Mein Sohn füttert lieber den Hund anstatt selbst zu essen :-(

  • Der Kleine Hosenmatz ist jetzt etwas über ein Jahr und bekommt morgens seit geraumer Zeit Brot, Brötchen und Toast zu essen (alles Vollkorn).
    Irgendwann hat er rausgefunden, dass er ja damit auch den Hund füttern kann und tut dies nun ununterbrochen und mit Begeisterung. Er nimmt ein paar Bissen, dann dreht er sich in seinem Sitz zur Seite und sagt Neina (Hund heißt Leila), guckt sich um, ob er den Hund entdeckt und wirft sein Essen auf den Boden.
    Das macht er auch, wenn ich den Hund davor aus dem Zimmer aussperre und auch wenn ich ihn dabei auf den Arm habe, dass er zusehen kann, dass Leila nicht mehr da ist.
    Wenn er etwas runter wirft sage ich in einem scharfen und bestimmten Ton "Nein" und "selber essen", hebe ihm die Sachen auf und gebe sie ihm wieder zum essen. Er nimmt zwei Bissen und schmeißt sie wieder runter.
    Es bringt leider überhaupt nichts.
    Wenn er das Essen das zweite oder dritte Mal mit Absicht runter geworfen hat, nehme ich ihn aus seinem Stuhl und setze ihn wieder in sein Zimmer. Dort merkt er dann dummerwiese, dass er noch Hunger hat und fängt an mit quengeln. Ich lasse ihn einige Minuten schmollen und dann versuchen wirs nochmal. Am ende haben wir dann 3-4 Essversuche bei denen er jedes Mal nur ein paar Bissen genommen hat, es ist dann aber so spät, dass es bis zum Mittagessen ausreicht.
    Ich glaube er sieht das Ganze als Spiel an. Wie kann ich dem ein Ende setzen?
    Das Spielchen zieht sich morgens gerne mal eine Stunde hin, weil er ja auch noch nicht der schnellste Esser ist.
    Was er mit Brei anstellen würde, will ich gar nicht wissen.
    Ich brauche bitte einen Rat von euch.

  • Ich würde versuchen, das Ritual komplett abzuändern.
    Der Hund muss natürlich konsequent weggesperrt werden.
    Und dann den Sitzplatz ändern, ich würde bei genügend Leidensdruck sogar dazu übergehen, ein Picknick am Boden auf einer Decke zu veranstalten - sodass er gar nicht mehr die Gelegenheit hat, etwas zu werfen. Bzw. soviel Neues, dass er dieses liebgewonnene Ritual gar nicht mehr einbauen kann.


    Aber ganz wichtig in der nächsten Zeit, den Hund in dieser Zeit ausser Sichtweite zu haben.


    Ach ja - ich verspreche dir, wenn das weg ist, kommt was Neues. ;)

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




    "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt."
    Erich Fried

  • Das muss nicht am Hund liegen ... Mein Kleiner hat das eine Zeit lang auch lustig gefunden: Brot / Apfel 'versehentlich' auf den Boden gelandet und 'neg' oder 'opala' gesagt. Und Mama darfs dann wieder auflesen. #yoga Ganz toll wenn da gegenueber ein 3-ajehriger sitzt, der das ganz toll findet und nachahmt. #sauer
    Wir haben dann das 'neg' und 'opala' -Spiel mit geeigneteren Dingen geuebt und es ist besser geworden. Kannst du ev. auch da ansetzen? Also das Fruehstuecken und Hund fuettern 2 verschiedene Dinge sind? z.B. erst dem Hund zusammen was geben und dann Broetchen fuer die Kleine?

  • Nein 1 jaehrigen wegstellen und schmollen lassen finde ich persoenlich etwas fragwuerdig


    savhen am boden schmeissen ist angewandte physik


    hund fuettern ist lustig


    zeitstress beim essen unschoen..


    ignoriere das am boden schmeissen, denn mit deinem eingreifen und deiner! Reaktion auf due situation hast du das (macht)spiel draus gemacht.

  • Zeitstress beim Essen haben wir eigentlich gar nicht. Aber nach über einer Stunde hin und her hab ich meistens keine Lust mehr.


    Das mit dem Ignorieren habe ich auch schon versucht. Wenn ich das Brot einfach kommentarlos wieder aufhebe, schmeißt er es grad wieder runter.
    Wenn ich ihm einfach ein neues Stück gebe, landet was wieder genauso auf dem Boden. (nach 3 Scheiben Toast, jeweils geviertelt, habe ich das dann auch wieder aufgegeben).


    Ich hab mir gedacht, der Kleine muss merken, dass er Hunger hat, wenn ich ihn ins Zimmer setze. Am Esstisch ist er zu sehr damit beschäftigt, den ausgesperrten Hund zu füttern, als dass er wirklich ans essen denkt. Wenn ich ihn also für 3-4 Minuten schmollend ins Zimmer setze, isst er danach wenigstens wieder ein bisschen was.


    Der Vorschlag mit dem Picknick ist eine schöne Idee, aber da mein Knirps Hummeln im Hintern hat, würde der keine 3 Sekunden ruhige sitzen bleiben. Ich kann ihn ja nicht mal mehr beim Spielen dazu bewegen mit etwas zu spielen, ohne gleich damit durch den ganzen Raum zu rennen. Er hat einen wirklich sehr ausgeprägten Bewegungsdrang... (Darf er ja auch, hab da auch nix gegen, ist nur manchmal anstrengend.... :P )

  • Hund beibringen, das Essen zu ignorieren, dann verliert das Ganze ganz schnell seinen Spaß ;)
    (Ich finde Hundetraining ja einfacher als Kindertraining #schäm)
    Ansonsten würde ich auch nicht schimpfen, oder ins Zimmer sperren, der ist doch vieeel zu klein. Kinder verhungern nicht.

    Viele Grüße von Iffebim


    (auch beim Stillen und unterwegs mit Shift-Taste ausgestattet #nägel )

    Einmal editiert, zuletzt von Iffebim ()

  • Brot aufheben ist nicht ignorieren :)
    Brot liegen lassen schon..


    deshalb mein tipp
    brot/ essen einfach liegen lassen und waehrend der kleine isst trinke ne tasse tee, lies die zeitung und gut ists

  • Unterschreib bei Odette und Iffebim... der ist wirklich noch klein, und eine Stunde essen (auch wenn kaum was wirklich gegessen wird) kommt mir auch sehr bekannt vor aus dem Alter. So leicht ablenkbare Kinder mit viel Bewegungsdrang finden Essen glaub' ich oft einfach überhaupt nicht wichtig #pinch (hilft dir nicht viel weiter, ist mir klar)
    Wenn dein Kind nach ein paar Bissen das Essen runterwirft, würd ich ihm vom selben Essen in der Mahlzeit eher nichts mehr geben (und das Zeug erst am Schluss aufheben/wegräumen). wenn du weißt, er hat noch Hunger, eher noch was anderes: Obst, Joghurt oder Milch (bzw. wird noch gestillt?), doch etwas Brei? Wenn wieder geworfen wird, dann würde ich das Essen beenden, aber das muss ja nicht demonstrativ mit ins Zimmer verbannen sein? Gemeinsam zuerst den Hund füttern (und dann wegsperren) ist eine gute Idee, oder zugleich mit dem Hund essen, aber jeder das eigene Essen/Futter (ist aber wahrscheinlich vom Hund her nicht machbar, der isst ja wahrscheinlich nicht direkt bei euch am Esstisch).

  • #schäm in dem Alter von der Kleinen hatten sicher beide Hunde so ein Kilo zuviel auf den Rippen. Hat für mich halt dazu gehört. Hunde trainiert nix zu essen habe ich auch nicht weil ich es so praktisch finde mich nicht um die Essensreste unter drm Tisch kümmern zu müssen. #angst Ich hab sie einfach machen lassen. Kinder verhungern nicht so schnell und bei wirklichen Hunger hat sie es ohnehin selbst gegessen. Hat sie was an die Hunde verfüttert was wir dann nicht mehr hatten... ähm lief es unter dem Thema Schade Pech gehabt und ich habe ihr was anderes angeboten. Allerdings habe ich zu dem Zeitpunkt noch gestillt und Essen besonders Frühstück lief noch unter drm Thema haptische Beschäftigung fürs Kind. Also sie durfte auch damit spielen...herummatschen und eben Physikalische und Biologische Experimente damit machen. #yoga Mittletweilen wird an die Hunde nur noch das verfüttert was sie selbst nicht mag.

  • Ich werde dann wohl mal das mit dem auf dem Boden essen ausprobieren.
    Leila isst, wenn sie die Wahl hat lieber alles andere als ihr eigenes Futter, dass würde also nicht funktionieren.
    Es ärgert mich halt, dass er mich bei dieser Sache so total Ignoriert. Sonst hört er super gut, wenn ich "Nein" sage (also das Kind und nicht der Hund, die haben aber in den Anfängen der Erziehung so einige Gemeinsamkeiten, finde ich #angst ). Er lässt Sachen los, dreht sich um und geht weg oder lässt etwas einfach liegen wo es ist. Nur beim Essen grinst er mir dreist ins Gesicht und macht grad so weiter.
    Außerdem schmeißt er ständig Sachen durch die Gegend und auf den Boden, da kann erst doch beim Essen mal bleiben lassen :P

  • Sonst hört er super gut, wenn ich "Nein" sage (also das Kind (...)). Er lässt Sachen los, dreht sich um und geht weg oder lässt etwas einfach liegen wo es ist.

    8I Echt? Das ist sehr ungewöhnlich in dem Alter! Genieße es.


    Wenn hier Essen zu Boden geworfen wird, dann biete ich etwas anderes an. Fliegt das auch runter, halte ich mein Kindchen für satt gegessen; anschließend wird eh noch gestillt.
    Wegen der Hummeln im Po und dem dreijährigen Bruder würde ich Zappelchen nicht auf dem Boden essen lassen, er käme im Unfugfall bei mir auf den Schoß.
    Wegen der physikalischen Experimente habe ich eine Tütenklammer an ein Band geklipst, das andere Ende an meinen Stuhl gebunden, und wenn mein Kind nun die Schwerkraft testen möchte, ziehe ich am Band und habe das Ding wieder, ohne mich laufend bücken zu müssen.

    Hier steht keine Signatur: ich signiere meine Briefe weiterhin handschriftlich.

  • 8I Echt? Das ist sehr ungewöhnlich in dem Alter! Genieße es.


    aber echt, das hat keins meiner 4 gemacht 8o


    dein sohn ist ungefahr so alt wie meine kleine. ich kann mir absolut nicht vorstellen, sie in ihr zimmer zu verbannen oder so #weissnicht


    essen runterschmeißen haben wir hier auch grad (ohne hund ;) ) zudem steht sie ununterbrochen im hochstuhl auf, sodass ich meistens mit ihr aufm schoß das käsebrot teile. wir beißen abwechselnd ab. da bleibt sie dann auch dran und schmeißt nix :)

  • Also ich muss hier einigen zustimmen.
    Essen vom Tisch runter schmeissen ist in dem Alter mit und ohne Hund vollkommen normal.
    Und ins Zimmer stecken finde ich eine seltsame Methode deinem Kleinen "Tischmanieren" beizubringen....
    Ich würd ihn einfach machen lassen. Stress dich nicht so sehr damit. Trink nen Cafe, lies ne Zeitung und lass den Knirps machen...
    Meine Kleine ist die beste Freundin meines Hundes. Sie füttert ihn immer! und ich hab da seltenst eingegriffen.
    Und wenn er nicht essen will soll er rum rennen und wenn er dann doch Hunger hat stellst du ihm Obst oder ein paar Kekse hin.
    Wir essen irgendwie den ganzen Tag. Da steht immer ne Kleinigkeit am Tisch und wir sitzen da ständig und knabbern was.
    Mach dir nicht so viele Gedanken - der lernt das schon wenns an der Zeit ist.

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • Zusammen zu essen haben wir im Alltag noch gar nicht probiert, weil er so viel Zappelt und sich alles grapscht was auch nur annähernd in Reichweite ist.
    Stillen würde ich auch noch wahnsinnig gerne. Habe ihn aber abstillen müssen als er 8 Monate alt war, weil ich mich an einer Bandscheibe operieren lassen musste und eine Woche im KH lag. Danach war Knirpsi dann noch 2 Wochen viel am Tag und die ganze Nacht bei der S-Mana, weil ich ihn noch nicht hochheben durfte. Würde mir aber ansonsten das Leben wirklich sehr vereinfachen.


    Olivers erstes Wort war "Nein" :D


    Wir hatten anfangs sehr schlechte Steckdosensicherungen, daher gabs da immer ein Nein.
    Dann hat er immer versucht sich auf dem Wickeltisch zu drehen, also gabs auch hier ein Nein (dafür, dass er so extrem hibbelig ist hält er selbst jetzt noch (meistens) erstaunlich still auf dem Wickeltisch #super #super )
    Und zu guter Letzt hört unsere liebe Leila den "lieben langen Tag" nichts anders als ein Nein weil sie anfangs immer versucht hat Babys Kopf und Gesicht zu lecken, sobald diese in Reichweite waren und später dazu übergegangen ist, ihm sein Essen aus der Hand zu stibitzen...
    Und er schüttelt so niedlich den Kopf wenn er Nein sagt #love


    Wegen dem ins Zimmer setzen muss ich zugeben, dass mir langsam die Ideen ausgegangen sind. Beim zweiten Kind stell ich mich sicherlich nicht mehr so an. :P
    Ich hätte damals einfach einen Klaps auf die Hand bekommen, das möchte ich aber bei ihm nicht machen...

  • er scheint ja nicht besonders hungrig. ich würde einfach das brot in kleinen happen reichen und wenn alles verschmissen ist, kannst du ihn ja runtersetzen. wenn er noch hunger hat, dann kann er sich ja etwas nehmen. sollte kein interesse bestehen, dann hat er wohl einfach keinen hunger mehr.
    das weinen im kinderzimmer muss auch nicht unbedingt heißen, dass er merkt, dass er noch essen will. er merkt aber ja, dass er dich verärgert hat und das will er ja nicht. folglich macht ihn das unglücklich.
    geregelte mahlzeiten kommen schon noch früh genug. genieß, dass ihr das jetzt noch gar nicht so braucht.
    und nimm dir doch ruhig selber etwas zu essen dazu. dann bist du etwas abgelenkt und kannst besser feststellen, wann das frühstück um ist.

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  • Ich bin ja jemand, dem es sehr wichtig ist, dass am Tisch gegessen wird.
    Aber nicht bei einem so kleinen Baby #ja


    Setz dich mit ihm hin, iss selbst während er isst und wenn er zu spielen anfängt, dann lass ihn halt runter und in deiner Nähe spielen, damit er zusehen kann, was du machst (essen) und wie du es tust. Vielleicht holt er sich noch ein paar Häppchen bei dir ab, vielleicht auch nicht. Die meisten Babys machen es den Erwachsenen von allein irgendwann nach, dass beim Essen sitzen geblieben und nicht mit Essen geworfen wird und wenn nicht, kann man in ein, zwei Jahren erzieherisch einwirken. So kleine Babys verstehen das aber noch nicht und können sich auch noch nicht so lange auf die Mahlzeit konzentrieren.


    Dass er jetzt mit Essen wirft ist ein ganz normaler Entwicklungsprozess. Freu dich einfach darüber, dass dein Baby so schlau und empathisch ist, sich jetzt schon de Hund zum Freund zu machen :D

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • übrigens finde ich das verhalten von deinem sohn soo knuffig #herzen

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  • Oskar lässt sein essen auch fallen. Er findet es einfach lustig. Du kannst ein Stück Wachstuch mit Klettstreifen zwischen Hochstuhl und Tisch befestigen, dann musst Du nicht alles vom Boden aufsammeln (ich hab zeitweise überlegt so einen Friseurkittel mit breitem Rand rund um den Stuhl zu befestigen).
    Aber ein im Zimmer eingesperrtes Baby finde ich nicht so gut :|

  • Jetzt wo ihr es sagt....
    Wir essen immer zusammen Frühstück. Wenn ich auch noch am essen bin, schmeißt er auch nicht so viel runter sondern mümmelt fleißig mit und will auch mir etwas abgeben. Aber ich bin natürlich viel schneller als er fertig. Dann wird es erst richtig schlimm bei ihm. Ich sitze dann zwar immer noch ganz gemütlich mit meinem Kaffee, aber anscheinend reicht das nicht. Vielleicht sollte ich einfach mal langsamer essen, um das ganze etwas zu entspannen.... #gruebel mir nebenher nen Apfel schälen und den genüsslich in kleinen Teilen schnabbulieren, Banane isst er am Stück, Apfelschnitze findet er noch nicht so toll zum Beißen....


    Und so richtig eingesperrt ist er ja eigentlich gar nicht. Er hat 15 m² Spieleparadis für sich, die Tür zum Zimmer ist sperrangelweit auf und nur ein Laufgitter trennt ihn vom Rest der Wohnung und vom Hund. Die kommt allerdings gerne zum Kuscheln und durch Gitter lecken. :P