Einschulungsuntersuchung und Schweigepflicht

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Rabeneltern.org-Team
  • Eben ist uns der erwartete Schrieb zur Einschulungsuntersuchung ins Haus geflattert. Nun liegt da so ein Fragebogen bei, der ausgefüllt zur Untersuchung mitgebracht werden soll. Die fragen da einige recht private Dinge, von Schwangerschaft bis über Angabe des Kigas, Kinderarztes, sämtliche Krankheiten von Angina bis OPs. Also so ziemlich komplett alles. Und dazu soll man dann unten unterschrieben, dass Kinderarzt, Erzieherinnen, Schulärztlicher Dienst und Therapeuten allesamt von der Schweigepflicht entbunden werden sollen.


    Ich habe damit gerade Bauchweh, dass ich da die Erlaubnis geben soll, dass man sich ohne unser Wissen über unser Kind austauschen kann. Ist das bei euch auch so und habt ihr das unterschrieben? Ich tendiere gerade dazu, das zwar auszufülen, aber die Schweigepflichtentbindung zu streichen.

  • Wir haben das auch nicht unterschrieben. Ich habe Dazugeschrieben, dass wir bei Bedarf einzeln dazu bereit sind.
    Die Ärztin hat das nicht kommentiert, nur abgeheftet.

  • Fülle so viel aus, wie du denkst, dass es nötig bzw. für dich tragbar ist und streiche, was du möchtest.
    Es gibt keine Pflicht dazu, dass du denen deine Unterhosengröße mitteilst oder alles und jeden von der Schweigepflicht entbindest. Das läuft verkehrt herum.


    Zuerst die Untersuchung, mit den notwendigen Daten (z.B. gesundheitlich wichtiges würde ich da angeben). Dann ausführliches Gespräch und wenn DANN noch offene Fragen oder Probleme sind, DANN eine gezielte Schweigepflichtsentbindung für einzelne, wenn es eben wirklich notwendig erscheint.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Ich hab den Fragebogen garnicht ausgefüllt, das war nämlich freiwillig.


    Die Entbindung von der Schweigepflicht hab ich ebenfalls verneint.

  • Du musst den Zettel weder ausfüllen, noch mitbringen. Auch wenn in dem Schreiben steht, dass du diesen Zettel, das u-Heft & den Impfpass mitbringen sollst, musst du gar nix davon mitbringen.


    Ich habe einfach gesagt, dass ich es nicht mithabe, und auf die Nachfrage nach dem Grund: "Weil ich nicht möchte." Das müssen sie akzeptieren.

  • Ah prima, danke. Dann teilen hier doch einige meine Bedenken, das tut gerade gut.


    Impfbuch ist eh so eine Sache. Wir haben nämlich keines. Ich bin da mit unserem Kinderarzt im Gespräch - sicherlich werden wir das eine oder andere zu gegebener Zeit impfen lassen, das aber ganz individuell und nicht nach Stiko. Ich habe aber auch keine Lust, mich vor der Schulärztin rechtfertigen zu müssen, deshalb möchte ich das Gespräch von vorneherein nicht zulassen, mit dem Satz "Wir sind uns der Impfthematik bewusst und haben sie in Absprache mit unserem Kinderarzt im Auge."
    Weitere Fragen will ich denen nicht beantworten.


    Irgendwie ist dieser Fragebogen für mich zu intim. Die können gerne motorische Tests machen, die Sprache und Denkleistung abtesten. Dafür gibts gute Möglichkeiten. Aber was geht die das an ob mein Opa Diabetiker ist oder chronisch krank??


    Irgendwie schrillen mir bei diesen Datenerhebungen die Glocken. Ich unterschreibe da mal gar nichts und gebe nur das an, wo ich denke, dass das wichtig für die Einschätzung sein kann. Alles andere dürfen sie mir erstmal begründen, wozu sie das wissen wollen.


    Danke euch!!

  • Mit ging es damals ähnlich, ich habe auch vieles nicht ausgefüllt und gestrichen. Vorher habe ich mir auch viele Gedanken gemacht; letztlich waren die aber eh so in Zeitnot, das sie gar nicht groß darauf eingegangen sind und es so unvollständig hingenommen haben wie es war.

    * Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt *

  • Ich hatte damals, als mein Sohn eingeschult wurde, auch so einen Thread hier im Forum. Ich hatte mich fürchterlich über diesen Fragebogen aufgeregt. Ich habe nichts ausgefüllt und auch niemanden von der Schweigepflicht entbunden. Die Fragen waren teilweise dermaßen persönlich - was weiß ich denn, wo diese Bögen später alle mal landen.


    Den Impfpass hatte ich zur Untersuchung dabei, ich habe trotzdem eine Diskussion mit der Schulärztin gehabt, obwohl nur eine einzige Impfung fehlte.

  • Impfen wird halt schon ein interessanter punkt, sprich du solltest zumindest der schule später die info geben, was eben nicht geimpft ist. Wichtig im falle eines unfalls halt in bezug auf Tetanus, oder falls mal wirklich masern auftreten, dann bleibt dein kind daheim. Daher mussten wir hier den impfstatus angeben, verbindlich.
    Alles andere kannst du soweit beantworten wie du willst und für nötig hälst.
    Ich habe da teils draufgeschrieben:*geht sie nix an*
    Über *irrelevant*
    Bis hin zu *ich sehe keine Notwendigkeit, behandelnde ärzte von der schweigepflicht zu entbinden. Sollte es dafür einen begründeten Bedarf geben, bitte ich um gesonderte Rückmeldung über Umfang und Art der benötigten medizinischen daten*
    :D

    Nichts ist so gewöhnlich, wie der wunsch außergewöhnlich zu sein (Shakespeare)

  • Es besteht ja keine Impfpflicht und ich habe wirklich keine Lust, unsere Impfentscheidung mit einem Arzt zu diskutieren, den ich nach dieser Pflichtuntersuchung sowieso nie mehr wiedersehe. Zur Not habe ich auch noch eine sehr triftige gesundheitliche Begründung parat, die einen Nichtspezialisten überfordern würde :-)


    Unterschreiben werde ich da gar nichts. Welche Grundschule? Ja was weiß denn ich :-) Die Kennenlerntage liegen allesamt in der Woche nach der Untersuchung - kann ich ja nicht für, wenn die die Termine so ungünstig legen :-)


    Ich befürchte, die werden von mir nicht viel erfahren... also bleibt denen eine Momentaufnahme meines Sohnes zu erstellen und da sehe ich keine Probleme.


    Die spätere Grundschule bekommt den gesundheitlichen Aspekt aufgetischt - der ist so schlüssig, dass da keiner weiter fragen wird. Bei größeren Verletzungen impft der Arzt ja sowieso Tetanus, wenn ich nicht dabei bin. Da mache ich mir wenig Sorgen. Und sollten Masern ausbrechen, dann lernt er eben solange zuhause. Sollte er bis kurz vor der Pubertät keinen Titer haben, wird da dann auch geimpft. Aber jetzt eben noch nicht und dafür habe ich eben meine Gründe.

  • So meine ich das ja auch - in der schule selbst musst du dann angeben machen.
    Bei uns hatte ich zur untersuchung kein impfbuch mit...wobei ich stiko impfe und damit kein problem gehabt hötte, abwr ich habs verbaselt. Die schule hat dann nochmal nachgefragt und ich musste dort die Impfungen angeben oder attest, oder halt unterschreiben das ich zur kenntnis nehme das bei masern u.s.w. Ein nichtgeimpftes kind daheim bleiben muss.
    Da geht es dann aber auch nicht darum zu kontrollieren ob du impfst wie du sollst, das ist dann eher ne frage wie im erkrankungsfall - oder halt bei unfall - vorgegangen wird.
    Du kannst was auf den wisch draufschreiben
    - ich hab einige optionen angegeben weil ich's sinnig fand
    - musst aber nicht.
    Ich find allerdings einen persönlichen spass daran lustiges draufzuschreiben (und dann das gesicht beim lesen zu beobachten...höhö. Man hat doch sonst nix zu lachen).

    Nichts ist so gewöhnlich, wie der wunsch außergewöhnlich zu sein (Shakespeare)

  • Die schweigepflichtentbindungbhab ich auch nicht unterschrieben, das wurde aber gar nichtvweiter kommentiert.


    Impfbuch hatte ich dabei, hab aber klar gemacht, dass ich da keinen Redebedarf habe.


    Den Impfstatus gibt man der Schule dann eh noch mal direkt an.

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

    ———-

    ebura mit S (*04), E (*05) und #paket (12/21)

  • Die Informationen über Schwangerschaft und so habe ich einfach nicht ausgefüllt. Bei der Einschulungsuntersuchung wurde ich gefragt, ob ich den Zettel gesehen hätte. Ja, hab ich. Sehe keinen Grund den auszufüllen. "Naja, das wäre schon wichtig!" "Was interessiert es die Schule, wie die Geburt gelaufen ist, wenn das Kind gesund ist?" Schweigen im Walde und abheften des Zettels.
    Durchsicht des Impfpasses: "Da fehlt noch die Windpockenimpfung! (Strenger Blick über den Brillenrand)" "Weiß ich!" "Naja, ich muß sie halt drauf hinweisen. Manche Eltern vergessen das einfach und manche impfen auch absichtlich nicht! (Kopfschütteln beim zweiten absatz)"
    Ich sagte gar nichts dazu dann begann die Untersuchung.


    Was hab ich mich aufgeregt! Und bei der Schuleinschreibung war dann doch nur interessant, dass der Zettel über die erfolgte Schuleingangsuntersuchung vorlag. #yoga Das die Ärztin große Bedenken über die Schulfähigkeit meines Kindes hatte, hat niemanden interessiert. Die Lehrerin meinte nur "ja, die hat bei allen Kindern bedenken die schüchtern sind!"

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Na ihr macht mir ja Hoffnung :wacko:


    Ich hab die Impfgeschichten bei den Kitaeingangsuntersuchung immer schon abgeblockt mit: Wir sidn dran und impfen in Absprache mit der behandelnden Ärtzin. Trotzdem sabbelte die Dame weiter udn weiter... Wie gut das ich nen verchromten Gehörgang habe.


    Diese Fragebögen dienen rein der Statistik. hat die Amtsärztin hier neulich auf dem Elternabend gesagt. Wir müßen sie nicht ausfüllen aber es wäre schon gut, weil man sonst keine genaue Statistik hat.
    Tja, mir egal, von mir bekommt sie den Bogen leer zurück. Die einzigen die ihc von der Schweigepflicht (kurzzeitig) entbinde sind die Erzieherinnen, die dürfen mir einen Dreizeiler schreiben, wie sie zur beantragten Rückstellung stehen. Den Zettel bring ich aber schon zur Anmeldung mit udn damit hat es sich für mich. Klar, ich geb mal eben ne Blankoerklärung zum Thema Schweigepflicht ab.... die spinnen ja wohl ne Runde.


    Bei usn ist ja erst Schuleinschreibung mit Antragstellung auf Rückstellung und Einschulung in einer anderen Schule udn irgendwann im März/ April dann die EInschulungsuntersuchung #yoga
    Anmeldung ist die letzte Oktober udn erste Novemberwoche.

  • Wir haben bei dem bogen nur name und adresse sowie unsere namen ausgefüllt.
    U-heft und impfausweis hatten wir nicht dabei. Ein "nein, möchten wir nicht vorlegen" reichte aus, es kamen keine fragen dazu, auch nicht zum impfstatus.


    Die schule hat nur die letzte tetanusimpfung abgefragt, sonst nichts. Da haben wir dann gleich bei vermerkt, dass wir keine passive immunisierung im falle eines unfalls wünschen.


    Ich schätze mal, dass man bei einer akuten infektion (z.B. Masern) aktuell den impfausweis vorlegen muss. Macht ja auch sinn, bei uns stände von der einschulungsuntersuchung 9(!) Monate vor schulbeginn noch da "keine masernimpfung". Mittlerweile sind beide schulkinder 1* geimpft, das große kind auch getitert.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Hihi, ich bin da auch mit leeren Händen eingetrudelt.
    Gab auch keine Diskussion!
    Das wird heutzutage alles abgespeichert und ist jederzeit abrufbar und irgendwer kann sich das dann irgendwann zunutze machen - nein Danke!

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • Die Frage nach Vorerkrankungen/durchgemachten Infekten oder OPs haben oft statistische Gründe. So kommt man schnell an eine große Menge recht zuverlässiger Daten, schließlich gehen alle Kinder in Deutschland zur Schuluntersuchung. Die Leute, die mit diesen Zahlen arbeiten (Häufigkeit von Polypen-OPs im Vorschulalter....) interessieren sich sicher nicht für persönliche Daten und ich vermute, dass sie sie auch nicht in die Hände bekommen.


    Mit diesen Angaben hatte ich keine Schwierigkeiten.


    Ob und wen man von der Schweigepflicht entbinden möchte, muss sich jeder überlegen und braucht sich auch dafür nicht zu rechtfertigen.

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • Georg,
    ja klar, die Statistiker interessieren sich nicht für das einzelne Kind.
    Trotzdem steht auf dem bogen oben erstmal der Name drauf.
    Da hab ich wenig Vertrauen, dass das wirklich nur zur Statistik genutzt wird und nicht auch irgendwo personenbezogen gespeichert wird.
    Da waren Sachen abgefragt wie Geburtsgewicht und -größe, Verlauf der Schwangerschaft, Komplikationen, wann das erste Wort gesprochen wurde, Logopädie und Ergotherapie, wann das Kind tags und nachts trocken wurde. Und noch so einiges anderes Zeug, was ich wirklich Privatsache finde und nicht dringend in staatlichen Akten finden will.


    Zumal die ihre Statistiken echt vergessen können.
    Anfang Juli war der Zahnarzt von Gesundheitsamt im Kiga. Am Abend vorher hat mein Mann eine schwarze Stelle am Zahn gesehen. Ich sagte so locker: "Morgen ist der Zahnarzt im Kiga, der wird uns ja sicher 'nen Zettel schreiben, wenn wirklich was ist."
    Wir bekamen keinen Zettel. Mein Mann bestand auf einen Zahnarztbesuch - und heraus kam ein Loch.
    Mein Fazit daraus war, dass die Statistiken für'n A.... sind, wenn die so schlampig arbeiten und wenn ich noch nichtmal eine brauchbare Untersuchung dafür bekomme, dass die Statistik machen (und hier bei uns dürfen sie die Ergebnisse afaik sogar personenbezogen speichern!), brauchen die meine Kinder auch nicht mehr ansehen.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Wegen der "fehlenden" Impfungen wurden wir nur drauf aufmerksamgemacht, als wir sagten das wir manche Dinge nicht "vergessen" haben, war es kein Problem. Es wurde angekreuzt "Eltern über fehlende Impfung X informiert" und der Nachsatz" ah ok, manche Eltern vergessen es, deswegen fragen wir" und ok.

  • ich habe seinerzeit alles ehrlich angekreuzt.
    Am Ende der Untersuchung wurde ein Brief ausgedruckt mit einigen ... Besonderheiten? (zB dass sie in der Schule darauf achten müssen, dass das Kind geeignete Sitzmöbel bekommt, die ist sehr klein) des Kindes. Und dieser Brief ging an mich und in Kopie an die ausgesuchte Schule.
    Nichts davon hat mich gestört oder war schlimm!
    Mein Kind ist weitestgehend ungeimpft, darüber hat keiner mit mir diskutiert.