Waren eure Männer alle bei der Geburt dabei?

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  • Mein Mann ist da eher pragmatisch veranlagt. Der denkt sich, wenn die Tiere das schaffen, kann das meine Frau auch. 8o :D


    Dass es dann doch nicht gaaaanz so einfach ist, hat er schnell gemerkt. ;)


    Trotzdem war er in jeder Situation ruhig und hat sich zurückgehalten.

  • Septemberglück und Talpa, mein Mann war so eine Mischung aus beiden #freu . Einerseits "och, so viele Frauen bekommen Kinder" und "ich kann das nicht sehen, wenn du leidest, ich schaff das nicht".


    Hm, am Ende war er mit dabei. Was einerseits schön war, weil er die Kleine direkt gesehen hat, weil er in der Eröffnungsphase mich massiert hat und weil er die Nabelschnur durchgeschnitten hat.
    Andererseits hat er die Geburt in viel schlimmerer Erinnerung als ich und es hat ihn schon sehr mitgenommen. Bei einem zweiten Kind müssten wir nochmal überlegen, wie wir das machen. Vielleicht wäre es sogar besser, er passt dann aufs erste Kind auf.
    Anstrengend fand ich auch, dass ich phasenweise das Gefühl hatte, ich muss mich jetzt für ihn (während der Geburt) zusammenreißen, sonst kippt er aus den Latschen. Das war schon ein bisschen anstrengend, nicht nur auf mich zu achten, sondern auch noch auf ihn.

  • Er hatte Angst davor, Blut etc nicht zu ertragen - ich hatte ihn aber richtig eingeschätzt, dass er das in der Situation durchaus aushält.


    Und ich musste mir keinen Augenblick um ihn Gedanken machen - das war mir sehr wichtig. Er fand im Nachhinein das "hilflos sein" schwer, hat aber schnell in seine Rolle reingefunden (Wasser, Nierenschale und Lippenpomade reichen ;) ). Bei der zweiten Geburt hat er eh gemeint, ich und die Hebamme veräppeln ihn...


    Liebe Grüsse


    Talpa


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Wieso veräppeln? Ging das so schnell?


    Vor dem Blut hatte er auch Angst, aber viel mehr noch davor, mich leiden zu sehen. Da verfällt er dann schonmal in sinnlosen Aktionismus, das hatten wir schonmal geprobt, als ich ziemlich krank war #pfeif . Er hat sich schon sehr Mühe gegeben und sich zusammengerissen. Wie gesagt, ich hätte ihn auch nicht nicht dabei haben wollen. Geht ihm schon genauso. Aber leicht ist ihm das nicht gefallen, er erzählt jetzt noch Leuten, dass ich ja so eine schwere Geburt hatte.


    Es war schon gut so, wie es war. Und beim nächsten überlegen wir wieder neu. (Ich hab aber ja auch die Hoffnung, dass die Geburt beim zweiten Kind schneller geht. Die Kleine hat sich natürlich auch genau den Tag ausgesucht, an dem er von 4 Uhr morgens aus dem Haus ging und erst gegen 19:30 wieder kam und auch noch körperlich gearbeitet hatte. Die Nacht im Krankenhaus war dann dementsprechend lang und er nachher genauso erschöpft wie ich, sie ist ja erst am folgenden Nachmittag geboren. )

  • Ja, wir waren alle etwas baff nach der Geburt, weder die Hebamme noch wir waren gefasst, dass sie schon kommen will - ich sag noch "ich glaub' ich muss pressen", die Hebamme fühlt und sagt "ja, ich spür das Köpfchen" - und dann war sie eigentlich auch schon da. Mein Mann hat echt gedacht, wir reissen Witze...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Mein Freund war bei der Geburt dabei
    wir hatten aber vorher besprochen das wir beide in jedem Moment beschliessen können das er geht
    wir waren im Geburtshaus
    er ist geblieben und hat die Nabelschnur durchgeschnitten
    als Kleinchen da war hat er wohl auch ein paar Tränchen geweint, so hab ich ihn noch nie erlebt
    und ich habs nicht mal gesehen, weil ich so mit diesem Bündel auf meiner Brust beschäftigt war

  • Ich hoffe ja auch, dass ein weiteres Kind schneller kommt. Wie sagte meine Hebamme während der Geburt? Einzelkinder lohnen sich nicht ;). (Ich hatte mich beschwert, dass in den Nebenkreissaal Frauen reinkommen, dreimal stöhnen und dann Babygequake zu hören war).


    Liebe Grüße

  • Bei mir wage ich zu behaupten, dass die (schoene) Geburt ganz anders haette verlaufen koennen, wenn mein Mann nicht dabei gewesen waere. Bis zu den Presswehen war er eine unglaubliche Stuetze fuer mich und hat quasi viele Wehen mit mir veratmet bzw vorgeatmet; ich sass meistens und hielt mich an seinem Hals fest 8) Aber auch einfach zu wissen, dass ich nicht alleine bin, war wichtig.


    Wir hatten einen Geburtsvorbereitungskurs zusammen und dort auch das Atmen geuebt; mein Mann ist eher der Pragmatische, aber hatte dadurch dann schon die Infos die er brauchte. Eine Doula hatte ich auch, sie brauchte ich aber eher im Hintergrund und mehr fuer organisatorische Sachen.


    Wenn mein Mann ungern mitgekommen waere, haette ich das zwar schweren Herzens akzeptiert, aber waere doch sehr enttaeuscht gewesen (a la 'ich kann es mir ja auch nicht aussuchen). Er hat zum Glueck nie daran gedacht. Ich habe mir auch mehr Sorgen um ihn gemacht als er selbst.


    Edit: Wir wussten vorher natuerlich nicht, auf welche Weise ich meinen Mann bei der Geburt brauche; welche Typen wir sind. Das war interessant zu erleben.


    Mein Mann fand die Anwesenheit der Doula sehr wichtig, noch mehr als ich. Durch sie hatte er eine Stuetze. (Bei der Geburt waren keine Hebammen anwesend, aber Krankenschwestern und dann Aerzte)