Sorgen ob Baby satt wird

  • Unser Sohn, 5 Wochen alt, trinkt oft sehr lang, abwechselnd beide Seiten, und schreit dann wenn keine Milch mehr kommt. Da ich bei unserer Tochter ziemlich schlechte Stillerfahrungen mit zu wenig Milch trotz LLL Beratung etc. gemacht habe, hab ich Sorge, ob er satt wird. Eigentlich nimmt er gut zu, zuletzt 180 g in 4 Tagen, trotzdem verunsichert mich das Schreien an der Brust.


    Manchmal trinkt er aber auch kürzer und ist danach zufrieden. Ich weiss, dass Ferndiagnosen schwierig sind, aber kann es sein, dass ihm die Milch nicht reicht? Ich lege viel an, gefühlt dauernd.


    (Ich find meine ganzen Sorgen grad selbst anstrengend, unser turbulenter Start hat mich aber ziemlich verunsichert, ich brauch einfach ein paar Erfahrungen, dass es trotzdem eine schöne und lange Stillbeziehung werden kann und das Baby satt wird).

  • Hallo! Soweit ich weiß, findet mit 5 Wochen ein Wachstumsschub statt, deswegen ist es schon möglich, dass dein Baby momentan nicht immer satt wird und deswegen öfter trinkt, um die Milchproduktion anzukurbeln! Für mich hört sich das total normal an, das ist aber meine persönliche Meinung.


    Ich erinnere mich (lange, lange ist es her!) noch recht gut daran, wie ich in solchen Phasen mein Baby auch in verschiedenen Positionen gestillt habe, in der Hoffnung, dass er doch vielleicht noch etwas aus den anderen Milchkammern raustrinken kann #pfeif Da half nur, mal fünf Minuten zu warten und dann wieder anzulegen.


    Wann siehst du deine Hebamme das nächste Mal? Kannst du mit ihr über deine Unsicherheiten reden?


    Alles Gute

  • ich kenne es nur so, dass es an sich sehr selten ist, dass die Milch "nicht reicht", daher würde ich schätzen, dass Dein baby vieleicht einen wachstumsschub hat und es sich erst wieder einpendeln muß. Sollte aber nach max. ein paar tagen vorbei sein.
    Wenn die zunahme gut ist, ist es ja schon mal super und Sorgen an sich mußt Du dir da erstmal nicht machen!
    Ich würde auch versuchen verschiedene Positionen auszuprobieren. Das habe ich auch bei meinem sihngemacht, da dachte ich auch zwischendrin er wird nicht satt. Und Positionswechsel hat ihn rihiger und länger trinekn lassen...
    Ich kenne sonst so "brust-Anschrei-Phasen", die waren ein paar tage (und echt ätzend) und dann war wieder alles gut. Keine Ahnung woran das lag...
    Ich würde auch mit der Hebamme sprechen und weiterhin versuchen zuversichtlich zu bleiben...

    Nickwechsel...früher 1374, jetzt viel leckerer...

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  • Huhu, also 180g in 4 Tagen is doch schon mal total super:):thumbup:! Da kann es gut sein, dass sein Schreien einen anderen Grund hat. Wenn du dich sorgst, dann klär doch mit dem Kinderarzt und der Hebi die gesundheitliche Seite ab.
    Wie ist denn dein Milchspendereflex? Eher stark, oder eher schwach?
    Wann genau ist er unruhig?
    Wie alt ist er denn? Statistisch gesehen haben Babys so um die 6. Woche ihren Schrei/-Unruhehöhepunkt, das ist normal und ist einfach bei vielen so. Bei Vielen hilft dann.vorsorgliches Tragen im Tuch/Tragehilfe, um die Unruhe etwas abzumildern.

  • Mit 5 Wochen sind meine beide nicht satt geworden, erst mit 6 Wochen wieder. Viel Essen, viel trinken, viel ruhen und viel stillen hat bei mir immer dazu geführt, dass ich bald mehr Milch gab - inzwischen viiiel mehr Milch, denn krankheitsbedingt hat Zappelchen (10 Monate) gerade eine Woche lang fast voll gestillt.


    Wenn das bei Dir beim großen Kind nicht der Fall war, ist klar, dass Du da unsicherer bist - aber Dein Baby nimmt doch prächtig zu, das spricht für den ganz normalen Wachstumsschub. Außerdem bist Du noch im Wochenbett: gibt es jemanden, der Dich bekocht und zwischendurch die Große betreut, damit Du in Ruhe Muh denken und Milch machen kannst?

    Hier steht keine Signatur: ich signiere meine Briefe weiterhin handschriftlich.

  • Wie fühlt sich denn der Milchspendereflex an? Ich hab das schon oft gelesen, aber eigentlich keine Ahnung, wie ich das merke?


    Echt, bei 5 Wochen gibt's den Wachstumsschub? Das wusste ich nicht. Er wird Freitag 6 Wochen alt. Und seit ein paar Tagen schreit er mehr, das könnte passen. Besonders abends ist das heftig, ich denke auch, dass er Cluster-feeding macht, aber ist das normal, dass die Brust quasi leer ist? Verschiedene Positionen mache ich, das scheint wenig zu ändern.


    Beruhigt mich sehr, dass Ihr das kennt und normal findet... die Hebamme ist ein paar Tage nicht da, kommt aber Freitag zum Wiegen, zuletzt hat sie letzten Freitag gewogen. Vertretung mag ich nicht anrufen, die wiegt mit ner anderen Waage, da weiss ich auch nicht ob's verlässlich ist.


    Zwischendurch ist der Zwerg total friedlich und zufrieden, das war unsere Tochter als sich noch voll gestillt war nie, das wäre er nicht, wenn er nicht satt würde, oder?


    Edit: “muh machen“ :-). Entlastung ist schwierig, mein Mann musste ja zwischendurch freinehmen, als wir in der Klinik waren, der hatte genau 3 Tage frei, an denen wir zu Hause waren und Familie ist weit weg. Ich hab die Große auch gern um mich.


    Ach ja, getragen wird der Zwerg eigentlich dauernd, nur meist auf dem Arm und nicht in ner Tragehilfe, da muss ich nochmal schauen, welche besser zu uns passt.

  • Wie fühlt sich denn der Milchspendereflex an? Ich hab das schon oft gelesen, aber eigentlich keine Ahnung, wie ich das merke?


    Ich spüre den Milchspendereflex auch nicht. Man merkt es dann, wenn die Kleinen sehr konzentriert schlucken. Manchmal fast mit Schlucken nicht nach kommen. Für mich merke ich da keinen Unterschied ob grad viel oder wenig Milch kommt.

  • Ich spüre den MSR als winziges Ziehen ausschließlich in der rechten Brust, und dan das "glugg glugg glugg" des Babys. Links merk ich das nicht. hab allerdings tendenziell auch keine "Druckbetankungs-Brüste" (mein Zwerg wird satt, stillt aber ziemlich oft, Sorgen habe ich mir in demselben Alter auch große gemacht).

  • Wie fühlt sich denn der Milchspendereflex an? Ich hab das schon oft gelesen, aber eigentlich keine Ahnung, wie ich das merke?


    Ich merke da so ein Ziehen in der anderen Brust. (Und da ich für die Rückbildungsgymnastik abpumpe, weiß ich, dass es an der Abpump-Brust anfängt, richtig zu fließen.)

  • Wenn du zum Auslaufen neigst, merkst du den MSR daran, dass die andere Brust zu tröpfeln anfängt. Ich merke zB auch einen plötzlichen Druck auf beiden Seiten. Und mein Töchterlein (fast 7 Wochen) verschluckt sich, wenn sie nicht konzentriert schluckt...

  • Ich erinnere mich noch sehr, sehr gut daran, dass mein sonst so zufriedenes Baby um die fünfte Wocher herum total quengelig wurde und ein paar Tage lang sehr viel schrie, dauernd nur herumgetrgen und vor allem ganz, ganz viel stillen wollte. Meine Hebamme erklärte mir dann auch, das sei der erste richtige Wachstumsschub in dem Alter. Die babys würden durch das Dauerstillen mehr Milch anfordern und wären ansonsten durch die Entwicklung einfach ein bißchen "durch den Wind".

    Die Kosmonautin, der Bartträger, bald vier Kinder und eine Flüchtlingsunterkunft im Nebenhaus.
    wir berichten

  • Gab es da nicht so Dinge, an denen man merkt, ob ein Kind gut versorgt ist.
    Ich erinnere mich an


    Durchschnittlich 8-12 Stillmahlzeiten am Tag, 5 Nasse Windeln pro Tag und altersgerechte Zunahme und Entwicklung.

  • Klingt nach Clusterfeeding :)
    Vielleicht übt ihr mal im Tuch zu stillen? Dann hast du auch mal die Hände frei für die Große.

  • Er nimmt schon zu, wenn man mind 25g/Tag zugrunde legt sogar mehr als das Minimum. Er hat einige nasse Windeln und auch 5xStuhlgang/Tag.


    Aber ich hab den Eindruck, er hat noch mehr Hunger. Hoffentlich habt ihr recht und es ist ein Wachstumsschub, dann müsste es ja in der nächsten Zeit besser werden.


    Unsere Große hatte halt auch eigentlich ausreichend viele nasse Windeln, hat aber trotzdem nicht zugenommen. Sie hat allerdings verzweifelter gewirkt als der Zwerg, diese ruhigen Schlafphasen, in denen er die Nase in der Brust versteckt und pennt, die hatte sie nicht.


    Wahrscheinlich bin ich einfach überbesorgt, wegen der schlechten Erfahrung mit der Großen und weil der Kleine halt noch recht leicht ist. Ich beneide ja die Frauen, die "zu viel" Milch haben #schäm . Ich bin so froh, wenn meine Hebi am Freitag wieder da ist und ihn wiegen kann.

  • Wir hatten hier nur einen spürbaren Schub - das war der zwischen der 5. und 6. Woche.
    Dauerstillen, oft unzufrieden, hysterisches Schreien, obwohl alles zu stimmen schien ... es war anstrengend.


    Der Schub um die 6. Woche ist deshalb oft so anstrengend, weil ein Entwicklungs- und Wachstumsschub zusammenkommen. Außerdem stellt sich dann oft noch die Verdauung um (viele Babys kackern dann nicht mehr mehrmals täglich) UND hormonell passiert auch noch was im Babykörper. Also Richtig Stress für so Kleine.


    Wirklich leer ist die stillende Brust übrigens nie - du kannst ja auch nicht den Mund leerspucken. Es wird nur irgendwann nur noch langsam Milch nachproduziert und manchmal sind die Kinder darüber enorm erbost. Blöd ist es, wenn man dann nervös wird, das blockiert dann nämlich einen weiteren Milchspendereflex.
    Das Zauberwort heißt dann Entspannung - Wärme auf der Brust kann auch helfen. Und das ewige Mantra: Es ist nur eine Phase.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • ich bin so eine Frau mit "zuviel" Milch, glaub mir, das ist nicht zu beneiden.. ich konnte nur mit Abstilltabletten stillen weil alles andere beide Kinder komplett überfordert hat (ganz zu schweigen von den Schmerzen, Entzündungen und Milchstaus die ich die ersten 6 Wochen hatte!!).. die Brüste waren derart voll und prall, da konnte keins meiner Kinder mehr anlegen und normal trinken. Die Milch spritzte nur so rum, die Zwerge völlig überfordert, verschluckten sich dauernd etc..


    und trotzdem nahm die Kleine am Anfang schlecht zu!!! Obwohl mehr als genug Milch da war!


    und trotzdem haben beide Clusterfeeding gemacht, gerade abends...


    später fühlte sich auch meine Brust "leer" an, aber das ist auch normal! die Brust ist ja kein Reservoir das gefüllt wird und dann leer getrunken wird, die Milch wird während auch des Stillens gebildet..


    genug nasse Windeln und zwischendurch ein zufriedenes Baby hört sich doch gut an! gönn Dir Ruhe zum Stillen, das ist das Wichtigste!

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Unterschiedliche Stillpositionen waren ein super Tipp, das hat den Abend gerettet :-).


    Entspannung wäre bestimmt das Wichtigste, ich bemüh mich und merke auch, dass es langsam besser wird. Schwangerschaft und die ersten Wochen waren nicht so toll und ich warte täglich auf neue Katastrophen, aber wie gesagt, es wird besser.


    Gwyn, ich weiß schon, zu viel ist auch nicht optimal, und ich kann es natürlich nicht beurteilen, aber ich war so verzweifelt, dass ich mein Baby nicht ernähren konnte, ich hätte gern gegen alles getauscht. (Was natürlich nicht bedeutet, dass ich dann zufrieden gewesen wäre).

  • Super!


    Damit kannst Du Dich getrost entspannen, der holt sich was er braucht. Und Dein Stillproblem beim ersten Kind wiederholt sich nicht: Du hast genug Milch und durch's Clustern sorgt der Kleine schon für genug Nachschub, wenn er wieder mal mehr braucht.


    Alles Gute weiterhin!

    Es wünsch mir einer was er will, es geb ihm Gott 2x soviel