oGTT und die Alternativen

  • Ich hol den Thread nochmal hoch. Weil ich nicht hingegangen bin, kam jetzt ein freundlicher Erinnerungsbrief wg. Nachuntersuchung. Habt ihr alle den oGTT nach der Geburt nochmals durchführen lassen?
    Ich finde das für mich sinnlos und reine Zeitverschwendung.

    tt1c48ce.aspx
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  • nein.


    ich finde die Belastung für den körper zu gross und unnötig.


    ich messe immer mal wieder sporadisch und mache vielleicht mal tagesprotokolle, aber das zeugs schütte ich nicht runter.

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

  • Nein, ich bin auch nicht hin.
    Ich habe alles hier zu messen, einmal im Monat soll ich zwei Tagesprofile machen und die meinem Hausarzt schicken.Sollten die auffällig sein, wird der Langzeitwert gemessen und ja wenn der nicht okay ist, dann sehen wir weiter.

  • Ich hole den Thread wieder hoch. Während meiner Schwangerschaft habe ich ihn mehrmals gelesen: Er war sehr aufschlussreich und ich habe viel dazugelernt. Danke an alle, die hier ihre Erfahrungen niedergeschrieben haben. So konnte ich meine Beobachtungen gleich richtig einordnen.


    Ein paar Fragen stellen sich mir aber noch:


    1.
    Hat jemand von Euch festgestellt, dass kurz vor der Geburt (ca. 1 – 3 Wochen) die Blutzuckerwerte bereits wieder besser wurden? Ich habe nun schon einige Male in den Weiten des Internets davon gelesen und meine, einen kleinen Trend diesbezüglich in meinen Tagesprotokollen feststellen zu können.


    2.
    Ich versuche abzuwägen, ob es Sinn macht, den oGTT ein paar Wochen nach der Entbindung erneut durchzuführen. Ich plane, immer mal wieder Tagesprotokolle zu erstellen, um zu sehen, wie sich der Blutzucker in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt. Da meine Ernährung eine abgewandelte Form von LOGI (nach Worm) sowie Paleo ist, gehe ich davon aus, dass der Blutzucker nach den Mahlzeiten im Rahmen liegen sollte. Auch die Nüchternwerte kann ich mit den Tagesprotokollen erfassen und vermute, dass diese normal sein werden. Im schlimmsten Fall erwarte ich zu hohe Blutzuckerwerte bei starken Kohlenhydratbelastungen, die ich aber auch über Messungen danach erkennen könnte. Folglich ist doch kein zusätzlicher Zuckerbelastungstest nötig oder übersehe ich hierbei etwas Grundlegendes?


    3.
    Habt Ihr mal etwas von den 2 nachfolgenden Studien gehört bzw. nehmt vielleicht sogar daran teil?


    Deutsche Schwangerschaftsdiabetes-Studie
    PINGUIN-Studie


    4.
    Wie geht Ihr mental mit der Tatsache um, dass Schwangerschaftsdiabetes quasi eine Vorstufe des Diabetes Mellitus 2 ist? Fast 2/3 aller insulinpflichtigen Schwangeren entwickeln innerhalb von 3 Jahren nach der Entbindung einen Typ-2-Diabetes sowie die Hälfte aller Frauen, die einen Gestationsdiabetes hatten, erkranken innerhalb von 10 Jahren daran, auch wenn sie nicht Insulin spritzen mussten. Gelegentlich habe ich ein Motivationstief: Warum nicht das Leben jeden Tag in vollsten Zügen genießen – auf dem Sofa liegend sich vom TV berieseln lassen mit mehreren Tafeln Schokolade in Reichweite. Bewegung, Ernährung und Gewicht sind bei mir in Ordnung, aber es scheint eine familiäre Belastung (genetische Komponente?) zu geben, weil Diabetes Typ 2 in unserem Stammbaum in einer Linie nachweisbar ist.

  • ich habe hier im Forum mal eine Studie verlinkt, die zeigte, dass das Diabetes mellitus Typ2-Risiko von ehemals gestationsdiabetischen Frauen sinkt, wenn man länger stillt. Also schon 3 Monate vollstillen machte extrem viel aus, noch interessanter war aber, dass jeder gestillte Monat sich positiv auf das eigene Risiko auswirkte, einen Dm Typ2 zu entwickeln. Das nur mal dir zur Info :) (das fand ich persönlich nämlich super spitze).

  • Danke Trüffel, das gibt mir enorm Auftrieb, denn mein Vater und Großvater haben naturgemäß nie gestillt...
    Ich werde bei nächster Gelegenheit nach der Studie suchen - die muss ich mir in meinen Lesezeichen abspeichern.

  • Darf ich mich mal anhängen hier?
    Ich vertrage den Belastungstest nicht und will ihn diesmal möglichst vermeiden. Auf Kreislaufprobleme und danach tagelang wieder latente Übelkeit und Durchfall habe ich keine Lust, muss ich zugeben.


    Also sitze ich hier jetzt mit meinem Piekser. Ich soll 7 Tage lang 7x am Tag messen. (Nüchtern, 2h nach Frühstück, vor dem Mittagessen, nachher, vor dem Abendessen, nachher und vor dem Schlafen gehen).
    Jetzt stellen sich für mich folgende Fragen, die ich nicht klären konnte: Ich nehme L-Thyroxin - vor der Einnahme liegt mein BZ zwischen 85 und 90. Nach der Einnahme + der halben Stunde Nahrungskarenz bis zum Frühstück, die ich einhalten muss, liegt der BZ bei ca. 75. Welchen Wert soll ich da nun nehmen? Oder einfach 8x messen?

  • Du meinst den Nüchternwert? Da würde ich den ersten nehmen, man soll den Nüchternwert ja so schnell wie möglich nach dem Aufwachen bestimmen. Ich hab das Messgerät abends immer auf den Nachttisch gelegt und direkt nach dem Aufwachen noch im Bett gemessen.

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Ich würd auch den ersten Wert nehmen, da der spätere auch durch Bewegung verfälscht sein könnte. Du bist früh Dran mit der Kontrolle, der OGTT wird normalerweise erst in ein paar Wochen gemacht.


    Ich drück die Daumen, dass alles ok ist!

  • Das ist keine schlechte Idee. Zwischen Aufstehen und messen liegen so rund 15 Minuten im Moment. Abgesehen davon, dass ich schwangerschaftsbedingt gerade morgens um 5:00 geweckt werde durch Party im Bauch und dann nur noch so halbschlafe bis ich aufstehe. Mal schauen.


    Der Nüchternwert an sich ist ja ok bisher.


    Ich bin so früh an, weil der ogTT bei der nächsten Vorsorge in 2 Wochen gemacht werden soll. Ich würd ihn halt gern vermeiden ;)


    Danke! :-)

    10/11 & 03/16 #love

    2 Mal editiert, zuletzt von Evica ()

  • Danke für den Tipp, rhcp! :-)


    Nüchternwert im Bett war heute morgen 79. Eine halbe Stunde später, nachdem ich mich dann auch effektiv aus dem Bett gepellt habe und die Treppe unten war, bei 87.

  • Evica, die Werte sind doch prima!

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Find ich auch! Hoffentlich sieht das die Gyn genauso. :-)
    Hier und da bin ich mir unsicher, das werde ich aber meinem Hausarzt vorher nochmal vorlegen. Der ist da auch recht kompetent drin.

  • Welche Werte hast du denn, bei denen du unsicher bist?

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Ich hatte z.B. ein sehr kohlehydratreiches Mittagessen (haha, das hört sich besser an als: vollkommen übertrieben vollgestopft mit ungesundem Zeug, nur, weil es voll lecker war!) mit ca. 165g KH. Der Wert vorher lag bei 84. Nach einer Stunde bei 142. Nach zwei Stunden bei 93. Dazwischen lag auch noch ein Mittagsschlaf.
    Auf dem 1-Stunden-Wert wird nun "herumgeritten". Meine Endokrinologin (die da auch raufschaut, hatte heut Termin wg. SD) meint: Zu hoch. Viel zu hoch. Und der 2-Stunden-Wert könne ja gar nicht sein. War aber so, ich habe einen ziemlich zackigen Stoffwechsel. Generell liegt nach dem Mittagessen der 1-Stunden-Wert bei 110-130 sonst.
    Für mich, so als Laie, sieht das eigentlich gut aus. #weissnicht


    Edit, die Dritte, mein Laptop spinnt:


    Sie findet auch, dass die Werte abends (ca. 21:30/22:00) mit knapp an die 100 zu hoch seien.

    10/11 & 03/16 #love

    4 Mal editiert, zuletzt von Evica ()

  • Hm, okay, die Ein-Stunden-Werte hätte mein Diabetologe auch nicht so doll gefunden. Ich musste immer eine Stunde nach Beginn der Mahlzeit messen und der Wert sollte unter 120 liegen. Die Zwei-Stunden-Werte waren bei mir dann auch immer so um die 80 bis 100, die hab ich bei mir aber nur rein aus Interesse immer mal wieder gemessen. Die Werte abends (gegen 22 Uhr) waren bei mir immer zwischen 80 und 90, das fand mein Diabetologe super, da weiß ich aber gar nicht, wo der Grenzwert liegt.


    Ich hatte übrigens in drei Schwangerschaften drei verschiedene Diabetologen und dreimal andere Grenzwerte #augen . Ich hab mich immer an diese gehalten, obwohl das die strengsten waren (ich wollte auf Nummer sicher gehen): Nüchtern <90 (in der ersten Schwangerschaft musste der Wert sogar unter 85 liegen, das fand ich aber zu streng), vor dem Essen 80 bis 90, eine Stunde nach Beginn der Mahlzeit: <120.

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Ich seh den Abendwert nicht so arg, wir essen ja auch erst 19:30 bis 20:00 zu Abend. Wie oft hast du gegessen, so am Tag?
    Ich halt kaum zwei Stunden ohne aus, ich habe fast immer Hunger. Also komm ich auf 5-6x Essen am Tag. Auf meinem Pieksblatt schaut das so aus, dass ich nach dem 2h-Wert eine Zwischenmahlzeit einschiebe, weil ich da schon wieder fast verhungere. Auch mit "Sattmachern".
    Ich soll nach dem letzten Bissen je 2h bzw. Mittags zusätzlich 1h messen.


    Also, etwa so, gestern:
    7:30 Nüchternpieks, dann L-Thyroxin. (90)
    8:00 Frühstück
    11:00 Pieks nach 2h. (77)
    11:10 Zwischenmahlzeit.
    13:00 Mittagessen. (84)
    14:10 1h-Pieks (121)
    15:10 2h-Pieks (93)
    17:00 wieder gefuttert
    19:20 Abendessen (82)
    21:30 Spät-Pieks (106)

    10/11 & 03/16 #love

    Einmal editiert, zuletzt von Evica ()

  • Ja, sozusagen auch ein 2h-Wert. Wobei das etwas schwankt, heute ist es ein richtiger Spät-Wert, weil wir schon um 17:30 gegessen haben.
    Als 2h-Wert betrachtet wäre der Wert in Ordnung. Ich hab heute nochmal nachgefragt und Soll-Werte von 90/140/120 mitgeteilt bekommen. Sehr verwirrend, dass dann doch was anderes gesagt wird.

  • jeder sagt was anderes.
    nüchternwert habe ich antworten von gleich im bett bis vor dem Frühstück (ist bei mir ne sehr große bandbreite, weil ich oft sehr spät die erste Mahlzeit esse).
    deswegen finde ich auch den nüchternwert ranzunehnen als einziges dinga schwer.
    beim ogtt ist nüchtern ja der wert den man in der Praxis hat, nach definitiv einiger zeitvund bewegung nach dem aufstehen.
    dann ist der wert morgens zumindest bei mir auch gut anhängig von schlafdauer und qualität. wenn ich mich nachts um ein kind gekümmert habe, eventuell mehrmals und gerädert bin habe ich auch ohne diabetes einen hohen wert um 105 z.b.


    ich fürchte es gibt nur zwei Möglichkeiten. ein arzt dem man vertraut oder sich selbst einlesen und seinen Körper so gut kennenzulernen das man sich das selbst zutraut.
    ich habenwie rhcp das selbst gemacht und mit der fa abgesprochen. die war zwar nicht oberbegeistert aber überzeugbar nach den tagesprotokollen. habe ich vorrauaschauned gemacht.


    ich nehme immer den niedrigeren wert wenn mir einer mal viel zu hoch vorkommt und ich zweimal messe. ich hatte einmal über 150 und nach nochmaligem händewaschen dann 117 - vergess ich nie den schock :D da war wohl noch ein ananasrest am finger.....

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)