Positive Berichte übers Wochenbett möglich?

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org
  • Ich habe diese Zeit des "völlig-aus-der-Zeit-fallens" beide Male total genossen. Heulminuten hatte ich beim Großen ein paar Mal, aber meine Hebamme hat mir mit ihrer ruhigen, herzlichen Art immer Halt gegeben. Mein Mann war zum Glück auch immer in der Nähe und hat bergeweise Griesbrei für mich gekocht, während meine einzigen Aktivitäten aus Stillen, Wickeln, Schlafen und in Frauenzeitschriften blättern bestanden. Und die Tage vergingen so anders als davor und danach, ich fands spannend und freue mich schon wieder darauf.
    Das zweite Mal war viel ruhiger, die Handgriffe waren geübt und ich von Anfang an auch entspannter. Keine Heultage, nur kuscheln und mit der Maus auf dem Bauch schlafen.
    Nur Besuche hab ich beide Male in den ersten Tagen kaum ertragen können.

    Wenn Gegenwind aufkommt, bauen die einen Windräder, die anderen Mauern.

    Einmal editiert, zuletzt von *Pirkko* (13. Oktober 2014 um 22:34) aus folgendem Grund: RSF


  • Von meiner Umgebung kam oft die sache mit "ich bin doch fit, ich brauche nicht liegen" oder, besonders bei mehreren Kindern "da geht es doch nicht, dass ich im bett liege". alles eine sache der Planung finde ich. ^^


    wenn ich 6 wochen hätte liegen sollen, hätte ich die krise gekriegt. never ever. als kind1 6 wochen war, hatte ich einen vortrag an einem kongress. ich habs dermassen genossen #super
    bei kind2 wäre es tatsächlich gar nicht machbar gewesen. aber wie gesagt, liegen? ua. ich wollte raus, wollte unter menschen etc.
    schönes wochenbett bedeutet also nicht für alle menschen gleich liegen und man bestaunt das baby.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12

    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.

    #rose 49,7

  • Ja, zweimal schön. Kein schlimmes Hormonchaos, keine depris und einfach nur genießen. Nur beim zweiten alles stressiger, weil der zweijährige Bruder noch zuhause war u der Mann ab dem 5. Lebebstag wieder arbeiten musste.

    Wie ein Quadrat in einem Kreis,
    eck ich immer wieder an.....


  • Ich hatte ein wunderschönes Wochenbett (1. Kind). Ich würd beim nächsten die Besuche noch mehr eingrenzen. Vorallem die Länge der Besuche.
    Ansonsten: zeitlos, so glücklich war ich noch nie, ich bin umsorgt worden, va mein Mann hatte einen Heidenrespekt und grosse Liebe für mich nach dem, was ich bei der Geburt geleistet hatte. - ich durfte 1 Woche quasi nicht aufstehen (normale, unkomplizierte Hausgeburt)...
    Tip: Hast Du Freunde in der Nähe? Mach mit 7 Leuten je einen Wochentag aus, an dem sie Euch bekochen... das dann eine oder zwei Wochen hintereinander nach der Geburt, und schon ist weniger Stress.. und jedeR, der das essen bringt, darf mal 5min gucken, und muss dann wieder gehen...

  • Natürlich gibts das, schöne erste Wochen! Ich hatte beide Male eine wirklich schöne und erholsame erste gemeinsame Zeit
    Für mich war essentiell, viel Unterstützung zu haben, mich weder um ((beim 2.) Großkind) Essen, Wäsche, Einkauf,... kümmern zu müssen! (Selbst das Babywickeln hab ich in den ersten Tagen einige Male abgegeben, weil mein Kreislauf noch zu kämpfen hatte)

  • Ich fand stillen beim ersten kind happig und das hat mir leider das wochenbett versaut. Ich fand den ks beim zweiten kind schrecklich und das hat mir leider das wochenbett versaut.

    Beim dritten kind hatte ich wieder schmerzen beim stillen, aber das war mir total egal. Ich war auf wolke 7. locker das ganze wochenbett durch und irgendwie bis heute. Gefühlt hatte sich alles glückliche, was ich nicht ausleben konnte bei den ersten beiden geburten, in mir ausgebreitet.

  • Ich habe es gerade hinter mir und es war schön, sehr schön. Ein bisschen chaotisch, ein bisschen stressig, kein bisschen verheult aber unglaublich schön dieses Baby zu genießen.

    Es darf chaotisch sein, es darf einfach Zeug liegen bleiben nd die anderen 3 Kindern hatten ein bisschen weniger Mama, aber dafür ein neues Geschwisterkind und alle genießen es.... #herzen

    Wichtig ist: eine Hebamme die sich auskennt, eine gute Stillberatung ist das Alllerwichtigste! Wenn stillen klappt ist fast alles gut. Dann tut selbst der Dammriss halb so weh #ja

  • Leider kein wochenbett,Kind kam zu früh und lag 3 Wochen in der Klinik.
    Seitdem weiss ich das man nach einer Geburt funktionieren kann und nicht liegen muss....
    Dachte immer man ist total ausgenockt.
    Nach diesen drei Horrorwochen haben wir versucht das wochenbett nachzuholen.
    Gelang nur teilweise...
    Der schaden bei mir war schon da...

    Aber was eine liebe rabin mir damals schrieb und ich nicht glauben wollte, das was man sich im wochenbett holt,das hängt einem noch lange nach.
    Soll heissen ich habe Jahre gebraucht um mich von den ersten Wochen zu erholen.da habe ich einfach meine ganze Energie verloren.

    Sowas wurde mir nicht noch einmal passieren.
    Diesmal bleibt mein Mann einen Monat,bzw. Zwei durch weihnachten zu Hause...
    Und im Sommer nimmt er den anderen Monat Elternzeit.
    Diesmal will ich ein Wochenbett mit baby schmusen und so weiter....
    Und klar rausgehen werden wir auch.
    Aber vor allem die Ruhe geniessen und das mein baby bei mir sein darf.

    Ich habe diesmal im Vorfeld Besuch nicht kategorisch abgelehnt,wie beim ersten Kind. Da kam nämlich keiner.weil wir vorher (geplante HG) allen gesagt haben das wir Ruhe brauchen...nun ja mit Kind in der Klinik,wo ich nicht da bleiben dürfte. Habe ich mich sehr alleine und verlassen gefühlt und hatte Besuch gebraucht...

    Man kann es vorher nie einschätzen.
    Man kann Vorsorge treffen aber wie und was man letztendlich braucht,kommt darauf an wie man sich fühlt.

  • Na klar vor allem beim ersten Kind kann das alles sehr entspannt sein. Hängt von den äusseren Faktoren ab: hast du wen der euch dann umsorgt? Mann? Bist du bereit das Wochenbett auch wirklich einzuhalten? Kannst du dich darauf einlassen dich um nichts anderes zu kümmern als dieses Baby? Nichts wird so sein wie vorher. :)

    Lass dich verwöhnen und kümmere dich nur um den Zwerg. Das kann sehr schön sein!!!

    2 Sternchen † August 2011 und † Februar 2013 zwei Kinder: eine Tochter *17.2.2009 einen Sohn *23.3.2014 #herzen
    153.png
    51.png

  • Ich fand es beide Male schön; der große war total pflegeleicht und hat gekuschelt und geschlafen. Schlimm wurde es nur als er nicht mehr zunahm und dann die stillprobleme kamen.
    Bei der kleinen hatte ich mehr mit den Hormonen zu tun im Sinne von heulen aber immer positiv ( toller Empfang zuhause nach KH etc.). Bei ihr hatte ich dann ein bißchen Angst vor der Zeit wo mein Mann wieder arbeiten würde weil ich Probleme mit de KS-Narbe hatte und sie so anhänglich war aber sonst war es einfach echt schön!!!

    "Believe in yourself or nobody will believe in you" (Mark Feehilly)

  • Ich hab 4 x auf natürlichem Wege geboren und hab rundherum sehr schöne Wochenbetttage gehabt. Jeweils am 3. Tag einen Heultag durch Hormonumstellung, weil die Milch einschoss. #weissnicht Wenn man das weiß, dann ist auch das ok. #weissnicht

    LG Ditta

    Alles, was einmal war, ist immer noch. Nur in einer anderen Form. (Hopi-Weisheit)


  • Wenn ich jemals wieder ein wochenbett haette, wuerde ich in ein nettes hotel gehen,,
    Mit essen am zimmer, zimmerservice und meine hebamme wuerd regelmaessig vorbeikommen, massage waere dann auch nett (mind 1x fußmassage und 1 mal rueckenmassage taeglich..)

    Eine grosse dusche
    hach..

  • :D
    Massagen habe ich auch bekommen. Meine Hebamme, die die ersten 2 geburten betreut hat war da sehr gut drin! Und mein Mann war besonders beim ersten Kind da auch SEHR ambitioniert...

    Nikita, das habe ich auch immer vor Augen gehabt und stehe da auch voll hinter, dass man einfach lange von dieser zeit (positiv) zehren kann oder es eben doch nachhängt, wenn's schlecht läuft.

    ainu, Keiner wird gezwungen zu liegen, aber es ist einfach eine besondere zeit. große umbrüche, neue Findung der eigenen rolle, der familienzusammensetzung, einfach die chance sich eine zeit lang nur um sich und baby (und die anderen familienmitglieder) zu kümmern. Ich finde das Wort babyflitterwochen, wie es meine Hebamme nannte, trifft es sehr gut. Und jeder muß da in sich horchen was einem gut tut, das ist klar. aber der druck von Außen ist auch da. Habe das wirklich schon so oft erlebt, dass es eher gelobt wurde schnell wieder im Alltag zu stecken, mit Maxicosi und 3 tage altem baby vor dem Kindergarten zu stehen und das Geschwisterkind abholöen 8I und sich eben nicht "gehen lassen"...

    Einmal editiert, zuletzt von 1374 (14. Oktober 2014 um 22:29)

  • Ich bin ja quasi grade erst aus dem Wochenbett raus und kann nur sagen: ich fands prima! Mein Freund hat den Haushalt geschmissen und gewickelt, die WG Brötchen am morgen gebracht und ich durfte einfach nur baby kuscheln und stillen. Wünschte, das leben wäre immer so "überschaunar". Nach einer Woche kam der erste nette Besuch.

    Was uns sehr geholfen hat war: rufumleitung auf die mailbox an allen Telefonen. Sonst hätte hier dauernd das Telefon geklingelt.

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

    ticker?TT=bdy&TT1=bdy&CL=&CT=&CG=F&O=m_chick&T=t_b14&D=2017-06-07&M1=&D1=&T2=&T1=Minizwerg&T3=&CC=0&CO=FFFFFF&CO2=&W=&TS=&R=A&SC=green

    Einmal editiert, zuletzt von Jono (15. Oktober 2014 um 11:04)

  • Hier auch beim 2. Kind schönes Wochenbett. Beim ersten Kind war ich etwas überfordert mit dem Stillen, Haushalt usw. und mein Mann hatte auch nur eine Woche nachdem ich aus der Klinik entlassen war, frei genommen. Ich hatte nach dem Kaiserschnitt Wundheilungsstörungen und das Gefühl, alles nicht zu schaffen.
    Wegen der Probleme mit der Narbe bekam ich dann aber eine Haushaltshilfe, die mich wunderbar bekocht hat und ab da gings dann eigentlich besser.

    Es ist aus meiner Sicht sehr viel eine Frage der guten Organisation.

    Das Heulen in den ersten Tagen oder so eine gewisse Traurigkeit, habe ich als nicht schlimm in Erinnerung. Es war so ein Abschied nehmen von der Schwangerschaft und irgendwie Sorge um dieses kleine zarte Wesen und ob ich es denn auch vor der Welt da draussen ausreichend würde beschützen können. Aber das sind, wie ich finde ganz normale Gedanken und Gefühle nach einer Geburt. Also nix pathologisches jedenfalls.

  • So viele mutmachende Antworten -
    vielen vielen dank dafür! #rose

    Zitat

    Ich hatte damals riiiiieeeesen Panik vor dem Wochenbett. Bei mir ists ja
    noch nicht so lange her und es war absolut nicht so schlimm, wie ich
    gelesen und gehört hatte.

    Ja, man ist nicht zu 100% Leistungsfähig, das soll man auch nicht sein.

    Naja leistungsfähig in dem Sinne bin ich jetzt ja auch schon nicht mehr und das wird die nächsten Wochen sicher nicht besser. Insofern bin ich es ja eh schon gewöhnt, mich etwas zu schonen. #ja

    Zitat

    Wo du nur aufpassen solltest: lass dir nicht reinreden. Höre auf dein Bauchgefühl.

    Das ist ein Schwachpunkt von mir, dass ich mich zu leicht beeinflussen lasse. Daran muss ich echt noch arbeiten!

    Zitat

    Ich wollte noch schreiben , dass du dass Wochenbett gestalten solltest wie es DIR gut tut

    Ich hätte es furchtbar gefunden, betuddelt zu werden.

    Ich glaube die Gefahr des betüddelt werdens besteht ohnehin nicht. Mein Mann wird zwar die ersten zehn Tage daheim sein, aber er ist jetzt nicht so der große Fürsorgliche. Er wird halt den Haushalt schmeißen und einkaufen. Freundinnen und Mütter werden wohl nur zum Baby-Schauen kommen und vielleicht mal einen Kuchen mitbringen. Aber ich bin eigentlich auch lieber autark und eigentlich gehe ich sogar sehr gerne einkaufen. Werde also sobald ich wieder fit bin froh sein, mal zum Supermarkt zu kommen #freu
    Hm wenn ich so drüber nachdenke, stelle ich es mir eigentlich schon schön vor, mit dem Würmchen im Tragetuch dann auch bald mal rauszugehen. Vielleicht auch die Vorweihnachtszeit, die ja dann bald anfängt, zu genießen - vielleicht mal kurz auf dem Christkindlmarkt vorbeizuschauen, zu dritt #love
    Ich krieg ja jetzt schon nen Koller wenn ich zu viel zu hause bin und nix zu tun habe. Ich glaub das wird sich dann im Wochenbett auch nicht groß ändern. Gut zu wissen, dass es auch anders gehen kann - sofern man sich halbwegs fit fühlt!

    Was ich noch machen werde ich das Kühlfach abtauen und mit lauter prima Sachen füllen ^^

    Vor dem Stillen hab ich noch etwas Angst. Aber ich hab eine sehr nette Hebamme, da vertraue ich jetzt einfach mal drauf...

    Zitat

    ziemlich rosa wattbäuschezeit #super

    Das wärs natürlich *hoff*

    Zitat

    Kannst du dich darauf einlassen dich um nichts anderes zu kümmern als dieses Baby?

    Weiß ich ehrlichgesagt noch nicht. Ich hoffe es. Und ich bin seit Wochen dabei Vorbereitungen zu treffen, dass dann auch nichts ansteht, wo ich meine dass es gemacht werden müsste ;) Und ich bin froh wenn die Liste bald fertig ist, damit ich wirklich dem ganzen entspannt entegegensehen kann. Und auch für den Fall, dass das Zwerglein früher kommt als erwartet, was ich natürlich nicht hoffe. Also es ist schon fast alles bereit und dann werde ich es innerlich vermutlich auch sein. Aktuell hab ich es nämlich noch gar nicht eilig, dass Würmchen kommt.

    Zitat

    Habe das wirklich schon so oft erlebt, dass es eher gelobt wurde schnell
    wieder im Alltag zu stecken, mit Maxicosi und 3 tage altem baby vor dem
    Kindergarten zu stehen und das Geschwisterkind abholöen 8I und sich eben nicht "gehen lassen"...

    Oh ja, da sehe ich schon meine Mutter vor mir. Die meinte letztens auch, auf die Frage ob sie denn mit mir Heultage hatte: "nein warum auch, es waren ja dann geordnete Verhältnisse und alles in Ordnung." Was an einer neuen Situation geordente Verhältnisse sein sollen ist mir zwar auch schleierhaft, aber so kenn ich sie. Nur ja keine Veränderungen und wenn doch welche anstehen, möglichst den eigenen Stiefel weiterfahren so gut es geht und sich dabei tierisch zusammenreißen und "tapfer" sein.

    Ich hoffe ich kann mit mir selbst dann auch nachsichtig sein, wenn mal was nicht gleich klappt.

    Naja ich bin gespannt, aber dank eurer Antworten wirklich nun auch sehr beruhigt und werde mir die Vorfreude nun auch nicht mehr nehmen lassen!!!

  • Ich fand es auch einfach nur total schön und entspannt - von meiner Seite aus.

    Gestresst haben mich bei Kind 1:

    - diverse Personen
    - zu viele Besuche
    - zu wenig Unterstützung
    - viel zu hohe Ansprüche an mich selbst, meine Leistungsfähigkeit, meine Mutterrolle/extremer Perfektionismus, wie alles zu sein hat
    - zu wenig vorgekochtes Essen in der TK


    Bei Kind 2 habe ich jegliche Faktoren ausgeschlossen und mir bewusst Ruhe gegönnt. Ich freue mich schon, das dieses Mal in der Herbstzeit genießen zu können mit den großen Kindern. Mit Baby in der Vorweihnachtszeit, über den Weihnachtsmarkt. Vielleicht ist im November noch so gutes wetter, dass wir Blätter sammeln können. Schöne Herbstspaziergänge mit Tragetuch - seufz.

    Ich war - außer wenn mich andere/zu viele Besucher/zu viel Hausarbeit gestresst haben - nie depressiv. Heultage hatte ich, aber die gehören dazu und ich musste gleichzeitig lachen, weil ich das Heulen so bescheuert fand, es aber nicht abstellen konnte. Mein Mann versucht das bis heute nachzuäffen und schafft es nicht gleichzeitig zu heulen und zu lachen wie ich damals.

    Nimm einfach alles so wie es ist und versuche damit glücklich zu sein. Genieße das Losgelöstsein von allen Zeiten. Das kommt so nie wieder :D :D

  • Mein Wochenbett war großartig. Hormonumschwung, klar. Aber wichtig war:
    - mein Mann hat mich voll versorgt, alternativ: Haushaltshilfe, Putzfrau, kochende + putzende Angehörige oder Nachbarn
    - ich habe 10 Tage lang das Bett nur für Klo oder Dusche verlassen
    - ich hab 7 Wochen das Schlafzimmer (für andere wäre es die WoZi-Couch) fast nicht verlassen
    - ich habe die gesamte Wochenbettzeit NICHTS im Haushalt gemacht
    - mein Mann hat sich immer wieder zu uns gekuschelt
    - ich hatte eine tolle Hebamme
    - wir hatten emotionale Unterstützung = Menschen, bei denen wir uns telefonisch ausheulen konnten, als wir überfordert waren (alternativ: jemand vor Ort (Eltern, Freundin mit eigenem Kind), der in so einer Situation vorbei kommen und dich in den Arm nehmen oder dir mal das Kind abnehmen kann für ein paar Minuten oder auch für eine Stunde.)
    - wir hatten für die ersten Tage vorgekocht, so dass mein Mann weniger Zeit zum Kochen brauchte
    - Besuchsverbot in den ersten 10 Tagen und danach nur nach Erlaubnis und nur unter der Bedingung, dass der Besuch uns mehr Arbeit abnimmt, als er macht. Also z.B. Kuchen mitbringen, Kaffeegeschirr selbst decken und in den Spüler räumen. (Auch Wäsche waschen/ aufhängen/ legen/ wegräumen, staubsaugen, Geschirr spülen, putzen, einkaufen lässt sich gut auf Besucher verteilen. Je nach deren Bewusstsein für die Wichtigkeit des Wochenbetts (oder je nachdem wie sehr du es ihnen klar machst) sind sie total dankbar, wenn sie eine sinnvolle Aufgabe übernehmen können.)
    - Anrufverbot in den ersten Tagen (ich hab angerufen, wenn ich grad ne Lücke hatte) - Die Ansprüche des Kindes und die eigenen Bedürfnisse passen mit klingelnden Telefonen gar nicht zusammen. Und es gibt ja auch SMS.
    - Zettel und Stift auf dem Nachttisch, um nicht den Überblick zu verlieren (ich musste z.B. mindestens alle 3 h stillen (Baby wollte wegen Neugeborenengelbsucht nicht so recht) und alle 2 h eine Rückbildungsübung für die Gebärmutter machen. Dieses Zeitmanagement hat mich richtig Kraft gekostet, bis ich angefangen hab, jeweils die Uhrzeit zu notieren. Danach wars leichter.)

    Klingt nach wahnsinnig viel, ist aber immer nur das eine: Organisiere dir alle nur denkbare Unterstützung und verteidige absolut deine Bettruhe. Je weniger du machen musst, desto besser. :)

    Ich wünsche dir eine wunderbare Geburt und dann ein ganz entspanntes, kuscheliges, eingeigeltes Wochenbett. Es ist eine anstrengende, aber auch eine weltentrückt-verzauberte Zeit. :)

    P.S.: Und den ganzen Ämter-Papierkram so weit vorab fertig machen, dass später nur noch Geburtsdatum, name und Geschlecht ergänzt werden müssen und alles ausgedruckt werden muss. Dann ist es für den Mann nur ein kleiner Rundlauf, alles abzugeben bzw. zur Post zu bringen, wenn er die Geburtsurkunde vom Standesamt geholt hat. Und er kann schnell wieder bei dir im Kuschelzimmer sein.

    zertifizierte Beraterin für Natürliche Empfängnisregelung

    Einmal editiert, zuletzt von Drama (19. Oktober 2014 um 21:49)

  • bei mir war acuh das wochenbett von kind 1 und kind 4 besonders angenehm... bei kind 1 einfach weil alles neu, aufregend war, der papa sich super um uns kümmerte, wir einfach zeit zum kuscheln hatten und alles entspannt geniesen konnten.

    kind 2...nun ja, da war kind 1 grad in der kiga gewöhnung... war auch alles nicht tragisch, aber nicht mehr so ruhig wie bei kind 1...die nachwehen machten mir das leben schwer...

    kind 3 war übel... ich hatte nen heftigen babyblues...habe die großen schwestern nicht ertragen, mir war alles zu laut, alles zu anstrengend :( das ging einige wochen so...


    kind 4 war super. so gut ging es mir nach keiner anderen geburt

    was für mich ganz wichtig war, kein besuch in der ersten zeit, eine liebe hebamme und die unterstützung von meinem mann.
    das wochenbett wiklich als wochenbett ernst nehmen und nicht nach 3 tagen schon wieder haushalt oä schmeisen...frau braucht diese zeit einfach!

    liebe grüße Susi mit H(Juli04) N(Juni07) L(April10) K (April14) und T (Juni2016) #herzen