen ist. Wenn sie allerdings schläft, dann wie ein Stein.


    Einen schönen Abend noch #blume

    Wenn dem Baby durch die Erfahrung des Getragenwerdens alle damit verbundene Sicherheit und Anregung in vollem Maße zuteil geworden sind, kann es sich dem kommenden, dem Draußen, der Welt jenseits der Mutter, freudig zuwenden, voller Selbstvertrauen und gewöhnt an ein Wohlgefühl, das seine Natur aufrechtzuerhalten neigt. (Jean Liedloff)

  • Oh je, das klingt so traurig. Es wird einem bewußt, dass die kleinen oder großen Probleme unseres Alltages, nichts sind, zu dem wie diese Kinder und Familien leben müssen. Wenigsten kann sie bei euch einige schöne Tage erleben.

  • Ja, es klingt sehr traurig. Ich weiß gar nicht, ob ich das könnte, so ein Kind dann wieder gehen lassen, mit der Möglichkeit, dass die Eltern vielleicht Alkoholiker sind. Ich finde es sehr stark Melle, dass Du das kannst und machst.


    Und Alkoholismus ist ja auch alles andere als ein fernes Problem...

  • Wenn ich sie mir so anschaue kann ich das eigentlich nicht glauben, dass dort alles so schrecklich sein soll. Sie ist ein total fröhliches Mädchen, ruft von sich aus jeden zweiten Tag zu Hause bei ihrer Mutter an und scheint dabei sehr zufrieden. Die Mutter hört sich auf jeden Fall total nett an und manchmal ist auch ihr kleiner Bruder am Telefon. Auf dem Bild, das sie von ihrer Familie gemalt steht ihr Vater, ihr Bruder und sie halten sich an den Händen und dann ihre Mutter. Zwischen den Kindern und den Eltern ist jeweils eine Lücke. Es sind aber alle am lachen. Dazu hat sie einen Apfelbaum gemalt. Das passt, sie isst total gerne Äpfel.
    Heute sind glücklicherweise noch zwei Bekannte vorbei gekommen und haben Klamotten für sie dabei gehabt. Die sind super. Genau die Sachen, die uns noch fehlten. Ich freu mich immer mindestens genauso über die Dinge die sie geschenk bekommt. Echt cool, wie ihr alle irgendwie helfen möchten.

    Wenn dem Baby durch die Erfahrung des Getragenwerdens alle damit verbundene Sicherheit und Anregung in vollem Maße zuteil geworden sind, kann es sich dem kommenden, dem Draußen, der Welt jenseits der Mutter, freudig zuwenden, voller Selbstvertrauen und gewöhnt an ein Wohlgefühl, das seine Natur aufrechtzuerhalten neigt. (Jean Liedloff)

  • Am Mittwoch hatte Gastkind beim Schlafen gehen richtig doll Heimweh und ausgerechnet an dem Tag war ich sowieso schon schrecklich müde. Sie hat sich einfach auf´s Bett gesetzt und wollte sich nicht hinlegen. Hat traurig geschaut und gesagt das sie an ihren Bruder und ihre Mama denkt. Zuhause bräuchte sie nie alleine im Bett schlafen sondern wäre immer mit den beiden zusammen. So hab ich das jedenfalls verstanden. Ich hab sie immer wieder in den Arm genommen mit ihr gesprochen, sie zugedeckt, aber sie kam einfach nicht zur Ruhe. Letztendlich wollte sie mit uns ins Bett und ist dann schnell eingeschlafen. Überhaupt ist sie in dieser Woche wo mein Mann Nachtschicht hatte jede Nacht irgendwann zu meiner Tochter und mir ins Bett gekommen, obwohl unsere Betten nicht mal einen Meter entfernt stehen.
    Am Donnerstag haben wir dann mit der Dolmetscherin gesprochen, weil mir das irgendwie merkwürdig vorkommt. Aber unser Gastkind hat geplappert wie ein Wasserfall und meinte, sie Träumt halt nachts schlecht und kommt deswegen zu uns und am Mittwoch Abend hätte sie ihre Familie sehr vermisst. Also alles gut ich mach mir zuviele Gedanken. :S Tagsüber ist sie auch ein völlig anderes Kind. Meine Mutter hat hier gestern aufgepasst, weil wir zur Hochzeit mussten. Sie fand die Situation beim zu Bett gehen auch extrem ängstlich. Meine Mutter und Gastkind kennen sich sonst schon recht gut und wenn ich abends arbeiten muss, sind Gastkind und meine Tochter dort. Es ist auch glaube ich nicht unbedingt die Dunkelheit die ihr Angst machen, sondern das ins Bett gehen. Eben haben wir uns noch einen Film angesehen und da bestand sie z.B. darauf, dass das Licht aus bleibt #weissnicht
    Dann gibt es da noch eine schwierige Sache. Gastkind kommt nun hin und wieder bei mir an, umarmt mich und sagt: "Meine Mama" und unsere Kleine springt natürlich sofort darauf an und sagt: "Nein, meine Mama!". So geht das dann ein paarmal hin und her. Ich nehme unsere Tochter dann auf den Arm und sage ihr: "Das ich natürlich ihre Mama bin und sie ganz doll lieb hab etc. " und leg einen Arm um Gastkind, weil ich mir nicht sicher bin, wie sie das meint. Will sie meine Tochter damit ärgern? Passiert zwischendurch natürlich auch oder will sie damit zeigen, dass sie sich angenommen fühlt? In diesen Momenten möchte ich sie auch nicht zurückweisen, sie soll sich hier schon wie zu Hause fühlen, aber für meine Tochter find ich das sehr schwierig.
    Was meint ihr?
    LG

    Wenn dem Baby durch die Erfahrung des Getragenwerdens alle damit verbundene Sicherheit und Anregung in vollem Maße zuteil geworden sind, kann es sich dem kommenden, dem Draußen, der Welt jenseits der Mutter, freudig zuwenden, voller Selbstvertrauen und gewöhnt an ein Wohlgefühl, das seine Natur aufrechtzuerhalten neigt. (Jean Liedloff)

  • Ich denke, dass Euer Gastkind "meine Mama" nur lieb meint. Wir hatten oefters Gastkinder, auch aus "guten, gluecklichen, reichen, etc." Familien und einige haben meine Eltern Mama und Papa genannt, auch aus lateinamerikanischen Laendern. Ich finde das ein gutes Zeichen. Russische erwachsene Bekannte von uns nennen auch andere nicht ihre Muetter, Mutter, so als Art Anerkennung und Zuneigung in einem.


    Dass das fuer Deine Tochter schwierig ist, kann ich mir vorstellen. Ich denke, Du reagierst gut. Viel kann man da eh nicht machen. Mein Sohn (3) schreit auch manchmal "nein, meine Mama!" Wenn seine Schwester "Meine liebe Mama" sagt. Das ist natuerlich etwas anderes, aber auch nicht so viel. Ich bin mir bei ihm auch sicher, dass es keine echte Eifersucht ist. Wie das bei Deiner Tochter ist kann ich nicht beurteilen, aber vielleicht interpretierst Du mehr hinein als es ist.


    Zum in einem Bett schlafen wollte ich auch noch sagen, dass selbst Feundinnen von mir in meinem Alter aus Spanien und Portugal laenger mit einem Familienmitglied (auch Oma etc., immer weiblich) zusammen in einem Bett geschlafen haben. Also auch noch als Teenager.

  • Sprachliche Barrieren?


    "Meine Mama" lässt sich einfachr sagen als "Ich fühle mich hier sehr wohl, nehme wahr dass ich hier einen Platz habe und schätze das. Zudem vermisse ich meine Mama und benötige dich nun ein wenig als Ersatz."


    Eifersucht Seitens deiner Tochter ist ebenso verständlich wie normal. Wir machen Bereitschaftspflege, und manchmal bleibt nur noch sehr wenig Zeit für die leiblichen Kinder. Uns hilft es, in einer ruhigen Minute darüber zu sprechen, dass dieses Gefühl zwar ok ist, die Kinder aber auch den Gedankenanstoss kriegen, dass es das Leben sehr gut mit ihnen meint und leider nicht jeder so viel Glück hat.


    Hast du die Möglichkeit, mal was allein mit deiner Tochter zu machen, wenn das Besucherkind bei der Freundin ist?