kleine maus muss immer weinen sobald es abends ruhiger wird

  • .....und ich geh langsam am Stock. :S


    Tagsüber ist unsere Jüngste (6 Wochen) ein ganz ruhiges genügsames Baby(solange sie auf mir klebt ;) ), aber abends, wenn es ruhiger wird und wir ins Bett wollen, weint sie ca. 2 Stunden bitterlich und ist nicht zu beruhigen. :(;(


    Wir haben schon alles probiert, Licht aus, Licht an, auf dem Arm wiegen, im Tuch durch die Wohnung tragen, Schnuller, stillen(will sie dann nicht, wird nur noch wütender), alles ganz ruhig machen, Windel ab, sie massieren sie auf ihren Schlafplatz legen und mich einfach dazu kuscheln und sie mit Körperkontakt natürlich weinen lassen.....es bringt alles nichts und es scheint als wenn sie nachts einfach diese 2 Stunden schreien muss.


    Das ist zuersteinmal sehr grausam mitanzuschauen weil sie mir so leid tut und ich ihr nicht helfen kann, und dann graut es mir jetzt immer schon vor den Abenden. Es ist einfach auch nervlich sehr anstrengend. :S


    Wenn sie sich dann irgendwann beruhigt hat, schläft sie mit zweimal stillen zwischendurch ganz gut. Aber erstmal muss sie so sehr weinen. ;(


    Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?
    Heute abend werden wir sie um 22 Uhr baden, dann massieren, und dann direkt ins Bett.....wir probieren ja alles. #yoga


    "Seien sie gut zu den Kindern....Wir haben nichts besseres."
    Otfried Preußler

  • Das war hier bei meinen beiden Kinder jeweils bis zum 4. Monat (ungefähr) so.


    Im Alter deiner Tochter gibt es ja auch so einen klassischen "Schreihöhepunkt"...


    Was hat geholfen? Um ehrlich zu sein, nur die Zeit hat uns geholfen. ;)


    Wir haben uns abend abgewechselt (einer bringt das andere Kind ins Bett und erledigt noch anfallende Hausarbeiten z.B.) und der andere tigert mit dem Baby herum.


    Unseren Sohn haben wir wippend auf dem Stuhl im Arm gehabt; unsere Tochter trugen wir in der Tragehilfe mit Ohrenschützern herum.


    Nach und nach wurde es immer besser und jetzt weint meine Kleine "nur noch" direkt vor dem Einschlafen. Aber nicht mehr stundenlang durchgängig. ;)


    Ich habe mir zur Beruhigung immer gesagt, dass das die einzige Art von "Gespräch" ist, zu der meine Babies fähig sind. Wenn sie älter werden, können sie schon viel mehr: Kopf nach mir drehen, glucksen, meine Laute imitieren usw.


    War das bei all deinen Kinder nicht so? Ich kenne es nicht anders und dachte früher immer, ich habe etwas falsch gemacht.


    Meine Tochter hatte auch keinen schlimmen Start oder so.

  • Nein, nur meine erste Tochter hat auch sehr viel geweint, die hatte aber ganz klassisch immer viel Luft im Bauch, das wurde dann mit Fliegergriff und Sab Simplex besser. Oder wir sind Nächtelang mit dem Auto rumgefahren wenn sie sich anders gar nicht beruhigte.


    Die Anderen haben nicht so unstillbar geweint nachts.


    "Seien sie gut zu den Kindern....Wir haben nichts besseres."
    Otfried Preußler

  • Diese Schreien zum Verarbeiten hatten wir auch. Geholfen hat das Schreien als Ventil anzunehmen und nicht so viele Positionswechsel.


    Ach ja, und die Dunstabzugshaube auf Stufe 2 hat auch ein wenig geholfen. Bei der Großen hat manchmal der Föhn geholfen.


    Später habe ich dann ca. eine Stunde vor der eigentlichen Schreistunde angefangen ihn zu stillen. Dann ist er meistens eingeschlafen und lag bei mir an der Brust und ich gemütlich auf dem Sofa. Wenn er im Halbschlaf unruhig wurde sofort andocken lassen und seinen Po getätschelt. So konnte ich manchmal das Schreien umgehen.

    Liebe Grüße
    pitcat


    Dumm geborn, dor kanns nix för, Dumm starben dat is'n Malör.

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  • Das hatte mein Kleinster (jetzt 10 Wochen) auch - mit 6 Wochen war es am schlimmsten. Ganz klassisch, wie von Largo beschrieben.


    Das abendliche Weinen fing bei uns an, als der Papa nach den ersten Wochen, die er Urlaub hatte, wieder anfing zu arbeiten. Ab dann konnte ich nicht mehr nach dem Baby-Rhythmus leben, sondern musste mich tagsüber auch um die älteren Geschwister kümmern und das Baby musste sich wohl oder übel an diesen Rhythmus anpassen... also mit zum Abholen in den Kindergarten usw. Das hat gereicht, um den Kleinen so zu stressen, dass er abends seinen Stress rausweinen musste - jedenfalls hab ich mir das so zusammengereimt.


    Es ist dann ziemlich schnell besser geworden und kommt jetzt 4 Wochen später nur noch an besonders stressigen Tagen vor (z. B. am Wochenende, wenn die ganze Familie zu Hause ist).


    Mein Tipp ist daher nur: durchhalten! Und eben fürs schreiende Baby dasein, wie du es ja schon machst.

  • Nein, nur meine erste Tochter hat auch sehr viel geweint, die hatte aber ganz klassisch immer viel Luft im Bauch, das wurde dann mit Fliegergriff und Sab Simplex besser. Oder wir sind Nächtelang mit dem Auto rumgefahren wenn sie sich anders gar nicht beruhigte.


    Die Anderen haben nicht so unstillbar geweint nachts.


    Wenn du ansonsten nicht den Eindruck hast, dass was dahinter sein könnte (Bauchweh, Blockaden usw.) wird es wirklich erträglicher, wenn ihr es einfach annehmt.


    Bei unserem Sohn haben wir damals auch noch viel herumprobiert; mit Sab Simplex, herumfahren, tragen, wippen, singen, ins Dunkle legen (mit uns zusammen), Spieluhr usw.


    Das hat alles noch schlimme gemacht und oft war ich ein heulendes Nervenbündel.


    Diesmal haben wir es einfach durchgezogen; haben sie getragen und unsere Ohren geschützt. ;)


    Wir haben uns auch nicht wie letztes Mal so extrem zurückgezogen, sondern versucht, alles normal zu halten. Wenn wir abends Besuch hatten, lief dann einer von uns mit ihr in der Trage im geschlossenen Nebenzimmer herum, bis sie fest schlief.


    Nachts haben wir in Schichten geschlafen (ich von 8-24 Uhr; mein Mann dann ab 24 Uhr usw).

  • Weil du sagst, es geht los, wenn es ruhiger wird, wäre meine Vermutung, dass sie vorher alles so spannend findet, dass sie noch zufrieden ist. Wenn es dann ruhig wird, fälllt die Ablenkung weg, aber sie ist schön so müde und aufgeregt, dass sie die Einschlafhilfen nicht mehr annehmen kann. Mein Tipp wäre daher auch, sie schon bevor sie unruhig wird zum Schlafen zu bringen. Je nach Müdigkeit entweder gleich ganz ins Bett oder nur eine halbe Stunde zum Kraft tanken.


    Wenn mein Kleiner sich im Tragetuch nicht gleich beruhigt, hilft es ihm auch gut, wenn ich mit tiefer Stimme brumme.

  • Meine eigentlich total ruhigen, entspannten Babys hatten in dem Alter auch immer so eine Phase, in der sie abends geschrien haben. Ohne Bauchweh oder sonstige offensichtliche Ursachen. Sie haben sich einfach die vielen eindrücke vom Tage von der Seele geschrieen, denke ich. Das ging nach einer zeit vorbei. Ich finde nur wichtig, dass dann jemand bei ihnen und für sie da ist (Notfalls auch mit oropax).

  • Ich würde auch probieren, sie früher zum Schlafen zu bringen. Bei uns war es ein, zwei Stunden früher, was geklappt hat. Ausserdem versuchen, tagsüber mehr Ruhe reinzubringen. Also insgesamt weniger Reize, das ist natürlich ab dem zweiten Kind nicht mehr so einfach.


    Liebe Grüße,
    orange

  • Ich würde auch sagen: annehmen. Wir hatten das auch sehr früh so. Ich habe dann mit Kind im Arm im Schneckentempo etliche Runden um den Wohnzimmertisch gedreht. Dabei habe ich ihm vorgesummt und zugeflüstert, dass er alles rauslassen soll, Mama ja da ist und er so viel weinen darf, wie er muss. Mir hat das auf jeden Fall geholfen, ich hätte nämlich am Liebsten aus Verzweiflung mitgeweint und das wär bestimmt nicht gut gewesen. Auch habe ich dann tagsüber schon drauf geachtet, dass er so wenig Stress wie nur möglich ausgesetzt ist, da ich das Gefühl hatte, je mehr er am Tag erlebt um so heftiger fällt das Schreien am Abend aus. Z. B. wollte er immer und ausschließlich getragen werden. Wenn er dann mal eingenickt war, hatte ich in oftmals in seine Wiege abgelegt. Sobald er aufgewacht ist, hat er dann fürchterlich geschrien, ist er auf dem Arm aufgewacht, war das nicht der Fall. Also hab ich ihn gar nicht mehr, noch nicht mal für meinen Toilettengang abgelegt. Ich glaube einfach, dass ihm das viel geholfen hat. Das soll jetzt nicht heißen, dass es bei euch genauso ist, aber vielleicht fallen dir ja andere Dinge auf, die dein Kind tagsüber mitnehmen und die du minimieren kannst. Bei uns war die Zeit des Weinens dann zum Glück schnell vorbei. Wie lange geht es denn bei euch schon so?

  • Annehmen.
    Das hat hier geholfen. Alle meine Kinder haben geschrien. (Sie hatten auch alle KISS und wurden behandelt und trotzdem haben sie noch geschrien.)
    Mach dich nicht verrückt.
    Nicht so viele Postitionswechsel, frag dich nicht ständig was sie haben könnte. Du bist für sie da, aber du musst nicht immer wissen was sie hat. Das hat mich immer so genervt : was hat sie nur?
    Das weiß sie ja mit 6 Wochen selber nicht. Irgendwas ist einfach doof.


    Gute Nerven.

  • Meine ersten beiden Babys hatten das auch Abends. Gant furchtbar anstrengend war das :( Manchmal hat es geholfen, Mut dem rumtragen zu beginnen, bevor die Schreiphase einsetzt.

  • das hat bei uns geholfen, bei kind nr. 3 und 4. ich benutzte es beim mini immer noch, es hört sich schrecklich an, aber mini wird SOFORT ruhig.
    hier: klick


    ich hör dann hörbücher über kopfhörer.


    meine hebamme war gerade gestern ganz hin und weg, mini ganz unruhig, wollte nicht stillen, nicht wippen, nix. geräusch an, baby schläft. hebamme: 8I

    Trinity mit DerGroßen (9 jahre) DemGroßen (7) und DerKleinen (3 Jahre) & Mini ( 5/14)

  • Fräulein Mahlzahn konnte (fast) ohne Weinen einschlafen, wenn wir so gegen halb acht noch mal mit ihr im Tuch spazieren waren und sie dabei noch mal schlafen konnte.


    Ich wünsche Dir gute Nerven! Und nit 6 Wochen hast Du die schlimmste Schreiphase auch schon erreicht. Ab jetzt wird es besser!

  • Unsere zweite Tochter hat das damals auch so gemacht. Komischerweise fiel uns das nicht schwer, das so anzunehmen: Sie kam den ganzen Tag zu kurz, weil unsere "Große" (mit 2 war die auch noch nicht groß damals) uns vor lauter Eifersucht so heftig beanspruchte. Wir hatten tagsüber das Gefühl, die Kleine wird kaum bemerkt, und wenn die große Schwester dann im Bett ist, ist sie eben mal dran und spricht sich aus. Das war halt Zeit, die ihr zustand. Sie schrie dann ungefähr eine Stunde auf einem unserer Bäuche, wir hörten zu, und wenn sie alles rausgelassen hatte, konnte sie schlafen.


    Wir hatten aber auch kein bisschen das Gefühl, dass es ihr schlecht geht, das ist wichtig. Dadurch war es für uns nicht stressig. Es war einfach nur so, als hätte sie jetzt "Sprechstunde" und wär auch mal dran, dass wir ihr zuhören. Wenn du das Gefühl hast, da klemmt irgendwas, dann folge dem Gefühl natürlich.

    Wir wurden erschaffen, um uns weiterzuentwickeln, sonst hätte Jesus sicherlich vor über zweitausend Jahren gesagt: "... und jetzt sitzt ganz still und tut gar nichts, bis ich wiederkomme!" Swami Beyondananda

  • Mein Grosser hat auch jeden abend drei Stunden am Stück geweint ;( , wir waren dann zweimal beim Osteopathen dann hat das weinen aufgehört. Er war total blockiert, später bekam er noch eine Kiss-Behandlung. Habt ihr mal an sowas gedacht?

    Grüsse von Bergsee mit Alois (2007), Sepp (2010) und Peter (2014)

  • Meine Maus ist auch knapp sechs Wochen alt und schreit abends beim Stillen oft plötzlich wie am Spieß. Hochnehmen reicht dann oft schon, oder Rumtragen im dunklen, kalten Flur. Oder auch nur in Windel auf uns Kuscheln (Hautkontakt). Sie schreit eher Minuten als Stunden, aber wir sind dann auch schon ganz verunsichert (und würden am Liebsten mitheulen). Aber wenn sie dabei "Stress verarbeiten" brauchen sie es vielleicht einfach? Oje.


    Wünsche euch auch gute Nerven und dass es bald besser wird!

  • Habt ihr schon mal probiert sie vor dem Schlafengehen zu baden ?
    Das hat bei uns sehr geholfen, danach war unser Zwerg so platt, das er beim Stillen danach bei mir eingeschlafen ist ...


    Waren dann aber auch beim Osteophaten, und das hat dann auch geholfen. Er hatte sich mit dem Kopf falsch ins Becken gedreht, bei der ET und war total im Nackenbereich verschoben. Danach wurde es viel besser - weil jeden Abend mag man sein Baby auch nicht baden ...

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  • Unser Kleiner hatte das auch in den ersten Wochen. Es wurde auch von Tag zu Tag immer länger. Mit 10 Wochen schrie er 4 Stunden abends, ab da wurde es dann wieder kürzer und war dann nach 12-14 Wochen ausgestanden.


    Geholfen hat bei allen Bemühungen absolut nichts. Er musste abends einfach schreien. Da ich heute weiß, dass er einfach ein sensibles Kind mit Wahrnehmungsstörungen ist, denke ich da lag auch ursprünglich schon das Problem. Nur kann man da eben nichts tun. Die Eindrücke prasseln so oder so auf ein Kind ein und wir haben damals tagsüber nun wirklich nicht viel gemacht.


    Annehmen und es mit ihm zusammen aushalten ohne sich schuldig zu fühlen, hat uns allen am besten getan. Ich hielt ihn damals einfach in meinem Arm und tat sonst nicht weiter mehr. Denn es half ohnehin nichts, erschöpfte aber ansonsten meine Kräfte. So im Arm haben wir ihn einfach gehalten und unseren Fokus aber auch mal auf was anderes gerichtet. Also trotzdem auch ein Gespräch mit meinem Mann geführt oder TV geguckt. Klar mit schreiendem Baby ist das alles nur schwer möglich, aber es ging mir besser mit der Erkenntniss, dass es nicht unsere Schuld ist und wir auch nichts daran ändern können. Eben nur da sein.


    Ich persönlich glaube, dass es bei Blähungskindern meistens gar nicht so viel anders ist. Sondern das nur durch die Erregung mehr Luft geschluckt wird und es zu Blähungen kommt. Aber der Ursprung: die einstürzenden Reize tagsüber und dann die abendliche Ruhe überhaupt erst zu den Blähungen führen. Aber das passt vermutlich auch nicht auf alle Kinder... Erklärt aber irgendwie warum der Spuk irgendwie bei fast allen Kindern dann mit 12 Wochen besser wird.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)