mutter natur kann es aber nicht so gemacht haben oder?

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  • liebes rabenvolk!
    familienbett, tragen, blw, stillen nah bedarf, windelfrei sind ja eigentlich alles sachen die - davon gehe ich aus - von mutter natur so vorgesehen wurden um usnren nachwuchs zu erhalten mit den natürlichen mitteln.
    auch das babys schreien und weinen wenn man sie weglegt (quasi ich muss mich bemerkbar machen damit ich nicht vergessen werde oder gefressen werde) weil das ja irgendwie ein urinstinkt ist noch von anbeginn der menschheit an.
    Nun kommt das mir unverständliche:
    Warum weinen die zwerge auch wenn sie anderen vertrautenfamilien mitgliedern in die hände gibt? das lockt doch raubtiere an dieses schrille geschrei?
    Die müssten doch froh sein oder?
    Oder habe nur ich kinder die 24hstd am tag nur auf mir kleben und sobald sie meine arme, mein TT oder überhaupt nur 2 cm von mir entfernt sind in schrilles kreischen verfallen und sich nicht mehr beruhigen lassen?
    der rest der famlie geht sehr liebevoll mit meinem kleinen um, er wird abgehalten, getragen und bespasst, im tuch spazierengeführt ABER
    genauso wie meine anderen kinder klebt er nur auf mir?
    warum ist das so?
    nein ich bin keine glucke und wirklich jeder der zu meiner famlie gehört darf ihn tragen und ich bin auch froh das ich mal alleine aufs klo gehen kann
    ABer dieses gekreische, diese generelle unzufriedenheit treibt mich jetzt bei nummer sieben doch in den irrsinn :(

    bitte was soll das?

  • Hallo,

    ich weiß auch nicht. Kinder sind eben unterschiedlich. Und an Mutter Natur glaube ich nicht so recht. Im Uraub habe ich babys gesehen, die vollkommen zufrieden in ihrem Maxi Cosi Aufsatz lagen und auf ihre Spielketten schauten, während die Eltern sich sonnten. Und das stundenlang (o.k. es waren wohl nur Min. aber mir kam es so vor).

    Meine Tochter war auch nicht anhänglich, aber sie wollte ihre Welt erkunden und wurde mit 4 Mon. mobil. Die hätte also auch nicht ruhig irgendwo gelegen und nur geschaut.

    Und meine Jungs durfte ich auch nur minimal ablegen.

    Liebe Grüße von junis


    "Bitte hör`nicht auf zu träumen, von einer besseren Welt!" Xavier Naidoo

  • Tja gute Frage.


    Ich glaub einfach, dass jedes Baby komplett anders sein kann u. sich auch entgegen der uns verständlichen u. vermuteten Verhaltenweisen verhalten könnte. Es gibt eben Kinder die haben kein Problem damit, dass sie schon mit wenigen Wochen im eigenen Zimmer geschlafen habe u. dann gibts Kinder, die trotz der Fürsorge der Eltern u. Sicherheit im Elternbett zig mal nachts wach werden u. weinen oder irgendwas brauchen.

    Keine Ahnung ob man ein Verhalten, ähnlich wie das deiner Kinder, mit was auch immer bestärkt. Unser Kleiner hatte von Anfang an mehrere Bezugspersonen (regelmäßig, täglich) neben (hauptsächlich) uns u. er hatte auch von Anfang an nie Probleme damit, von anderen getragen oder betreut zu werden. Wenn Besuch da war, hat der meist den kleinen Beschäftigt, während ich das Essen vorbereitet habe. Ich weiß nicht, obs anders auch so gekommen wäre, denke aber, dass es sicher nicht falsch war.

  • An "Mutter Natur" glaube ich auch nicht mehr, sondern eher, dass da auch viele Instinkte abhanden gekommen sind bzw. umgemodelt wurden.

    Wenn der Kleine schreit wie am Spieß, obwohl ich innerhalb von 2 Sekunden da bin, denke ich immer, dass die Babys vermutlich ihren Grund haben, gleich so laut und schrill loszulegen, um überhaupt beachtet zu werden. Ich denke dann also eher in die Richtung Vernachlässigung in den vorigen Generationen, so dass nur die schreienden Babys eine Chance hatten zu überleben (die anderen wurden vielleicht tatsächlich vergessen? 8I ). Für mich ist das eher ein Armutszeugnis für die Menschheit, dass ihr Nachwuchs so extrem drauf sein muss, um zu überleben...

  • Bei dir herrscht eben volles Urvertrauen. Nur bei Mama kann man 200%ig sicher sein, dass einem nichts passiert. Die anderen müssen sich das erstmal verdienen.

    Wer ein Kind sieht, hat Gott auf frischer Tat ertappt.


  • Wenn der Kleine schreit wie am Spieß, obwohl ich innerhalb von 2 Sekunden da bin, denke ich immer, dass die Babys vermutlich ihren Grund haben, gleich so laut und schrill loszulegen, um überhaupt beachtet zu werden. Ich denke dann also eher in die Richtung Vernachlässigung in den vorigen Generationen, so dass nur die schreienden Babys eine Chance hatten zu überleben (die anderen wurden vielleicht tatsächlich vergessen? 8I ). Für mich ist das eher ein Armutszeugnis für die Menschheit, dass ihr Nachwuchs so extrem drauf sein muss, um zu überleben...

    Das ist finde ich ein interessanter Ansatz.

    Meine Kleine ist genauso Odette, beim Papa weint sie auch sehr schnell und will zurück zu mir. Bei anderen geht es mal, aber eher nur sehr kurz. Dann wird sie unruhig und wenn man darauf nicht reagiert weint sie. Also habe ich ein Baby was an mir klebt. Das ist okay, auch wenn das manchmal schon anstrengend ist.

  • na ja, also von wegen anlocken - menschliche Siedlungen waren ja eh zu erkennen und wenn Du tief in einer Höhle sitzt, kann das Kleine ja ruhig heulen..., das hört dann auch keiner draußen im Urwald #freu Menschen hatten ja eh eigentlich nur andere Menschen zum Feind...

  • Wenn der Kleine schreit wie am Spieß, obwohl ich innerhalb von 2 Sekunden da bin, denke ich immer, dass die Babys vermutlich ihren Grund haben, gleich so laut und schrill loszulegen, um überhaupt beachtet zu werden. Ich denke dann also eher in die Richtung Vernachlässigung in den vorigen Generationen, so dass nur die schreienden Babys eine Chance hatten zu überleben (die anderen wurden vielleicht tatsächlich vergessen? 8I ). Für mich ist das eher ein Armutszeugnis für die Menschheit, dass ihr Nachwuchs so extrem drauf sein muss, um zu überleben...

    Sehr interessant, so scheint es logisch!

    Lg Alusra

  • Bei dir herrscht eben volles Urvertrauen. Nur bei Mama kann man 200%ig sicher sein, dass einem nichts passiert. Die anderen müssen sich das erstmal verdienen.

    #love
    So habe ich das noch gar nicht gesehen, versuch ich mal dran zu denken wenn mich das mal stresst das sie so "an mir klebt".

  • Wenn man nach dem Instinkt geht: in vorigen Generationen waren die Männer bei der Jagd oder im Krieg (oder dort verstorben). Mein Kleiner mag zwar seinen Papa und ist auch bei ihm ruhig und vergnügt, aber alle andren Männer dürfen ihn höchstens angucken und er lächelt auch nur die Frauen an (und auch nur die jungen...).

  • denke auch, dass da alle kinder total verschieden sind, meine große ist mir auch nie von der seite gewichen, und sobald ich weiter als ein paar cm weg war gab es geschrei. meine kleine ist das ganze gegenteil, die schreit sogar, wenn sie zuviel auf dem arm ist, dann will sie lieber mal irgendwo liegen und - ihre ruhe habe? - mich wundert das selber immer. habe oft ein ganz schlechtes gewissen, weil ich die kleine einfach so auf ihrer krabbeldecke lasse, aber sie ist dort zufrieden.

    Es gibt eben Dinge zwischen Himmel und Acker, die wir Schweine nicht verstehen."
    Piggeldy und Frederick

  • Das ist finde ich ein interessanter Ansatz.

    Meine Kleine ist genauso Odette, beim Papa weint sie auch sehr schnell und will zurück zu mir. Bei anderen geht es mal, aber eher nur sehr kurz. Dann wird sie unruhig und wenn man darauf nicht reagiert weint sie. Also habe ich ein Baby was an mir klebt. Das ist okay, auch wenn das manchmal schon anstrengend ist.

    Ich denke aber, wenn ich mal so überlege, dass man (sollte man es eben anders wünschen) soetwas vorbeugen kann bzw. gegensteuern könnte, wenn von Anfang an mehrere Familienmitglieder an der Betreuung teilhaben. Bei uns war die Aufsicht, Bespaßung u. alles was dazugehört von Anfang fast 50/50 auf meinen Mann u. mich aufgeteilt. Recht bald wurden die Omas u. Opas ins Boot geholt, die dann auch viel übernommen haben. Jetzt wird gerade meine 12jährige Nichte "angelernt" auf den kleinen aufzpassen (was sie unbedingt will). Ich weiß nicht obs zufällig ist u. es bei einem anderen Baby mit anderem Charakter anders laufen würde trotz gleicher Rahmenbedingungen...aber ich vermute schon, dass es auch eine Rolle mitspielt.

  • Ich denke aber, wenn ich mal so überlege, dass man (sollte man es eben anders wünschen) soetwas vorbeugen kann bzw. gegensteuern könnte, wenn von Anfang an mehrere Familienmitglieder an der Betreuung teilhaben. Bei uns war die Aufsicht, Bespaßung u. alles was dazugehört von Anfang fast 50/50 auf meinen Mann u. mich aufgeteilt. Recht bald wurden die Omas u. Opas ins Boot geholt, die dann auch viel übernommen haben. Jetzt wird gerade meine 12jährige Nichte "angelernt" auf den kleinen aufzpassen (was sie unbedingt will). Ich weiß nicht obs zufällig ist u. es bei einem anderen Baby mit anderem Charakter anders laufen würde trotz gleicher Rahmenbedingungen...aber ich vermute schon, dass es auch eine Rolle mitspielt.

    Ja theoretisch wäre das bestimmt gut als Gegensteuerung. Die Frage ist nur: Wie macht man das praktisch? Bei uns war es zumindest so das unsere Tochter von Anfang an, gleich nach der Geburt schon so war (was bei uns sicherlich auch am schwierigen Stillstart lag).Aber sie weinte von Anfang an bei ihm soviel und weinen lassen ist irgendwie keine Alternative. Sonst finde ich den Gedanken gut :).

  • Mist, Beitrag ist weg...

    Ich denke dann also eher in die Richtung Vernachlässigung in den vorigen Generationen, so dass nur die schreienden Babys eine Chance hatten zu überleben (die anderen wurden vielleicht tatsächlich vergessen? 8I ). Für mich ist das eher ein Armutszeugnis für die Menschheit, dass ihr Nachwuchs so extrem drauf sein muss, um zu überleben...

    Kurzfassung: Nö, glaub ich nicht, so schnell ist Mutter Natur/die Evolution nicht mit dem Ablegen von Instinkten, hab ich mir von einer Anthropologin erklären lassen. Da brauchts schon mehr als nur zwei Generationen, daher redet der Renz-Polster ja auch von Steinzeitkindern und ich finds durchaus passend.

    Hilft allerdings der Odette nicht weiter... gute Nerven wünsche ich dir!

    na ja, also von wegen anlocken - menschliche Siedlungen waren ja eh zu erkennen und wenn Du tief in einer Höhle sitzt, kann das Kleine ja ruhig heulen..., das hört dann auch keiner draußen im Urwald #freu Menschen hatten ja eh eigentlich nur andere Menschen zum Feind...

    Öhm, nö?
    Höhlenbären, Säbelzahntiger, Hyänen, große Raubvögel, Schlangen, Skorpione,... such dir was aus ;) denn in Höhlen wohnten wir erst lange nachdem wir aufrecht liefen, das dauerte übern Daumen ne runde Million Jahre, wenn ich mich recht erinnere. Und auch die Höhlen schützen nicht vor allem Getier...

    Viele Grüße,
    Austernfischer

    Waruum? Warum denn??

    Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
    Richard Atwater

    Einmal editiert, zuletzt von Austernfischer (26. Juli 2012 um 09:44)

  • Tja, das ist eben was ich nicht beurteilen kann, weil ich sowas noch nicht kennen gelernt habe. Hab ja erst ein Kind u. unsere Rahmenbedingungen sind so, dass die gesamte Familie eben intensiv mitmachen kann u. mitmachen will u. durch uns die Möglichkeit hat auch mitzumachen.

    Zwerg geht bislang zu jedem auf den Arm, lacht mit jedem ihm freundlich anguckenden Gesicht mit, spaßt mit jedem rum, der ihn bespaßt u. es spielt dabei keine Rolle ob es ein blonder Mann, eine dunkelhaarige Frau oder sonst was ist. Er mag besonders andere Kinder u. beobachtet die total gern. Schaut wahnsinnig gern zu, wenn sich erwachsene Menschen angeregt unterhalten u. kann dann auch laaaange einfach nur irgendwo daneben liegen.


    ...gibt natürlich trotzdem Situationen in denen er auf jeden Fall hochgenommen u. im Arm gehalten werden will u. dass dann wir (Eltern) am besten können. Aber so grundsätzlich denke ich, dass er sehr offen ist u. vermutlich auch unterstützt durch unsere fam. Bedingungen.

  • Ich denke aber, wenn ich mal so überlege, dass man (sollte man es eben anders wünschen) soetwas vorbeugen kann bzw. gegensteuern könnte, wenn von Anfang an mehrere Familienmitglieder an der Betreuung teilhaben. Bei uns war die Aufsicht, Bespaßung u. alles was dazugehört von Anfang fast 50/50 auf meinen Mann u. mich aufgeteilt. Recht bald wurden die Omas u. Opas ins Boot geholt, die dann auch viel übernommen haben. Jetzt wird gerade meine 12jährige Nichte "angelernt" auf den kleinen aufzpassen (was sie unbedingt will). Ich weiß nicht obs zufällig ist u. es bei einem anderen Baby mit anderem Charakter anders laufen würde trotz gleicher Rahmenbedingungen...aber ich vermute schon, dass es auch eine Rolle mitspielt.


    Aber eben diese 50/50 geht nunmal nicht immer. Meistens nimmt doch die Mutter die Elternzeit, während der Papa weiter arbeiten geht. Und dann ist es mal schnell nur noch eine halbe Stunde am Tag, die der Papa das Kind im wachen Zustand erlebt. Und nicht alle haben viel Familie.
    Ich glaube tatsächlich daran, das es von Kind zu Kind unterschiedlich ist. Aber irgendwann sind sie ja meist so groß, dass sie sich freuen bei anderen zu sein. Bei uns ging das so ca. mit dem 1. Geburtstag los. Seit dem schickt meine Tochter uns Eltern regelmäßig nach Hause, damit sie alleine bei Oma bleiben kann.

    Tine mit Perlchen *02.2010 und Junior *12.2013

  • Wenn man nach dem Instinkt geht: in vorigen Generationen waren die Männer bei der Jagd oder im Krieg (oder dort verstorben). Mein Kleiner mag zwar seinen Papa und ist auch bei ihm ruhig und vergnügt, aber alle andren Männer dürfen ihn höchstens angucken und er lächelt auch nur die Frauen an (und auch nur die jungen...).


    Das ist bei meinem Zwerg auch so... der einzige Mann, bei der er nicht gleich in Tränen ausbricht, ist der Papa, ansonsten auch nur Frauen (wobei er da keinen Altersunterschied macht)... Ich hab mich auch schon gefragt warum und deine Antwort ist eine interessante Sichtweise...

    Zu odettes Frage muss ich dir zustimmen... Ich hab irgendwo gelesen, dass Schreien eigentlich kein Urinstinkt ist, sondern erst mit der Höherentwicklung des Menschen gekommen ist... Das zog nach sich, dass die Kinder sehr bedürftig waren, nachdem sie auf die Welt gekommen sind (können sich nicht drehen, vom Fleck bewegen usw.)... Da mussten sie in der Tat auf sich aufmerksam machen und das ging am besten durchs schrilles Schreien, das auf jeden Fall gehört wird... Tja und überlebt haben die Kinder, die am lautesten geschrieen haben...
    Also odette, dein kleiner Kerl hat nur einen unheimlichen großen Überlebenswillen... Vielleicht muntert dich das ein wenig auf... :D