welche weiterführende Schule? Gymnasium/Realschule

  • Das war für mich ein Grund, meinen Sohn nicht unbedingt auf der Schule anzumelden, auf der meine Tochter sehr zufrieden ist: der Schulleiter geht in Ruhestand, die Schule soll saniert/abgerissen/zwischenzeitlich verlagert werden, es ändert sich von G8 zu G9...aber das weiß man im Normalfall ja nicht unbedingt alles vorher. Insofern muss man ja doch auswählen, was einem zum Zeitpunkt der Anmeldung als passend erscheint. Und da klingt Emmas Auswahl noch nicht so richtig überzeugend.

  • „Privatschule für gemobbte Kinder“? Wirklich ?

    Naja, das ist sicher etwas zugespitzt. Aber sie geben als Grund an, warum man sich für sie entscheiden soll : "weil der Besuch einer Regelschule für Ihr Kind nicht funktioniert - sei es wegen Schulproblemen, Mobbing, ADS, ADHS, Asperger Syndrom, zu großen Klassen..." Aber man findet quasi keine Erfahrungsberichte oder Bewertungen. Nur dass Gerücht, dass sie schon mal vor der Insolvenz stand.

    Und die hast du dann alle zusammen in einer Klasse sitzen. Ich weiß, welche Schule du meinst. Und zukünftige Arbeitgeber wissen das auch, wenn man sich mit dem Zeugnis bewirbt...

  • emma78 : Das mit der fehlenden LRS Förderung verstehe ich jetzt nicht so ganz wie das bei euch Praxis ist. Mein Sohn (auch LRS Kind) erhält den Nachteilsausgleich in der Schule und die Förderung während seinen Therapiestunden. Am Gymnasium meiner Tochter gab es eine Deutschförderstunde, die freiwillig war, aber nicht nur für LRS.

    Was hat denn deine Tochter für ein Gefühl? Meine Tochter ging in die Schule hinein und sagte: Mama da will ich hin. Das war natürlich toll, wenn man so ein eindeutiges Bauchgefühl hat. Ich war von der Schule damals nämlich nicht so begeistert, jetzt bin ich es schon. In welchem Bundesland wohnst du denn?

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • Wenn man davon ausgeht, dass sich alles immer und jederzeit ändern kann, dann braucht sich überhaupt keine Gedanken zu machen und kann einfach die nächste Schule nehmen.

  • Natürlich, alles kann sich immer ändern.


    Aber grad so Sachen, wie das Handy sind eben relativ schnell zu ändern.

    Da reicht ein Antrag in der Schulkonferenz und die nötige Mehrheit.

    Und ich schätze, dass es in Zukunft tatsächlich kaum noch Schulen gibt, die ein Handyverbot haben.


    Wogegen sich ein Musikzweig oder ein bilingualer Zweig nicht einfach so mal eben abschaffen lässt.


    Die Schule wird auch eher keinen anderen Standort haben usw.


    Es gibt ja viele verschiedene Punkte, die man für sich selber untrschiedlich gewichtet und darunter sind eben Punkte, die sich schnell ändern können und solche, die eher gleich bleiben.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Was spricht denn dagegen jetzt mal das Gymnasium zu kontaktieren, wie sie mit Kindern mit LRS umgehen? Einfach ignorieren werden sie das ja auch nicht oder?

    Ich lebe mit LRS-Kind in einer Gegend, wo am Gymnasium keine LRS-Förderung (mehr) stattfindet, das geht trotzdem. Es gibt - bei anerkannter LRS - Anspruch auf Nachteilsausgleich und damit fahren wir bislang ganz gut, auch in den Fremdsprachen. Ich würde allerdings von Französisch abraten, das haben seinerzeit auch alle Französisch-Lehrer und zu einer Alternativ-Sprache raten, aber das ist letztlich Kind- bzw. Schul-abhängig. Im Übrigen wäre das noch in die Überlegung einzubeziehen: Wie werden Fremdsprachen gelernt? Am Gymnasium ist die zweite FS, meine ich, Pflicht, an der Realschule doch eher fakultativ, oder?

  • Wenn man davon ausgeht, dass sich alles immer und jederzeit ändern kann, dann braucht sich überhaupt keine Gedanken zu machen und kann einfach die nächste Schule nehmen.

    Ganz verkehrt finde ich es nicht, erstmal die nächstgelegene Schule zu priorisieren. Ein kurzer Schulweg ist sehr viel wert. Hier sind viele an das Gymnasium in den Nachbarort gewechselt - und stehen dafür jetzt jeden Tag 1h früher auf. Da sollte man sich wirklich überlegen, ob es das einem wert ist.


    Ein Handyverbot ist tatsächlich was, was aus praktischen Gründen u.U. bald geändert wird (wie Mondschein ja auch schrieb). Hier laufen z.B. die Vertretungspläne über eine App.

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  • Heute waren wir zum Tag der offenen Tür an der zweiten infrage kommenden Gesamtschule. Sie ist mit der Straßenbahn halbwegs gut zu erreichen. Die Schule ist fünfzügig und hat zwei Standorte, Klasse 5-7 in einem recht schönen Gebäude. Leider ist die Schule extrem beliebt. Es war heute kein Fuß an die Erde zu bekommen. Mein Mann kam direkt von der Arbeit mit dem Auto nach und hat es nicht geschafft, den Wagen zu parken und musste wieder fahren. Permanent kamen Durchsagen, dass Fahrzeuge wichtige Zufahrten blockieren und weggefahren werden müssen. Wir konnten keine Aktion mitmachen, keinen Lehrer sprechen und wurden durch die Gänge geschoben. Schrecklich. Ich bin nicht schlauer als vorher.

    Signatur kommt, sobald ich Zeit zum Nachdenken hatte. Voraussichtlich in 2033.

  • Mir fehlen ein paar Seiten. Ich weiß also nicht ganz wo die Diskussion ist.

    Ich habe allerdings ein Legasthenie Kind in der 6.,kein hochbegabtes, aber ein gut begabtes. Und nie im Leben käme ich auf die Idee es auf eine Schule zu geben, an der er es 2 Fremdsprachen lernen muss. Nie. Englisch ist eine Quälerei. Und durch die muss er durch egal wo. Das reicht.

    Schule an sich ist sch... anstrengend, Legasthenienachteilsausgleich,also Zeitverlängerung bringt ihm nichts weil dafür keine kraft mehr ist. Schriftlich 2 Noten unter den mündlichen.

    4Jungs(00/04/06/08) & 1Bienchen(13)

  • emma78

    Ach, wie schade, dass ihr nichts mitbekommen habt. Es war zwar voll, aber sowohl P als auch ich wurden immer sofort und sehr freundlich angesprochen. Mein Gefühl war, dass die Kinder dort noch eine Weile an die Hand genommen werden. Auf dem Gymnasium hieß es für unsere Große ganz schnell sich anpassen und funktionieren. Das hat geklappt, aber ich hätte es lieber gehabt, wenn der Übergang nicht ganz so heftig gewesen wäre.

    Parken mussten wir aber auch 100m weiter, weil auf dem Schulhof nichts zu machen war.

    Mein Eindruck war, wie auch beim ersten Besuch, ein guter. Glücklicherweise müssen wir aber nichts entscheiden, weil P sich in ihrer Entscheidung auf die Schule ihrer Schwester zu gehen ganz sicher ist.

  • Hallo,

    Ich glaube, wir kommen aus der gleichen Stadt. Die Gesamtschule, die du gestern besucht hast, kenne ich sehr gut ( ich habe dort mein Ref. gemacht und jetzt geht mein Sohn dorthin).

    Am Tag der offenen Tür ist es wirklich immer sehr voll, das stimmt. Letzlich kann man bei solchen Aktionen ja auch immer nur einen ganz kleinen Ausschnitt sehen. Schade, dass ihr mit niemandem sprechen konntet. Es gibt im Januar noch zwei Informationsveranstaltungen, da ist die Chance auf ein Gespräch höher.

    Wie sind dort jedenfalls sehr zufrieden.

    Gruß,


    stella mit Eichhörnchen-Dinosaurier (9/06) und kleiner Überraschung (1/14)


  • ihr gesamtschul - zufriedenen


    (Wir haben uns letzte Woche hier eine angeschaut Kind wäre am liebsten gleich da geblieben. Ich fand die präsentierenden Schüler eloquent, selbstbewusst und toll. Diverse andere Dinge auch)


    Wie geht ihr mit folgenden Punkten um (ist so was mir begegnet wenn ich erwähne das ich über diese schulform nachdenke trotz wahrscheinlich klarer gymempfehlung)


    - Druck aus der peergroup "hast du es nicht aufs Gymnasium geschafft? "

    - gemischte Milieus und entsprechend unterschiedliche lernhaltungen bzw. Ausstattung

    - Kind paßt sich an das Niveau nach unten an


    Danke! !!

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • . Ich würde allerdings von Französisch abraten, das haben seinerzeit auch alle Französisch-Lehrer und zu einer Alternativ-Sprache raten, aber das ist letztlich Kind- bzw. Schul-abhängig.

    Kannst du mir dazu Näheres schreiben? --------------Sorry fürs einfach so reinplatzen---------------------------

    Habe gerade eine schlaflose Nacht nach der anderen: Mein Sohn will aufs Gymnasium, hat auch ganz gute Noten, aber mit Englisch als erster Fremdsprache klappt es nur mit massiver "Nachhilfe" meinerseits. Außerdem ist seine Rechtschreibung in spontan verfassten Texten immer noch saumäßig... im Diktat kommt schon mal ne Eins raus - keine Ahnung, wie das funktioniert.

    Sein Lieblingsgymnasium bietet nur Französich oder Latein ab Klasse 7.


    Wir sind Berlin/Brandenburg, wo man erst zur 7. wechselt. Mein Sohn ist jetzt in der sechsten.

  • Hallo Pony Hütchen,

    wir haben unseren Sohn ja an einer Gesamtschule (5. Klasse) und ich versuche mal, Deine Fragen zu beantworten:


    Druck aus der Peergroup gab es hier nicht. Aus seiner Grundschulklasse sind mehr als die Hälfte nicht aufs Gymnasium gegangen, insofern war das überhaupt keine Thema bei uns.


    Die gemischten Mileus gibt es doch auch auf der Grundschule (zumindest in unserer)?


    Die Ausstattung ist für alle Kinder gleich und den Schwächeren wird von den stärkeren Schülern geholfen. Zum Beispiel erklären in Mathe die Kinder, die mit ihren Aufgaben fertig sind, den Schülern Aufgaben, die diese nicht verstanden haben. Das Prinzip finde ich eigentlich total gut, da es irgendwie den Gemeinschaftssinn fördert.


    Dieses Nach-Unten-Anpassen könnte Euch doch auch auf dem Gymnasium passieren? Dort kann man sich doch auch an den schlechten Schülern orientieren.

  • Sorry, wenn ich meinerseits reingrätsche (als Gymnasial-Lehrerin in NRW mit Kindern auf der Waldorf-Schule)

    Druck aus der peergroup "hast du es nicht aufs Gymnasium geschafft? "

    Da spiegeln die Kinder doch ihre Eltern? Diese Haltung ist in bestimmten Bevölkerungsgruppen verbreitet und in gewisser Weise nachvollziehbar bei Menschen meiner Generation, denn die zahllosen Möglichkeiten, abseits vom klassischen Gymnasium zum Abitur zu gelangen sind jünger als unsere eigene Schulkarriere. Auch ist es ja dank des Dualen Ausbildungssystems so, dass man mit einem Lehrberuf fast zeitgleich mit den Altersgenossen (Fach-)Abi plus abgeschlossener Ausbildung haben kann, während man früher ohne gymnasiales Abi oft nichtmal einen Ausbildungsplatz bekam: Wir waren immer überall zu viele. Das ist vorbei.


    Will sagen: Allen (Kindern, Eltern, Lehrern!) geht es besser, wenn jede/r die Schulform besucht, die am besten passt. Niemand muss sich durch's Gymnasium quälen mit 2 Fremdsprachen und rein auf eine akademische Ausbildung zielendem Lehrbetrieb, nur weil es das Abi sein soll. Wer aber genau so tickt, dass das passt, sit am Gymnasium am besten aufgehoben.


    Den Druck, dass es nur Gymnasium gibt und sonst Abschaum, den machen doch die Eltern. Mit der realität hat das zumindest in meinem Bundesland absolut nix zu tun.

    gemischte Milieus und entsprechend unterschiedliche lernhaltungen bzw. Ausstattung

    Äh, wir haben zurzeit in NRW eine Übertrittsquote von 42% ans Gymnasium. Unterschiedlichste Leistungsstände und Lernhaltungen sind da mitgemeint. Und zumindest in den Stadtgymnasien hast du ziemlich gleichmäßig verteilt so ziemlich sämtliche Milieus, die du dir vorstellen kannst, Und vermutlich auch ein paar, die du dir nicht vorstellen kannst. Das ist das Leben. Und genau deswegen unterrichte ich ja so gerne an einem großen Stadtgymnasium.

  • Wir haben diagnostizieren lassen, aber es ist keine LRS - wenn, dann wäre es auch nur eine isolierte Rechtschreibschwäche gewesen, Lesen läuft super.

    Aber mein Sohn ist absolut kein Normallerner, sehr motiviert, aber ... nee, er passt in kein Schema.

    Mit Englisch tut er sich - trotz Note 2 - meines Erachtens nach schwer. Er hat Schwierigkeiten, Vokabeln zunächst zu lernen (das 1. Problem) und sie dann auch zu behalten (Nr.2).

    Seine englische Rechtschreibung ist unglaublich unregelmäßig - mal nicht schlecht, mal katastrophe, je nach Zustand, in dem er sich gerade befand.

    Aber er hatte noch keine 3 in einer Arbeit.

    Es gibt hier viele Gymnasien und Sekundarschulen, die mit Spanisch anfangen. Spielt es wirklich eine so große Rolle, dass man in Spanisch ja alles so schreibt, wie man es spricht? Sein Wunschgymnasium und auch eins, zu dem wir wohl einen recht einfachen Zugang hätten, haben beide nur Frz. oder aber Latein. Sollten wir die Unkenrufe, Französisch ist schwerer als zB Spanisch, so ernst nehmen, dass wir das als oberste Priorität setzen für die Schulwahl?


  • Pony Hütchen

    Meiner Erfahrung nach gibt es in Berlin einerseits (meist langjährig etablierte) Gesamtschulen in die unglaublich schwer reinzukommen ist und bei denen es aufgrund der Qualität fast jeder nachvollziehen kann das man sie einem Gymnasium vorzieht und anderseits Gesamtschulen die alle aufnehmen die sonst nix gefunden haben. Da ihr bestimmt eine aus der ersteren Kategorie wählt würde ich mir da zu deinem ersten Punkt keine Sorgen machen.

    Wir haben beides kennen gelernt. Also Gymnasium und Gesamtschule und ja, das Unterrichtsniveau war schon sehr unterschiedlich aber die Stimmung und der Zusammenhalt waren an der Gesamtschule viel besser und es gab deutlich weniger Probleme mit Drogen, Gewalt, Schwänzen etc. unter den Schülern obwohl das Gymnasium in einem "besseren Stadtteil " war und einen ziemlich guten Ruf hat.

  • Heute waren wir an einer weiteren Realschule. Dort hat es uns sehr gut gefallen! Es war gut besucht aber kein Gedränge, wir wurden nett begrüßt, es war viel und durchdacht vorbereitet, man wurde von 9. Klässlern herum geführt. Unser guide hat meinem Mann super gefallen und er hat ihn wirklich auf Herz und Nieren geprüft:D besonders positiv fiel auf wie sehr die Schüler sich mit der Schule identifizieren und wie toll die großen sich um die kleinen kümmern. Es war wirklich familiär und freundlich. Es waren sogar ehemalige Schüler dort, die jetzt eine Ausbildung begonnen oder auf ein Gymnasium gewechselt sind und die einen wirklich positiven Eindruck gemacht haben.

    Signatur kommt, sobald ich Zeit zum Nachdenken hatte. Voraussichtlich in 2033.

  • emma78 : die Realschule hört sich erst mal gut an, find ich. Ich find es wichtig, dass die Stimmung gut ist und die Schüler einen positven/motivierten Eindruck machen.