Lesen durch schreiben, völliger Unsinn?

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  • "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)


  • Tabellen mit einer Grundschrift hingen auch beim Schulfest in den Erstklassräumen und die Hefte, die auslagen waren alle mit so einer Schrift gefüllt. (mein kleiner wird erst demnächst eingeschult; blöderweis)


    Finde ich gar nicht doof, ich kenne kaum einen Erwachsenen, er Schreibschrift schreibt. Eigentlich keinen #gruebel . Die meisten machen irgendeinen Mischmasch. Schrift ändert sich anscheinden genauso wie Sprache von Generation zu Generation.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • In anderen Ländern wird auch Druckschrift gelehrt. Scheint nicht so ganz abwegig zu sein. Man könnte natürlich, wenn man es böse meint, sagen, es ist eine Entwicklung nach unten. Also, weniger verlangen von den Schülern. Aber ich denke, solange das Angebot einer verbundenen Schrift da ist, ist es ok.


    Andererseits wurde bei uns auch gut vorbereitet, mit Schwungübungen und so. Damit sich die Hand dran gewöhnt. Ein gut überwachter und individuell gestalteter Schreibschriftlehrgang ist sicher auch nicht schlechter als Druckschrift.



    Mein Großer will jetzt lieber Druckschrift schreiben. Leider finde ich es weder schneller noch schöner... Aber solange die Lehrer nichts sagen, mische ich mich nicht ein.

  • ich senfe mal ganz kurz, hab nicht alle seiten gelesen.


    mein kind hat nach dieser methode gelernt, es geht auf eine reformschule und dort wurde die methode sehr gut umgesetzt. grade gestern hat es sich mit freunden köstlich über eine geschichte amüsiert, die sie in der zweiten klasse verfasst hatten und in der sie noch sehr schrieben, wie sie hörten. der inhalt der geschichte ist absolut zucker, das nur nebenbei. :D


    meiner erfahrung nach funktioniert die methode am besten, wenn sie in einem unterricht umgesetzt wird, der individualisiert und differenziert ist. in dem also auf die bedürfnisse jedes kindes eingegangen wird. besonders der kinder, die in irgendeine richtung mehr brauchen. das gilt auch für LRS-kinder. die auch in herkömmlichem unterricht scheitern, weil dort oft noch viel weniger auf sie eingegangen wird.


    edit: schreibschrift ist in hamburg nicht mehr pflicht, auch, wenn viele lehrer das noch nicht verstanden haben. ;) es gibt unglaublich viele kinder, für die das eine wahnsinnige quälerei ist. und wie schon erwähnt wurde - in anderen ländern ist das schon lange so, dass eine druckschrift gelehrt wird und ich kenne wunderschöne, individuelle handschriften z.b. von freunden aus den USA.

  • Hey,


    ich verfolge den Thread schon die ganze Zeit gespannt, da ich die gleichen Fragen hatte wie Viki und andere, nachdem ich den Artikel im Spiegel gelesen hatte.


    Jetzt habe ich den Artikel übrigens wiedergefunden. Bei Interesse :arrow: PN an mich, wir finden eine Lösung. ;)




    Finde ich gar nicht doof, ich kenne kaum einen Erwachsenen, er Schreibschrift schreibt. Eigentlich keinen #gruebel


    Dooooch, das gibt es noch. Meine beste Freundin und ich schreiben Schreibschrift, und in den Klausuren im Studium sind auch viele dabei, die eine verbundene Schrift schreiben.



    Man könnte natürlich, wenn man es böse meint, sagen, es ist eine Entwicklung nach unten. Also, weniger verlangen von den Schülern.



    Ja, aber es wird doch immer wieder verlangt, die Lehrpläne sinnvoll zu entrümpeln. Das scheint mir ein sinniger Ansatz zu sein. Schrift ist ja erstmal ein Werkzeug; wichtig ist, dass sie lesbar ist. Wer sich damit langweilt, kann ja immer noch verschiedene Schrifttypen lernen, meinetwegen auch Deutsche Kurrent oder Sütterlin…



    Den Artikel habe ich übrigens weitgehend so verstanden wie Kalliope:


    Ich habe dazu im Einschulungsthread schon was geschrieben. Außer dem kurzen Interview gab es ja noch einen ellenlangen Artikel im Spiegel dazu, der mMn zum Kontext dieses Interviews dazugehört. Ich kopiere meine Antwort von drüben einfach mal hierher:



    Ergänzen möchte ich allerdings, dass dort folgendes genannt wird:


    Zitat

    …die Marburger Studie. Sie verglich die anerkannte Fibel "Lollipop" mit der zu einem wichtigen Teil auf der Reichen-Methode fußenden "Rechtschreibwerkstatt". Nach Abschluss der zweiten Klasse kam heraus, dass der Anteil der Kinder, die als rechtschreibschwach galten, in der "Rechtschreibwerkstatt" bei 23 Prozent lag. Bei den "Lollipop"-Kindern waren es 5 Prozent.
    Die Studie wurde dann fortgeführt bis ans Ende der vierten Klasse; zwar hatten die Rechtschreibwerkstätter nun viel aufgeholt; dennoch betrugt der Anteil der Kinder mit orthografischer Schwäche immernoch 16 Prozent gegenüber 10 Prozent bei den "Lollipop"-Schülern.
    "Rechtschreibwerktstatt"-Erfinder Norbert Sommer-Stumpenhorst hält nichts von der Marburger Studie. So hätten die "Lollipop"-Kinder beispielsweise einen Teil der abgeprüften Wörter zuvor als Lernwörter auswendig gelernt.

  • In anderen Ländern wird auch Druckschrift gelehrt. Scheint nicht so ganz abwegig zu sein. Man könnte natürlich, wenn man es böse meint, sagen, es ist eine Entwicklung nach unten. Also, weniger verlangen von den Schülern. Aber ich denke, solange das Angebot einer verbundenen Schrift da ist, ist es ok.

    Ich denke eher, es ist eine Anpassung an die Zeit. Es wird von den Kindern so viel erwartet, sie haben Kompetenzen, die unsere Eltern und Großeltern in dem Alter noch nicht hatten, die aber heute nun mal wichtig sind. Dazu gehört z.B. EIGENE Meinungen zu formulieren, mündlich oder schriiftlich, Referate halten, sich selber Wissen aneignen (im Hinblick auf das heute nötige lebenslange Lernen dun Weiterbilden mMn eine absolute Grundkompetenz), die Fähigkiet, mit anderen zusammen zu arbeiten - aus meiner Grundschulzeit kann ich mich an echte Gruppenarbeit nicht erinnern - und so weiter.


    Da wie gesagt nur wenige Erwachsene eine klassische Schreibschrift schreiben, finde ich das Angebot zu einer verschliffenen Grundschrift gut. Und so wie bei uns dann irgendwann Druckschrift gezeigt wurde, kann man auch Schreibschrift anbieten, wer sie mag, kann sie ganz oder teilweise für sich übernehmen. Zu einer verschliffenen Handschrift, also teilweise verbundene Buchstaben in individueller Gestaltung - wenn Erwachsene sagen, sie schreiben "Schreibschrift" meinen sie in de Regel genau das und keine Schreibschrift wie gelehrt - kommt man sehr gut auch über die Druckschrift oder die Grundschrift. Das schließt sich ja nicht aus.


    Und ich kenne wirklich kaum einen Erwachsenen, der gerade beim a, o, d... dieses in der Schule noch mühsam immer und immer wieder geübte hin und her oben an der Rundung noch schreibt, die meisten setzen an wie bei einem Druckbuchstaben (so wird es auch bei der Grundschrift gleich gelehrt) und auch die "schnelle Umkehr" beim m, n, u... bekommt in der Regel ein sehr individuelle Prägung usw. .


    Ich persönlich finde es ein Unding, wenn in der Grundschule eindeutikg lesbare Buchstaben als "Fehler" angestrichen werden, nur weil sie nicht dem Aussehen entsprechen, welches im Schreibschriftlehrgang gelehrt wurde


    Ich habe das kleine p z.b. oft wie das kleine Druckschrift p geschrieben und nicht wie gelehrt eine Art kleines n mit Unterlänge vorne - immer wieder ein Fehler. Beim z gefällt vielen Kindern geschwungene mit Unterlänge gut und geht ihnen flüssiger von der Hand als das gezackte - wer in der Schule die vereinfachte Schulausgangsschrift lernt, lernt es so als richtig, wer es hier in der normalen GS so schreibt hat einen Fehler im Diktat. Das gleiche mit Druckbuchstaben als Anfangsbuchstabe - klar zu erkennen, bei vielen Buchstaben aber ein "Rechtschreibfehler". Das finde ich total unsinnig, zumal sie ab Klasse 5 ja dann meist doch schreiben können, wie sie wollen, so lange man es lesen kann.


    Die Optik ist einfach eine Frage der Gewöhnung, bei der Umstellung von Sütterlin auf unsere jetzige Schreibschrift hieß es auch, es sähe so hässlich aus, die Kinder würden keine schöne Handschrift mehr lernen und würden nur noch hinschmieren, es würde ihnen zu leicht gemacht, Handschrift würde abgewertet usw. All das, was man heute wieder hört...

  • Mir ist schon klar, dass das nicht leistbar ist aber dann stehe ich auf auf dem ketzerischen Standpunkt, wer bestellt bezahlt.

    ja, das denke ich mir (von meiner warte aus ) eben auch. wenn die eltern so viele ha einfordern, dann dürfen sie auch selber kontrollieren. ich gucke dann nur, ob die kinder überhaupt was machen. weil diese sorte eltern dann nämlich auch sofort informiert werden will, wenn das kind zwei mal keine HA hatte. #augen


    Einmal im Monat wurden dann Hefte eingesammelt und seitenweise fehlendes angestrichen mit der Aufforderung zur Nacharbeit.

    das finde ich allerdings vollkommen unangemessen für eine erste klasse. nein, eigentlich für die gesamte grundschulzeit. da kann man vielleicht wöchentlich einsammeln, wenn man eh wochenHA gibt. aber monatlich mit nacharbeiten... :stupid:

    aber da gibt es ja gleich den nächsten Aufschrei, mit dem Verschwinden der klassischen Schreibschrift geht ja sicher gleich die abendländische Kultur unter. :D

    du sagst es. seit letztem schuljahr ist es in hamburg den schulen freigestellt, ob sie vereinfachte schulausgangsschrift oder grundschrift lehren und: letztes jahr um diese zeit großes drama, denn das abendland wird ohne schreibschrift untergehen!


    Carlotta, an unserer Schule lernen die Kinder inzwwischen mir Grundschrift schreiben, das ist eine mischung aus Druck und Schreibschrift, doppeltes lernen, bzw umlernen entfällt dadurch.

    das stimmt. leider ist an meiner (privat-) schule vereinfachte schulausgangsschrift verpflichtend. müsste ich verm. nächstes mal mit den eltern im vorwege absprechen.


    Erinnere mich bitte ggf. in 1 Jahr per PN dran ^^

    höhö. und wer erinnert mich?

    der Lehrer der Mittelstufe (4.-6.) die Kinder auch sehr viel schreiben lässt. Alle 14 Tage müssen sie ein "Wochentagebuch" mit etwa 2-3 Seiten Text abgeben. Der Text muss erst als Entwurf zur Korrektur gegeben werden und dann schön eingetragen. Themenauswahl ist vollkommen frei.

    das finde ich eine coole idee - das merke ich mir gleich mal für das 4. schuljahr vor.


    schreibschrift ist in hamburg nicht mehr pflicht, auch, wenn viele lehrer das noch nicht verstanden haben. ;)

    ich bin mir sehr sicher letztes jahr gelesen zu haben, dass die schulen die freistellung durchweg begrüßen, aber die eltern (insesondere der "leistungswilligen" schüler) auf die barrikaden gegangen sind, weil - wie trin schon schrieb - ohne richtige schreibschrift das abendland sicher untergehen wird.


    wobei eben auch jede *schule* für sich entscheidet und nicht jeder lehrer. es kann also durchaus sein, dass eine grundschule in blankenese weiterhin schreibschrift lehrt, selbst wenn der lehrer, ders umsetzen muss davon überzeugt ist, dass der hälfte der klasse mit grundschrift besser geholfen wäre.


    *meine* erste klasse war letztes jahr total heiß auf schreibschrift. einige haben einfach angefangen, ihren namen in schreibschrift zu schreiben. sie haben das heft mit schwungübungen geliebt. 8I und so haben wir kurz nach ostern mit schreibschrift angefangen. naja - ham wirs jedenfalls bald durch.

    Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen.
    Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 1 Kor 1,21

  • Hallo,

    *meine* erste klasse war letztes jahr total heiß auf schreibschrift. einige haben einfach angefangen, ihren namen in schreibschrift zu schreiben. sie haben das heft mit schwungübungen geliebt. 8I und so haben wir kurz nach ostern mit schreibschrift angefangen. naja - ham wirs jedenfalls bald durch.

    Das kenn ich auch von meiner einen Tochter. Keine Ahnung warum, zumal sie ja sah, wie ihre 2 älteren Geschwister sich mit Schreibschrift abmühten, weil die halt bei uns immer noch verpflichtend im Lehrplan steht und so ist auch unsere Schule gewungen, das zumdeinst bis zum "das Kind KANN eine Schreibschrift schreiben" umzusetzen (ob es das dann auch tut, ist wieder egal).


    Sie WOLLTE sofort Schreibschrift lernen und durfte das natürlich auch. Das ist ja auch völlig OK (inzwischen schreibt sie aber auch keine reine Schreibschrift mehr).
    Der Wichtel wiederum hatte erst in der 3. Klasse überhaupt mal Interesse daran und halbwegs die motorischen Fähigkeiten dazu, er hat es probiert und war relativ schnell durch, fand es aber doof und schreibt jetzt in der 4. eine Mischung, Schreibschrift kann man es nicht nennen, reine Druckschrift ist es aber auch nicht.
    Nachteil: Seit dem Schreibschrift lernen in den kleinen vorggebenen Zeilen schreibt er insgesamt so winzig, daß man es kaum entziffern kann - genau das Phänomen hatten wir beim Großen auch.


    Ideal fände ich es wie gesagt als Angebot, gezeigt wird es allen, die Interesse dran haben sie probieren sich darin aus und die können dann selber entscheiden, welche Buchstaben ihnen besser gefallen. Ich selber hatte z.b. eine Weile außerhalb de Schule einige Buchstaben im "angepassten Sütterlinstyle" in meiner Schrift, weil ich das einfach cool fand und mir das Schreiben so etwas mehr Spaß gemacht hat. Und wer sich gar so schwer tut, muss sich nicht zusätzlich damit plagen sondern bleibt bei der Grundschrift.
    Das fände ich den sinnvollsten Weg.

    Einmal editiert, zuletzt von Trin ()

  • Dooooch, das gibt es noch. Meine beste Freundin und ich schreiben Schreibschrift, und in den Klausuren im Studium sind auch viele dabei, die eine verbundene Schrift schreiben.


    Die meisten Erwachsenen, die ich kenne, schreiben irgendwie eine verbundene Schrift. Aber in den allerallerseltensten Fällen ist das keine klassische Schreibschrift, sondern eher eine der beiden unteren Varianten:

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Bei uns ist es so, dass die Kinder mit Druckschrift beginnen und danb die Schreibschrift langsam eingeführt wird.
    Aus Gründen, wie Trin sie ja zum Beispiel anführt. Und ich finde das auch weiterhin gut, auch wenn mein Sohn mit dieser Reihenfolge Probleme hatte/hat. Aber da ist es wieder: ein einzelnes Kind stellt nicht die grundsätzliche Richtigkeit der Methode in Frage.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • aber kann man nicht mit bleistift auch bei schreibschrift nach jedem buchstaben absetzen, wenn man das will?
    das bis-zum-wortende-durchhalten-müssen ergibt sich doch nur mit füller, oder?

    Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen.
    Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 1 Kor 1,21

  • Hallo,


    Sicher kann man das. Hier wird an den Regelschulen aber fast von Anfang an mit Füller geschrieben, oft sind nicht einmal Tintenroller erlaubt, auch nicht für Kinder mit Motorikproblemen. (Begründung: Das ist eben so ... Füller werte den Schreibvorgang auf ... die Kinder/Eltern würden das so erwarten ... Bleistift würde nur zum schludern und radieren führen... und überhaupt schreibt man in der Schule eben mit Füller. usw. wurde hier Bekannten erst wieder im 0-Elternabend deutlich so gesagt, auch bei mir auf Arbeit fordern die Lehrer sofort einen Füller und zwar undbedingt mit Feder und nicht mit Rollerspitze)


    Nur muss man beim Absetzen, um die entsprechende Optik zu erhalten, beim Ansetzen genau den Punkt finden, an dem man aufgehört hat und gerade das fällt gerade Kindern mit motorischen Problemen, also denen, die das Absetzen und entspannen am meisten brauchen, schwer.
    Die die im Wort absetzen haben oft zusätzlich zu anderen Problemen auch da noch einen optischen Bruch drin, der von den Lehrern oft als "unsauber" angekreidet wird. Beim Schreiben mit Füller ergibt das bei Kindern mit hohem Schreibdruck (den haben viele, denen das Schreiben generell feinmotorisch noch schwer fällt) zusätzlich oft noch einen unschönen sehr dicken Ansatz, der das Ganze auch nicht lesbarer macht.


    Wird daggen der Buchstabe komplett neu angesetzt, gibt es das Problem nicht. Die meisten Erwachsenen machen es ja so, sie verbinden Laute, bei denen das gut flüssig geht (z.b. e, l ... und setzen setze Buchstaben, bei denen ein zusätzliches hin und her nötig wäre (a, o, d...) oben komplett neu an.


    Der Ursprüngliche Sinn der Schreibschrift war ja der, das Risiko eines Tintenkleckses beim Ansetzen zu minimieren, das dürfte bei den heutigen Schreibgeräten aber ja kaum noch ein Argument sein. Auch hier fände ich es sinnvoll, dem Kind eine Auswahl zur Verfürgung zu stellen und es dann selber entscheiden zu lassen, ob es mit Bleistift, Füller, Tintenroller, Pallpen... am Besten zurechtkommt und ob und wann es wechseln will.

    Einmal editiert, zuletzt von Trin ()

  • Nach welchen Methoden meine älteren Kinder lesen und schreiben gelernt haben, weiß ich gar nicht. Die große Tochter hat eine normale gute Rechtschreibung, der große Sohn eine, die wegen Bequemlichkeit manchmal zum Mäusemelken ist.


    Meine Kleinen werden im nächsten Jahr eingeschult. Sie kommen in Flex-Klassen und werden nach der Lesen-durch-Schreiben oder was auch immer Methode ihre Schreib- und Lesekompetenz erwerben. Es gibt Möglichkeiten FREI zu schreiben und es wird darauf geachtet, dass sogenannte Lernwörter korrekt geschrieben werden.


    Die Grundschule geht bei uns 6 Jahre, trotzdem sind 5. und 6. Klasse schon als Vorbereitung auf die weiterführenden Schulen zu betrachten. Da die Deutschnote mit entscheidet, wer aufs Gymnasium geht, muss man schon "anerkannter Legastheniker" sein, um mit einer schlechten Rechtschreibung eine Gymnasialempfehlung zu bekommen.


    Ich bin gespannt!


    Selbst habe ich nach der Fibel schreiben gelernt. Es war langweilig und demotivierend, weil ich nicht so schön ordentlich schreiben konnte. Ich war immer mit Tinte beschmiert, hatte zerkaute Füller, Hefte mit Eselsohren und Klecksen und deswegen IMMER, IMMER blöde Formfehler, die meine Note ruinierten. Meine fehlerfreie Rechtschreibung hat mir gar nicht genützt.


    Lesen habe ich durch mein Märchenbuch gelernt. Heute noch guck ich mir die liebevoll mit Faserstift in unterschiedlichen Farben unterstrichenen Buchstaben an. :)


    In der 5. und 6. klasse wurden damals bei uns die Fremdwörter durchgenommen. Also war die Rechschreibung als Lehrgang nicht mit der Unterstufe abgeschlossen. Es wurden auch später immer wieder mal eine paar Regeln wiederholt.

    der die das Blog


    Mausejules Weg zum Klugscheißer - 2. Semester:
    Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: 2,7
    Wirtschaftmathematik: 1,3
    Allgemeines Verwaltungsrecht:
    Betriebliches Rechnungswesen:
    Betriebliches Marketing:

  • Hier wird an den Regelschulen aber fast von Anfang an mit Füller geschrieben, oft sind nicht einmal Tintenroller erlaubt, auch nicht für Kinder mit Motorikproblemen. (Begründung: Das ist eben so ... Füller werte den Schreibvorgang auf ... die Kinder/Eltern würden das so erwarten ... Bleistift würde nur zum schludern und radieren führen... und überhaupt schreibt man in der Schule eben mit Füller. usw. wurde hier Bekannten erst wieder im 0-Elternabend deutlich so gesagt, auch bei mir auf Arbeit fordern die Lehrer sofort einen Füller und zwar undbedingt mit Feder und nicht mit Rollerspitze)

    8I hier wird generell mit bleistift geschrieben füller dürfen kinder freiwillig nehmen, wenn sie feinmotorisch so weit sind (stand staatliche schule(n) bei meinem großen. er schreibt mit bleistift, da linkshänder. oder diesen frixon dingern.


    an meiner privatschule wird füller im laufe der zweiten klasse eingeführt mittels "füllerführerschein" - ich weiß noch nicht genau, wie das aussieht, vermutlich einfach schwungübungen mit füller o.ä. (wobei - den dürfen sie ja noch nicht benutzen... hmmm #gruebel ) wer den füllerführerschein hat, der darf mit füller schreiben.


    grad hab ich auf die materialliste geschrieben, dass noch kein füller besorgt werden muss, damit wir beim ersten elternabend klasse 2 noch mal in ruhe drüber sprechen können. ich rechen mal damit, dass die fixesten kinder frühestens nach den herbstferien mit füller schreiben.

    Nur muss man beim Absetzen, um die entsprechende Optik zu erhalten, beim Ansetzen genau den Punkt finden, an dem man aufgehört hat und gerade das fällt gerade Kindern mit motorischen Problemen, also denen, die das Absetzen und entspannen am meisten brauchen, schwer.

    naja, das schriftbild könnte ich persönlich gerne in der gesamten ersten klasse vernachlässigen, solange man das wort erkennen kann.

    Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen.
    Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 1 Kor 1,21

    Einmal editiert, zuletzt von carlotta ()

  • Hier (staatl. Grundschule) dürfen die im ersten Jahr noch keinen Füller haben - mein Sohn wollte deswegen schon fast verweigern...

    Mal bist du die Taube, mal bist du das Denkmal.

  • Hier auch. Ich glaube, so zum 2. Halbjahr der 2. wurde dann der Füller gemeinschaftlich eingeführt. Bei Sams' Freund (andere Schule) wurde das an der Lesbarkeit der (Bleistift-)Schrift festgemacht, also nur wer klar und leserlich mit Bleistift schreiben konnte, durfte zum Füller wechseln.

    Das Sams (05/2005) + Don Blech (01/2008 )



    mit dabei seit 6.9.2004

  • Dann hätte mein Sohn nie mit Füller schreiben dürfen.


    Er hat nach der Fibelmethode gelernt. Ab 1. Klasse von Anfang an nur Schreibschrift mit Füller geschrieben und die Druckbuchstaben lesen gelernt. Er hat zwei Jahre später an einer freien Schule eine Woche am TEstunterricht teilgenommen und musste dort mit Bleistift schreiben. Ohweh, man konnte fast nix lesen. Er ist Linkshänder und drückt relativ stark auf. Der Bleistift war so dick und dunkel, er hatte keine schöne Handschrift mehr, es war grauslig. Er selber war froh, als er an seiner Schule wieder mit Füller schreiben durfte.


    Zwischendrin hat er es immer mal wieder mit Tintenroller versucht, aber allein mit Füller kommt er gut klar.

    Liebe Grüße Genmaicha
    ---------------------------------
    Hat der Schüler schlechte Noten, hat der Lehrer versagt!

  • Na ja, wenn er nie mit Bleistift schreiben gelernt hat, ist das ja nicht verwunderlich. #weissnicht

    Das Sams (05/2005) + Don Blech (01/2008 )



    mit dabei seit 6.9.2004