Rassistische Kacke im Alltag und sonstwo

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  • Die Erbkrankheiten um welche es bei der Diskussion geht sind seltener sichtbare Organfehlbildungen, sondern oft Stoffwechselkrankheiten. Die sieht man erst nach der Geburt.

    In manchen Ländern wird da ja auch viel getestet direkt nach der Geburt. Bei meinen Kids waren das über 30 verschiedene Krankheiten auf die getestet wurde.

    Und ich las sogar dass es teilweise Tests vor Zeugung gibt. Z.B. in jüdischen Communities. Paare können sich testen lassen um das Risiko für Erbkrankheiten beim Nachwuchs einzuschätzen #eek

    Mir wurde der Test für cystic fibrosis angeboten, hätte ich aber zahlen müssen und war unwahrscheinlich. Das gibt es zumindest auch in westlichen Ländern, dass man guckt, ob es da Probleme gibt. In den USA musste man in ein paar Staaten Blutproben abgeben bevor man heiratet. Das ist mittlerweile bis auf Monatana abgeschafft worden.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Z.B. in jüdischen Communities. Paare können sich testen lassen um das Risiko für Erbkrankheiten beim Nachwuchs einzuschätzen #eek

    Warum ist das #eek und warum jüdische Communities? #gruebel

    Meine Eltern haben das auch testen lassen. Haben aber keine Verbindung zum Judentum.

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul

  • Z.B. in jüdischen Communities. Paare können sich testen lassen um das Risiko für Erbkrankheiten beim Nachwuchs einzuschätzen #eek

    Warum ist das #eek und warum jüdische Communities? #gruebel

    Meine Eltern haben das auch testen lassen. Haben aber keine Verbindung zum Judentum.

    Ah ok, ich hatte es nur explizit auf einer homepage eines jüdischen Arztes an jüdische Communities gerichtet gelesen.

  • Das bieten auch einige Samenbanken an. Die Empfängerin wird getestet und dann wird geschaut, ob der ausgewählte Spender zufällig die gleichen Erbkrankheiten hat. Falls es Übereinstimmungen gibt, wird frau gebeten, sich jemand anderen auszusuchen.

  • Tests auf Mucoviszidose sind verbreitet und ich würde, wenn ich im weiteren Verwandtenkreis eine betroffene Person hätte tatsächlich einen Gentest machen. Ich habe es im Bekanntenkreis erlebt was Mucoviszidose bedeutet, und dass trotz hervorragender medizinischer Versorgung die Prognose bescheiden ist.

    Die Verwandtenehe ist ja auch in vielen orientalischen Ländern nicht unumstritten.

    Die meisten arabischen Ärzte die ich kenne rollen nur noch mit den Augen wenn Mal wieder so ein Fall auftritt.

    Diese oft sehr seltenen syndrome sieht man nicht im Ultraschall und selbst in der Fruchtwasser Untersuchung muss gezielt danach gesucht werden, wenn es überhaupt geht. Deshalb glaube ich nicht an eine Verfälschung durch Pränataldiagnostik. Im Gegenteil, viele dieser Syndrome benötigen komplexe Therapie und evtl korrigierende Operationen. Diese stehen dem durchschnittlichen Einwohner dieser ärmeren Länder eher nicht zur Verfügung.

    Ich würde es aber bei Gesprächen die schon so einen braunen Verlauf nehmen nicht thematisieren. Aber so genau möchte ich gar nicht drüber nachdenken wie klein der Genpool in abgelegenen Gebieten in Europa noch vor hundert Jahren war.


    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Die Erbkrankheiten um welche es bei der Diskussion geht sind seltener sichtbare Organfehlbildungen, sondern oft Stoffwechselkrankheiten. Die sieht man erst nach der Geburt.

    In manchen Ländern wird da ja auch viel getestet direkt nach der Geburt. Bei meinen Kids waren das über 30 verschiedene Krankheiten auf die getestet wurde.

    Und ich las sogar dass es teilweise Tests vor Zeugung gibt. Z.B. in jüdischen Communities. Paare können sich testen lassen um das Risiko für Erbkrankheiten beim Nachwuchs einzuschätzen #eek

    Deborah Feldman beschreibt das in ihrem Buch „Unorthodox“.

  • Ich habe nochmal darueber nachgedacht, dass auch hier so selbstverständlich darueber diskutiert wird, dass in manchen arabischen und juedischen Gemeinden und Island, vermehrt genetische Defekte auftreten. Da liegt ein Fokus auf manchen Gemeinden, der so nicht gerechtfertigt ist. Ich zitiere Wikipedia: "Bekannte Beispiele dafür sind die Isländer,[4][5] die Bewohner gewisser Inseln in Kroatien,[6] Bewohner von Martha’s Vineyard,[7] La Réunion,[8] Tristan da Cunha,[9][10] der Norfolkinsel[11] und der Kapverden.[12] Geographisch isolierte Populationen können auch in abgelegenen Gebieten außerhalb von Inseln vorkommen und entsprechend eine höhere Frequenz von Erbkrankheiten aufweisen. Beispiele dafür existieren unter anderem in Nordschweden und Finnland,[13] Saudi-Arabien, Libanon, Israel, Polen, der Schweiz, Italien,[8] Pakistan,[14] Indien,[15] Iran,[16] Tunesien,[17]Brasilien[18] sowie in den Niederlanden.[19]"


    Da sind so viel mehr Menschengruppen mit dabei, und ich halte die Diskussion ausserhalb des aerztlichen Setting fuer nicht hilfreich fuer den Umgang mit behinderten Menschen im Alltag. Im Gegenteil. Es schafft wieder eine Mauer von Andersartigkeit.


    Weiterhin denke ich, dass man als Laie und unabhaengige Person da sowieso nicht unterschieden kann, warum ein Mensch behindert ist. Und auch wenn man das nur unter der Hand, in der Familie oder heimlich diskutiert, so ist das ausserhalb des ärztlichen Umfeldes nicht hilfreich.


    Zum einen, wird man sehr viele dieser Erbkrankheiten, nicht sichtbar erkennen, zum anderen, selbst wenn man eine Behinderung erkennt, so weiss man noch lange nicht, wo diese nun genau herkommt. Ausser man ist der Genetiker der Familie, wird man als Aussenstehender einfach keine Ahnung davon haben, warum ein Mensch behindert ist oder nicht, und auch nicht, warum in einer Gruppe von Menschen vermehrt bestimmte Behinderungen vorkommen; denn ausser genetischer Inzucht gibt es noch viele weitere Moeglichkeiten.


    Ich frage mich auch, ob man, wenn man dann schon mit Erbkrankheiten anfängt, auch darauf hinweisen sollte, dass Europäer im Vergleich ein erhöhtes Risiko zu Mukoviscidose haben. https://www.stanfordchildrens.…cystic-fibrosis-90-P02933

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  • Ich danke in jedem Fall für die Diskussion und insb. die Zahlen, Nachtkerze.

    Seit Jahren trage ich in Sachen "Schädigungen durch einen zu kleinen Genpool" ein Vorurteil mit mir herum, das sich aber gar nicht zu bestätigen scheint.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Ich verlinke mal einen Artikel aus dem regionalen Blatt, ich kann’s gar nicht fassen. Die Kommentare müsst ihr überlesen, die sind wie immer zum Weglaufen.

    „Die Brüste sind zu groß und werden übermalt“- welch Schlussfolgerung. Ich finde es so unterirdisch unreflektiert und dämlich, wirklich. Ich fasse es gerade nicht.


    Es geht um Darstellungen in den Sanitäranlagen eines Zeltplatzes.


    https://www.nordkurier.de/muer…381011.html#comment-36640

  • #kreischen#haare#crying


    Da weiss man gar nicht wo man anfangen soll - beim Zeltplatz und den Besuchern (wo sich in 12 Jahren nur 2 beschwerten), beim Betreiber, bei der Zeitung, oder doch bei den Kommentaren? Eins schlimmer als das andere.

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  • Ja. Es wirklich absolut unfassbar. Und der Wildwuchs in den Kommentaren wird kaum eingedämmt. Das Problem ist, ganz viele Menschen hier um mich herum (nicht Familie) verstehen gar nicht, was das Problem ist. Und den „Künstler“ würde ich gern mal erfahren und dem die Meinung geigen.

    Liebe Campingraben, es ist wunderschön hier rundum, aber: Fahrt auf andere Plätze🙈.

  • Ja, der Nuhr :wacko:

    Das ist zum Fremdschämen.

    Wie man in der kurzen Zeit von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpern kann #weissnicht

    Auf jeden Fall hat er bewiesen, dass er doch ein kleiner Rassist ist, auch wenn er das nicht hören möchte.

    Lange saßen sie dort und hatten es schwer, doch sie hatten es gemeinsam schwer und das war ein Trost.

    Leicht war es trotzdem nicht.


    Aus "Ronja Räubertochter" von Astrid Lindgren