Auf Stillen verzichten- dem Mann zuliebe

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  • Im Rückbildungskurs erzählte mir eine Frau, sie habe auf Wunsch ihres Mannes auf das Stillen verzichtet. Er forderte Gleichberechtigung, auch beim "Füttern". Sie meinte, die ersten Wochen sei er immer in der Nacht aufgestanden, um den Kleinen zu füttern, aber jetzt hat er eine Arbeit aufgenommen, wo er auf Montage fahren muss. Jetzt bereut sie es, nicht gestillt zu haben.
    ...


    Habt ihr sowas schon gehört? Ich bin irgendwie etwas fassungslos- dass ihr Partner so ambitioniert ist, okay- aber das geht doch auch anders- zb. hätte er den Kleinen immer ins Bett bringen können oder ihn häufiger Baden oder von mir aus auch abgepumte MuMi geben können, wenn die Frau mal länger weg sein sollte etc. Aber ganz auf das Stillen verzichten? Ich weiß nicht was ich merkwürdiger finde- den Mann, der das von seiner Frau wünscht, oder die Frau, die einwilligt.


    Wollte meinen Gedanken mal Luft machen, danke fürs lesen, war ja recht kurz ;).

  • Ja, habe ich auch schon mal gehört.
    Und da wir im direkten Gespräch ware und ich manchmal erst rede und dann denke (vielleicht), habe ich ganz dämlich gefragt, was denn der Mann Schönes davon hat, wenn sein Baby darauf verzichten muss, gestillt zu werden.


    Schräg #weissnicht

  • Sowas finde ich sehr merkwürdig. Ich kann mir vorstellen, dass man sich als frischgebackener Papa manchmal ein bisschen "außen vor" vorkommt, die Mutter hatte das Kind ja schon in der Schwangerschaft ganz nah bei sich und durch das Stillen quasi eine automatische Hunger-Schmerz-Alles-Lösung, die die Bindung zum Baby natürlich sehr eng werden lässt. Aber ein erwachsener Mann sollte sich doch andere Zugänge zu seinem Kind überlegen können als der Mutter das Stillen zu verbieten- mal vom Grundgedanken abgesehen- ihr Körper, ihre Entscheidungen!

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • Vielleicht macht die Frau es beim nächsten Kind anders... Viele Leute machen aus Mangel an Information oder vermeindlich guten Gründen Fehler. Ich nehm mich da nicht aus. Traurig für die Familie irgendwie. :|

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Fiawin, es ist ihr drittes Kind. Hab aber- perplex wie ich war- nicht gefragt, ob sie das bei den anderen beiden auch so gemacht hat- klang aber irgendwie nicht so..

  • Puh, mich befremdet das irgendwie... als wäre Stillen die einzige Möglichkeit, eine Bindung zu seinem Kind aufzubauen. Dafür dem Kind die Muttermilch vorzuenthalten? Seltsam finde ich das, ich kanns nicht nachvollziehen.

  • Menstruiert sie auch wegen der Gleichberechtigung nicht?

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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  • Ohnezahn, Bekamst Du auch ne Antwort oder nur nen verdatterten Gesichtsausdruck?


    Ich bekam die seltsame Antwort, dass ich sie falsch verstanden hätte.
    Sie hätte für ihren Mann aufs Stillen verzichtet. Das Kind müsse natürlich auf nichts verzichten.


    Ich glaub, die hat das gar nicht verstanden #weissnicht (es hat aber auch keine abgepumpte Milch bekommen).

  • Sie hätte für ihren Mann aufs Stillen verzichtet. Das Kind müsse natürlich auf nichts verzichten.


    #confused aha.


    Das erschließt sich mir absolut nicht #weissnicht . Und: Natürlich ihr Körper, ihre Entscheidung- nur ist mein Einfühlungsvermögen/ Verständnis dahingehend begrenzt.

  • Bin echt schockiert. So eine Form von "Gleichberechtigung" ist echt wie "positive Diskriminerung".


    Und wenn ihr Mann nur ein Bein hätte würde sie sich dann auch eines abhacken?


    Sorry, aber dem Kind die - nachweislich - beste Nahrungsgrundlage vorzuenthalten aus so einem bescheuerten Grund. Ich bin fassungslos.
    Und es ist sooo schlimm den Frauen gegenüber, die nie stillen konnten aus den beschissensten Gründen.


    Es macht mich wirklich, wirklich traurig.

  • Ich habe von meinem Mann oft gehört dass er mich ums stillen beneidet. Aber es dem Kind vor zu enthalten wäre ihm nie in den Sinn gekommen. Ich habe ihm zuliebe allerdings immer mal wieder abgepumpt und heute hat er Brei gefüttert :-) ganz ehrlich, es geht doch so schnell dass man nicht mehr voll stillt, dann ist es halt ein halbes Jahr mal "ungerecht". Wurde das Kind auch in einer künstlichen gm gemacht oder durfte die Frau schwanger sein? (Sry das war böse)

  • Mir ist als erstes auch eingefallen, ob er auch die Hälfte der Schwangerschaft übernommen hat? #augen


    Ich finde, jede Frau kann entscheiden zu stillen oder nicht, die Gründe muss ich nicht nachvollziehen können. Aber das klingt schon recht schräg, vor allem tut es mir leid, dass sie es nun doch bereut.

  • Menstruiert sie auch wegen der Gleichberechtigung nicht?

    Würde ich sofort machen, wenns biologisch die Option gäbe.



    Persönlich finde ich es auch etwas seltsam als Begründung, aber manche Frauen wollen halt nicht stillen. Ich maße mir nicht an die Gründe dafür in Frage zu stellen.
    Schließlich habe ich es selbst immer als höchst unangenehme Pflicht gesehen, also könnte man wohl sagen anders herum wird ein Schuh draus.

    Kitten (37) with Tiger (36) and Tiger-Cub, the cleverest (7)


    Lachen macht lustig.8o


  • Falsche Sichtweise ;)
    Er menstruiert mit. Der Mooncup wird dann nur übergestülpt und den Tampon kann man ja auch reinstopfen #stumm


    Vorne oder hinten? #stumm

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


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    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ich kenne auch ein Paar - der Vater wollte unbedingt mit füttern, also haben sie von Anfang an Flaschenmilch gegeben. Allerdings hatte die Mutter sowieso nicht so viel Lust zum Stillen.
    Ist mir zwar auch fremd - aber dieser Mann ist als Vater ist in der Tat sehr präsent, arbeitet nur 50%, um viel Zeit für seine Kinder zu haben, kennt die jeweils aktuellen Kleidungs- und Schuhgrößen seiner drei Kinder, kauft auch Kleidung für sie, fragt Vokabeln ab, geht mit ihnen zum Arzt -
    für mich schon ein vorbildlicher Vater.
    Hagendeel

  • :stupid:
    Das Baby tut mir leid.
    Du schriebst ja, dass sie es jetzt bereut, sonst wäre mit der Gedanke gekommen, dass sie es nur als Grund vorschiebt um nicht zugeben zu müssen, dass sie eigentlich nicht stillen wollte, so wie man es öfters hört von Frauen, die angeblich keine Milch hatten, weil das besser klingt als "Ich wollte nicht stillen". (Damit will ich nicht anzweifeln, dass es natürlich wirklich Frauen gibt, die keine oder nicht genug Milch haben).

    "Warum haben Sie das getan?" frage ich.

    "Um die neue Welt schneller anfangen zu lassen, denn die alte muss geschubst werden, damit sie schneller umfällt..."