Zu wenig Schlaf auf Dauer gefährlich?

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  • Hallo ihr Lieben,

    ich lese immer wieder, dass es nicht gesund ist, wenn man zu wenig Tiefschlaf abbekommt.

    Da unser Stubsi uns ja noch nie lange am Stück schlafen lassen hat und es teilweise wirklich extrem ist (so dass ich eigentlich fast gar keinen Schlaf bekomme), frage ich mich nun, ob das evtl. irgendwann schädlich für meinen Körper ist?

    Hat da jemand Erfahrungen? Oder seid ihr alle auch nach 2 oder 3 Jahren mit extremen Schlechtschläfern ganz "normal" gesund gewesen?

    Vielen lieben Dank für euer Feedback #danke

  • Um deine Frage kurz und knapp zu beantworten:

    JA - es ist gefährlich. Und NEIN - ich bin nicht mehr gesund gewesen.

    LG Ditta

    Alles, was einmal war, ist immer noch. Nur in einer anderen Form. (Hopi-Weisheit)


  • Ich denke schon das es sehr anstrengend für den Körper ist und wohl auch schädlich.

    Ich schlafe jetzt seit etwa einem Monat zum ersten Mal seit fast 5 Jahren durch.
    Mir ging es zeitweise nicht gut, starke Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Konzentrationsschwäche.
    Belastbar war ich in extremen Zeiten auch nicht mehr. Ich habe auch mein Schlafdefizit noch lange nicht ausgeglichen.

  • Das ist eine gute Frage, über die ich auch schon oft nachgedacht habe und über eine wissenschaftlich fundierte Antwort würde ich mich freuen!

    Kann Dir nur aus meiner Beobachtung mit nun 19 Monaten Schlafmangel berichten: man gewöhnt sich dran und der Körper kann mehr ab, als man vermutet. In ganz extremen Phasen, in denen ich auch tagsüber nicht verschnaufen kann, habe ich aber öfter mal Kopfschmerzen und bemerke auch eine höhere Infektanfälligkeit (kann aber auch daran liegen, dass der sonstige Lebensstil dann nicht allzu gesund ist - wenig Zeit für Bewegung, gerne mal Fast-Food etc.).

    Und es gibt ja die Theorie, dass sich - wenn man mit dem Kind zusammen schläft - die Schlafphasen synchronisieren, man also zwar quantitativ weniger Schlaf bekommt, aber doch alle Schlafphasen "mitmacht". Ob das stimmt, keine Ahnung, aber ich persönlich bin immer wieder erstaunt, mit wie wenig Schlaf ich auskommen kann. Aber ob das auf Dauer, über mehrere Jahre hinweg, nicht doch Spuren hinterlässt, wird sich zeigen...

    Edit: ich glaube aber, man kann das nicht verallgemeinern, es kommt auf das individuelle Schlafbedürfnis und auch die sonstigen Lebensumstände an. Ich benötige z.B. recht viel Schlaf, es gibt ja auch Menschen, die mit 5 Stunden insgesamt über die Runden kommen. Und wenn die Psyche oder die Gesundheit eh angeknackst ist, dann tut Schlafmangel sicher schnell ein übriges...

    Kinder erfordern ein dickes Fell - aber ein ganz weiches

    Einmal editiert, zuletzt von Lametta (15. Juni 2014 um 13:56)

  • Ich kann auch nur sagen, das es auf Jahre nicht gesund ist.

    Anders zu den Mamas hier, waren meine schon groß. Ich bin aber 10 Jahre lang für meinen Mann bis nachts ein Uhr aufgeblieben und habe den geweckt. Bis der aus dem Bett war konnte es auch schon mal zwei Uhr werden, dann um sechs morgens wieder raus.

    Irgendwann entwickelte ich eine Sinustachykardie, die Insulin resistenz und körperlich/nervlich ging es mir alles andere als gut.

    Ich habe das dann geändert und bin nicht mehr aufgeblieben, seitdem geht es mir wieder gut.

    MeinFazit: Schlafmangel haben ghet eine Zeitlang, aber dann sollte man schon gucken, das man was an der Situation ändert.

  • Ditta, in wie fern hast du das gemerkt? Wie lange ging das gut?

    Oh je, das hört sich bei euch anderen aber zum Teil auch nicht gut an :(

    Ich habe mich mittlerweile auch schon gut an den Schlafentzug gewöhnt. Allerdings merke ich es dann doch nach wirklich schlimmen Nächten wie wir sie momentan haben, dass ich ganz schön erschöpft bin. Momentan (nach ca. 1 Jahr undurchschlafender Nächte) habe ich aber nur Konzentrationsstörungen und halt ab und an starke Müdigkeit. Ich bin selber überrascht, dass ich kaum Kopfschmerzen o.Ä. habe #gruebel

    Dass sich die Schlafrythmen aneinander gewöhnen habe ich natürlich auch schon gelesen. Ich habe aber das Gefühl, dass sich mein Schlafrythmus dem meines Babys anpasst und nicht andersrum - bei euch auch? Ich habe nämlich viel mehr REM Schlaf als Tiefschlaf (oder mir kommt es nur so vor).

  • Inga, es wird sicher besser werden, aber vielleicht kannst Du Dir Zeiten einrichten, in denen Du auch tagsüber mal schläfst? Vielleicht auch in Richtung Mutter-Kind-Kur denken?

    Auf Dauer ist es sicher nicht gesundheitsfördernd, ich denke aber, dass das mit der Resilienz/Vulnerabilität der/s Einzelnen sehr eng verknüpft ist, manche packen es einfach so weg, manche kommen mehr oder weniger gut, aber immerhin klar, manche werden krank, bekommen Depressionen oder eine erhöhte Infektanfälligkeit etc.

    Wichtig finde ich: Wie geht es Dir damit? Wie realistisch ist für Dich, dass Du Dir Sorgen machst? Wie ist Deine Lebensqualität? Und wenn es Dir nicht gut geht, was kannst Du tun, damit es Dir besser geht?

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.

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    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ja, bei mir hat sich das irgendwann schon ausgewirkt.
    Ich neige ohnehin zu Migräne, in diesen Zeiten kam sie häufiger und z.T. auch stärker. Erkältungen zogen sich sehr lange hin und ich war zittrig.
    Die körperlichen Auswirkungen waren eine Seite, die nervlichen Folgen etwas anderes. Dauerhaft sehr wenig Schlaf zu bekommen machte mich ungeduldig, gereizt und ich war manchmal richtig aggressiv.
    Deswegen kann ich dir nur raten, auch tagsüber diverse Situationen zu nutzen und dich mit dem Kleinen hinzulegen, ihn mal mit der Oma/ Papa loszuschicken und den Haushalt links liegen zu lassen. Stattdessen lieber mal schlafen oder wenigstens ausruhen!

    Rechtschreibfehler und merkwürdige Wortkreationen handybedingt ;)

  • Schwierige Frage. Denn ich denke schon, dass es auch natürlich ist als Mutter sich nach dem Kind zu richten und das wir dafür auch ein Stück weit gerüstet sind. Andererseits muss man das sicherlich nicht in der extensivsten Form über einen langen Zeitraum mitmachen. Für mich war die Zeit einer Änderung immer so mit ca. 20 Monaten gekommen, weil meine Kinder mir dann kognitiv folgen konnten, was ich von ihnen erwarte. Das kann bei anderen Kindern ein anderer Zeitpunkt sein.

    Ich würde sagen, es ging mir weniger gut in dieser Schlafentzugszeit.
    Beim 1.Kind konnte ich das aber in der Regel noch sehr gut ausgleichen durch längeres schlafen. Sprich: abends um 22 Uhr auch ins Bett und wir haben tlw. bis 9 Uhr morgens im Bett verweilt. An solchen Tagen war ich dann fit wie immer. Da schienen sich die Schlafphasen halt anzupassen. Ich sehe eher keine Auswirkungen auf meinen Körper.
    Anders war es aber beim 2.Kind, denn da war ja dann Kind 1 früher wach und ich konnte nicht die Nacht einfach verlängern. Mein Mann hat mich zwar am Wochenende oft schlafen lassen, aber es war eben keine so enge Schlafsymbiose mehr wie bei Kind 1. Da waren die Auswirkungen dann auch ganz anders und ich bekam nach 1 Jahr eine Depression. Ob das nur daran lag, würde ich bezweifeln, aber es war bestimmt ein Faktor mit.

    Ich bin daher eigentlich der Meinung, dass man mit Baby die Nächte schon anpassen muss. Sprich: früh ins Bett, lange genug im Bett bleiben können. Das passt nur nicht gut mit der Berufstätigkeit zusammen, mit weiteren Kindern zusammen etc. Daher würde ich sagen: Ja, ein dauerhafter Schlafentzug kann krank machen ohne entsprechende Strategien.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

    Einmal editiert, zuletzt von Miriam (15. Juni 2014 um 14:47)

  • Ich schlage mich schon seit bald sechs Jahren mit Schlafmangel herum und es hat definitiv seine Spuren bei mir hinterlassen. Ich sehe zum einen echt schlimm aus: immer blass, immer dunkle Ringe unter den Augen, Tränensäcke. Zum anderen bekomme ich davon Probleme in Form eines Reizmagens / Reizdarms. Ich habe seit ich Kinder habe insgesamt 15 kg abgenommen.

    Mein Immunsystem ist auch nicht mehr das beste, so dass ich recht Infektanfällig geworden bin.

    Von den Nerven reden wir erst gar nicht....

    Aber es ist erstaunlich, wie lange man trotzdem funktioniert.

    Gähnende Grüße! ;)

  • @Meerkat: 6 Jahre!!! 8I  #kreischen

    Fiawin: Ja also mir geht es momentan damit noch relativ gut. Mich nervt es nur halt generell, dass sich der kleine Bub nur durch die Brust oder herumhopsen nachts beruhigen läßt und ständig wach wird. Meist kann ich die Situation gut annehmen und mich arrangieren (ich tue das ja auch gerne für den Kleinen und weiß, dass es irgendwann besser wird und die Zeit auch nicht wieder kommen wird - also dieser intensive Kontakt). Aber wenn es halt ganz schlimm ist bin ich schon ziemlich genervt und motze ihn dann auch richtig an. Da er sehr sensibel ist, schockiert ihn das und er weint dann natürlich. Ich möchte natürlich auf keinen Fall ein unsicher gebundenes Kind haben, dass evtl. Angst vor mir hat oder mich nicht einschätzen kann #schäm Aber auf lange Sicht werde ich wohl definitiv etwas daran ändern müssen.

    Miriam: ich hoffe auch, dass Stubsi mit zunehmendem Alter auch mehr Verständnis hat und ich dann besser meinen Standpunkt rüber bringen kann und dann natürlich auch standfester sein kann. Noch traue ich mich da nämlich nicht ran #pfeif

    Ich merke es halt auch, dass ich dann ziemlich schnell gereizt bin und natürlich meine Mitmenschen auch schneller anfahre, ungeduldiger bin und mich auf mein Gegenüber nicht richtig einlassen kann. Das tut mir dann immer selber weh ;( Auf der anderen Seite merke ich es auch, dass mir mein Körper nach so mancher durchwachter Nacht auch ziemlich weh tut und ich dann unter Verspannungen und Rückenschmerzen leide.

    Und Freiräume versuche ich mir so weit es geht zu schaffen. Mein Mann nimmt den Kleinen öfters mal und ich kann was für mich machen. Aber ich kann einfach tagsüber nicht schlafen bzw. brauche schon eine Std. um überhaupt einzuschlafen - daher verzichte ich dann darauf meist generell. Oder kann man Power Napping lernen? #gruebel
    Mich abends mit ihm gleich hinlegen tue ich sowieso schon von Anfang an, weil ich das wirklich auch brauche.

  • Mich nervt es nur halt generell, dass sich der kleine Bub nur durch die Brust oder herumhopsen nachts beruhigen läßt und ständig wach wird.


    Dann hast Du ja schon eine Teillösung: FB und nächtliches Stillen nach Bedarf. #knuddel

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    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Fiawin: das machen wir ja sowieso schon von Anfang an :D Aber leider kann ich nicht im Schlaf oder Halbschlaf Stillen und werde meist komplett wach und brauche dann Zeit zum Wiedereinschlafen. Außerdem kann ich nicht die ganze Nacht auf der Seite schlafen und hinzu kommt, dass der kleine Zwerg EXTREM wühlerig und unruhig ist :S

  • Oh, das ist natürlich doof. Aber es wird besser.

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  • Mein ähnlich gestricktes Exemplar hier wird bald 3.
    Ich schlafe immer noch max 3 Stunden am Stück, oft deutlich weniger, dafür aber jede Nacht ca. 9 Stunden. Wenn ich müde bin, schlafe ich auch mittags mit.
    Das ist für mich einigermaßen ok.
    Ich kann mit Schlafmangel einigermaßen gut umgehen.

    Im Alter von eurem Knirps hatten wir hier auch die erste Extremstphase.
    10 mal wach pro Nacht war das Minimum.
    Als er Laufen konnte wurde es deutlich besser.

    Wenn du eh richtig wach wirst, geht es dann vielleicht ihn schlafend in ein Beistellbett zu legen? Dann wäre das bisschen Schlaf für dich wenigstens ruhiger.

    LG
    Brina

  • Ja, das war hier auch so. Vielleicht tröstet es dich ein bisschen. Ich fand die Nächte im 2.Lebensjahr auch nicht toll, aber am allerschlimmsten war es zwischen dem 9. und 12 Monat.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)