Was hattet ihr so in eurem Geschichtsunterricht

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  • Aus gegebenen Anlass - ich habe den Film der Butler gesehen! und fand ihn ansprechend als geschichtsfilm.
    Amerikanische Geschichte hatte ich in der Schule ganz wenig - beiläufig im Englischunterricht

    Ich bin 1985 bis 99 in Berlin in die Schule gegangen
    5. Klasse POS - wir haben über erdalter, Dinos und Steinzeit gesprochen
    Mesopotamien war Thema, da ist aber gar nichts hängen geblieben
    6. Klasse POS - mittelalterliches Dorf
    - Limes
    als ich den Wunsch äußerte, was über die Römer zu lernen, würde ich von Klasse und Lehrerin ausgelacht
    7. klasse Realschule - Karl der große
    8. Klasse Realschule - Napoleon und französische Revolution - für mein Gefühl bis zum erbrechen
    9. Klasse Realschule - wir hatten gefühlt keinen wirklichen Unterricht, weil die Lehrerin monatelang krank war - wir haben Filme über NS-Zeit geschaut
    10. Klasse Realschule - NS-Zeit und in den letzten Wochen vor Schulabschluss haben wir in einer Stunde über die DDR gesprochen (wir, die ja alle mittendrin waren und nicht verstanden haben, was da passiert war)
    Fachoberschule Technik - auch NS-Zeit bis zum erbrechen aber auch Weimarer Republik
    Fachschule Sozialwesen - im sozialkundeunterricht haben wir über demokratische Grundordnung gesprochen und da flossen Themen aus der Römerzeit, NS-Zeit und auch DDR mit ein.

    Wenn ich mir das so anschaue - das ist so schrecklich wenig....
    Wie ist das bei euch?

    "Wenn Dein Leben schwerer geworden ist, bist Du vielleicht ein Level aufgestiegen?!"

  • Ohje!
    Meine Schulzeit ist schon über 30 Jahre her und ich kann mich nur an bestimmte Themen erinnern.
    Ägypten, Mesopotamien, schwarzes Loch, französische Revolution, schwarzes Loch, Weimarer Republik, NS-Zeit, schwarzes Loch.

    Dabei habe ich das Fach Geschichte an sich gemocht, nur meine Schwierigkeiten gehabt (an sich Unfähigkeit) mir Zahlen zu merken haben mich sehr angestrengt.
    Dafür habe ich in den letzten 13/14 Monaten mehr über Geschichte gelernt
    -durch mein Rentner-Hobby- als in den Jahren in der Schule.
    Allerdings sind es die Menschen, die das nackte Zahlengerüst mit Leben füllen und durch alte Dokumente sowas wie eine Dia-Schau in das Leben zu den jeweiligen Zeiten bieten.
    Finde ich entschieden spannender als das dumpfe Zahlen auswendig lernen.

    Havanna + #male (*02.05) & #female (*02.03)
    Filzgleiter sind nur komprimierte Schafe

    --Ist Hotte S. noch im Amt und wenn ja, warum?--

    Wenn ich das Wort "Trottel" oder "Trotteln" schreibe, möge sich die geneigte Leserin dieses Wort in wienerisch denken.

  • Schulzeit ab ´88, Westdeutschland. Wir haben Steinzeit, Mesopotamien, Ägypten besprochen. Und dann von der 8.-zum Schluss fast nur noch NS-Zeit. Ich hätte mir mehr über das Mittelalter gewünscht, das war aber nur am Rande Thema.

  • Schule ab 96:

    Steinzeit
    Schnelle Zusammenfassung der darauffolgenden Jahrhunderte, dann Ägypter
    vor allem antike Religionen im Zusammenhang mit Ägyptern, Griechen, Römern (Ich interessierte mich auch für Asien, aber dafür war dann "keine Zeit" mehr), niht wirklich intensiv, eher mit vielen Klisches gespickt
    Römische Geschichte im Lateinuntericht
    Französische Revolution
    deutsches Reich von Eberhardt im Bart bis zum preußischen Reich, NS
    In Kooperation mit Deutsch Sturm und Drang
    noch mehr NS
    griechische Geschichte im Griechischunterricht
    NS
    DDR (sehr ideologischer Unterricht durch eine EX-DDR-Lehrerin, die ganz offensichtlich der DDR dem Kommunismus gegenüber sehr kritisch eingestellt war. )
    Ach ja, NS im Politikunterricht
    Die Philosophen des Abendlandes im Ethikunterricht
    Und noch mehr NS in Erdkunde (Wieso wird das überhaupt noch Erdkunde genannt?)
    kulturelle Entwicklung in Deutschland und Europa in Kunstoberstufe
    Kolonialzeit im Englischunterricht (blieb nicht viel hängen, das war die Ex-DDR-Lehrerin...)

    Ich hänge mich erst auf, wenn alle Stricke reißen!

    Einmal editiert, zuletzt von Njnia (27. Oktober 2013 um 09:07)

  • Ich (eingeschult 94) hatte ab der 8. Klasse Geschichte in Englisch (war im bilingualen Zweig) und entsprechend sah der Lehrplan etwas anders aus. Ich kann mich nicht mehr groß erinnern, was wann war, aber ich war total glücklich, dass wir in der 11. und 12. nicht die Nazizeit bis zum Erbrechen wiedergekäut haben (die war 10. Klasse Thema - Nazi German & Cold War). Da haben wir mit Feudalismus angefangen, Abstecher zum Absolutismus, Aufklärung, und sehr viel war "British Empire", also mehr oder weniger Weltgeschichte - Afrika, Indien, USA vorwiegend, Kolonialgeschichte halt, Naher Osten war auch noch Thema. Damit war ich sehr glücklich.

    Do one thing everyday that scares you - Eleanor Roosevelt
    When you reach for the stars, you may not quite get one, but you won't come up with a handful of mud either - Leo Burnett

  • sitopanaki, du bist 94 eingeschult worden? Da hab ich schon fast ABI gemacht. Oh je, jetzt fühle ich mich sehr alt.

    Ich kann mich nur an französische Revolution und NS Zeit erinnern, römisches Reich nebenbei im Lateinunterricht. Da war sicher noch mehr, aber scheint nix hängengeblieben zu sein. Kann mich aber sowieso nur ganz schlecht an Lehrinhalte aus der Schulzeit erinnern, betrifft auch die anderen Fächer.

  • oh je - lang ist es her #pfeif

    Ich erinnere mich an: Ägypten, Mesopotamien, Griechenland -Rom. Völkerwanderung, Frankenreich, Karl d. Große; Otto + ottonisches Reichskirchensystem, Mittelalter (30j. Krieg nur angerissen), Kolumbus etc; Reformation, Absolutismus (Frk), Bismarck, Weimarer Republik und natürlich NS-Zeit, Nachkriegszeit - Römische Verträge etc.
    edit sagt: 1. Weltkrieg kam auch vor
    In der Oberstufe (Leistungskurs bei leider miesem Lehrer): Wirtschaftsgeschichte, Feudalismus etc

    Allerdings war unser Geschichtsunterricht eurozentrisch, also über die Geschichte der USA (naja Unabhängigkeiterklärung etc natürlich schon) eher wenig, Sezessionskrieg zb kaum erwähnt.

    Gruß Annette
    PS: mein Abitur ist 33 Jahre her 8)

    #rose Sohn (2/92), Sohn (2/97), Tochter (8/01)

    "Das Vorhandensein eigener Kinder, unabhängig von ihrer Zahl, stört die Reinheit des theoretisch-pädagogischen Denkens erheblich"
    G. Laub

    Einmal editiert, zuletzt von Unicorn / Garden (27. Oktober 2013 um 10:17)

  • Eingeschult 1983; ich kann mich an Römer, Französische Revolution, Griechen, Mesopotamien, Mittelalter, Geschichte Bremens, 1. Weltkrieg (im Deutschunterricht mussten wir dazu "Im Westen nichts Neues" lesen), Weimarer Republil (dazu "Fabian" von Kästner im Deutschunterricht), NS-Zeit, allerdings alles, was mir bis zum Abi einfällt. Im Abi hab ich Geschichte ("Die Rolle der Frau während der NS-Zeit") als mündliches Prüfungsfach gehabt. Damals hat mich das wenig interessiert, heute könnte ich stundenlang dazu einiges erzählen...

  • Ich wurde 1992 eingeschult und ich erinnere mich vor allem daran, dass wir ständig die NS-Zeit durchgenommen haben. Weiterhin erinnere ich mich an die Französische Revolution und an den "Kalten Krieg".
    Wir haben sicherlich noch mehr gemacht, aber das ist mir am präsentesten...

  • Ich wurde 1992 eingeschult und ich erinnere mich vor allem daran, dass wir ständig die NS-Zeit durchgenommen haben. Weiterhin erinnere ich mich an die Französische Revolution und an den "Kalten Krieg".
    Wir haben sicherlich noch mehr gemacht, aber das ist mir am präsentesten...

    Die Zeit vor 1993 in ist meinem Fall irrelevant, da nicht in D, aber ab da, erst 9.Klasse HS, dann 10.-13. Klasse Gym - NS, NS, NS. Bißchen die Zeit danach. Bißchen Weimarer Republik. Gefühlt haben wir kaum was anderes gemacht.

    LG H. mit J. (volljährig) und S. (Teenie)

  • Eingeschult 1989, erinnern kann ich mich vor allem an die Römer und Griechen, Phönizier, Schlacht von Salamis und sowas. Mir spukt auch noch der Investiturstreit im Kopf rum.
    Dann ganz intensiv an den Absolutismus, respektive Ludwig der 14. weil mein Geschilehrer so ein Fan von dem war. Dann haben wir im LK auch ganz viel über die Frz.Revolution, das deutsche Kaiserreich, Weimaer Republik, NS-Zeit gemacht. Neuere Geschichte dann auch...Sonnenallee lässt grüßen. Ab und zu gabs auch Exkurse in Richtung Spanien, USA.
    Edit sagt... Mao Ze Dong war wohl auch ein großes Vorbild meines Lehrers, den erwähnte er auch ständig.

  • Die Zeit vor 1993 in ist meinem Fall irrelevant, da nicht in D, aber ab da, erst 9.Klasse HS, dann 10.-13. Klasse Gym - NS, NS, NS. Bißchen die Zeit danach. Bißchen Weimarer Republik. Gefühlt haben wir kaum was anderes gemacht.

    Mich würde es schon interessieren, was man so außerhalb Deutschlands im Geschichtsunterricht macht.

    Zu denen, die kalten Krieg in der Schule hatten! war das in den alten Bundesländern? bei uns in Ost Berlin in den frühen 90ern wurde der kalte Krieg überhaupt nicht erwähnt.

    "Wenn Dein Leben schwerer geworden ist, bist Du vielleicht ein Level aufgestiegen?!"

    Einmal editiert, zuletzt von Leslie Winkle (27. Oktober 2013 um 19:48)

  • Leslie, wir hatten einmal die russische Geschichte - da wurde der Focus stark auf die Revolution, den ersten Weltkrieg gelegt, die Zeit danach und den zweiten Weltkrieg. Was danach kam, wurde gar nicht behandelt.
    Die Zeit vor 1900 schon, aber eher flüchtig. Napoleon haben wir noch recht ausgiebig durchgenommen, 1812 halt.
    Und später noch 1-2 Jahre lang usbekische Geschichte, auch hier - die Zeit vor der Übernahme durchs Zarenreich wurde kaum durchgenommen, dafür ausgiebig die Revolution und das Drumrum.

    Weltgeschehen nur am Rande, bißchen Ägypten, bißchen die Römer, bißchen Mittelalter.

    LG H. mit J. (volljährig) und S. (Teenie)

  • 7. Klasse Frühgeschichte so bis Antike
    8. Klasse Mittelalter, beginnende Neuzeit
    9. Klasse Neuzeit, Schwerpunkt war dann Amerika und die Französische Revolution
    10. Klasse 1848, dann weiß ich nicht mehr genau, das vermischt sich mit der Oberstufe, da hatte ich Leistungskurs Geschichte und erinnere mich, dass wir das 19.Jh. sehr genau durchgenommen haben, die NS-Zeit aber nicht wirklich "gründlich". Nur die Machtergreifung und einige wichtige Eckdaten. Und vorher natürlich 1. WK und Versailler Vertrag, Weimarer Republik und das alles.

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Mich würde es schon interessieren, was man so außerhalb Deutschlands im Geschichtsunterricht macht.

    Zu denen, die kalten Krieg in der Schule hatten! war das in den alten Bundesländern? bei uns in Ost Berlin in den frühen 90ern wurde der kalte Krieg überhaupt nicht erwähnt.


    Ich kann österreichischen Unterricht bieten:
    Die ersten paar Schuljahre vor allem Heimatkunde. Dann: Frühzeit, Hochkulturen, Mittelalter (wie? Zwischen Römern und Hochmittelalter war was?).
    Darauf folgt Neuzeit: Habsburger, Absolutismus, Merkantilismus, französische Revolution, Wiener Kongress, Industrielle Revolution, nochmal Habsburger und dann erster Weltkrieg.
    Darauf folgt ein Riesenblock NS-Zeit/Weltkrieg.
    Das Ganze wiederholt sich mit praktisch nicht verschobenen Schwerpunkten nochmal in der Oberstufen.
    Gesamt habe ich mehr als zwei Jahre NS-Zeit-Unterricht intus.
    Nachkriegsgeschichte nur sehr kurz - und vor allem fast überholt von der tatsächlichen Geschichte.
    Ich bin ein alter Knochen, ich habe das Ende des kalten Krieges miterleben können.

    Wie wohl fast alle habe ich einen nur "schlaglichtartigen" Geschichtsunterricht gehabt. Die Zusammenhänge sind mir teilweise erst spät bewusst geworden.
    Aber das liegt zum Teil in der Natur der Sache: es ist fast unmöglich, alle Epochen gründlich zu behandeln.

    Liebe Grüsse

    Talpa

  • Alles, was schon genannt wurde, hatte ich (Einschulung 1988 ) auch, mehr oder weniger. Geschichte Cölln/Berlin fällt mir auch noch ein. Außerdem haben wir den Nahen Osten durchgenommen - Israel - Palästina. Und ganz viel NS.

    Vom Geschichtsunterricht in der Oberstufe war ich sehr enttäuscht, da ging es plötzlich wieder um die Römer. Dafür hatte ich als Leistungsfach Politische Weltkunde, das war bedeutend interessanter. NS, Vereinswesen, EU-Osterweiterung.

    Mir hätte etwas mehr internationale Geschichte auch gefallen. Es war schon alles sehr europäisch. Ich hab dann Neuere Geschichte und Anglistik/Amerikanistik studiert und da vieles gelernt, was mich interessiert hat.

    /Edit: Was in anderen Ländern im Geschichtsunterricht gelehrt wird, finde ich auch sehr spannend!

    • Offizieller Beitrag

    Was mich mal interessieren würde - beinah alle haben den Eindruck, unglaublich viel NS gemacht zu haben. Wenn die Schüler zu mir in die Gedenkstätte kamen (okay, das war so ab 1999), dann war das Wissen in echt ganz schön mau. Ich glaub, da kommt es zu Überlagerungseffekten, dadurch, dass der NS in den Medien präsent ist und man auch in den Sprachen Bücher zum NS liest (Damals war es Friedrich, etc.) #weissnicht

  • Das liegt daran, dass man recht bald auf Durchzug schaltet. Dann hat man einen Overload und resettet die Platte. Man macht in der Schule die NS-Zeit leider auch bis zum Erbrechen und darüber hinaus. Weniger wäre manchmal mehr.

    Ich hänge mich erst auf, wenn alle Stricke reißen!