Zu wenig Schlaf auf Dauer gefährlich?

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org
  • Bei meiner Tochter war es echt am schlimmsten als sie so neun/zehn Monate war. Danach wurde es aber besser, so ab 1,5 ist sie nur noch ein bis zweimal in der Nacht aufgewacht. Mittlerweile ist sie drei und wacht nur noch einmal auf - und meistens während ich noch wach bin, so gegen elf und schläft dann bis um sieben. Es kann echt besser werden und muss nicht auf jahrelangen Schlafentzug hinauslaufen.

    Vielleicht kannst du das Kind mal am Wochenende in der Früh deinen Mann oder so machen lassen und einfach morgens richtig ausschlafen? Das hat mir immer geholfen!

  • Ich kann auch bei Einigen unterschreiben.
    Die ersten zwei Jahre waren schlaftechnisch bescheiden. Sehr. Und haben eine Depression begünstigt. Tagsüber hatte ich Konzentrationsschwächen, Gedächtnisstörungen, war gereizt und z.T. aggressiv. Mein Studium musste ich trotzdem irgendwie durchziehen.

    Für unsere Familie war die einzige Lösung: auf Flasche umzustellen, so dass mein Partner jede zweite Nacht komplett übernommen hat und wir getrennt geschlafen haben: einer beim Kind mit ´Nachtdienst´, der andere hat ungestört schlafen können. Anders war es nicht mehr machbar.

    Richtig erholt habe ich mich von dieser Zeit nicht mehr, zumal unser Kind nachts immer noch unruhig schläft und viel im Schlaf spricht, zumeist sehr laut. Somit werde ich immer noch fast jede Nacht geweckt, aber nicht mehr so häufig. Mein Kind wird bald 6.

    Mit großem Kind (2008) und kleinem Kind (2018)


    Meist vom Handy aus im Forum unterwegs. Tippfehler sind garantiert.

    Einmal editiert, zuletzt von susali (15. Juni 2014 um 20:27)

  • Hier waren es etwa 9 Jahre Schlafchaos (durchgängig wegen panikschiebendem Schnupp in Verbindung mit arbeitstechnischem Frühaufstehen, Schnüppchen machte nur eine kleine Welle zwischendrin). Dabei ging es mir erstaunlich gut. Schwer krank geworden bin ich erst ein Jahr danach und ich glaube nicht, dass da noch viel Zusammenhang bestand.

  • Zitat

    8I Wegen deiner Tochter? Puh, du Arme.
    Ich dachte echt irgendwann schläft jedes Kind durch.

    Jepp, wegen des inzwischen 10jährigen Tochterkinds.
    Traumatische Geburt (für uns Beide), 24h Baby, KISS erst im Grundschulalter vernünftig behandelt, ab Kindergartenalter Bauchweh wegen Nahrungsmittelunverträglichkeit, erst mit 9 Jahren korrekte Diagnose und damit Bauchwehfrei.

    Doch, es wurde und wird kontinuierlich besser. Wenn Übernachtungsbesuch da ist, brauch ich mich nicht kümmern, es gibt auch einzelne Nächte, wo das Kind alleine im eigenen Bett bleibt.
    Seit der korrekten Diagnose und der speziellen Diät bewegen sich hier Welten! Es wird besser. Echt.

    Mein Mantra: spätestens mit 16 kuschelt sie lieber mit Anderen!

    Mir stecken diese wirklich anstrengenden Jahre ganz deutlich in den Knochen.
    Mein Kind hat ja offensichtlich auch sehr gelitten. Ich hoffe, das gelindert zu haben und sie auf einen guten Weg gebracht zu haben.

  • Hier auch jahrelanger Schlafmangel, zumindest am Stück schlafen war Mangelware und danach hatte ich lange Schlafprobleme .
    Dazwischen bin ich mal im Krankenhaus gelandet, weil ich die Treppe runtergestürzt bin, ohne wirklich wach zu sein. Ein Kind hat ein Piep gemacht und mein Körper hat sich selbstständig in Richtung Kinderzimmer bewegt, hat leider die falsche Ausfahrt genommen.
    Wach geworden bin ich erst beim Aufprall.

  • Bei mir hat sich der exzessive Schlafmangel bereit nach ca. 9 Monaten bemerkbar gemacht. Allerdings hat mein Jüngster mich auch leider nur 1-2 Stunden täglich schlafen lassen. Das war echt richtig doll hart. Ich hab ganz viele Fehler gemacht. Salz statt Zucker und so und war nicht mehr fahrtüchtig. Ich bin wie volltrunken gewesen nachher und sehr sehr aggressiv gewesen. Ne fette Depression hatte ich und mein Kohlenhydrathaushalt war völlig von der Rolle. Und erst, als ich mit ner Herzattacke in die Knie gegangen bin, hat mein Mann überhaupt erst geschnallt, WIE schlecht es mir geht. Er war auf Montage und hat vieles gar nicht mitbekommen. Er hat am WE immer versucht, dass ich wenigstens noch mal irgendwie ne Stunde Schlaf kriege, aber der Kleine hat soviel geschrien die ersten 7 Monate und keiner konnte was finden... Er war nur ruhig, wenn er an meiner Brust hing. Und irgendwann konnte ich in diesen Zwangshaltungen auch nicht mehr schlafen, weil alles schmerzte und verspannt war. Flasche und Nuckel hat der Kleine komplett verweigert. Kinderwagen auch. Tragetuch auch. Nur einfach so auf dem Arm tragen hat er toleriert.

    Mittlerweile komme ich nachts auf etwa 5 Stunden Schlaf und mein Körper erholt sich gaaaaaaaaaaaanz langsam.

    Google doch einfach mal nach exzessivem Schlafmangel. Da kommen einige Seiten dazu. Schlafmangel ist nicht so ganz ohne. Mein Mann ist schon nach 5 Nachtschichten zu nichts mehr zu gebrauchen. Und er schläft am Tag immerhin wenigstens 4 Stunden am Stück.

    LG Ditta

    Alles, was einmal war, ist immer noch. Nur in einer anderen Form. (Hopi-Weisheit)


  • Nach sechs Jahren bin ich auch am Stock gegangen und habe eine Herzrhythmusstörung entwickelt sowie Schlafstörungen. Mittlerweile schlafen beide durch, seit ein, zwei Jahren schon, aber ich kann immer noch nicht.

    Grauenhaft ist das.

  • Meine Kleine beginnt durchzuschlafen, wir haben sie nun nachts abgestillt (fast zwei). Ich bin in einer fetten Depression gelandet, habe Essattacken, bin dauerkrank, mein Blutdruck geht derzeit in die Höhe und bin dauermüde. Eigentlich wollte ich beginnen zu arbeiten, aber nun bin ich erstmal dauerkrankgeschrieben, bis ich mich wieder normal konzentrieren kann. Tagsüber sehr müde und nachts wach, das ist derzeit mein verkehrter Rhythmus.

  • Ich habe das Gefühl, dass dieses Thema ´Elternschlaf´ weitestgehend ausgelassen wird, in Vorbereitungskursen oder auch bei Hebammen oder Gyns. Ich hätte mir gewünscht auch solche Dinge gesagt zu bekommen, wie schlimm und lange schlechte Schlafphasen sein können und welche Auswirkungen die haben können. Ich war so garnicht darauf vorbereitet...

    Mit großem Kind (2008) und kleinem Kind (2018)


    Meist vom Handy aus im Forum unterwegs. Tippfehler sind garantiert.

  • Also, ich will jetzt nichts bagatellisieren und so, und eine chronische Erkrankung bei mir, die vorher verdeckt war, ist durch die Veränderung mit Kind auch erst zutage getreten (vorher recht gut kompensiert), aber man muss nun aber auch davon ausgehen, dass der Schlafmangel, der mit einem Kind einhergehen können, zwangsläufig zu einer Erkrankung führt. Ich bekomme jedenfalls den Eindruch hier, dass die TS am Ende denkt, die Depression ist unausweichlich und der Rest auch.

    Wichtiger finde ich doch, dass man schaut, was man machen kann, dass es nicht so weit kommt. Einige gute Hinweise gibt es ja schon.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.

    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Bie mir waren es insgesamt 3 Jahre (Schwangerschaft mitgezäht, da ich da imemr raus auf Klo musste und manchmal nicht mehr einschlafen konnte).
    Die ersten 2 Babyjahre hat mein Sohn nicht mehr wie 2 Stunden am Stück geschlafen, es war die Schlimmste Zeit meines Lebens. Und auch wenn mein Mann ihn mal nachts genommen, hat man ist ja als Mutter sowieso eher wach, bzw. habe ich das Kind durch tausend Türen gehört und meine Brüste auch...
    In der Zeit ging es eigentlich mit den Symptomen, außer Müdigkeit, Konzentationsschwäche, Unausgeglichenheit und Gewichtszunahme war weiter nichts. Das Schlimme fing erst an als das Kind dann regelmäßig nur 2-4 mal nachts wach wurde. Da haben sich dann Pamikattacken entwickelt und ich war manchmal die ganze Nacht wach, aus Angst das ich schlafe und das Kind eh gleich wach wird.
    Es brauchte über 1,5 Jahre bis ich das alles wieder aufgeladen hatte und nach mal einer kürzeren Nacht nicht total fertig war...
    bei uns war es aber bestimmt auch noch die Frühgeburt und das fehlende Wochenbett.

    Rat habe ich leider nciht, ausser sich mit zu entspannen wenn das Baby schläft und den Haushalt in der Wachphase des Kindes zu machen.
    Such dir kleine Entspannungsinseln.
    Obwohl, die mir persönlich über diesen großen Schlafmangel nicht hinweg geholfen haben.
    Osteopath hat auch etwas gebracht, Spannungen zu lösen, aber das ist ja immer von Person zu Person unterschiedlich.

  • Ich bin so froh das einige auch schreiben sie wurden aggressiv.
    Ich wurde innerlich auch ganz ganz heftig, ich hab teilweise nur rot gesehen und musste mich extrem zusammenreissen.

  • Hallo,

    meint ihr denn, dass man das mit ausreichend Schlaf an den Wochenenden wieder kompensieren kann?

    Mit unserer Tochter war in die ersten zwei Jahren der Schlafmangel bei mir auch sehr extrem, aber das war immer 'nur' unter der Woche.

    Samstags und sonntags hat mein Mann die Kleine immer übernommen und ich habe dann vormittags immerhin so 6-8 Stunden am Stück schlafen können, was natürlich sehr gut getan hat.

    Symptome habe ich bei mir eigentlich nicht beobachtet und deshalb frage ich mich, ob zwei gute Schlaftage in der Woche das wohl ausgleichen können.

    LG,
    murmel

  • Wichtiger finde ich doch, dass man schaut, was man machen kann, dass es nicht so weit kommt. Einige gute Hinweise gibt es ja schon.


    Nicht nur das, die Einsicht es geht uns allen besser, wenn die Person die Nachts öfters wach ist, ausgleich haben muss, geht es allen besser. Also immer schön schlafen wenn Zeit dafür da ist und selbst wenn der Mann um 18Uhr nach Hause kommt, hinlegen und Zeit nutzen.

  • Es kommt ja auch drauf an, von welcher Dauer ihr redet bzw. wie ihr AUF DAUER definiert. ICH kann nur von MEINEN Erfahrungen berichten und da handelt es sich eben um sehr krassen Schlafentzug über viele Monate - genau genommen um 2,5 Jahre. Täglich 1-2 Stunden Schlaf über mehrere Monate hinweg sind definitiv zu wenig und haben mich dann eben krank gemacht.

    Mein Großer hat bis er 4,5 Monate alt war auch viel geschrien und ich hab auch sehr wenig geschlafen, aber da war es eben nach 4,5 Monaten vorbei und er schlief 4 Stunden am Stück. Das war überhaupt kein Vergleich mit dem Schlafentzug bei meinem Jüngsten. Da war ich nach 4,5 Monaten zwar auch schon angeschlagen - sprich: ich konnte mich kaum mehr konzentrieren und fahrtüchtig war ich auch nicht mehr, aber ich hatte noch kein Herzrasen und Herzrhythmusstörungen und mein Stoffwechsel war noch nicht so entgleist. Das ging bei meinem Jüngsten los, als er so etwa 7 Monate alt war. Und vor Allem: es ging ja noch viele Monate weiter...

    LG Ditta

    Alles, was einmal war, ist immer noch. Nur in einer anderen Form. (Hopi-Weisheit)


  • Es wäre auch vorallem schön, wenn diese Auswirkungen mal allgemein anerkannt würden.
    Ich habe meistens gehört "Schlafmangel bei Eltern ist doch ganz normal" , "Mütter sind biologisch dafür ausgerüstet" und solchen blabla.
    Dass es mir richtig dreckig ging wurde einfach nicht wahrgenommen.:(

    2 Jahre lang alle 1-2 Stunden geweckt werden und dann sich um ein schreiendes, zum teil tobendes Kind kümmern müssen ist was anderes als 3-6 Monate lang mal alle 3-4 Stunden kurz wach werden zum Stillen.
    "Müde" ist was anderes als "total fertig".

    Ich hatte beides, ich kenne jetzt den Unterschied.

  • Oh je,Ditta, bei dir klingt es aber auch wirklich richtig extrem mit dem Schlafmangel :( Du arme.

    Zum Thema: mein jüngstes Kind schläft noch nicht durch, lässt sich aber mit Brust in der Nacht trösten und ich muss nicht aufstehen und schuckeln und hopsen, damit er weiter schläft. Ich bin mittlerweile im 7. Jahr der "Nicht-Durchschlaf-Phase", wobei immer mal Nächte dabei waren, in denen ich wirklich durchschlafen konnte. Auch gute Phasen, in denen ich nur 1-2mal die Nacht geweckt wurde. Und interessanterweise gehts mir ganz gut damit. Ich bin sicher, dass ich leistungsfähiger und fitter wäre, wenn ich durchschlafen würde, aber echte körperliche Auswirkungen merke ich nicht. Toitoitoi.
    Wichtig ist, dass ich genug Zeit im Bett verbringe und morgens mal den Mann mit dem Kleinen rausschicke und mich noch mal zusammenrolle und weiterschlafe.

    Zur Themenstarterin: Kannst du mittags schlafen wenn dein Kind schläft? Oder mal am Nachmittag wochenends wenn der Papa sich kümmert? Das finde ich immer wichtig: dem Partner erklären und deutlich machen, dass man Schlaf braucht, ganz dringend. Und dann darauf bestehen, dass er einem den ermöglicht. Alles liebe. Und, die Zeit wird vieles besser machen. bestimmt. #blume

  • Ja, Schnuck, das stimmt. Ich finde es auch grauslich, dass man, wenn man äußert, wie anstrengend es ist, angeschaut wird wie "Nun stell Dich nicht so an, das geht doch allen so" oder hört "Naja, das hättste Dir auch vorher überlegen können".

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.

    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Es wäre auch vorallem schön, wenn diese Auswirkungen mal allgemein anerkannt würden.
    Ich habe meistens gehört "Schlafmangel bei Eltern ist doch ganz normal" , "Mütter sind biologisch dafür ausgerüstet" und solchen blabla.
    Dass es mir richtig dreckig ging wurde einfach nicht wahrgenommen.:(

    2 Jahre lang alle 1-2 Stunden geweckt werden und dann sich um ein schreiendes, zum teil tobendes Kind kümmern müssen ist was anderes als 3-6 Monate lang mal alle 3-4 Stunden kurz wach werden zum Stillen.
    "Müde" ist was anderes als "total fertig".

    Sehe ich auch so. Und dann wundern sich alle, wieso man im Alltag nicht gut funktioniert, lange studiert, Prüfungen verhaut oder im Job Fehler macht....

    Mit großem Kind (2008) und kleinem Kind (2018)


    Meist vom Handy aus im Forum unterwegs. Tippfehler sind garantiert.

  • Ja.anerkannt sollte es werden.wobei Ja da auch wieder einzeln betrachet werden muss. Ich denke jede 2 Stunden geweckt werden mit dann nur 1,5 schlaf ist was anderes als alle 3-4 Stunden. Wobei Ja beides anstrengend ist,aber ersteres ist die Hölle,weil man Ja gar nicht mehr zur Ruhe kommt.war bei Mir auf jeden Fall so. Der Arzt meinte auch Das sei normal bla....
    Naja und stimmt tortellini,aggressiv war ich dann auch irgendwann,habe sogar so etwas mein Kind gehasst,wenn es wieder schrie.
    Und dann mich,weil eine Mama Ja nicht so empfindet...Teufelskreis.

    Es kommt auch auf Das Umfeld an,hat man Unterstützung oder hat man keine?