Rassistische Kacke im Alltag und sonstwo

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  • Ist es denn statistisch nachgewiesen, dass es unter Migranten und Flüchtlingen mehr Menschen mit Behinderungen gibt? Ich bin bei, nur gefühlten, Häufungen oft sehr vorsichtig. Die eigene Wahrnehmung kann einen da doch leicht einen Streich spielen. Als Beispiel nehme ich gerne, wie viele Schwangere ich plötzlich gesehen habe, als ich selbst schwanger war. Davor und danach haben die in meiner Wahrnehmung nicht so viel Platz eingenommen. Kennt jemand von Euch konkrete Zahlen dazu?

    Leslie Winkle Mein Mitgefühl für die tägliche Konfrontation mit solchen Meinungen! Das würde mir sicher sehr zusetzen. Und die armen Kinder, die bekommen das, wenn auch indirekt, ja auch mit. Warum arbeitet so jemand nur in einer solchen Einrichtung?

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Wenn das mal vorkommt, ist es kein Problem, aber wenn das über Jahrhunderte immer wieder vorkommt, kommt es oft zu Problemen

    Das erhöhte Risiko einer Behinderung existiert bereits beim ersten Mal.

    Passiert das mal, ist es kein Problem für eine komplette Gesellschaft, das wird es tatsächlich erst nach "oft und lange". Aber für die einzelne Familie, das einzelne Kind reicht "ein Mal".

  • Ist es denn statistisch nachgewiesen, dass es unter Migranten und Flüchtlingen mehr Menschen mit Behinderungen gibt? Ich bin bei, nur gefühlten, Häufungen oft sehr vorsichtig. Die eigene Wahrnehmung kann einen da doch leicht einen Streich spielen. Als Beispiel nehme ich gerne, wie viele Schwangere ich plötzlich gesehen habe, als ich selbst schwanger war. Davor und danach haben die in meiner Wahrnehmung nicht so viel Platz eingenommen. Kennt jemand von Euch konkrete Zahlen dazu?

    Leslie Winkle Mein Mitgefühl für die tägliche Konfrontation mit solchen Meinungen! Das würde mir sicher sehr zusetzen. Und die armen Kinder, die bekommen das, wenn auch indirekt, ja auch mit. Warum arbeitet so jemand nur in einer solchen Einrichtung?

    Naja.... in Berlin hat man als Mensch im sozialen Bereich zwangsläufig mit Migrantenfamilien zu tun...

    ich kenne echt keine Kita oder Schulklasse, wo kein einziges Kind Migrationshintergrund hat.

    ich bezweifle sehr, dassdie statistik belegen kann, dass es unter Migranten mehr Behinderungen gibt.

    Die Person, die ich da zitiert habe, hat eine sehr selektive Wahrnehmung.... gut habe ich bestimmt auch.

    sie sagte beim Blick auf die Bevölkerung im Viertel der Einrichtung "Alles Ausländer hier"

    Und ich sehe in dem Viertel durchaus diverse Lebenswelten und auch Gentrifizierung

    "Wenn Dein Leben schwerer geworden ist, bist Du vielleicht ein Level aufgestiegen?!"

  • Leslie,

    Ich kann nicht in alle Migrationsfamilien schauen, nur in einen kleinen Teil schauen aber es ist auffällig, dass es größtenteils Familien mit Migrationshintergrund sind und in vielen sehr nah innerhalb der Familie verheiratet wird, wenn wir in die Biographie der Familie schauen.

    Es sind bei usn oft Familien die schon laaaange hier sind.

    Klar machen alle anderen Faktoren auch viel aus. Es gibt aber bestimmte Formen von Erkrankungen da ist die Wahrscheinlichkeit das sie auftreten nur gehäuft, wenn die Familienbande zu nah sind. Die sind wiederum sonst nicht gehäufte Auftreten unter anderen Familien mit Migrationshintergrund.

    Das andere ist, dass diese Kinder selten in der Gesellschaft auftauchen. Eben weil es ein Makel ist oder weil sie das Vorschulalter nicht erreichen oder nicht in die Kita gehen, weil sich die Kita die Versorgung nicht zu traut oder eine zusätzliche Begleitperson in Person einer PFK ablehnt.

    Ich erlebe das gerade bei einer deutschen Familie, was sich da abspielt. Es ist wahnsinnig schwer für Kinder mit offensichtlicher Behinderung einen Platz zu bekommen ohne dass das Kind durch die ganze Stadt gekarrt werden muss. Und wie schwer es dann erst für Familien mit Migrationshintergrund ist, kann ich mir gut vorstellen.

  • Witzige Sache - da gab's doch mal im Sommer irgendwann eine Anfrage der afd zu genau dem Thema...

    Den Artikel finde ich nicht mehr; jedenfalls wurde sie beantwortet und nein, es gibt statistisch gesehen keine Häufung von angeborenen und / oder genetisch bedingten Behinderungen bei Menschen mit Migrationshintergrund.

    Die beste Vergeltung ist, nicht zu werden wie dein Feind (Marcus Aurelius)

  • Witzige Sache - da gab's doch mal im Sommer irgendwann eine Anfrage der afd zu genau dem Thema...

    Den Artikel finde ich nicht mehr; jedenfalls wurde sie beantwortet und nein, es gibt statistisch gesehen keine Häufung von angeborenen und / oder genetisch bedingten Behinderungen bei Menschen mit Migrationshintergrund.

    Das habe ich auch gelesen und es ist wohl wirklich so, dass es in der Gesamtheit keine Häufung gibt, weil es eben erst kleinere Gruppen sind in denen die Häufung auftritt.

    Aber wenn man in bestimmten Bereichen schaut/ arbeitet kann man schon den Eindruck haben, dass es da (in diesem kleinen Befeich) eine Häufung gibt

    • Offizieller Beitrag

    Möwe Hast Du dafür einen Beleg, dass schon beim ersten Mal das Risko steigt?

    Das ist reine Statistik. Sehr platt erklärt: Für den einzelnen ist das risiko bei rezessiver Vererbung und beide Eltern sind Träger des Gens bei 25 % zu erkranken, 50% Träger des kranken Allels zu werden und potenziell weiter zu vererben und 25% , nix zu bekommen. Das ist immer gleich.

    Wenn einer bereits erkrankt ist, der andere Träger, ist die wahrscheinlichkeit für das Kind immer 50% zu erkranken und 50% Träger zu werden

    Bei einer erkrankt, der andere kein träger werden alle Kinder zu 100% Träger des Gens

    Beide krank -> alle Kinder krank

    Etc.

    Für das einzelne Kind ist die Wahrscheinlichkeit immer gleich. Gesellschaftlich relevant wird das ganze, wenn eben viele Träger und erkrankte miteinander Kinder bekommen. Für die einzelnen Kinder ändert sich das Risiko aber nicht dadurch

  • Witzige Sache - da gab's doch mal im Sommer irgendwann eine Anfrage der afd zu genau dem Thema...

    Den Artikel finde ich nicht mehr; jedenfalls wurde sie beantwortet und nein, es gibt statistisch gesehen keine Häufung von angeborenen und / oder genetisch bedingten Behinderungen bei Menschen mit Migrationshintergrund.

    Wie wird das denn eigentlich statistisch definiert ab wann es eine Behinderung ist, oder eine angeborene (manche sind ja noch gar nicht beschrieben)? Zählt z.B. Kurzfingerigkeit dazu? Oder irgendwelche Stoffwechselanomalien die möglicherweise genetisch sind? Wie sieht so ein Register aus?

  • Eine Behinderung oder Krankheit ist alles, was als solche in der Statistik der Krankenversicherungen und Rentenversicherungen auftaucht.

    Dann gibt's einen Katalog von Ursachen (genetisch, Geburtsdefekt, erworben,... ich weiß nicht genau), mit denen der Fall verlinkt ist. Ich könnte einen Freund fragen, der in dem Bereich arbeitet beim statistischen Landesamt.

    Ein gezählter Fall ist immer ein Abrechnungsfall, dokumentiert und idR eindeutig diagnostiziert..

    Brachydaktylie z.B. könnte ja, wenn nicht mit irgendeinem XY-Syndrom vergesellschaftet und mit weiteren Einschränkungen, vollständig unter dem Radar fliegen.

    Die beste Vergeltung ist, nicht zu werden wie dein Feind (Marcus Aurelius)

  • Witzige Sache - da gab's doch mal im Sommer irgendwann eine Anfrage der afd zu genau dem Thema...

    Den Artikel finde ich nicht mehr; jedenfalls wurde sie beantwortet und nein, es gibt statistisch gesehen keine Häufung von angeborenen und / oder genetisch bedingten Behinderungen bei Menschen mit Migrationshintergrund.

    Dank Dir!

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

    • Offizieller Beitrag

    Witzige Sache - da gab's doch mal im Sommer irgendwann eine Anfrage der afd zu genau dem Thema...

    Den Artikel finde ich nicht mehr; jedenfalls wurde sie beantwortet und nein, es gibt statistisch gesehen keine Häufung von angeborenen und / oder genetisch bedingten Behinderungen bei Menschen mit Migrationshintergrund.

    Dank Dir!

    Ich habe versucht das zu ergoogeln und nicht gefunden. Gibt es dazu einen Link? Ich weiß von der Anfrage nach Straftaten durch Linksextremisten und raus kam, dass rechtsextremistische Straftaten das weitaus größere Problem waren (Sachsen-Anhalt 2016, Kleine Anfrage zu politisch motivierter Kriminalität)

    Die Antwort zur Anfrage bezüglich behinderungen bei Menschen mit Migrationshintergrund würde ich sehr gerne lesen.

  • Was ist denn mit Pränataldiagnostik? In den betreffenden Ländern? Hier kommen sehr viel weniger behinderte Kinder zur Welt... deswegen. Nicht, weil man die schon im Mutterleib behandeln könnte, oder die Geburtshilfe so viel besser geworden ist. #hmpf

    Edit: Da schrieb ja schon jmd was dazu

    Ich weiß nicht, ob das Problem der Gene nicht überbewertet wird. Allein schon so Einflüsse wie ungenügende Ernährung in der Schwangerschaft und Kindheit, toxische Umwelteinflüsse (unsauberes Wasser, verunreinigtes Essen), über Generationen weitergegebene und aufgefrischte Traumata (sei es nun kriegsbedingt oder aufgrund anderer Bedingungen) sind ja in vielen Regionen dieser Welt gang und gäbe. Die Gene lassen sich meines Erachtens nicht unabhängig von diesen Faktoren betrachten.

    ich dachte auch an unter anderem schlechtere Versorgung waehrend Schwangerschaft und Geburt, was dann auch wiederum zu weniger Abtreibungen, aber auch mehr Problemen unter der Geburt führen kann. Schlechte Ernaehrung ueberhaupt kann auch massiv Probleme machen.

  • Link kann ich leider nicht bieten - ich habe selbst schon gegoogelt. Es stand in der Rheinpfalz, wenn das weiterhilft. Die Papierausgabe ist aber schon längst in meinem Ofen gelandet.

    Die beste Vergeltung ist, nicht zu werden wie dein Feind (Marcus Aurelius)

  • Was ist denn mit Pränataldiagnostik? In den betreffenden Ländern? Hier kommen sehr viel weniger behinderte Kinder zur Welt... deswegen. Nicht, weil man die schon im Mutterleib behandeln könnte, oder die Geburtshilfe so viel besser geworden ist. #hmpf

    Edit: Da schrieb ja schon jmd was dazu

    Ich weiß nicht, ob das Problem der Gene nicht überbewertet wird. Allein schon so Einflüsse wie ungenügende Ernährung in der Schwangerschaft und Kindheit, toxische Umwelteinflüsse (unsauberes Wasser, verunreinigtes Essen), über Generationen weitergegebene und aufgefrischte Traumata (sei es nun kriegsbedingt oder aufgrund anderer Bedingungen) sind ja in vielen Regionen dieser Welt gang und gäbe. Die Gene lassen sich meines Erachtens nicht unabhängig von diesen Faktoren betrachten.

    ich dachte auch an unter anderem schlechtere Versorgung waehrend Schwangerschaft und Geburt, was dann auch wiederum zu weniger Abtreibungen, aber auch mehr Problemen unter der Geburt führen kann. Schlechte Ernaehrung ueberhaupt kann auch massiv Probleme machen.

    Die Erbkrankheiten um welche es bei der Diskussion geht sind seltener sichtbare Organfehlbildungen, sondern oft Stoffwechselkrankheiten. Die sieht man erst nach der Geburt.

    • Offizieller Beitrag

    Was ist denn mit Pränataldiagnostik? In den betreffenden Ländern? Hier kommen sehr viel weniger behinderte Kinder zur Welt... deswegen. Nicht, weil man die schon im Mutterleib behandeln könnte, oder die Geburtshilfe so viel besser geworden ist. #hmpf

    Edit: Da schrieb ja schon jmd was dazu

    ich dachte auch an unter anderem schlechtere Versorgung waehrend Schwangerschaft und Geburt, was dann auch wiederum zu weniger Abtreibungen, aber auch mehr Problemen unter der Geburt führen kann. Schlechte Ernaehrung ueberhaupt kann auch massiv Probleme machen.

    Die Erbkrankheiten um welche es bei der Diskussion geht sind seltener sichtbare Organfehlbildungen, sondern oft Stoffwechselkrankheiten. Die sieht man erst nach der Geburt.

    In manchen Ländern wird da ja auch viel getestet direkt nach der Geburt. Bei meinen Kids waren das über 30 verschiedene Krankheiten auf die getestet wurde.

  • Was ist denn mit Pränataldiagnostik? In den betreffenden Ländern? Hier kommen sehr viel weniger behinderte Kinder zur Welt... deswegen. Nicht, weil man die schon im Mutterleib behandeln könnte, oder die Geburtshilfe so viel besser geworden ist. #hmpf

    Edit: Da schrieb ja schon jmd was dazu

    Die Erbkrankheiten um welche es bei der Diskussion geht sind seltener sichtbare Organfehlbildungen, sondern oft Stoffwechselkrankheiten. Die sieht man erst nach der Geburt.

    In manchen Ländern wird da ja auch viel getestet direkt nach der Geburt. Bei meinen Kids waren das über 30 verschiedene Krankheiten auf die getestet wurde.

    Und ich las sogar dass es teilweise Tests vor Zeugung gibt. Z.B. in jüdischen Communities. Paare können sich testen lassen um das Risiko für Erbkrankheiten beim Nachwuchs einzuschätzen #eek

  • Ist es denn statistisch nachgewiesen, dass es unter Migranten und Flüchtlingen mehr Menschen mit Behinderungen gibt? Ich bin bei, nur gefühlten, Häufungen oft sehr vorsichtig. Die eigene Wahrnehmung kann einen da doch leicht einen Streich spielen. Als Beispiel nehme ich gerne, wie viele Schwangere ich plötzlich gesehen habe, als ich selbst schwanger war. Davor und danach haben die in meiner Wahrnehmung nicht so viel Platz eingenommen. Kennt jemand von Euch konkrete Zahlen dazu?

    Das wurde ja schon beantwortet. Es gibt offenbar keine allgemeine Häufung. Wenn es eine gäbe, wäre ja noch fraglich, wie die Behinderungen verursacht sind. Bei der Erkrankung meiner Tochter beispielsweise gibt es erbliche und nicht vererbte Varianten und wir wissen gar nicht, welche sie hat, weil es für die Behandlung keine Rolle spielt. Ich bin mir recht sicher, dass das bei anderen Erkrankungen ähnlih ist.

    Eine Behinderung oder Krankheit ist alles, was als solche in der Statistik der Krankenversicherungen und Rentenversicherungen auftaucht.

    Dann gibt's einen Katalog von Ursachen (genetisch, Geburtsdefekt, erworben,... ich weiß nicht genau), mit denen der Fall verlinkt ist. Ich könnte einen Freund fragen, der in dem Bereich arbeitet beim statistischen Landesamt.

    Das würde mich interessieren. Also wenn du nachfragen magst, verrat es mir. :)

    • Offizieller Beitrag

    Gerade orthodoxe Communities heiraten nur unter sich, und vor dem Internet war der Pool da schon eher eingeschränkt - heute nutzen die Leute die modernen Medien gerne, um sogar über die Kontinentgrenze hinweg "match making" zu betreiben. Wobei auch da bei einigen Gruppen der ursprüngliche Genpool sehr klein war.

    Das gilt aber auch für andere Regionen - in Malta ist das auch üblich, zum Beispiel.

    Liebe Grüsse

    Talpa