Weitergabe von Spielsachen und Fahrzeugen an jüngere Geschwister - wie kann man das fair handhaben?

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  • Hi


    hier wandern die Sachen einfach weiter. Das große Kind dafür auszahlen find ich irgendwie merkwürdig. Das ist halt so wenn man das größere Kind ist, dafür bekommt man die Sachen oftmals/meistens/immer neu. Und das zweite Kind dann halt gebraucht aber nicht zwingend zum Geburtstag.

  • Hier wird einfach weiter vererbt, das grosse Kind bekommt die neuen Sachen, das kleinere Kind erbst dann das gebrauchte Ding ohne irgendwie bezahlen zu müssen. Es ist eher so dass bei uns die Grosse eher den Vorteil hat. Sie hat immer ein neues Fahrrad, sie hat immer neue Gummistiefel, Jacken..... und es wird immer gerne abgegeben.


    In dem Fall in dem beide Kinder etwas dringend brauchten wurden die Sychen doppelt gekauft: (2 Jahresabstand bei uns) d.h Laufrad, Bobbycar.... alles doppelt vorhanden und dann wenn es nur noch 1 Kind braucht weiterverkauft.

  • Wie haben zwei Jahre Altersabstand zwischen den Kindern. Das Laufrad wurde von der Großen an den Kleinen weitergegeben als sie es nicht mehr brauchte. Ohne besonderen Anlass allerdings.


    Allgemein wird vieles gemeinsam bespielt und gerade ist bei beiden oft Thema das dies das und jenes dann an das Bauchbaby weitergegeben wird.


    Wenn Sachen zeitgleich bespielt werden und das Teilen aus welchen Gründen auch immer schlecht funktioniert würden wir sie wohl noch einmal anschaffen.


    Die Kinder kennen das Konzept Verkaufen um sich neues zu kaufen allerdings auch nicht so bewusst und haben noch kein Taschengeld. Und es ist allgemein bei uns im Freundeskreis üblich Sachen weiterzugeben oder zu verleihen.

  • Ich finde, das sollte man nicht so dogmatisch sehen. Man kann Sachen prima vererben, wenn es denn für alle passt. Ich finde es aber auch vollkommen in Ordnung ein persönliches Geschenk von Oma, das mal heiß geliebt war abzukaufen und dann dem Jüngeren zu schenken. Speziell, wenn man das finanziell als Eltern verkraften kann (wenn es da eng ist, hat man oft ja gar keine echte Wahl).


    Ja, so ähnlich sehe ich es auch.


    Ja, sie hat es bezahlt, aber dem Großen geschenkt. Ein Geschenk fordert man mMn nicht einfach zurück und darüber kann man auch nicht verfügen. Es gehörte doch dem Großen.


    Nee, stimmt nicht, sie haben es nicht bezahlt, es war doch ein Geschenk von der Oma! #finger



    ich wär nie auf die idee mit dem abkaufen gekommen, find ich auch nicht gut und irgendwie sehr "kapitalistisch" - etwas, was innerhalb der familie ja nicht grad von 0 auf gelernt werden sollte, meiner meinung nach, das kommt ja noch früh genug, wenn sie die ältere generation ums erbe kloppt #angst



    Also meine Eltern haben mit uns Geschwistern immer genau gerechnet. Z.B. habe ich meinen Eltern als junger Teenager mal Geld von meinem Sparbuch geliehen (war mein Vorschlag damals, das Geld stammte größtenteils von Großeltern, teilweise sicherlich auch von meinen Eltern, das Sparbuch lief auf mich) und wir haben so richtig einen schriftlichen Vertrag aufgesetzt, einen Zinssatz vereinbart (10% #angst na ja, immer noch günstiger als Dispo...) und ich habe immer die Zinsen ausgerechnet und notiert, wenn ich eine Rate bekommen habe. Das übt doch auch für später.
    Als ich dann für meinen letzten Umzug Geld brauchte, hat mein Papa mir das geliehen (zinslos #love ), ich habe brav jeden Monat 50 Euro zurückgezahlt nd irgendwann hat er mir den Rest erlassen ( 8o ). Freiwillig, ich hatte nicht danach gefragt.
    Jetzt wird die Ausbilderungsversicherung meiner Schwester ausbezahlt und weil deutlich mehr dabei rumgekommen ist als bei den gleichen Versicherungen für uns ältere Geschwister, bekommen wir jeweils noch was davon ab. Unser Vater, der die Versicherungen abgeschlossen und gefüttert hat, hat uns das mit der Begründung + konkreten Beträgen so vorgeschlagen und wir waren alle einverstanden.


    Ich habe von meinen Eltern den Grundsatz "gute Freunde - strenge Rechnung" gelernt, und das hat bei uns bisher auch gut funktioniert. Wir sind grundsätzlich genau und gerecht und reden offen über Geld, und dann haben wir uns lieb und können es uns - auch emotional ! - leisten, ganz freiwillig großzügig zu sein. Obwohl wir Geschwister als Kinder durchaus Konkurrenten waren und uns um alles mögliche geprügelt haben - um Geld ging es nie. Wir haben immer gemerkt, dass unsre Eltern sich total Mühe gaben, da eine gute Balance zu finden zwischen zahlenmäßiger Gerechtigkeit und Geld dahin geben, wo es gerade gebraucht wird.


    Heute verstehen wir Geschwister uns viel besser als früher und ich bin derzeit ganz optimistisch, was das Erbe angeht. Falls überhaupt was übrig bleibt, werden wir sicherlich eine wie auch immer geartete einvernehmliche Lösung finden (und hoffentlich noch lange nicht finden müssen). Da haben wir auch ein gutes Vorbild in meine Mama und ihren Geschwistern, die eine schwierige Erbschaft mit Geduld und Spucke (und nervigen einmischenden Ehemännern auf allen Seiten #augen ) gut gemeistert haben. #top



    So *steigt vom Podest*


    Zur eigentlichen Frage: ich denke, man kann das so oder so handhaben. Ich meine, dass Fahrräder bei uns tendenziell "so" weitergegeben wurden, meist in Verbindung mit einem größeren Rad für das größere Kind. oder es wurde jedenfalls kommuniziert, dass das kleinere Rad gegen ein größeres eingetauscht werden würde. Bei den Spielsachen gab es sowohl die, die weitergegeben wurden (z.B. viele Bücher - da habe ich mir dann einige, die mir doch sehr am Herzen waren, irgendwann "zurückgeklaut" oder für mich alleine nachgekauft), als auch die, die eher bei einem Kind blieben. Rein gefühlt würde ich sagen, dass mein Vater eher dazu neigte/geneigt hätte, ggf. solche Eigentumsgeschichten mit uns zu thematisieren und meine Mutter eher mal zu "das macht man so und so" tendiert hätte. Er hätte dann vielleicht nicht zwingend Geld angeboten, aber z.B. gesagt, wie findest du es, wenn es ein neues Rad gibt und dafür bekommt dein Bruder das alte demnächst.


    Wenn ich das richtig verstehe, hatte das ältere Kind ja einen konkreten Wunsch, der so erfüllt werden konnte, und die Alternative wäre gewesen, ihm den Wunsch als Geschenk zu erfüllen? Dann isses doch eigentlich für die Eltern kein schlechtes Geschäft. :D


    Ich wäre vielleicht sogar noch einen Schritt weiter gegangen und hätte gesagt: das Rad ist so und so viel wert, ich würde dir 5 Euro weniger geben, und dann ist es ein gemeinsames Geschenk von uns Eltern und dir für dein Geschwisterchen. Und dann machen wir richtig einen mehrseitigen schriftlichen Vertrag mit Unterschriften und Fingerabdruck und eine feierliche Übergabe. #ja :D #hammer

    • Offizieller Beitrag

    hier wandern die sachen im grunde auch "einfach" nach unten, wobei - so ganz stimmt das nicht. als der kleine nämlich irgendwann ein größeres fahrrad brauchte, die große ihres aber eigentlich noch ein jahr lang hätte fahren können, hat die große zum geburtstag ein neues rad gekriegt. der kleine sollte das alte rad dann eigentlich (ein bisschen aufgepeppt und geputzt ;) ) zu ostern kriegen, die große schwester hat es ihm aber genau drei minuten nachdem sie ihr neues rad hatte, geschenkt. #herzen


    es ist schon ein bisschen unfair mit dem vererben. der kleine (9) hat neulich mal ziemlich gemockert, dass er "immer nur" geerbte sachen kriegen würde. dafür kriegt er sie oft aber wenn es nötig ist, denn sie sind ja "da", während die große (13) dann eher anlassgemäß beschenkt wird - und schon auch mit blick darauf, dass es auch kleiner-bruder-tauglich sein muss. hat er inzwischen auch eingesehen und im grunde sind sie allerdings auch beide recht entspannt und eher großzügig veranlagt, was das "gönnen" angeht. #herzen


    allerdings haben wir schon drauf geachtet, dass der kleine manchmal sachen gekriegt hat, für die er eigentlich noch zu klein war, die dann aber "seins" waren und nicht der großen schwester gehörten - so dass sie auch mal "fragen" musste und nicht alles irgendwie automatisch ihr gehörte.

  • Bei uns wird grundsätzlich weitergegeben, ABER bei Geschenken hört das auf. Geschenke können meiner Meinung nach nicht so einfach zurück gefordert werden. Deshalb bin ich für die Lösung von Elternteil A. Kein Kind sollte gezwungen werden Eigentum verschenken zu müssen, ich denke das führt zu schlechter Stimmung zwischen den Geschwistern.

  • Interessant, wir hatten dieselbe Diskussion.
    Ich habe mich schon gefragt ob es dabei eine Rolle spielt, wo man selbst in der Geschwisterreihenfolge steht, so man denn Geschwister hat.


    Ich bin die Älteste von drei Kindern und tendiere zu Elternteil A. Ich finde den Gedanken nicht schön dass die Kleine Sachen, die der Große als Geschenk bekam, einfach so kriegt.
    Mein Mann, jüngstes von vier Geschwistern, sieht es wie Elternteil B.


    Letzten Endes machen wir es mal so mal so. Der Fuhrpark wird eher weitergegeben ohne Gegenleistung, aber für seine Duplosteine hat der Murkel ein bisschen Geld bekommen. Oder er kriegt was anderes einfach so, was er gerade braucht. Er verkauft auch schon Sachen, die ich nicht für die Kleine aufheben will, auf dem Flohmarkt und darf das Geld in seine Spardose tun, und ich fände es dann unfair wenn ich sage, das und das darfst du nicht verkaufen sondern schenkst es bitte deiner Schwester.

  • Ich finde beides hat seine Berechtigung.
    Manche Sachen können leicht an das jüngere Kind weitergereicht werden, weil das ältere sie ohnehin nicht mehr braucht und will. An anderen Dingen hängt das größere Kind aus Erinnerung und mag sie, obwohl er sie nicht mehr braucht nicht so leicht hergeben.


    Lustigerweise fiel hier die Weitergabe des Laufrads auch erst einmal schwer. Wir hatten uns damals darauf geeinigt, dass das Laufrad das jüngere Kind bekommt und für den Älteren dafür das nächstgrößere Fahrrad gekauft wird.


    Ich finde, es gibt dabei keine klare immer gültige Lösung, weil Gegenstände ja auch teilweise einen ideelen Wert für den Besitzer haben. Zum Beispiel ist es bei uns so, dass zu kleine Kleidung vom Geschwisterkind weitergetragen wird. Als der Große allerdings aus seinem Lieblingspulli rauswuchs, wollte er diesen nicht abgebeben und so ziert er heute die Kinderzimmerwand und ist weiterhin eine schöne Erinnerung.

  • Ich habe die Antworten nicht gelesen, aber:


    ich finde die Idee mit dem Abkaufen toll und werde vorschlagen, das bei uns auch so zu handhaben. Wir haben auch immer und ewigen Streit um Dinge, die der Große einfach nicht mehr braucht, aber doch nicht mit der Kleinen teilen will. Das scheint mir eine sehr gute Idee zu sein - und so kann ich ihn auch langsam an das Verwenden von Geld heranführen.


    Tolle Idee :)

    You never forget a person who came to you with a torch in the dark.

    • Offizieller Beitrag

    Elternteil B sagt: Das Rad hätte Knöri kostenlos hergeben müssen. 1.) ist er zu groß für das Ding, 2.) hat er ein Fahrrad, 3.) ist es einfach überall auf der Welt üblich, dass große Geschwister ihre Sachen an die kleinen Geschwister vererben. Da wird nicht gefragt, das wird gemacht. 4.) erziehen wir unser Kind auf diese Weise zu einem Menschen, der nichts ohne Gegenleistung tut. 5.) ist nicht einzusehen, warum die Familie den selben Gegenstand zweimal bezahlen soll. 5.) hat Elternteil B nie eine Entschädigung bekommen, wenn es dem Geschwister zu klein gewordene Fahrräder abtreten musste.


    mach das mal bitte mit z.b. smartphone von elternteil B, wenn er/sie ein neues bekommt. wenn es so gemacht wird...


    ich komme aus einer riesengroßen familie, in der ich sachen in der 3. oder 4. generation getragen hab und es nie ein problem war. allerdings durften meine cousinen ihre geliebten sachen auch behalten, wenn sie dran hingen obwohl sie nicht mehr tragen könnten und ich aber sie gut gebrauchen könnte. oder meine schwester und meine jüngere cousine müssten auf die sachen verzichten, die ich nicht abgeben wollte.



    Ich finde, das sollte man nicht so dogmatisch sehen. Man kann Sachen prima vererben, wenn es denn für alle passt. Ich finde es aber auch vollkommen in Ordnung ein persönliches Geschenk von Oma, das mal heiß geliebt war abzukaufen und dann dem Jüngeren zu schenken. Speziell, wenn man das finanziell als Eltern verkraften kann (wenn es da eng ist, hat man oft ja gar keine echte Wahl).


    #ja


    bei uns gab es solche fahrzeuge sehr wohl zum geburtstag, weil die beiden im sommer geburtstag haben. allerdings immer gebraucht. damit spart man erstens, zweitens ärgert man sich nicht, wenn kids diese nicht sehr pfleglich behandeln. damit bestünde bei uns die möglichkeit dem jüngeren kind auch ein gebrauchtes laufrad zu besorgen und für eine weile zwei in der garage stehen zu haben.


    was kapitalistisch betrifft: unsere kinder dürfen ihre sachen verkaufen, wenn sie unbedingt etwas anderes haben wollen, was wir denen aber (im moment) nicht ermöglichen können/wollen. dasselbe mach ich doch auch. damit lernt man auch mit geld umzugehen.


    nun wissen elternteil A & B von gegenseitigen argumenten und sichtweisen bescheid und können es in der zukunft besser machen 8o

  • hier läuft es indirekt ähnlich, wie bei eurem verkauf.


    die kinder geben die spielsachen untereinander weiter, gerade so dinge wie laufrad/fahrrad usw. dafür ist mit den großeltern abgemacht, das die älteren kinder teurere geschenke bekommen, also die kleinen, weil die kleinen ja im grunde kein neues spielzeug brauchen ist ja alles von den großen da. wir selbst handhaben das auch so.


    manchmal gibt es jetzt diskussionen mit kind 1 deswegen, die nicht bis zum nächsten fest warten will. bis sie ein gewünschtes spielzeug erhält und deshalb was von ihren sachen verkaufen will. anderseits will sie auch nicht auf die größeren geschenke zum fest verzichten. zwickmühle, man kann halt nicht alles haben.


    außerdem sind für mich dinge wie laufrad/fahrrad eher dinge des alltäglichen gebrauchs, wenn es gerade passt, dann gibt es das auch mal zum geburtstag, aber wenn es eher oder später benötigt wird, dann kaufe ich das auch einfach so. wie schuhe halt auch, da würde ich auch nicht bis zum geburtstag warten.


    ich habe auch schon ein zweites bzw. drittes laufrad gekauft, einfach weil das laufrad von kind 1 für kind 2 (das einfach langsam wächst) viel zu groß war. und dann später noch ein größeres laufrad gekauft, so das die drei jüngsten jetzt jeder ein laufrad haben, auch wenn zwei davon schon länger fahrrad fahren können. wir nutzen das halt für ganz unterschiedliche zwecke/situationen.

  • Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das Laufrad (oder später Fahrrad) dem älteren Geschwister abzkaufen. Das ältere Geschwister wäre allerdings auch nie auf die Idee gekommen und hat seine Sachen immer bereitwillig weitergereicht. Der Jüngere wiederum hat gar keine Probleme damit, abgelegte Fahrzeuge ohne Entschädigung an seine Cousinen weiterzureichen. Ich glaube nicht, dass die Kinder ihr Spielzeug schon so als "materielles Eigentum" betrachten, das einen gewissen Geldwert hat, der ihnen gehört - und eigentlich möchte ich das auch nicht befördern.
    Etwas anderes wäre es, wenn der Ältere zwar eigentlich aus einem Spielzeug herausgewachsen ist, aber dennoch daran hängt und auch noch damit spielt. Dann wird es natürlich nicht vererbt, sondern bleibt seins.
    Nun ist in unserem Fall der Altersabstand größer und die Fahrezuge etc. sind meist schon eine ganze Weile nicht mehr in Nutzung, daher ist es vielleicht auch nochmal unproblematischer. So gesehen war es vielleicht von Elternteil A doch eine ganz geschickte Lösung, die einen Neukauf verhindert hat. Das muss ja jetzt nicht immer so gehen, aber in dem Fall war es vielleicht am besten - ich würde wohl auch versuchen, das nicht so dogmatisch zu sehen.

    Liebe Grüße von Kris (1974) mit großem Sohn (1/2002) und kleinem Sohn (5/2007)

  • Unsere beiden sind 3,5 Jahre auseinander. ist die Große rausgewachsen (etwa Laufrad, Fahrrad...) dann hat es selbstverständlich der kleine. Das gibt es dann aber auch nicht zum Geburtstag sondern "einfach so". Wenn sie sich mal streiten heißt es schon "Das ist meins" "Nein, jetzt meins"... Aber ich finde es schon selbtverständlich. Allerdings, wenn die Sachen dann mal bei Ebay-Kleinanzeigen landen, bekommt bei uns der ursprüngliche Besitzer das Geld in die Spardose.

  • bei uns werden Fahrräder, Kickboards etc. nach Bedarf gekauft (nicht zu Weihnacht oder Geburtstag) und auch nach Bedarf weitergegeben. Das meiste Spielzeug wird auch einfach weitergegeben. Wenn nun aber ein Kind sich mit mühsam Erspartem etwas kauft und es dann der jüngere will wird auch schon mal was abgekauft, respektive darf sich dann das Kind etwas anderes kaufen auf unsere Kosten.
    Wenn der Kleine Sachen auf dem Flohmarkt verkauft die früher mal den Älteren gehört haben wird das Geld aufgeteilt.


    Exakt so läuft es hier auch. #ja

    Nr. 1 Sommer 06 - Nr. 2 Herbst 08 - Nr.3 Frühling 11 und Nr. 4 Herbst 13 #herzen

  • Unsere Kinder haben dicht hintereinander Geburtstag und die Fahrrädern wurden zu diesem Anlass vererbt, das größte gebraucht gekauft mit dem Hinweis, das es auch vererbt werden soll. Die zwei kleineren räder wurden in die fahrradwerkstatt geschafft. Wobei das Baby das fahrrad erst mit 3,5 Jahren nutzen kann #pfeif


    Da alle beide nach den Geburtstagen wieder ein Fahrrad hatten, war es für alle ok. Ich finde das mit dem verkaufen aber auch nicht tragisch. Ich hatte dem Großkind mit 5,5 auch das Laufrad abgequatscht. Ob es dafür etwas bekommen hat, weiß ich allerdings nicht mehr. Es wurde aber fröhlich übergeben und ist mittlerweile für beide ein Relikt der Vergangenheit, obwohl das Mittelkind erst 4,5 ist.

  • Die beiden Großen sind so knapp auseinander, das die gleichen Interessen bei Spielzeug, Fahrzeugen usw. bestehen. Die Dinge, bei denen es relevant ist, haben wir doppelt, z. B. haben beide gleichzeitig ein Fahrrad bekommen (ebenso zuvor Bobby Cars, Laufräder usw.). Das einzige, was zwischen den beiden vererbt wird, ist Kleidung, weil sie eine Kleidergröße Unterschied haben.


    Spielzeug usw. aus dem die beiden Großen rausgewachsen sind, wandern automatisch zum Kleinen. Entweder bekommt er es gleich oder es wird zwischengelagert, bis er so weit ist. Der Kram, der mal den Geschwistern gehört hat, wird ihm nicht "offiziell" geschenkt (also als Geburtstagsgeschenk o. ä.), er bekommt es einfach so. Zu Geburststagen, Weihnachten usw. hat er im Vergleich zu den Geschwistern wenig bekommen bis jetzt, weil eben die ganzen Standardsachen schon da sind.


    Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt, wenn sie älter werden.

    Liebe Grüße, Lillian

    "Okay Hazel Grace?"

  • Ob das Kind aufrechnet oder nicht, ist imho eher eine Charakterfrage. Ich kenne hier in der Nachbarschaft ein Mädchen, das wirklich recht materialistisch eingestellt ist und immer alles gegenrechnet - ist das älteste von drei Geschwistern, die anderen beiden sind großzügiger. Se war aber schon immer so...
    J. ist an sich jemand, der bereitwillig teilt, unterwegs auch anderen was spendiert, generell kein Problem damit hat, S. etwas zu überlassen, wofür sie "zu alt" ist. Bei ihr besteht also im Zweifelsfall eher die Gefahr, daß sie zu viel auf die anderen und zu wenig auf sich selbst achtet. Deswegen haben wir unsere Vererblösung überdacht, als von J. um Weihnachten rum der Spruch kam, daß es eigentlich etwas unfair wäre, wenn S. alles von J. und dann auch noch neue Sachen bekommt. Eben weil es uns irgendwo wichtig ist, die Kinder möglichst gerecht zu behandeln - das haben meine Schwiegereltern auch getan, da wurde auch später im Studium usw. sehr drauf geachtet, daß die Kinder das gleiche bekommen finanziell, nach dem Tod des Schwiegervaters gab es auch Null Streitigkeiten, weil es schlicht keinen Grund dazu gab.

    LG H. mit J. (volljährig) und S. (Teenie)

  • Bisher wurde hier auch einfach vererbt. Neue Sachen gibt's schon mal zum Geburtstag, gebrauchte stehen einfach zur Verfügung. Wobei ich dem zweijährigen auch schon mal ein gebrauchtes Laufrad zum Geburtstag aus dem Keller geholt hab. Das war dann aber nicht das hauptgeschenk.
    Insgesamt bekommen unsere Kinder aber eh recht viel, auch zwischendurch, die können sich nicht beschweren. Bei den kleinen fällt mir oft gar nix ein, was sie zum Geburtstag oder weihnachten bekommen könnten.

  • Ich hab nur ein Einzelkind, komme aber selber aus einem 8köpfigen Haushalt.
    Alles Spielsachen waren hier Eigenbesitz, ob was an die Geschwister weitergeben wurde, durfte der Eigner bestimmen aber dafür kein Geld verlangen (war auch nie die Diskussion). Wir durften auch nach Wunsch unsere Sachen auf dem Flohmarkt verkaufen. Der Eigentümer durfte auch immer bestimmen, ob die anderen damit spielen durften. Brettspiele waren immer Gemeinschaftsgeschenke und in Obhut meiner Eltern.
    Alle Fahrgeräte gab es nie als Geschenk zum Geburtstag sondern als Gebrauchsgegenstand, also Roller, Dreirad, Fahrrad, Laufrad wurde bei Bedarf gekauft und dann weitergegeben, wenn es von der Größe nicht mehr paßte. Damit konnte auch jeder gut leben. Zwei meine Geschwister waren nur 1 Jahr auseinander, da gab es manchmal was doppelt, wurde dann halt gebraucht gekauft.

  • Wenn der Herzenswunsch des Kleineren ein Laufrad gewesen wäre hätte ich ihm eins gekauft. Nicht das des Bruders. Wenn es kein Herzenswunsch war hätte ich dem Kleinen was ganz anderes geschenkt und deauf gehofft, dass sich die Benutzung des Laufrades unter Brüdern regelt.


    da unterschreib ich faul.


    aber bei uns ist der Altersabstand zu knapp - da ist die Überlegung rein hypothetisch!