Zwillinge zusammen oder in getrennte Klassen einschulen?

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  • wir haben uns die Entscheidung unheimlich schwer gemacht. In der Kita waren sie zusammen, das war super, die Schule betreffend gab es Vor- und Nachteile. Letztlich hatten wir uns entschieden, sie getrennt einzuschulen, also in verschiedene Klassen, dann wurde es aber doch eine Klasse, weil der eine Zwilling ansonsten überhaupt keine Laufgruppe hier in der Gegend gehabt hätte und quasi der einzige aus der Kita in einer anderen Klasse gewesen wäre.


    Nun sind sie in der 3. Klasse, und es gibt immer noch Vor- und Nachteile. Klar, praktisch ist es bei Hausaufgaben, Arbeiten, Elternabenden, gleichzeitig verlässt sich der Junge sehr auf seine Schwester, sie nimmt ihm immer noch viel ab; er wiederum ist andauernd mit ihrer deutlich besseren Schulleistung konfrontiert.


    Ob es in verschiedenen Klassen besser wäre? ich weiß es nicht. Ich weiß auch noch nicht, wie wir das auf der weiterführenden Schule machen werden. Ich ich denke nachwievor, dass man das wirklich individuell entscheiden muss. Erfahrungswerte können sicher weiterhelfen, aber jedes Zwillingspaaar ist doch sehr verschieden, jede Schule etc. Und Tipps, was Nichtzwillingseltern machen würden, wenn sie Zwillinge hätten, also die bringen ja eh immer am meisten.... #pfeif

    Wir sind das Gegenteil von traurig!


    Einling und Zwillinge #dance

  • Und Tipps, was Nichtzwillingseltern machen würden, wenn sie Zwillinge hätten, also die bringen ja eh immer am meisten.... #pfeif


    Haha, ich wollte es nicht so direkt ausdrücken.


    Also, es sieht jetzt so aus, dass wir die beiden zurückstellen lassen und noch für ein Jahr in den Schulkindergarten (der zum Glück an die GS angeschlossen ist, auf die die Kinder dann gehen werden bzw. jetzt schon gehen) schicken werden. Das wird auch vom Kiga und von der Amtsärztin, die die Schuluntersuchung gemacht hat, empfohlen. Einerseits ist es etwas blöd, da die beiden dann erst mit 7-zweidrittel eingeschult werden, anderseits ist uns als Eltern selber aufgefallen, dass die beiden einfach noch nicht so weit sind. Und ich bin froh, dass wir in Nds diese Möglichkeit problemlos in Anspruch nehmen können.
    In einem Jahr werden wir auch eher entschieden können, ob die beiden wirklich zusammen in eine Klasse eingeschult werden sollten.

    "Und hast du die Ausrufezeichen bemerkt? Es sind fünf. Ein sicheres Zeichen dafür, daß jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt."

  • Hi,


    unser Pärchen wird definitiv zusammen in eine Klasse gehen, weil


    - sie brauchen sich stark als Sicherheit (im Rücken)


    - ich muss es mir organisatorisch nicht schwerer machen, als nötig
    (Und oh Ja, dieses Zwillingsding war eine besondere Herausforderung bis jetzt)


    - gleiche Hausaufgaben, gleicher Lehrer, Möglichkeit bei vergessenem Schulbehör ect.ppp, selbe Zeiten


    - beide haben zusammen einen großen Freundeskreis, der aus Mädels und Jungen besteht.
    Alle Eltern haben alle Kinder zusammen als Wunschpartner angegeben. Wir kennen und verstehen uns seit Jahren.
    Da kann ich ja schlecht einen Zwilling rausnehmen.


    In der weiterführenden Schule können sie sich immer noch trennen.


    Wir haben übrigens heute die Ranzen gekauft. Und die Besitzerin des Ladens ist selber Oma von Twins und hat uns einen saftigen Rabatt gewährt #laola


    LG von Cat
    mit Großer und Zwillingspärchen

  • Ich bin wieder am schwanken. Wir hatten Entwicklungsgespräch im Kiga. Dort sind beide Jungs in einer Gruppe. Eigentlich wollte ich sie jetzt zur Einschulung aber in getrennte Klassen geben. Grund: sie konkurrieren recht stark miteinander. Wir sind stets darauf bedacht, nicht zu vergleichen. Dennoch versuchen sie immer wieder, eine Stellungnahme aus uns rauszukitzeln, wessen Bild/Arbeit etc wir besser fänden #trommel .


    Das haben wir im Entwicklungsgespräch thematisiert und gefragt, ob die Erzieherinnen denn eine getrennte oder eine gemeinsame Beschulung unserer Zwillinge für sinnvoller erachten würden. Dabei kam etwas überraschendes zutage: unsere Jungs spielen zwar gerne zusammen. aber bei den Montessori-Arbeiten wählen sie stets andere Kinder zur Zusammenarbeit. Nie arbeiten die beiden zusammen. Sie gehen also ganz automatisch der Konkurrenzsituation untereinander aus dem Weg. Insofern denken die Erzieherinnen, dass es auch in einer gemeinsamen Klasse kein Problem werden würde. Zumindest nicht in einer Montessori-Klasse, wo sie wieder ihren Arbeitspartner frei wählen könnten.


    Wir sind also wieder am Überlegen. Wobei letztendlich wohl eh die Schule bestimmen wird, wie es läuft. An der Sprengelschule würden sie automatisch zusammen eingeschult werden (weil das vom Schulbus her einfacher für die Schule ist, tolles Argument :stupid: ). An der Montessori-Schule vermutlich eher getrennt, weil sie dort Geschwister soweit ich bisher mitbekommen habe, fast immer trennen. Unser Gespräch dort steht noch aus.



    Wir würden aber mit beiden Varianten leben können. Die Erzieher im Kiga sehen es auch so, dass die Jungs mit beidem klar kommen werden. Egal ob zusammen oder getrennt in den Klassen.

  • wer sonst? ;)


    Die Schule bestimmt doch die Zusammensetzung der Klassen. Die Eltern können zwar Wünsche angeben, aber ob denen stattgegeben wird, ist doch im Ermessen der Schule #weissnicht .


    Bei unserer Sprengelschule wurde schon öfters von Eltern drum gebeten, bestimmte Kinder nicht in eine Klasse zu tun. Z.B. weil es mit dieser Konstellation schon im Kiga massive Probleme gegeben hatte. Wurde dann auch immer erst von der Schulleitung zugesagt. Und nachher doch anders gemacht. Begründung: Schulbus #flop .

  • Esche, toll, dass das so klappt. Wir sind ja auch in Nds, ich bekomme hier im Moment mit, wie schwierig Rückstellungen sind. So einfach scheint das bei uns nicht zu sein.


    Und nein, ich werde jetzt als Nichtszwillingsmutter keine Meinung dazu schreiben, nur von der Erfahrung hier an unserer Grundschule berichten. Die richten sich zum Glück nach dem Elternwunsch. In diesem Jahr sind 3 Zwillingspaare in den 1. Klassen. Einmal sind sie in einer Klasse und die anderen beiden Paar sind in unterschiedlichen Klassen. In diesem Jahr werden die Zwillingsfreunde meiner Tochter eingeschult und die sollen auch in eine Klasse.
    Ich stelle mir die Entscheidung schwierig vor, und würde mich auf mein Gefühl verlassen und auf die Meinung der Erzieherinnen, die die Kinder ja schon länger kennen.

  • Ich habe hier den Eindruck, dass die Meinung der Schulleitung da ganz wichtig ist @Rückstellung. Und die ist auch dafür. Bei unserem älteren Sohn war das auch kein Problem, allerdings wäre der auch noch mit grade noch 5 regulär eingeschult worden, das fanden alle zu früh. Und dem hat das eine Jahr Schulkindergarten richtig gut getan.

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  • Und Tipps, was Nichtzwillingseltern machen würden, wenn sie Zwillinge hätten, also die bringen ja eh immer am meisten.... #pfeif


    Nee, völlig klar. Aussagen, dass Nichtzwillingseltern ja keine Ahnung haben und deswegen nicht mitreden sollen bei "Zwillingsthemen", höre und lese ich immer wieder.


    Und das hier:

    Das stimmt. Aber Zwillinge sind in so vielen Bereichen auch eine höhere Belastung als ein Geschwisterpaar mit Drei-Jahres-Abstand, dass man es sich hier und da halt gern etwas einfacher macht #schäm


    empfinde ich als pauschalisierend und abwertend gegenüber der Arbeit, die Eltern mehrerer Kinder leisten.


    Woher weißt du nun genau, dass meine drei Kinder weniger anstrengend sind als deine drei? Muss ich nicht - ebenso wie du - zwei kleinere Kinder im Auge behalten, wenn ich mit dem größeren mal ein Buch lesen oder was malen will? #confused


    Genau diese Einstellung, die da von Zwillingseltern oft rüberkommt, macht es mir schwer zu glauben, dass die Sonderstellung von Zwillingen in Kitagruppen und Schulklassen ausschließlich von den anderen kommt.


    Und nun lasse ich euch hier schon wieder in Ruhe. #angst

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    There is no foot too small, that it cannot leave an imprint on this world.

    2 Mal editiert, zuletzt von Metterschling ()

  • Metterschling hat nicht ganz unrecht. ICH persönlich stelle mir z.B. 2 Kinder im Abstand von ca 1 Jahr viiiiel anstrengender vor als Zwillinge. Eins will noch ständig rumgetragen werden, eins mag schon laufen, kann es aber noch nicht wirklich #kreischen . Aber wirklich beurteilen kann ich das nicht. Ich hab keinen Vergleich.



    Ich bin mit meiner Einstellung, dass Zwillinge eigentlich nur Geschwister sind, die zufällig gleich alt sind, auch ziemlich allein auf weiter Flur. Aber für unsere trifft das zu.

  • Nö. Metterschling hat vollkommen unrecht, zumindest was meine Situation betrifft. Ich hab übrigens auch noch ein 3. Kind. Aber da metterschling nicht sinnvolles zu dem Thema “Zwillinge getrennt oder zusammen einschulen“ betragen kann, würde ich. Vorschlagen das Getrolle einfach zu überlesen.

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  • Esche, es wurde ja ausdrücklich gesagt, dass man hier auf Meinungen von Nichtzwillingseltern keinen Wert legt.

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  • Ach, was solls, da habe ich jetzt keinen Nerv für. #augen

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    Einmal editiert, zuletzt von Esche ()

  • Meine werden definitiv nicht in eine Klasse gehen. Einfach weil das eine Mädel der anderen mächtig hinterher hinkt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie das in den 1 1/2 Jahren noch aufholt.


    An meiner GS gibt es beide Varianten. Kinder getrennt, Kinder zusammen. Ich glaube, die Eltern können da meist selbst ganz gut eine Entscheidung treffen. Die einzigen die ich komisch finde sind die, die ihre Kinder unbedingt in getrennten Klassen haben wollen, dann aber die ganze Zeit darauf hinweisen, dass sie ja an den viiiielen Aktionen nicht teilnehmen können, weil sie ja schließlich Zwillinge haben :D Hier gibt es viele kinderreiche Familien, da ist es nicht selten, dass die auf zwei-drei Klassen verteilt sind...



    Und ich sehe (bis auf die ersten Monate) keinen Unterschied zu gemischtaltrigen Geschwistern. Außer dass man sich halt mit solchen Fragen wie der hier rumplagen muss.
    Georg, die von Dir geschilderten Situationen wären doch genau schwierig, wenn Dein großes Kind zwei unterschiedlich alte Geschwister hätte.

  • Meine sind in eine Klasse eingeschult worden. Die Schule fand das gut, mein Mann und die Jungs. Ich hätte sie da schon gerne getrennt.


    Jetzt steht im Sommer der wechsel zur weiterführenden schule an und beide haben gesagt sie möchten nicht zusammen in eine Klasse.


    Könnte aber schwierig werden wenn sie sich das gleiche Profil auswählen. Pro Profil eine Klasse 8I

    Viele Grüße Gaby


    Vier Jungs (8/2000, 11/2002 und 2 mal 1/2005

  • Metterschling:



    Da du mich zitierst, möchte ich mein Zitat erklären. Ich schrieb:


    Zwillinge sind in so vielen Bereichen auch eine höhere Belastung als ein Geschwisterpaar mit Drei-Jahres-Abstand


    Das bedeutet doch nicht, dass ich die Erziehungsarbeit anderer Eltern nicht wertschätze #confused


    Aber Fakt ist nunmal, dass es anstrengend ist, zwei Neugeborene gleichzeitig zu stillen, mit einem Zwillingskinderwagen und/oder zwei Maxi-Cosi durch den Lidl zu rangieren oder bei 35 Grad Hitze vorne und hinten gleichzeitig ein knatschendes Baby im Tuch zu tragen. Man kann die Fahrräder und Autoschalen nicht weitervererben, sondern muss sie gleichzeitig anschaffen. Man kann sich oft nur sehr mäßig um das größere Kind kümmern, wenn man zwei Säuglinge gleichzeitig beaufsichtigt. Man kann nicht im Notfall ein Kind vor eine DVD setzen oder mit der Oma telefonieren lassen, um sich schnell um ein Baby zu kümmern usw. In vielen Bereichen waren und sind meine Zwillinge eine größere Belastung, früher vor allem körperlich, jetzt eher finanziell und organisatorisch.


    Und ja, da wage ich es mir in anderen Bereichen Entlastung zu holen. Zum Beispiel, in dem ich die Klassenpflegschaftssitzungen von drei auf zwei reduziere (immer unter der Voraussetzung, dass es den Kindern nicht schadet!). Hätte ich drei unterschiedlich alte Kinder, hätte ich diese Möglichkeit nicht, aber dafür hätte ich in anderen Bereichen (s.o.) vielleicht andere Möglichkeiten (gehabt).


    Meine drei Kinder sind ganz normale Geschwister, zwei sind halt gleich alt. Aber deshalb haben sie keinen Sonderstatus irgendwo. Im Kindergarten wissen manche gar nicht, dass es Zwillinge sind (sehr unterchiedlich groß) und sie werden auch nicht als "die Zwillinge" behandelt.


    Trotzdem kommt es hier im Alltag vor, dass ich Fragen habe, die nur Zwillinge (und mittlerweile vielleicht Kinder mit ganz nahem Abstand unter 1,5 Jahre oder so, mit zunehmendem Alter relativiert sich ja einiges) betreffen. Die stelle ich dann gezielt im Zwillingsforum und brauche Antworten von Leuten, die Erfahrungen damit haben. Wenn jemand eine Frage zu einer bestimmten Flaschennahrung hat, dann ist derjenigen auch nicht geholfen, wenn 23 Leute schreiben, dass sie ja so froh sind zu stillen.


    Ich gönne jeder und jedem seine persönliche Meinung zu dem Thema, wie Zwillinge beschult werden sollen, aber manchmal sind konkrete, persönliche Erfahrungen vonnöten.

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • wer sonst? ;)


    Die Schule bestimmt doch die Zusammensetzung der Klassen. Die Eltern können zwar Wünsche angeben, aber ob denen stattgegeben wird, ist doch im Ermessen der Schule #weissnicht .


    Klingt logisch :) Irgendwie dachte ich, so im Rahmen der Familienfreundlichkeit könnte man da den Eltern das letzte Wort lassen #pfeif


    Ich kann ja mal vorsichtig und unverbindlich bei unserer Landesschulbehörde anrufen und fragen, wie da in Nds. so der Stand ist.

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • Darf ich als Zwilling (habe einen Bruder) kurz was was sagen? Wir waren ab dem Kindergarten bis zum Gymnasium auf der selben Gruppe/ Klasse und ich fand es super!
    Ich empfand es als Bereicherung, meinen Bruder da in meiner Nähe zu wissen. Durch die Geschlechterungleichheit wurden wir auch nicht wie vermutet immer als "eins" betrachtet- wir waren tatsächlich eher wie Geschwister, die nur gleich alt sind. Jeder hatte seinen eigenen Freundeskreis, der sich manchmal überschnitt, was auch völlig in Ordnung war. - Ich hatte auch nie das Gefühl, dass die Lehrer unsere Leistungen miteinander mehr vergleichen als mit denen anderer. Zumindest tat man das nicht offensichtlich. Bei den Eltern war es genauso! Diese legten viel Wert auf unsere jeweilige Individualität und gleichzeitig schätzten sie unser besonderes Band. Wenn ich also den Rat geben darf: lass die beiden zusammen.


    Liebe Grüße

  • Georg: Meines Wissens ist es hier so, dass die Eltern das letzte Wort haben, sowohl mit der Einschulung als auch mit der Zurückstellung. Wir sind auch Nds. Zurückgestellt werden sie jetzt doch und alles andere entscheiden wir nächstes Jahr.


    otsl: Danke, das hilft mir jetzt WIRKLICH weiter. Wir haben nämich auch ein Mäden-Junge-Pärchen. Ab wann wart ihr denn nicht mehr zusammen?

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