Die liebe Großmutter

  • Danke schön. #knuddel


    Mir hat dein Beitrag auch sehr gut gefallen.
    Vor allem das mit dem "in Stein meißeln".


    Wenn ich daran denke, was ich mir alles vorgenommen habe, wie ich es alles angehen wollte und heute muss ich den Kopf schütteln und denke: "Wie naiv war ich?" Ich hatte keine Ahnung.
    Die Lebenserfahrung lehrt es uns und jeder macht es so, wie er es am besten kann und meint. Wie es ausgeht ist immer etwas anders.


    Ich meißle auch kaum mehr was in Stein, ich weiß nun, dass ich meine Meinung ganz schnell ändern kann, wenn sich die Lebensumstände ändern.

  • Liebe Annie,


    das meiste haben meine Vorschreiberinnen ja schon geschrieben, was ich noch einmal anmerken wollte bzw. noch einmal aus persönlicher Sicht schreiben wollte:


    Vor allem beim ersten Kind hat mich diese Kritik an meinen Grundsätzen so unglaublich genervt, ich habe aber versucht es weitgehend zu ignorieren bzw. ins Lächerliche zu ziehen, das hat mir geholfen. Ein Satz meines Mannes, war dann manchmal der letzte Ausweg: "Wir haben uns in Euere Erziehung nicht eingemischt und ihr mischt Euch am Besten in unsere auch nicht ein" ;)
    Und den Schrott, den die Verwandschaft angeschleppt hat. Alles Dinge, die ich auf keinen Fall wollte. Anfangs hab ich versucht die Kaufwut in Bahnen zu lenken, aber als das nicht geklappt hat, hab ich sie gelassen. Kann doch jeder kaufen, was er will, ich muss es ja nicht verwenden (mir ist es nur schwer gefallen, weil es vieles gab, was ich dringend gebraucht hätte und die verschwenden Geld für so nen Kram). Nach und nach ist es mir gelungen, das "gut gemeint" dahinter zu würdigen. Und das kannst du bei Deiner Mutter vielleicht auch.
    Im Übrigen kenne ich so viele junge Mütter, die sich darüber beklagen, dass es bei Ihrer Schwiegermutter rein gar nichts kindgerechtes gibt, dass sie sich nicht auf das Enkelkind einstellen.... du kannst es also auch andersherum sehen und vielleicht bist du ja froh, dass alles da ist, wenn Du bei ihr zusammen mit dem Baby auf Besuch bist.


    Meine Mutter hat übrigens mal zu mir gesagt: Dass man sich als Mutter so schnell angegriffen fühlt, weil alles was die Tochter macht, den eigenen Ansatz in Frage stellt und umgekehrt. Sie wolle mich keinesfalls kritisieren und weiß, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, aber wenn ihr etwas auffällt sagt sie es einfach. Und tatsächlich gab es, obwohl ich geglaubt habe ich mache NICHTS wie sie, vieles was ich von ihr gelernt hab.

  • Liebe NordenMama,
    ich finde Deinen Beitrag auch total schön und ehrlich.
    Es ist leider so, dass man immer erst weiss, wie sich etwas anfühlt, wenn man es erlebt hat. Vorher kann man sich viel vorstellen/vornehmen, man weiss einfach noch nicht, wie es ist. Das versuche ich Freundinnen in meinem Umfeld immer zu vermitteln, wenn sie das erste Kind bekommen. Denn aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man auch schnell dabei ist, Dinge zu verurteilen, die man nicht versteht/ nicht gut findet.
    Ich hatte zB. bei einem Kind eine postpartale Depression, bei dem anderen nicht. Ein Kind habe ich lange gestillt eins gar nicht.
    Man muss seinen Frieden damit machen und am Ende machen uns ja gerade unsere Erfahrungen uns zu den Menschen, die wir heute sind.
    Und im Nachhinein sind gerade die unschönen Phasen,die, die uns wirklich vorwärtsbringen, weil sie uns zwingen, sich mit bestimmten Dingen auseinanderzusetzen und zu verarbeiten.