• Das ist _mein_ Grund, wieso ich für Angehörige nicht pro Entnahme entscheiden würde, wenn ich nicht wüsste, dass sie es wollen.

    Genau dieses "Ich weiß nicht, ob er/sie es gewollt hätte" fiele mit der Widerspruchsregelung weg. Ein sehr großer Vorteil

  • Ich war eigentlich immer sehr lange für die Widerspruchsreglung, habe meine Meinung dazu aber revidiert. In den letzten paar Jahren fühlen sich so viele Menschen fremdbestimmt von der Regierung - und auch wenn es in den meisten Fällen nur eine gefühlte Wahrheit ist, hat das seine Auswirkungen, z.B. im Wahlverhalten.

    Zum derzeitigen Moment halte ich eine Widerspruchsreglung für ein weiteres Stellschräubchen, das Leute motiviert, gewisse Parteien zu wählen, die der Demokratie mit mehr Macht ernsten Schaden zufügen könnten.


    Daher wäre ich derzeit eher für größere Aufklärungskampagnen mit ehrlichen Informationen und ganz niedrigschwelligen Registrierungsmöglichkeiten.

    Und ich finde schon, dass man potentielle Spender auch mit einem "Gegenwert" motivieren darf, z.B. ein paar Punkte, die die Chancen verbessern, selbst ein Spenderorgan zu bekommen.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Nach dem Hirntod ist der Sterbeprozess an sich ja nicht vorbei. Das ist _mein_ Grund, wieso ich für Angehörige nicht pro Entnahme entscheiden würde, wenn ich nicht wüsste, dass sie es wollen.

    Und das ist genau der Grund, weshalb meine nahen Verwandten (Mutter, Mann, Kind) wissen, dass ich (in Ö mit Widerspruchsregelung) mit der Entnahme meiner Organe einverstanden bin. Es ist auch in Ö so, dass die Verwandten noch befragt werden. Diese Verantwortung möchte ich den nahen Verwandten in der dann sicher schwierigen Zeit nicht geben wollen. Genauso wie ich weiß, dass sowohl Mann und Tochter pro Organspende sind.

  • Das ist _mein_ Grund, wieso ich für Angehörige nicht pro Entnahme entscheiden würde, wenn ich nicht wüsste, dass sie es wollen.

    Genau dieses "Ich weiß nicht, ob er/sie es gewollt hätte" fiele mit der Widerspruchsregelung weg. Ein sehr großer Vorteil

    Ganz genau und dass ist auch der Riesen Vorteil einer guten End of life Care. In Spanien , wo es ja den europaweit höchsten Anteil an Organ- und Gewebespenden gibt, existiert nicht nur die Wiederspruchslösung sondern eben auch einen sehr gute "end of life care". Es gibt dafür speziell ausgebildetes Personal und der Komplex befasst sich mit dem sterbenden Menschen. Dabei geht es um die Erläuterung der medizinischen Möglichkeiten, um die Erklärung was eine intensivmedizinische Eskalation mit sich bringt, was die pallitaive Therapie mit sich bringt, was bedeutet es eigentlich was wir im Patiententestament schreiben, was genaus schliessen wir eigentlich aus und was sagen wir zu.

    Ethische , spirituelle und religiöse Aspekte kommen zu Wort, die Familien- und Pflegesituation wird mit aufgenommen (ähnlich wie es hier auf den reinen Palliativstationen läuft) und Organ- und Gewebespende werden besprochen , meist mit dem noch lebenenden Patienten, was wäre wenn, wie steht er dazu, wie die Familie, was genau kann gespendet werden. Viele hier wissen nicht das eine Gewebespende bis zu 72h nach dem metabolischen Tod möglich ist und auch nicht welche Gewebe noch gespendet werden können und wie wichtig das ist. Ich führe tägl. Gespräche mit Angehörigen zum Thema postmortale gewebespende und es ist soooooooo schwer für viele zu entscheiden. Hier darf der Angehörigen nach eigenen Wertvorstellungen entscheiden (in der Organspende auch) wenn aber nie mit dem Verstorbenen selbst über das Thema gesprochen wurde, ist es so schwer für die Familien in der eh schon schwierigen Situation eine Entscheidung zu treffen von der sie nicht genau wissen wie der Verstorbenen dazu gestanden hätte. Es ist so viel besser das Thema schon zu Lebzeiten zu erörtern. Ich habe einige Gewebespenden durchgeführt bei denen ich mit Krebstpatienten im Endstadium und ihren Familien über das Thema gesprochen habe und die Entscheidung ist damit so viel leichter. Zusätzlich endtabuusiert man damit das Thema. Der Tod scheint hier in D ein ganz schwieriges Thema zu sein über den bestenfalls einfach geschwiegen wird, hat sicher auch historische Hintergründe, aber er gehört nun mal zum Leben dazu.

    Eine Wiederspruchsregelung würde dafür sorgen dass man sich mit dem Thema auseinander setzt und das ist wichtig, denn es existieren hier soviele Halbwahrheiten, Fehl- ind Mangelinformationen zu diesem Themenkomples, dass ist haarstreubend. Jeder könnte dann für sich selbst entscheiden und überlässt das nicht der Familie. Ich stehe zum Bsp. voll hinter der Organ- und Gewebespende, meine Eltern aber möchten nicht wirklich drüber sprechen, ihnen ist das Thema unangenehm und finde ganz fürchtbar, dass sie dann sagen dass ich und mein Bruder für sie entscheiden sollen. Ich möchte das für mich entscheiden, nicht für einen anderen Menschen.


    Besonders schlimm finde ich -diesbezüglich- das auch gerade Menschen die sich mit dem Thema auseinandersetzen und ein Patienetentestament oder eine Patientenverfügung haben oft nicht im geringsten wissen was sie da eigentlich ausfüllen, was sie verweigern oder zu lassen, das stellt oftmals auch die Mediziner vor extreme Probleme und all das könnte man lösen. NUR eine Wiederspruchslösung ist sicher ein erster Schritt, aber nur der halbe Weg.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

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  • Ich war eigentlich immer sehr lange für die Widerspruchsreglung, habe meine Meinung dazu aber revidiert. In den letzten paar Jahren fühlen sich so viele Menschen fremdbestimmt von der Regierung - und auch wenn es in den meisten Fällen nur eine gefühlte Wahrheit ist, hat das seine Auswirkungen, z.B. im Wahlverhalten.

    Zum derzeitigen Moment halte ich eine Widerspruchsreglung für ein weiteres Stellschräubchen, das Leute motiviert, gewisse Parteien zu wählen, die der Demokratie mit mehr Macht ernsten Schaden zufügen könnten.

    Daher wäre ich derzeit eher für größere Aufklärungskampagnen mit ehrlichen Informationen und ganz niedrigschwelligen Registrierungsmöglichkeiten.


    Und ich finde schon, dass man potentielle Spender auch mit einem "Gegenwert" motivieren darf, z.B. ein paar Punkte, die die Chancen verbessern, selbst ein Spenderorgan zu bekommen.

    Zu Punkt 1 stimme ich Dir völlig zu!


    Zu Punkt 2 nicht: das Problem ist doch nicht, dass niemand seine Organe spenden will. Ganz im Gegenteil - die Spendenbereitschaft hat deutlich zugenommen. Nur die KH bekommen das nicht auf Reihe, weil sie überlastet sind.



    Zitat: "Für den starken Rückgang der Transplantationen und Spenden in der jüngeren Vergangenheit macht die Stiftung nicht eine gesunkene Spendenbereitschaft verantwortlich. Vielmehr verhinderte der von hohem Arbeitsdruck gekennzeichnete Klinikalltag, dass die Vermittlungsstelle überhaupt Kenntnis von Organen erhielt. Eine Studie habe ergeben, dass Entnahmekrankenhäuser "mögliche Organspender immer seltener erkennen und melden", hieß es in einer Mitteilung."https://www.zeit.de/wissen/ges…estiegen-kliniken-skandal



    Hier muss man registiert sein:

    https://www.aerzteblatt.de/nac…nden-massgeblich-steigern



    Ich bin zunehmend echt frustriert. Man sieht ein Problem, behebt es aber nicht, sondern gängelt stattdessen die Bürger/innen. Das löst das Problem nicht, aber man hat was getan. ...das betrifft eine ganze Reihe politischer Initiativen aus den letzten Jahren.

  • Ohnezahn : Wie soll es denn noch niederschwelliger gehen? - ein oranges pappkärtchen, das überall ausliegt, das ich mit mir rumtrage oder eben nicht.

    Ich habe die Kärtchen noch NIE irgendwo ausliegen sehen #gruebel

    Okay, ich war auch lange nicht mehr beim Hausarzt, aber weder beim Kinder-, Zahn- noch beim Frauenarzt habe ich die je gesehen. Meiner ist selbst ausgedruckt aus dem Internet, Jahre lang hatte ich einen "selbstgemalten" im Portemonnaie, weil ich keinen Drucker hatte.

    Die müssten mehr ausliegen. Und zwar mit einer Infobroschüre zur Aufklärung, weil da viel Halbwissen kursiert.

    Wird man beim Arzt darauf angesprochen?


    Sehr interessant, Kiwi , danke.

    Astarte , das ist wirklich frustrierend. Das wusste ich nicht, wundert aber auch nicht. Warum sollte ausgerechnet an dieser Stelle in den Kliniken weniger Stress und Hektik bestehen.

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  • Zu Punkt 2 nicht: das Problem ist doch nicht, dass niemand seine Organe spenden will. Ganz im Gegenteil - die Spendenbereitschaft hat deutlich zugenommen. Nur die KH bekommen das nicht auf Reihe, weil sie überlastet sind.

    Gaaaaaaaaanz wichtiger Punkt, Astarte .


    Ohnezahn ,

    wie stellst Du dir das vor:

    Ohnezahn schrieb:

    Und ich finde schon, dass man potentielle Spender auch mit einem "Gegenwert" motivieren darf, z.B. ein paar Punkte, die die Chancen verbessern, selbst ein Spenderorgan zu bekommen.


    Zum einen führt der in Aussicht gestellte Gegenwert die Spende bereits ad absurdum und zum Zweiten ist eine Einwilligung JEDERZEIT wiederrufbar und dieser wäre Ansatz unethisch. Es darf nicht um gegenleistungen gehen in der Organspende, dann sind wir ratzfatz beim Organhandel und den will niemand.


    Edit: sorry es hat mir die Zitate zerhackt.

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  • ch habe die Kärtchen noch NIE irgendwo ausliegen sehen

    Okay, ich war auch lange nicht mehr beim Hausarzt, aber weder beim Kinder-, Zahn- noch beim Frauenarzt habe ich die je gesehen. Meiner ist selbst ausgedruckt aus dem Internet, Jahre lang hatte ich einen "selbstgemalten" im Portemonnaie, weil ich keinen Drucker hatte.

    Ich halte das auch für problematisch, vor einiger zeit haben die Krankenkassen welche versndet das hat einen Riesenstress gegeben, jetzt kann man sie jederzeit von der KK anfordern zusammen mit Informationen. Viele Hausärzte verweigern das Auslegen von Ausweisen und Infomaterial.

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  • Ohnezahn : Hm, hier liegen die in Apotheken aus, auf dem Amt, bei Ärzten. Teilweise in Geschäften zwischen den ganzen veranstaltungsflyern.

    Ist so eine hochkant-minibroschüre mit wenigen Infos und meist 2 ausweisen zum raustrennen.

    Ok, wenn das nicht überall so ist, ist das doof.

  • Keine Ahnung, das war kein durchgedachter Plan, sondern bloß eine Idee zum Weiterdenken.

    Wenn ich Blut spende, bekomme ich dafür z.B. Brötchen und Kuchen als kleines Dankeschön für meinen Aufwand, wenn ich Haare spende, gibt es den Haarschnitt umsonst. Mein Opa hat sich für die Körperwelten-Ausstellung zur Verfügung gestellt und bekam dafür immer freien Eintritt (und noch irgendwas). (Klappte dann aber leider nicht, weil er zu spät gefunden wurde und der Zustand des Körpers nicht mehr gut genug war.)


    Einen kleinen Anreiz zu schaffen, finde ich nicht falsch. Etliche Leute sind ja pro Organspende, haben aber keinen Ausweis, weil der Punkt in diesen "müsste man mal machen"-Bereich rutscht. Ich rede nicht von 10.000€ bar auf die Hand, sondern um einen kleinen Vorteil als Dankeschön für die Bereitschaft.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Der Punkt mit der Vergütung ist interessant. Wenn ich Blutspenden gehe, bekomme ich auch eine Aufwandsentschädigung. Wenn ich meinen Körper dem anatomischen Institut vermache, bezahlt das die Beerdigung. (okay, da kann man dann wohl keine Wünsche äußern, aber wem das egal ist...)

    Da sieht keiner moralische Probleme, warum hier?

    Wohlgemerkt geht es um Organe verstorbener Menschen, nicht um lebendspende.

    Ich fände die Idee dass die Kosten der Beerdigung bezahlt werden gar nicht so abwegig.

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Der Punkt mit der Vergütung ist interessant. Wenn ich Blutspenden gehe, bekomme ich auch eine Aufwandsentschädigung. Wenn ich meinen Körper dem anatomischen Institut vermache, bezahlt das die Beerdigung. (okay, da kann man dann wohl keine Wünsche äußern, aber wem das egal ist...)

    Da sieht keiner moralische Probleme, warum hier?

    Wohlgemerkt geht es um Organe verstorbener Menschen, nicht um lebendspende.

    Ich fände die Idee dass die Kosten der Beerdigung bezahlt werden gar nicht so abwegig.

    Schoko

    Oh, das gefällt mir auch.
    (Ich finde überhaupt, dass Beerdigungen zu teuer sind. Wer da gern Brimborio machen möchte, kann es ja haben. Aber warum man menschliche Überreste nicht unter vierstellig "los wird", will mir nicht in den Kopf. Das klingt jetzt viel böser als ich das meine, aber meine Omas hat es zum Lebensende hin echt noch richtig gestresst, dass die Enkel noch so viel Geld dafür berappen müssen, obwohl niemandem bei uns die sterblichen Überreste etwas bedeuten. Es kann ja auch nicht jeder gezielt dafür sparen.)

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Ja und Ja!


    Ich werde niemals den verständnislosen Gesichtsausdruck des Bestatters vergessen, als ich auf seine Frage nach dem bevorzugten Sarg des verstorbenen Angehörigen antwortete: "Der billigste, wird ja eh verbrannt."

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul


  • Sorry, ich finde das mit der Abgeltung vollkommen strange ... Vielleicht bin ich ein wenig seltsam, aber mir widerstrebt diese, ich gebe nur, wenn ich auch dafür was bekomme - Einstellung, die ich hier schon öfters gelesen habe, einfach.

  • Das hat unser Bestatter selber vorgeschlagen. Den günstigsten zu nehmen. Damit bei der Trauerfeier dann aber was schönes steht bietet er einen Leihsarg an. Das fand ich strange. Haben es dann aber genutzt.

    Bei dem Rest waren wir echt sparsam und haben dann trotzdem 5000 Euro mit allem gezahlt.

  • Der Punkt mit der Vergütung ist interessant. Wenn ich Blutspenden gehe, bekomme ich auch eine Aufwandsentschädigung. Wenn ich meinen Körper dem anatomischen Institut vermache, bezahlt das die Beerdigung. (okay, da kann man dann wohl keine Wünsche äußern, aber wem das egal ist...)

    Da sieht keiner moralische Probleme, warum hier?

    Wohlgemerkt geht es um Organe verstorbener Menschen, nicht um lebendspende.

    Ich fände die Idee dass die Kosten der Beerdigung bezahlt werden gar nicht so abwegig.

    Schoko

    Nein Schoko. Das darf das Institut für Anatomie nicht mehr. Die Kehrseite der medaille war nämlich das Angehörige ihre Verstorbenen den Instituten zur Verfügung gestellt haben um nicht die Kosten einer Beerdigung zu tragen. Deshalb wir das auch nicht mit einer Organ- oder Gewebespende verknüpft werden dürfen und sollte auch nicht.


    Da wurden durchaus moralische Probleme gesehen, deshalb darf das nicht mehr. Von Hagen mit seiner Körperweltenaustellung ist im übrigen sehr in die kritik geraten weil er sich "Exponate" ausgesucht hat und diese unter Druck gesetzte hat. Es gab das diesen osteuropäuischen Basketballspieler der aufgrund eines gutartigen Hypophysentumors um die 2,40 m groß war und der einen krebskranken Sohn hatte. Von Hagen hat im zugesagt die horrenden behanlungskosten des Sohnes zu übernehmen wenn der Vater sich vertarglich bindend nach seinem Tod als Exponat zur Verfügung stellt.


    Solche Dinge MÜSSEN sauber bleiben und sobald auch nur die kleinste Chance besteht wird da gemauschelt.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • der Artikel, den Astarte oben aus der Zeit verlinkt hat, zeigt einen Teil des Problems - gerade kleine Krankenhäusern fehlt die Routine darin, Organspender zu identifizieren und die Transplantationen zu initiieren.


    Da beisst sich die Katze dann in den Schwanz: die Vorbehalte in der Bevölkerung, die Medienberichte über falsche Hirntoddiagnostik und die fehlende Routine und die damit einhergehende Unsicherheit, mit Fragen der Angehörigen umzugehen führen dazu, dass die Ärzte in kleinen Häusern wenig potentielle Spender melden.


    Die Gespräche sind nur mit Routine führbar, die Hirntoddiagnostik, so wie das Transplantationsgesetz sie vorschreibt ebenfalls. Das hat meines Erachtens nicht primär mit Stress, sondern damit zu tun, dass in der BRD viele kleine Krankenhäuser aufrecht erhalten werden, die solch spezielle Fragestellungen einfach nur unzureichend bearbeiten können.


    Mehr Zentralisierung wäre da sehr hilfreich, das ist zB auch in Spanien der Fall. Widerspricht aber den Erwartungen der Patienten hierzulande, dass am besten alle Leistungen mit möglichst geringer Entfernung zum Wohnort vorgehalten werden sollen

  • Kiwi und Schokojunkie


    Das Opfer war noch nicht hirntod, aber hatte schwerste Verletzungen im Hirn, es war absehbar, dass es nicht überleben wird. Näheres gerne per PN, da ich nicht weiß, wie öffentlich das hier ist.

    #herz Kind an der Hand, Kind im Herz, Kind im Arm #herz

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von niheito2012 ()

  • Jein... janos da hängt in den Kliniken noch mehr dran. Ich würde jetzt wahnsinnig gerne aus dem Nähkästchen plaudern, warum auch große Kliniken manchmal wenig aktiv sind und spezielle kleine Häuser unglaublich gut und engagiert, aber ich fürchte das ich dann ggf. Ärger bekäme...aber das von Dir aufgezählte ist zumindest ein großer Teil des Problems...

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