Treppenkrabbel üben

  • Hallo
    möchte mal in die Runde fragen wie weit ihr das Treppenkrabbeln zulassen oder unterstützen würdet!


    Wir haben oben an der Treppe ein Schutzgitter, wenn ich mit der kleinen Maus aber im unteren Stockwerk bin ist der Treppenaufgang ungesichert.
    Das läuft dann so ab: Ich drehe mich kurz um , Töchterlein sprintet krabbelnd und kichernd(würde sie 100% wenn sie könnte) auf die Treppe zu .
    Und klettert so schnell da rauf!!
    hab so Angst das sie das Gleichgewicht verliert und 10 Stufen Rückwärts runterfällt . ( Meine Horrorvision)


    Würdet ihr eure Kinder üben lasse wenn ihr dabei seid oder sie konsequent von der Treppe fernhalten?
    In welchen alter konnten eure Kinder sicher Treppensteigen?
    (Sind erst vor kurzen eingezogen deshalb haben wir keineen vergleich mit unseren großen Jungen)
    Schöne Grüsse


    Ps: unten ein Gitter ist aus Montagegründen nicht möglich.

  • Wir haben zwar keine Treppe in der Wohnung, aber meine Eltern, wo wir oft sind. Sobald er konnte, durfte er da hoch - wir sind natürlich immer ganz dicht dabei geblieben. Wir mussten ihn seitdem nur einmal oder so auffangen, er war von Anfang an sicher. Jetzt gehe ich natürlich immer mit, aber aufzupassen, dass er nicht runterfällt brauche ich schon länger nicht mehr.

  • Wir haben die Kinder so früh wie möglich klettern und die dritte Dimension erkunden lassen. Wenn sie das nicht üben, kennen sie auch nicht die damit verbundenen Gefahren.
    Anfangs hieß das eben, dass wir das Sofa mit Kissen umzäunten- da konnten die Kinder noch gar nicht klettern; Sie krabbelten dann auf dem Sofa umher und 2, 3 Mal rollten sie hinunter, aber fielen weich und außer dem ersten Schreck ist nichts passiert und sie haben das schnell kapiert.
    Als sie dann klettern konnten, fingen sie eben erst mal mit umgedrehten Obstkisten an, bis sie herausfanden, dass es außerhalb der Wohnungstüre auch Treppen gibt. Und die wurden ausgiebigst erkundet, natürlich immer mit Begleitung; Am Anfang immer mit der Hand am Kind, aber da hat man ja irgendwie durchaus ein Gespür, wieviel Support Kind tatsächlich benötigt.


    Unterbinden halte ich für völlig falsch. Gerade wenn ihr eine frei zugängliche Treppe habt (nicht so wie wir außerhalb der Wohnungstüre) finde cih die Gefahr zu groß, dass das Kind halt doch irgendwann einen unbeobachteten Moment ausnutzt. Also übt, übt und übt mit ihr das Treppen steigen, hoch, runter, hoch, runter und diagonal.

    Ich hänge mich erst auf, wenn alle Stricke reißen!

  • Wir wohnen in einem Halbetagenhaus,das heißt fast jedes Zimmer hat sein eigenes Stockwerk.
    Als wir damals eingezogen sind,war meine Mittlere 7 oder 8 Monate alt. Ich hab sie machen lassen,war aber immer dabei. UNd wir haben das rückwärtsrunterkrabbeln "geübt". Wenn ich zu tun hatte,z.B. in der Küche,hab ich den Raum mit einem Türgitter versperrt,dass ich ihr nicht immer nachlaufen musste,Treppensteigen war ja spannend für sie 8) 8) 8)
    Bei der Kleinsten war es ähnlich,Krabbeln lernen und Treppenhoch-und runtersteigen war ziemlich zeitgleich. Ich war da auch dann ziemlich entspannt,im Gegensatz zu meinem Mann,der bekam regelmässig die Krise,wenn er das Kind wieder mal auf der Treppe getroffen hat.

  • Üben, üben, üben - unbedingt!


    Beim Grossen hatten wir selbst keine Treppen, aber in der Krippe hatten sie im Gruppenraum eine Stufe - und daran haben alle "Krabbler" das perfekte Runterkommen geübt. Eine Praktikantin ist mit einer Engelsgeduld danebengesessen und hat ihnen gezeigt, dass sie sich umdrehen müssen, dann ein Bein, dann das andere...


    Hat sich gelohnt, die Treppe in den Garten haben die meisten Kinder dann wunderbar im Rückwärtsgang gemacht, auch noch im Laufalter. Mein Sohn konnte auf Treppen zurennen, scharf abbremsen und schwupps, schon war er auf den Knien und halt unten.


    Hochklettern, natürlich immer in Begleitung, liessen wir ihn sobald er wollte, mit ca. 8 Monaten, an allen möglichen Dingen.


    Mit wenigen Ausnahmen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder wunderbar einschätzen können, wie weit sie gehen können - und dann sitzen sie auf dem Klettergerüst und maunzen nach Hilfe ;)


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Danke einmal für eure Antworten.


    Wir werden das wirklich ab Morgen mal üben.
    Es stimmt schon , was Kinder nicht kennen, können sie nicht einschätzen!

    Schöne grüsse #blume

  • Was sich bei uns sehr bewährt hatte, waren zwei flache Kisten, die umgedreht im Wohnzimmer standen. Dort hat der Runkel immer hoch- und herunterklettern geübt. Bei den Treppen selbst hatten wir erst überhaupt keine Sicherung, später eine für den Treppenabgang (mehr für die ängstlichen Omis). Wichtig fand ich immer, auch auf dem Spielplatz, die Kinder nicht einfach herunterzuheben. Denn dann merken sie nicht, dass das Herunterklettern ein Problem werden könnte und überschätzen sich beim Hochklettern. Generell hab ich mich eher im Hintergrund gehalten.
    Der Runkel konnte dann auch Treppensteigen bevor er laufen konnte, die Zuckererbse etwas später und leider nicht so sicher. Umzugsbedingt hatte sie keine 'Übungskisten' im nun kleineren Wohnzimmer. Gerade heute ist sie in der Mittagsmüdigkeit die drei Stufen vor der Eingangstüre heruntergepurzelt. Deshalb lasse ich sie müde nirgendwo klettern, der beste Ehemann von allen jetzt auch nicht mehr. #yoga

    Es grüßt das Döderlein



    Das Leben ist ein kompliziertes. (Und grienhild macht es nur noch schlimmer. :D)

    2 Mal editiert, zuletzt von das Döderlein () aus folgendem Grund: rsf

  • wir haben ne steile schmale treppe ohne geländer (links und rechts ne wand) in der wohnung und hatten die erst oben gesichert. trotzdem haben wir von anfang an mit ihm das treppen klettern geübt. eigentlich haben wir eher das aus-dem-bett-klettern geübt und an der treppe konnte er es dann schon. das türgitter war auch nur geschlossen, wenn ich grad keine zeit hatte. ansonsten durfte er alleine auf die treppe und mein partner und ich gingen eine stufe unter ihm und waren auffangbereit. mit etwas über einem jahr, immer noch ein krabelkind, hing er dann frei schwingend an der gittertür - der po baumelte über der steilen treppe! 8I alta, mein herz! 8I da haben wir das gitter wieder abgebaut und eben ggf. am treppenanfang ermahnt "mit den füßen zuerst!" und noch mehr aufgepasst. zwischenzeitlich wurde ich dann deutlich entspannter! derzeit isses sogar so, dass ich morgens, wenn er noch meine sockenschublade umräumt, sage "ich bin oben und mach frühstück. komm hoch, wenn du fertig bist. mama geht in die küche." und irgendwann kommt er hochgekrabbelt, klettert auf seinen hochstuhl und guckt, obs was leckeres gibt. #top (den sicherheitsbügel am hochstuhl haben wir etwa zeitgleich abgebaut, da stand er nämlich irgendwann freihändig drauf! seitdem klettert er da alleine hoch und runter.)


    jetzt wirds grad nochmal spannend, weil er nun doch mal anfängt zu laufen und sicher auch demnächst frei laufen wird. er will neuerdings die treppe richtig laufen, an der hand eben. barney hat schon angefangen, ihm zu zeigen, wie er sich an der wand abstützen muss, damit er das beizeiten lernt.


    aber ich würde das nicht verallgemeinern! bambam ist ein sehr bedächtiges und vorsichtiges kind! er ist nie auf unserer treppe gefallen oder gerutscht. auf ner anderen treppe allerdings schon. und wenn er übermüdet im flummimodus ist, lass ich ihn auch nicht auf die treppe! du musst halt gucken, was du deinem kind zutraust und was nicht.

    liebe grüße
    betty


    ja, ich weiß, dass das ganz schlechter stil ist, wenn man alles klein schreibt. na und? heul doch! :D
    das forum frisst mir grad zuviel zeit, deshalb bin ich eher sporadisch da.



    ich hab jetzt ein kleines gemuetliches notebook mit ner englischen tastatur. umlaute und sonderzeichen sind also luxus.

  • Huhu,
    Ich klink mich mal ein und würde gerne wissen, wie alt Eure Kinder jeweils waren/sind. B ist 8 Monate alt und wir haben keine Treppe hier, allerdings wären Stufen wohl kein Problem, er klettert auf alles wo er hoch kommt (Couchtisch, Bett, ausm TrippTrapp,...). Ich denke mir meist, wenn er selbst hochgekommen ist dann wird er schon wieder runterkommen. Meistens passt das auch, nur manchmal schafft er es eben noch nicht, darum verstehe ich Deine Bedenken. Für den TrippTrapp hab ich ihm jetzt einen Gurt gekauft.

  • Seit Krümel sich für Stufen interessiert und annähernd vernünftig hochkrabbeln will, darf er das auch. So mit einem Jahr ist es mir aufgefallen, vielleicht wäre er auch schon etwas eher so weit gewesen. Ich bin aber immer direkt dahinter, weil er noch unsicher ist und sich manchmal auch plötzlich hinsetzen will, sodass unter seinem Po keine Stufe mehr ist. Aber meistens krabbelt er ganz toll und ohne Fehler unsere große Treppe hoch.
    Runter darf er nicht krabbeln, er kennt nämlich nur vorwärts. Rückwärts macht er grundsätzlich nichts, sodass er nach wie vor nicht von Bett oder Couch runter kommt.

  • Huhu,
    Ich klink mich mal ein und würde gerne wissen, wie alt Eure Kinder jeweils waren/sind. B ist 8 Monate alt und wir haben keine Treppe hier, allerdings wären Stufen wohl kein Problem, er klettert auf alles wo er hoch kommt (Couchtisch, Bett, ausm TrippTrapp,...). Ich denke mir meist, wenn er selbst hochgekommen ist dann wird er schon wieder runterkommen. Meistens passt das auch, nur manchmal schafft er es eben noch nicht, darum verstehe ich Deine Bedenken. Für den TrippTrapp hab ich ihm jetzt einen Gurt gekauft.

    Emi hat mit 6/7 Monaten angefangen, sie war da aber sehr früh dabei. Nono mit 9.

    Ich hänge mich erst auf, wenn alle Stricke reißen!

  • ich bin da eher vorsichtig. wenn niemand dabei ist kann unsere kleine, 14 monate, nicht alleine zur treppe. unsere treppe ist nicht ganz ungefährlich und wir haben noch eine hündin die manchmal etwas drängelt. vom bett klettert unsere maus schon ganz problemlos rückwärts.

  • Ich bin auch fürs üben.


    Und ich habe beim Piklerkurs einen interessanten Hinweis bekommen. Dort werden die Kinder an dieser Übungstreppe nämlich nicht dazu aufgefordert, sich umzudrehen, da es für die Kinder zunächst logischer ist, die Stufe vorwärts zu erkunden. Rückwärts krabbeln erfordert zunächst sehr viel mehr Mut, weil man dann nicht sehen kann, wie tief es ist und wie es weiter geht.


    Daraufhin habe ich bei meiner Tochter, die allerdings schon sicher rückwärts runter konnte, aufgehört, sie immer zu ermahnen, dass sie doch rückwärts krabbeln soll. Sondern habe sie "Abgründe" auch vorwärts erforschen lassen und bin immer wieder beeindruckt, wie gut sie Risiken und ihre eigenen Fähigkeiten einschätzen kann. Gestürzt ist sie nie!



    LG, Katinki


    mit J. (3/2008) und G. (1/2011)



    2.321 Beiträge!

  • Meine Tochter hat es auch vorwärts probiert. Ich bina uch für Üben und keinerlei Vorgaben machen, nur ggf. unten warten umd das Kind abzufangen (war hier nie nötig, sie hat das ganz konzentriert und vorsichtig gemacht). Ich hab sie auch eher im Treppenhaus zum Dachboden hin üben lassen, weil die Treppen da ganz aus Holz sind, ohne scharfe Kanten.

  • Echt? Soll man die Kinder doch vorwärts runterlassen? Ich war mir da ja nicht so sicher. B hatte einige Male mit dem Kopf gebremst und kommt jetzt vorwärts irgendwie vom Bett runter aber alle anderen Mütter meinten das sei falsch man solle das Kind umdrehen.

  • Ich finde, dass die Kinder alles ausprobieren können sollten, was nicht total gefährlich ist. Sich den Kopf zu stoßen ist nicht gefährlich. Meine Tochter fand oft Wege, auf die ich nie gekommen wäre, da hätte ich sie oft eingeengt, wenn ich ihr "geholfen" hätte.