welche weiterführende Schule? Gymnasium/Realschule

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Rabeneltern.org-Team
  • Wenn man so gar niemanden kennt, dann ja. Ansonsten imho eher weniger. Ich hab insgesamt eher das Gefühl, dass die Leute, die unzufrieden sind, sich eher äußern, als die, bei denen es läuft. Und in so einer Gruppe kann man nur teilweise beurteilen, was denjenigen wichtig ist, die da die Schule beschreiben und man weiß nicht, ob das Kind sich da einfach nur unwohl fühlt oder ob tatsächlich die Schule als ganzes das Problem ist. Im Freundeskreis/Bekanntenkreis kann man vieles deutlich besser einordnen.

    Aber klar, es ist immerhin besser als nix.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • War kein Versehen. Ich kenne das aus dem Management für mittlere Führungsebene mit der Bedeutung nach oben buckeln, nach unten treten. Also Druck von oben nach unten weiterreichen. Sich nicht für seine Untergebenen einsetzen, sondern nur mit Fokus nach oben unterwegs sein. (Das heißt nicht, dass alle der mitteren Führungsebene so unterwegs sind. Eigentlich sollen die durchaus auch das Wohl der Untergebenen im Auge haben und ggf. auch mal von unten nach oben konra geben)

  • Dann hat eine andere FB Regionalgruppe. Irgendwas gibt es wirklich überall. Wenn du mir deine Stadt verrätst, schau ich mal.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Kann ich so überhaupt nicht aus dem Februar bestätigen. Da wurde viel gelobt, viel differenziert berichtet.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Kalliope , dann sind die Strukturen in eurer Gruppe anders als bei uns (wobei ich hier einfach von der regionalen Gruppe spreche, explizit für bestimmte Sachen gibt es eher wenig).

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Ah danke! Wieder was gelernt. Schade für die Radler, ich assoziiere nur positives mit Radfahren, empfinde das Bild mit deiner Erklärung aber stimmig.:)


    Zum Thema: ich wäre auch dafür konkret vor Ort Infos einzuholen. Andere Eltern, Beratungslehrer der Schule anrufen, ect....

    Nona mit großer (03) und und kleiner (05) Tochter und kleinem Sohn (2008 )

  • Ja, das ist so, ich kann Jette bestätigen. Der Fisch beginnt vom Kopf her zu stinken, vielleicht kennt jemand den Spruch. Wenn die Schulleitung nicht stimmt, kann die Lehrerschaft das nicht allzu lange ausgleichen.

    Das kann ich auch bestätigen. Unsere Grundschule hat seit 1.5 Jahren eine neue Schulleitung. Und seitdem läuft gar nichts mehr.

    Der alte Rektor war trotz kurz vor der Rente engagiert, hatte die Kinder im Fokus, konnte gut organisieren und und und. Ich war wirklich rundum zufrieden mit unserer kleinen, gemütlichen Grundschule.

    Die neue Rektorin ist wenig bis gar nicht engagiert, sie blockt einfach alles ab. Nichts läuft mehr. Gerade in so einer Krise ist das nun doppelt auffällig (es hatte sich aber auch in dem halben Jahr vor Corona schon abgezeichnet). Nun bin ich nur noch froh, wenn die Grundschulzeit im Juli für uns beendet ist.

    Kann ich bestätigen. In unserem Fall zwar nicht für die Grundschule (die Rektorin macht eine Super-Job, auch mit und während Corona).. Hier ist das Gymnasium gerade vorübergehend unter Leitung einer neuen Rektorin. Und seither läuft es komplett unrund, das war mit Corona echt eine Katastrophe!


    Ich bin extrem froh, dass wir für unseren dritten Sohn jetzt auf Grundlage der beiden Großen entscheiden können (er wird auf die Realschule gehen), sonst finde ich das momentan echt schwierig, Ich würde so viel es geht im Freundes- und Bekanntenkreis rumfragen nach Erfahrungen von Eltern mit größeren Kindern.

  • Mich irritiert ja oft, wenn geschrieben wird, dass „sensible, perfektionistische“ Kinder vom Gymnasium überfordert sind bzw. dort nicht zurechtkommen. Meine Erfahrung ist eher, dass genau diese Kinder, sofern eben kognitiv leistbar, gerade dort am besten untergebracht sind. Mag aber auch daran liegen, dass hier in unserer Region Realschulen quasi „Resterampen“ sind, totaler Mist. Kaum motivierte Lehrer, abgezogene Stunden, schlechtere Ausstattung, problematische Klassenzusammenstellung. Gerade meinen echt empfindlichen Sohn würde ich auf keine Realschule hier in der Nähe schicken, würde es auf dem Gym eng werden, dann lieber Wiederholung. Sein bester Freund ist auf Real gewechselt, total netter, kluger, aber chaotischer Junge. Jetzt schlechtere Förderung und schlechtere Noten als auf dem Gym. Da läuft, zumindest hier in Hessen, echt was schief. Mein Sohn hat gerade gestern thematisiert, wie sehr in diese Bildungsungerechtigkeit stört.


    Ich wünsche mir hier gute, fördernde Realschulen oder IGS. Gibt es hier nicht


    Edit: Ist aber sicher sehr stark bundeslandabhängig, in Bayern zum Beispiel sieht es sicher anders, besser aus?

  • Flickan Das ist dann wohl regional sehr verschieden. Mein sensibles, perfektionistisches Kind war dem Druck, den das Gym aufgebaut hat, definitiv nicht gewachsen. Während die RS hier die Kinder SIEHT und auf sie eingeht. Das sind viele Kleinigkeiten, die die RS anders macht - am Stoffumfang liegt es gar nicht. In meiner Stadt sind die Gym eher "Leistungsschmieden", wer damit klar kommt, gut. Wer nicht, fällt einfach hinten runter. Krank sein (chronisch krank zum Beispiel) passt da nicht ins Bild.

    Die RS ist gut und fördernd.

    Bei uns läuft meines Erachtens genauso was schief, wie bei Euch. Aber halt an der anderen Schulform ;)

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Gwynifer, genau, das denke ich auch. Und ich werde echt wütend, wenn ich sehe, wie es hier läuft. Dass Kinder auf die Realschule wechseln, weil sie gerade in der Pubertät stecken, andere Sorgen als Schule haben, krank sind etc. Und gerade einfach ein bisschen individuellere Förderung bräuchten, zum Durchatmen. Gibt es nicht, hier vermeiden alle um jeden Preis Realschulen. Weil sie demotivieren und leider keine Lobby haben.



  • Flickan , hier gibt es ja kaum noch reine RS... Trend zu all-in-one, von allem H- und R-, Gym darf natürlich extra.

    Wobei ich neulich doch sehr gestaunt habe. Unsere kooperative GS hat ja Jahre gebraucht, um aus H und R einen Verbundszweig zu machen, ich glaube, als J. in die 5. kam, liefen die letzten reinen H- und R-Jahrgänge aus. Jetzt heißt es Kommando zurück, es geht von V wieder nach H und R. Nun denn...

    Zu meiner Zeit war´s in Bayern tatsächlich anders, da waren die RS eine gute Wahl, wenn man nicht aufs Gym wollte und es sind danach auch viele auf die FOS (in die normale gymnasiale Oberstufe dagegen kaum einer und die paar, die es versucht haben, gingen teils ganz schön baden, FOS klappte aber echt gut) und das Niveau war ordentlich.

    Und auch an unserem alten Wohnort in Hessen gab´s ne recht gute private RS, die hätte ich auch in Erwägung gezogen. Aber nicht das, was man hier im Umkreis hat...


    edit wegen Gym: es gibt hier schon das ein oder andere, das den Ruf hat, eher elitär zu sein, aber insgesamt hab ich eigentlich so gar nicht den Eindruck, dass auf dem Gym besonders viel Druck herrscht. Hatte ich allerdings vor zig Jahren mit G9 in Bayern auch nicht (da hab ich aber nur Klassen 10-13 mitgemacht) - von den Erzählungen der Eltern aus Bayern heutzutage aber schon eher...

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Flickan Das ist dann wohl regional sehr verschieden. Mein sensibles, perfektionistisches Kind war dem Druck, den das Gym aufgebaut hat, definitiv nicht gewachsen. Während die RS hier die Kinder SIEHT und auf sie eingeht. Das sind viele Kleinigkeiten, die die RS anders macht - am Stoffumfang liegt es gar nicht. In meiner Stadt sind die Gym eher "Leistungsschmieden", wer damit klar kommt, gut. Wer nicht, fällt einfach hinten runter. Krank sein (chronisch krank zum Beispiel) passt da nicht ins Bild.

    Die RS ist gut und fördernd.

    Bei uns läuft meines Erachtens genauso was schief, wie bei Euch. Aber halt an der anderen Schulform ;)

    Ja so ist es hier auch.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Flickan , hier gibt es ja kaum noch reine RS... Trend zu all-in-one, von allem H- und R-, Gym darf natürlich extra.


    edit wegen Gym: es gibt hier schon das ein oder andere, das den Ruf hat, eher elitär zu sein, aber insgesamt hab ich eigentlich so gar nicht den Eindruck, dass auf dem Gym besonders viel Druck herrscht. Hatte ich allerdings vor zig Jahren mit G9 in Bayern auch nicht (da hab ich aber nur Klassen 10-13 mitgemacht) - von den Erzählungen der Eltern aus Bayern heutzutage aber schon eher...

    Wir sind ja quasi Nachbarinnen, und ich teile Deine Erfahrungen: Kein besonders großer Druck auf den Gymnasien, auch bei G8 nicht (was eine Große ja gerade mit dem Abi beendet). Und genau, eben keine reinen Realschulen mehr (ist das nicht sogar Vorgabe des Landes?), sondern immer kombiniert mit Hauptschulen. Mag für Hauptschüler*innen sinnvoll und gut sein, für Kinder, die zwischen Gym- und Realniveau liegen, leider eher nicht, da tendenziell Unterforderung.


    Den Begriff „kooperierende oder additive Gesamtschule“ liebe ich ja. Ist die Schule meiner Töchter ja auch. Gesamt ist da nur, dass alle Schulen auf dem gleichen Campus liegen. Aber die Grenzen zwischen den Schulformen sind immens, sichtbar und gefühlt. Totale Verarschung, sorry.

  • Mein (zugegebenermaßen ziemlich bauchlastiger) Eindruck ist, dass das Gefälle zwischen den RS gar nicht mal sooo sehr bundeslandabhängig ist, sondern ein Stadt/Landgefälle zeigt. An unserer Schule haben wir Hauptschüler, die den mittleren Schulabschluss anstreben - das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, ob sie aus den HS (oder auch Realschulen) in der Stadt selbst kommen oder aus den umliegenden, eher ländlichen Schulen.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Wie ist es denn so bei euch in der Gegend mit dem Stundenausfall?

    Gibt es da einen Unterschied zwischen Gym und Realschule oder sind beide Formen in gleichem Maße betroffen?


    Ich habe jetzt gehört, dass an der Realschule hier wohl der Stundenausfall extrem hoch sein soll.

  • Das ist imho eher regional. Und in manchen Jahren schlimmer als sonst.

    Wir hatten in beiden Schulzweigen einige Jahre lang viel zu wenige Musiklehrer und spanisch war ne weile kritisch.

    Im Februar fällt gern mal vieles aus. Sonst geht es eigentlich.


    Daher schon mal gut, wenn du es speziell für die Schule weisst, die in Frage kommt.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Ich war hier (additive Gesamtschule) ein paar Jahre in der Eltenkonferenz und habe da hautnah mitbekommen, wie der Realzweig echt das Stiefkind war. Extrem hoher Stundenausfall, Leitung über viele Monate krankgeschrieben. Das war eben so. Hat niemanden groß interessiert. Niemals würde ich meine Kinder hier auf den Realschulzweig schicken, gerade weil ich die Schule so gut kenne

  • Das ist ja heftig, was ihr schreibt. Ich kenne es ja von zwei Seiten und aus zwei BL. Beide RS haben einen guten Ruf und werden auch von vielen Schülern besucht, die eine Gymnasialeignung haben.

    Stundenausfall gibt es bei uns gar nicht (beim benachbarten Gym aber schon) auf der Schule der Tochter minimal, ich glaube das kam in 4 Jahren zweimal vor, dass was ausfiel. Ansonsten wird immer vertreten.