Alkohol in der Stillzeit

  • Huhu,


    Ich weiß, das Thema gab es schon öfter und ich hatte das hier oder im alten Forum auch schonmal angefragt....


    Seitdem das kleine E etwas autonomer ist, also seit Vll ner Hand voll Monate, auf jeden fall schon nach ihrem 2. Geburtstag, gehe ich gern mal wieder abends aus... Trinke auch gern mal ein Gläschen und auch mal ein paar mehr (also so 1 mal im Monat oder so) - ich schlafe dann auf der Couch und mein Mann kümmert sich... Gestillt wird erst, wenn ich gut ausgeschlafen bin und mich fit fühle...


    Die Information die ich hier damals bekommen habe, ist, dass sich der Alkoholgehalt der Milch mit dem im Blut deckt und somit eine reife Banane meist mehr Alkoholgehalt hat als die Milch....


    Jetzt waren die letzten 5 Wochen ziemlich volles Programm... Wir waren jedes Wochenende auf einem Fests eingeladen... Auf den ersten beiden habe ich getrunken, Auf den letzten 3en nicht mehr, weil ich irgendwie ein schlechtes gewissen hatte, dem kleinen E. So viel Alkohol zuzumuten....


    Also habe ich heut nochmal gegoogled, und überall die dringende Empfehlung, komplett auf Alkohol zu verzichten...


    Jetzt komme ich grad tierisch um vor schlechtem gewissen, weil ich wirklich kein Kind von Traurigkeit war, in den letzten 3 Monaten o.O


    Kann mir jemand sagen, wo diese Info mit Alkoholgehalt in Blut und Milch herkommt?


    Dankesehr

  • Es gibt ein Infoblatt vom BFR, da steht das so drin.
    Die Langzeitauswirkungen von (nicht übermäßigem/ständigem) Alkoholgenuss in der Stillzeit sind wohl nicht bekannt - und ob es überhaupt welche gibt - deshalb wird empfohlen es sicherheitshalber bleiben zu lassen.
    Persönlich glaube ich, dass zwei Mal die Woche ein Glas Wein mit einem Abstand danach bis zum nächsten Stillen von mindestens 2 Stunden weniger schädlich ist als regelmäßig ein mal im Monat hackedicht.
    Aber eher deshalb, weil der Körper mit dem Abbau des Vollrausches so gut zu tun hat und ich gefühlsmäßig der Meinung bin die ganze Entgiftung die da stattfinden muss ist nicht optimal fürs MuMi trinkende Kind. Ob das so stimmt weiß ich nicht, ich habe diesbezüglich nicht recherchiert, weil ich eigentlich nichts trinke jetzt während der Stillzeit.
    Angeblich soll sich beim Kind zB ein verändertes Schlafverhalten zeigen, wenn es Alkohol in der MuMi ausgesetzt war. Wenn dein Kind sich nicht verhaltensverändetr gezeigt hat würde ich mich jetzt nicht sonderlich sorgen, ob ihr die letzten drei Monate geschadet haben. Zukünftig würde ich, wenn du so gerne trinkst, aber schon entweder verzichten oder so langsam abstillen - oder eines von beidem zumindest deutlich reduzieren.

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?


    Dechslein: 7/2013

    2 Mal editiert, zuletzt von Frau Dechse ()

  • Also, du wirst niemals irgendwo eine Empfehlung finden, dass Alkohol in der Stillzeit ok ist. Weil Empfehlungen schlicht gemacht sind, um auch Menschen, die nicht weiter nachdenken, eine sinnvolle Handlungsanweisung zu geben. Demzufolge muss bedacht werden, dass eine Frau, die liest "Alkohol in Stillzeit ok, und Alkoholgehalt unter Umständen weniger als reife Banane" daraus schließen könnte, sie dürfe nun jeden Abend "feiern".


    Fakt ist, dass der Blutalkoholgehalt sich mit dem Milchalkoholgehalt deckt, und dass dieser nach z.b. einem Glas Wein nicht so hoch ist. Allerdings bist du klein, schmal und weiblich. Du kannst ja mal in einem Promillerechner eingeben, wie dein Promillewert dann so ist. ICH PERSÖNLICH habe wenig Probleme damit, wenn man MAL ein KLEINES Glas Wein trinkt, und anschließend stillt, aber so richtig "feiern" würde ich wohl ind er Stillzeit nicht (bzw. würde ich dann wohl am nächsten Morgen erst mal abpumpen, und diese Milch verwerfen....gefühlsmäßig). Ich würde eben gucken, dass ich in einem Bereich bleibe, der im 0,3 Promillebereich liegt. Und nicht ohne Grund gebe ich meinem Baby auch keine vollreife Banane.

    Einmal editiert, zuletzt von Trüffel ()

  • Hättest Du auch ein schlechtes Gewissen, wenn Du in der gleichen Häufigkeit Deiner Zweijährigen eine reife Banane gegeben hättest oder Roggenbrot? Die Info mit dem gleichen Alkoholgehalt in Milch und Blut scheint gesichert, ich weiß leider nicht mehr wo, aber weiß, dass ich sie irgendwo schon einmal in einer zuverlässigen Quelle gelesen habe.


    Ich könnte mir vorstellen, dass Dein schlechtes Gewissen zum großen Teil daher rührt, dass Du das viele Feiern an sich halb unbewusst nicht mit Deinem Bild einer guten Mutter vereinbaren kannst?
    Ich würde sagen, genieß es, wenn es Dir Freude macht. Und dass Deine Tochter noch dazu noch Stillen darf, wenn sie es mag, ist doch extra toll!

  • Nein, wir wohnen hier auf dem Land... Ich gehe vergleichsweise viel seltener feiern als die anderen Mütter aus den Spielgruppen und Kindergärten (wenn man von den letzten Wochen mal absieht), die meisten gehen schon kurz nach der Geburt schnell wieder kegeln, oder zu frauenstammtischen etc...


    Ich bin 2 Jahre komplett zu Hause geblieben... Und ich weiß, dass es E. Gut geht, auch wenn ich nicht da bin....


    Das ist ok....


    Ich habe mir einzig sorgen um den Alkohol gemacht... Die Abende kann ich sehr gut genießen... :)

  • Alkohol kann wohl auch die Milchmenge reduzieren. Also mit Minibaby in der Vollstillzeit würde ich immer eher abraten (meine hatten eh keine Stillsabstände...).
    Aber ein 2-jähriges ernährt sich im Allgemeinen ja noch von was anderem, selbst wenn die Milchmenge kurzzeitig zurück ginge, wäre es ja egal.

  • Klar, meistens akzeptiert sie ein "wir stillen jetzt nicht" sehr gut und lässt sich gut ablenken.... Also oft stille ich sie auch erst wieder zum einschlafen am nächsten abend

  • Den Alkohol in der Milch fände ich da echt nicht so schlimm. Sie wiegt ja auch selbst keine 5 Kilo mehr und isst Banane u. ä.
    Und die "Nebenwirkung", dass evtl. die Milch zurück geht, ist bei euch auch egal.
    Getrennt schlafen bei Alkoholkonsum (mehr als ein Gläschen..) finde ich viel wichtiger. Aber wenn ich es richtig gelesen habe, macht ihr das.

  • Und Promille sind ja Tausendstel. Also selbst wenn Du 0,8 Promille im Blut hast, sind das 0,08 % Alkohol. Ich hab mir mal ausgerechnet das das ungefähr einem Glas Sekt in einer Badewanne voll Wasser entspricht, aber bei meinen Mathekünsten lege ich da nicht meine Hand für ins Feuer...


    Ich denke, dass das mal okay ist. In anderen Kulturen ist es überhaupt keine Frage.

    Trinity mit DerGroßen (9 jahre) DemGroßen (7) und DerKleinen (3 Jahre) & Mini ( 5/14)

  • Ich wuerde beieinem Vollstillbaby auf Alkohol weitgehend verzichten ...


    aber jetzt wo die Kleine ueberschaubar oft stillt trinke ich auch oefter mal ein Glas Wein. Nicht mehr als das aber eher weil sich fuer mich angetrunkene Eltern und Kinder nicht vertragen ... unabhaengig vom Stillen.


    ich denke, wenn die pause lang genug ist, dass der alkohol abgebaut ist, macht das vom stillen her kein problem.

  • Da gibt es ganz aktuell ein Papier der britischen LLL dazu mit Stellungnahmen von verschiedenen Still-Experten und die meinen, dass man absolut nicht komplett auf Alkohol verzichten muss in der Stillzeit.


    Moment, ich kram mal den Link raus, wenn ich ihn finde.


    edit: Bitteschön

    Im Übrigen müssen wir die fossilen Energieträger im Boden lassen.



    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

    4 Mal editiert, zuletzt von Xenia ()

  • Bei Kind 1 habe ich es ähnlich gemacht. So ca ab ihrem zweiten Geburtstag ging ich mal mehr, mal mehr weniger aus und habe durchaus auch was getrunken, also mehr als ein oder zwei Bier. Meine Tochter schlief dann bei Oma und kam zu mir runter (zwei getrennte Wohnung in einem Haus) wenn ich gegen Mittag fit und ausgeschlafen war.
    Ich habe ihr erklärt, warum sie gerade nicht stillen konnte. Das wurde auch so akzeptiert. Ich könnte weder bei mir (weniger Milch oä) noch bei ihr eine Veränderung feststellen.
    Mit zwei stillt man im allgemeinen ja nicht mehr voll.

  • Bei einem kleinen Baby dass regelmässig stillt und nur stillt verzichtest Du ja auf Alkohol. Wenn das Kind schon 2 ist, ohne Mama und Brust ins Bett geht und 2 oder 3 mal am Tag gestillt wird (oder eben auch nicht wie Du schreibst) sehe ich nicht wirklich ein grosses Problem.


    Ich trinke gerne 1 Glas Rotwein zum Mittagessen wenn es am Wochenende Braten gibt, 6 Stunden später wird das 1 bis 2-jährige Kind in den Schlaf gestillt und ich habe damit keine Probleme. So lange das Kind klein ist und voll gestillt wird verzichte ich.

  • Bei einem kleinen Baby dass regelmässig stillt und nur stillt verzichtest Du ja auf Alkohol. Wenn das Kind schon 2 ist, ohne Mama und Brust ins Bett geht und 2 oder 3 mal am Tag gestillt wird (oder eben auch nicht wie Du schreibst) sehe ich nicht wirklich ein grosses Problem.


    Ich trinke gerne 1 Glas Rotwein zum Mittagessen wenn es am Wochenende Braten gibt, 6 Stunden später wird das 1 bis 2-jährige Kind in den Schlaf gestillt und ich habe damit keine Probleme. So lange das Kind klein ist und voll gestillt wird verzichte ich.


    Seh ich genauso. Ich hab auch abends mal ein oder auch zwei Gläschen Wein getrunken. Wie gesagt, es geht nicht um ein Vollstillkind.


    Und da Du ja durchaus Zeit hattest nach dem Feiern, bevor Du wieder gestillt hast, würde ich mir da jetzt keine Sorgen machen.

  • Ich hab übrigens immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich einmal etwas mehr getrunken und das Hasenkind dann doch gestillt habe. Das war an Heiligabend, das Hasenkind war gerade ein halbes Jahr alt. Ich habe abends ein Glas Sekt und später noch zwei Gläser Wein zum Essen getrunken. Hatte vorher etwas MuMi abgepumpt, aber gegen ein Uhr nachts wollte das Hasenkind unbedingt die Brust zum Nuckeln. Ich hab dann mit meinem Mann gegoogelt und wir haben gemeinsam entschieden, dass es "sicher" ist zu stillen. Aber wenn ich daran zurückdenke, fühl ich mich bis heute nicht gut damit.

  • Aber wenn ich daran zurückdenke, fühl ich mich bis heute nicht gut damit.


    Hast du dir den Link durchgelesen, den ich oben gepostet habe?

    Im Übrigen müssen wir die fossilen Energieträger im Boden lassen.



    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • Xenia, danke, hab's jetzt gelesen. Das Gleiche hat mir meine Hebi auch gesagt, ich hatte sie damals gefragt. Ich mach mir da auch keinen Riesenkopf drum, es bleibt halt ein etwas ungutes Gefühl...