• Kiwi wäre evtl etwas über pn möglich, da ich in einer grossen Klinik arbeite und nicht das Gefühl habe dass wir zu denen gehören die häufig Spender melden.


    niheito2012 ein sehr unübliches und auch unempathisches Vorgehen der Klinik.

    Ich kann die Angehörigen verstehen.


    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Die großen Häuser sind schon bemüht, potentielle Spender zu identifizieren. Ich denke nicht, dass Ärzte das aktiv verhindern, sondern sehe nur viel Unsicherheit bis zu dem Punkt, an dem potentielle Spender nicht gemeldet werden, weil allen unklar ist, wie es läuft.

  • janos ich bin jetzt mal ganz fies, aber Organspender melden bedeutet auch einen OP Saal für die Explantation bereitstellen mit Personal. Die Chirurgen kommen aus spezialisierten Zentren dazu.

    Das kann bedeuten dass manche OP abgesagt werden muss, bzw zusätzlich Personen aus der rufbereitschaft geholt werden müssen.

    Ich kenne die Vergütung nicht die das Krankenhaus dafür erhält, aber unter Umständen ist es einfach nicht sehr lukrativ.

    Unklarheiten über den Ablauf können leicht ausgeräumt werden. Ich habe die Mitarbeiter der dso immer als sehr hilfsbereit und geduldig empfunden.

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • janos ich bin jetzt mal ganz fies, aber Organspender melden bedeutet auch einen OP Saal für die Explantation bereitstellen mit Personal. Die Chirurgen kommen aus spezialisierten Zentren dazu.

    Das kann bedeuten dass manche OP abgesagt werden muss, bzw zusätzlich Personen aus der rufbereitschaft geholt werden müssen.

    Ich kenne die Vergütung nicht die das Krankenhaus dafür erhält, aber unter Umständen ist es einfach nicht sehr lukrativ.

    Unklarheiten über den Ablauf können leicht ausgeräumt werden. Ich habe die Mitarbeiter der dso immer als sehr hilfsbereit und geduldig empfunden.

    Schoko

    Organspende wird ganz gut vergütet und zumindest die Chirurgen an der großen Klinik hier sind sehr erpicht darauf, zu transplantieren. Viele Unis schreiben sich die Transplantationen ja auch als besondere Leistung auf ihre Seiten.


    Aber auch an diesem großen Klinikum war es immer wieder schwierig, das nötige Personal für die Diagnostik zu bekommen, weil eben nicht jeder Neurologe Hirntoddiagnostik kann. EEG und Duplex ist nicht immer verfügbar, die rein klinische Diagnostik erfordert viel Erfahrung, die man nur über die Jahre sammeln kann, sofern man eben lang genug und in den richtigen Bereichen ausgebildet wird. Insofern sehe ich den Hauptteil des Verschuldens darin, dass die Diagnostik nur an bestimmten Zentren verfügbar ist und nicht zwingend dort, wo die Patienten liegen.


    Seit Jahren soll ein Pool an Ärzten zur Verfügung stehen, die die Diagnostik bedarfsweise vor Ort machen. Ich hätte keine Lust dazu, diese Funktion abzudecken.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von janos ()

  • das Problem ist doch nicht, dass niemand seine Organe spenden will. Ganz im Gegenteil - die Spendenbereitschaft hat deutlich zugenommen. Nur die KH bekommen das nicht auf Reihe, weil sie überlastet sind

    Ich habe jetzt nur bis hierhin gelesen.


    Ich habe es in den letzten 6 Jahren nicht so erlebt.

    2 verschiedene ITS, und wir haben öfter an Organspende gedacht als wir den Hirntod feststellen konnten ( oh weh, das klingt so makaber). Einmal habe wir uns sogar mit der DSO beratschlagt, ob es wegen der Vorerkrankungen überhaupt denkbar wäre.

    Und die größte Arbeit wird von der DSO gemacht. Da ist dann aber tatsächlich einer über mehrere Stunden gebunden, ja. Aber der kommt extra von der DSO.

    großer Sohn (1/08) und kleiner Sohn (6/15)

  • Schokojunkie klar gerne !


    LG Kiwi

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • Ohne alle Kommentare gelesen zu haben...


    Als mein Sohn vor 5,5 Jahren starb, wurde ich auch vor diese Entscheidung gestellt. Er war Hirntod und die Maschinen mussten abgestellt werden. Nie zuvor habe ich mich intensiv mit dem Thema Organspende auseinander gesetzt. Und jetzt blieb mir nicht wirklich viel Zeit. Ich habe spontan und aus dem Bauch heraus entschieden, seine Organe frei zu geben. Bis auf die Augen... Das war mir wichtig. Mein erster Gedanke war, so hat alles noch einen Sinn, mein kleiner Kämpfer darf in anderen weiterleben. Er hilft anderen Familien und kann sie wieder glücklich machen. Der Gedanke macht mich auch glücklich. Ich wäre auch unendlich dankbar und froh, wenn meinem Kind, im Krankheitsfall, geholfen werden könnte.

    Liebe Grüße,


    Kerstin mit Kids für immer im Herzen. Ich liebe Euch! #herzen

  • DAnke HumptyDumpty !


    Du hast in einer unglaublich schweren Zeit eine Entscheidung getroffen, die anderen Kindern das Weiterleben ermöglichte.


    Vielen Dank dafür!

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Der Gedanke macht mich auch glücklich.

    Danke, auch dafür das Du das schreibst.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • HumptyDumpty die Tochter meiner Freundin hat letzten August nach 18 Monaten Wartezeit ein neues Herz bekommen, deshalb habe ich mich schon intensiv mit diesem Thema beschäftigt.

    Es ist wirklich unglaublich toll, dass du dich so entschieden hast.

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)