Rassistische Kacke im Alltag und sonstwo

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  • Ich habe mir die Sendung angeguckt und bin ehrlicherweise schockiert, dass so eine "Talkrunde" im Jahre 2021 ausgestrahlt wird. Es ist ja nicht so, dass da eine oder zwei äußert bedenkliche Sichtweisen einfach so stehen gelassen werden, sondern es ist ja eine viertelstündige Aneinanderreihung von unglaublich oberflächlichen, dummen und diskriminierenden Aussagen, Sprüchen und Worten.

    Das muss doch irgendwem auffallen, bevor es ausgestrahlt wird#confused

    Vor allem...... Die Sendung wurde nicht 2021 zuerst ausgestrahlt

    Sondern bereits im Nvember 2020

    Da gabs keinen Shitstorm, weil es wohl niemand gesehen hat.


    Soll uns das jetzt sagen, dass das lineare Fernsehen tot ist????

    Soll uns das sagen, dass das Teil aufgezeichnet, geschnitten, und gemastert wird (niemandem fällt das auf? Alles nur privilegierte beim WDR?) ausgestrahlt (keiner, der das sieht stößt sich daran?) und jetzt nochmal ausgestrahlt?

    Alles sehr eigenartig

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • what? den scheiß hatten sie schon mal gesendet?? wieso das zweite mal dann?

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • what? den scheiß hatten sie schon mal gesendet?? wieso das zweite mal dann?

    Jasmina Kuhnke aka Quattromilf hat dieses Mal die Sendung gesehen und auf Twitter die jetzige Diskussion ins Rollen gebracht.

  • nur erstmal eins:

    ich glaube ja, dass es 99,9 % der Freund*innen des eigenen Kindes es lieber wäre,

    wenn die Eltern nicht zuhause wären ;)


    zu allem anderen kann ich nichts sagen.

  • nur erstmal eins:

    ich glaube ja, dass es 99,9 % der Freund*innen des eigenen Kindes es lieber wäre,

    wenn die Eltern nicht zuhause wären ;)


    zu allem anderen kann ich nichts sagen.

    Ich glaube, das ist im falschen Strang gelandet ...


    Gruß,

    F

    Mal geht es dir schlecht. Dann geht's dir wieder gut. Ich jedenfalls trag jetzt immer einen Hut.

  • Ich sehe gerade, dass der Thread im Cafe steht. Wäre es okay, wenn wir in mal in den Wintergarten schieben Rabeneltern.org ?


    Aber ich schreibe dennoch mal mein Thema....

    Vielleicht habt ihr ein paar Gedanken für mich?

    Ich habe in meiner einen Klasse(16 bis 19jährige) ein unterschweilliges Rassismusproblem. Geflüchtete Schülerinnen werden ausgegrenzt, ausgelacht, belächelt und neulich kamen auch Stimmen a la "die sollen doch bleiben wo sie sind". Nun habe ich im Zuge dessen jegliche Äusserungen dieser Art quasi verboten. Zudem erlaube ich den Schülerinnen auch ihre Herkunftssprache zu sprechen, weil es ihnen teilweise hilft. Wo kämem wir denn hin, wenn ich das verbieten würde?


    So. Nun habe ich ein Gespräch mit der Schulsozialarbeit angleiert und eine Mutter dreht völlig durch. Sie will dabei sein. "Wir" wären ein freies Land, ihr Kind dürfe seine Meinung äußern, ich dürfe es nicht in die Rassismusecke drängen etc pp....

    Ich bin gerade so müde davon. Ich habe null Motivation mich mit ihr auseinanderzusetzen. Zumal das Gespräch mit der ganzen Klasse sein wird. Es soll einfach das Klima verbessern.

    Habt ihr ein bisschen Input für mich, was ihr ihr zu ihrem "freies Land/ freie Meinung" antworten kann?

    Mir fallen nur Argumente ein, die sie provozieren könnten(Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.), aber eigentlich möchte ich mit ihr gar nichts diskutieren und mich auch nicht rechtfertigen.

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    "Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut." Carolin Emcke


    save me

  • ach wie mühsam, Ana

    Rassismus unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit.


    Vielleicht etwas wie:

    " Es ist eben eine rassistische Äußerung. Und die bleibt es, egal wie man sie rechtfertigt"

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich würde die Mutter nicht bei dem Klassengespraech dabei haben wollen. Das kann so gar nicht gut gehen. Ausserdem denke ich, dass sie mit ihrer Meinung junge Menschen verletzt, und diese müssen geschützt werden.


    Rassismus und Diskriminierung ist schlicht und ergreifend verboten und hat auch nichts mit Meinungsaeusserung zu tun. Es ist verboten gegen andere zu hetzen, wegen ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Staatsangehoerigkeit, Religion oder sexuellen Orientierung. Wer also abfällig über andere redet, um Hass zu schüren oder zu diskriminieren, um andere auszugrenzen, diskriminiert. Das sind Regeln, die der Staat, also wir so für uns entschieden haben.


    Vielleicht sollte man erstmal ganz klar machen, was Rassismus und Diskriminierung ueberhaupt ist.


    Ich fürchte aber, dass man da gar nicht gut gegen solche Eltern ankommt und ich wuerde da wirklich ganz klare Grenzen ziehen. Notfalls auch von einer Rassismus-Beratung Unterstützung suchen.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • In einem freien Land darf man auch seinen Müll auf den Fußboden schmeißen, rauchen und Bier trinken - in der Schule stört das die Gemeinschaft und den Lernerfolg aller.

    Für die Geflüchteten ist es schwer, unbeschwert zu lernen und zu Teilen der Gemeinschaft zu werden, wenn solche Äußerungen kommen. Die Schule ist aber ein Schutzraum für Kinder und Jugendliche, in dem zudem Werte vermittelt werden sollen. Toleranz ist solch ein Wert. Privat dürfen die Rassisten aus Deiner Klasse selbstredend Blech reden wie sie wollen - aber die Schule ist eine andere Sache. Da finden sich nun mal leider Nazis und Geflüchtete manchmal als "Klassenkameraden" wieder, und dann müssen alle Beteiligten geschützt werden. Auch vor verbaler Gewalt.


    Edit: Und selbstverständlich gehört keine schulfremde Person in solch ein Gespräch, außer vielleicht eine extra eingeladene Expertin o.ä., aber sicher keine Mutter eines 16-19-jährigen, der ja wohl bitte selbst seinen Standpunkt vertreten kann.

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


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    In meinem Waldland geht ein Monster um...

  • In einem freien Land darf man auch seinen Müll auf den Fußboden schmeißen, rauchen und Bier trinken - in der Schule stört das die Gemeinschaft und den Lernerfolg aller.

    Für die Geflüchteten ist es schwer, unbeschwert zu lernen und zu Teilen der Gemeinschaft zu werden, wenn solche Äußerungen kommen. Die Schule ist aber ein Schutzraum für Kinder und Jugendliche, in dem zudem Werte vermittelt werden sollen. Toleranz ist solch ein Wert. Privat dürfen die Rassisten aus Deiner Klasse selbstredend Blech reden wie sie wollen - aber die Schule ist eine andere Sache. Da finden sich nun mal leider Nazis und Geflüchtete manchmal als "Klassenkameraden" wieder, und dann müssen alle Beteiligten geschützt werden. Auch vor verbaler Gewalt.

    Top Antwort!

  • Danke, ihr seid toll #herz

    Bin gerade auf dem Sprung, antworte aber nochmal ausführlich.

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    "Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut." Carolin Emcke


    save me

  • Rattenkind es gibt doch ein Antidiskriminierungs und Antisrassismusgesetzt in Deutschland. Danach werden und wurden Menschen auch verurteilt, die rassistische Reden https://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_261bis_StGB :

    "Wer öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion oder sexuellen Orientierung zu Hass oder Diskriminierung aufruft,wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung dieser Personen oder Personengruppen gerichtet sind,wer mit dem gleichen Ziel Propagandaaktionen organisiert, fördert oder daran teilnimmt,wer öffentlich durch Wort, Schrift, Bild, Gebärden, Tätlichkeiten oder in anderer Weise eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie, Religion oder sexuellen Orientierung in einer gegen die Menschenwürdeverstossenden Weise herabsetzt oder diskriminiert oder aus einem dieser Gründe Völkermord oder andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost oder zu rechtfertigen sucht,wer eine von ihm angebotene Leistung, die für die Allgemeinheit bestimmt ist, einer Person oder einer Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie, Religion oder sexuellen Orientierung verweigert,wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft."

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Hä, wieso sollten Eltern an einer schulinternen Unterrichtsstunde teilnehmen? Oder habe ich das falsch verstanden? Das würde ich mir grundsätzlich verbitten, wo würde das den hinführen? Ich stelle mir das gerade vor, da gäbe es ja genug Themen mit Zündstoff, wo sich bestimmt manche Eltern gerne mal einmischen würden...!



    Zur Meinungsfreiheit: Ja, ich finde auch, dass ihre Tochter ihre Meinung sagen darf. Aber die Klasse (und die Pädagogen) darf/dürfen diese Meinung diskutieren. Sämtliche SuS, auch die Geflüchteten, haben das Recht, dass ihre Meinung gehört wird.

    Und die Fähigkeit zur Empathie ist ein wichtiger Lehrauftrag, dem kommst du mit der Veranstaltung versuchsweise nach.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg!

  • Es sind ja schon jede Menge schlauer Dinge geäußert worden. Ich mag noch die Frage dazustellen, ob Rassismus eine Meinung ist. Ausgrenzung - egal in welcher Form - ist meines Erachtens keine Meinung. Ansonsten würde ich auch über den sicheren Raum für alle argumentieren. Und die Frau zur Unterrichtsstunde ausladen. Das ist schlicht nicht ihr Raum, sondern deiner und den gestaltest du als Fachfrau. Fertig.

  • Ich glaube, ich würde der Mutter nochmal verdeutlichen, dass es um ein Gespräch mit der ganzen Klasse geht, nicht speziell mit ihrem Kind. Dass es um Vorurteile geht und um das Klassenklima, und dass niemand an den Pranger gestellt werden wird (es klingt, als hätte sie davor Angst). Auf die Diskussion, was Rassismus ist und was nicht, würde ich mich (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) nicht einlassen.


    Ich bin absolut für klare Kante gegen Rassismus; beim Einsteigen in eine Diskussion hätte ich aber die Befürchtung, dass der Schüler an dem Tag eben nicht in die Schule kommt.