gymnasium oder gesamtschule??? wie würdet ihr entscheiden???

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  • Wir mussten hier auch eine Vorauswahl treffen und haben uns dann drei Schulen angeschaut. Sehr viel mehr wird dann auch eher verwirrend, glaube ich. Allerdings konnten wir vorher auch schon ziemlich gut eingrenzen, weil z.B. nur die Schulen in Frage kamen, die Spanisch als 1. oder 2. Sprache anboten, da vielen dann schon einige Schulen weg. Und einige wären zu weit entfernt gewesen.

    Liebe Grüße von Kris (1974) mit großem Sohn (1/2002) und kleinem Sohn (5/2007)

  • Wir standen hier gerade vor einer ähnlichen Entscheidung.
    Die Gesamtschule hier in der Nähe hat einen sehr guten Ruf und ich hätte meine Tochter gerne dort gesehen. Mein Mann war neutral, eher pro Gymnasium eingestellt.


    Wir haben uns dann 2 Gymnasien hier in der Nähe und die Gesamtschule angeschaut. Alle Schulen haben sich sehr gut präsentiert und hatten aber auch ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.
    Wir haben uns ewig die Köpfe zerbrochen, ellenlange Pro- und Contralisten geschrieben und kamen nicht wirklich voran.
    Meine Tochter hat dann alles gesprengt, indem sie verkündet hat, dass sie gerne auf ein ziemlich weit entferntes Gymnasium mit Ballett-Zweig gehen möchte.
    Das haben wir ersteinmal nicht zugelassen und uns jetzt auf das, für sie kleinste "Übel" geeinigt. Heute haben wir sie an einem Gymnasium hier um die Ecke angemeldet.


    Mich beruhigen einige der Berichte hier und wenn es doch furchtbar stressig für sie wird, können wir immer noch einen Wechsel zu einer anderen Schule überlegen.

  • ich muss den thread nochmal schubsen. :)


    die entscheidung steht bald an und wir sind noch immer sehr unsicher, vorallem wegen dem ganztags an der gesamtschule.



    mein sohn ist ein sehr ambitionierter fussballer....zweimal die woche training, spiele...manchmal auch mehr.



    mir wird immer wieder gesagt, dass solche termine an der ganztagsschule zum problem werden..zeitlich aber auch weil die kinder nach dem langen schultag keine kraft mehr haben. das fände ich mehr als schade.


    wie sind denn eure erfahrungen diesbezüglich??? sind hobby bzw. verein mit der ganzagsschule zu vereinbaren?

    Susanne mit Kasperle 08/04 , Seppel 01/07 und Gretel 10/10 :) und Überraschungsstar April/2014


    Pippi Langstrumpf:" Es ist unbedingt wichtig für kleine Kinder ein
    geordnetes Leben zu haben. Besonders, wenn sie es selbst ordnen dürfen." :D

  • Hallo,


    da würde ich an der Schule konkret nachfragen.


    An der "moderaten Ganztagsschule" meiner Kinder ist zum einen an 2 Tagen 14 Uhr und an den anderen 15.15 Schluss und zum anderen kann man sich für bestimmte Dinge vom Nachmittagsangebot freistellen lassen. Dazu braucht es ein Schreiben vom Instrumentallehrer/Trainer, daß auf einem gewissen Niveau trainiert/geübt wird und eine kurze Begründung, warum das Training bzw. die Instrumentalstunde nicht zu anderen Zeiten stattfinden kann.
    Einmal wöchentlich war hier gar kein Problem, ob das auch mehrmals die Woche möglich wäre, weiß ich nicht.


    Ich weiß aber auch von Ganztagsschulen, die da hart sind und keine Ausnahmen machen bzw. bei denen verpflichtender Unterricht m Nachmittagsbereich ist (bei uns eher Freiarbeit, GTA und Wahlfächer, die man durch Musikschule/Training sozusagen ausgleichen kann).


    Ich denke, da hilft wirklich nur anrufen und direkt nachfragen.

  • Mein kleine Nichte ist (trotz hervorragender Noten in der GS) auf die gebundene Ganztagesschule, damit sie noch Zeit für ihre Hobbys (Theater spielen, schwimmen und Gruppenstunde) hat. Wenn sie nach Hause kommt, ist sie fertig mit allen Hausaufgaben und hat wirklich Zeit.

    #rose Sohn (2/92), Sohn (2/97), Tochter (8/01)


    "Das Vorhandensein eigener Kinder, unabhängig von ihrer Zahl, stört die Reinheit des theoretisch-pädagogischen Denkens erheblich"
    G. Laub

  • meine tochter geht auf eine ganztags-gesamtschule und hat täglich bis 15:15 h schule. da der letzten stunde eine 75minütige mittagspause vorraus geht, ist genug zeit um zu essen und hausaufgaben zu erledigen.


    meine tochter hat ein sehr volles sportprogramm in der woche, 2 x ballett und 3x leichtathletik als leistungssport. der große vorteil ist da, das diese altersklasse (sie ist 12) spät(er)anfängt als noch zu U12er zeiten und es dadurch passt. verlagert sich dafür aber alles in den abend, die hobbies enden um 19 oder 19:30, teilweise auch 20 uhr. aber da sie für den sport stirbt ;) funktioniert es gut. viel andere freizeit bleibt nicht aber ihr freundeskreis ist auch auf dem sportplatz.


    kraft hat sie nach dem schultag noch genug, ich empfinde auch das leistungsniveau auf einer gesamtschule nicht so hoch, sie ist in der 6. klasse aber bisher lief alles sehr locker und entspannt, sie ist vom durchschnittlichen grundschulkind zur stufenbesten mutiert. und so lange es in der schule so gut läuft, gibt es keinen grund die sportaktivitäten einzuschränken.

    LG Petra mit Tochter 1 *20.02.03 und Tochter 2 *24.01.06

  • Kommt auf die Schule an.
    Hier hat die Förderstufe der Gesamtschule Unterricht bis 15 Uhr, danach eigentlich frei, denn es gibt keine HA, nur Lernen für die Arbeiten, Vokabeln usw. Da gibt´s einige Jungs, die Fußball spielen. Wenn es trotz Ganztag noch HA gibt, wird´s wirklich happig.


    J. hat auf der Gymnasialstufe keinen Ganztag, theoretisch. In der Praxis ist sie im Mom doch 2-3mal erst nach 15 Uhr zuhause, einmal alle 2 Wochen eine freiwillige AG (und danach noch Keyboardunterricht), einmal pro Woche Mathe-Förderkurs, einmal pro Woche ein Klassenprojekt (zeitlich befristet, sind nur 10 oder 12 Termine) und danach sammel ich sie ein und fahre direkt zum Schwimmen weiter, an diesem Tag geht sie um 7 Uhr aus dem Haus und kommt um 18 Uhr heim, zum Glück ist es Freitag ;-). Das Lernpensum hält sich in der 5. Klasse noch in Grenzen, im Moment klappt das alles recht gut.
    Ich beobachte auch die 7. Klasse des G8-Gyms, da klappt das auch noch mit Hobby und Nachmittagsunterricht dreimal die Woche, aber das Pensum wird deutlich größer.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Kommt auf die Schule an.


    Genau.


    Meine Tochter besucht auch ein gebundenes Ganztagsgym (G8), mit zwei Kurztagen und drei Langtagen. Trotzdem geht sie am Kurztag für 3 Stunden zu einer "Forschergruppe" und am Langtag abends noch zum Chohr für 1,5 Stunden.
    Sie packt das locker.
    Aber andere Schüler ihrer Klasse müssen nachmittags noch ordentlich was tun (Aufgaben aus dem Unterricht beenden, Vokabeln und für Arbeiten lernen, Arbeiten korrigieren...). Mein Kind investiert in diese Aufgaben etwa 10 Minuten im Monat. Da war die Grundschule deutlich arbeits- und zeitintensiver (viele blöde Fleißaufgaben).


    Ganz entscheidend ist glaube ich die eigene Motivation des Kindes. Diese eine Schule sollte es sein und keine andere. Da ist die Identifikation groß und auch der Ehrgeiz, etwas dafür zu tun.

  • Hier ist es so, dass sich die Trainingsanfangszeiten ab der Fünften überall nach hinten schieben, eben weil viele Kinder Ganztagsschulen besuchen oder lange an Hausaufgaben sitzen. Meine Tochter hatte da nie Probleme, obwohl sie zweimal die Woche Fußballtraining hatte, manchmal freitags noch ein Spiel, einmal Orchester und noch ein Theater Projekt. Der Tag an einer Gesamtschule ist auch nicht so heftig durchgetaktet, wie auf dem Gymnasium. Die Mittagspause ist über eine Stunde lang, es gibt viel Gruppenarbeit, Stunden in denen Hausaufgaben gemacht werden. Sie war meistens fit, wenn sie nach Hause kam. Ist denn bei Euch jeder Tag Ganztag? Hier ist dienstags und freitags um 13 Uhr Schluss, wobei dienstags noch AG ist, wenn man möchte. Auf dem Gymnasium kommt es auch ganz schnell, dass die Kinder spät nach Hause kommen und dann noch Hausaufgaben machen müssen. Ich finde es kommen von vielen Seiten immer die gleichen Argumente gegen die Gesamtschule. Keine Ahnung warum. Bei meiner Kleinen fängt das jetzt auch schon an. Ich kenne ja, wie schon geschrieben, beides. Die Entscheidung ist immer schwer und auch bei Nr. Drei hab ich wieder Zweifel, obwohl die Entscheidung eigentlich feststeht. Du kannst mir auch gerne ne PN schicken, wenn Du noch Fragen hast. Ich glaube der Unterschied zwischen Hannover und Oldenburg wird auch nicht so groß sein.

  • Ich wäre für ein Gymnasium, vor allem seit G9. Damit ist die Wochenstundenzahl in der Mittelstufe auf 30 gedeckelt worden, sodass praktisch kein/kaum Nachmittagsunterricht stattfindet. Ansonsten sehe ich auch nicht, dass die Kinder auf dem Gym in Niedersachsen keine Hobbies mehr hätten.

  • mir wird immer wieder gesagt, dass solche termine an der ganztagsschule zum problem werden..zeitlich aber auch weil die kinder nach dem langen schultag keine kraft mehr haben. das fände ich mehr als schade.


    der Ganztag an sich macht glaube ich nicht kraftlos, die Gesamtschulen haben ja ausgedehntere Mittagspausen im Ganztag als die Gymansien ohne. Ich würde schauen welche Schule er möchte, und dann nach den Unterrichtszeiten schauen, kann sein das auch mit einem Gymnasium die Unterrichtszeiten so ungünstig liegen das sich das mit dem Training beisst. Wobei ich nicht weiss wieviele Langtage sie jetzt im wieder G9 haben werden in den unteren Jahrgängen...


    IGS mit gebundenem Ganztag bedeutet für meine Tochter zur Zeit das sie um halb vier Schluss hat und nichts mehr zuhause machen muss. Außer in sehr seltenene ("selbstverschuldeten") Ausnahmen. Das wird sich mit der Zeit sicher noch ändern aber der chillige Anfang war für uns ein Segen und lässt viel Zeit für Hobbies. Und sie ist nicht müder als die große Schwester auf dem Gymnasium in dieser Schulstufe war.

  • Wäre ich auf ein Gym gekommen anstatt auf die Gesamtschule hätte ich heute kein Abi ;)


    Die richtige Wahl ist immer individuell.


    Genau.
    Lilu, ich war auf dem Gymnasium und habe trotzdem keine allgemeine Hochschulreife, und nun? Hilft das sushiba weiter? Ich denke nicht #freu

  • darf ich auch: ich war weder auf einem normalen Gymnasium noch auf einer Gesamtschule und habe trotzdem Abitur.


    ich kann noch kurz einwerfen, dass wenn man die Kerncurricula ansieht, dann findet man in denen für die Gesamtschulen mehr von dem, was heute an moderner Didaktik gelehrt wird.
    Wie sich das aber in der konkreten Unterrichtsgestaltung auswirkt, ist wieder sehr von der Schule (und natürlich nochmal vom Lehrer) abhängig.
    Ich schlage auch vor, sich die in Frage kommenden Schulen genau anzuschauen.

  • Ich hab in unserem Verein festgestellt, dass mehrere Gesamtschüler aufhören mussten, weil es durch den Ganztag schwierig war, noch zum Training zu gehen.
    Meine Kindergruppe besteht aus Gymnasiasten und Realschülern, die Gesamtschüler haben oft aufgehört aus Schulgründen.


    Es gibt bei uns nur eine Gesamtschule in der Region und da haben die Kinder manchmal bis 17 Uhr Schule, da dank Lehrermangel kein nahtloser Stundenplan möglich ist.


    Ich war übrigens in der Grundschule auch ein faules Stück mit erheblichen Schwächen und ab Gymmie hat es sich verändert.


    Zum Glück sind Wechsel möglich!

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Das kann von Schule zu Schule verschieden sein.


    Wir haben weiter weg eine Gesamtschule, da hätte ich ihn sofort hingeschickt. Kommt aber nicht in Frage, weil KEINER von hier dort hingeht. Die andere Gesamtschule ist im Aufbau und ich hab echt noch NIX Gutes gehört (Kind wollte da nicht hin, weil er das Gebäude zu dunkel findet- aha).
    Die beiden Gymnasien sind (wie ich jetzt leider feststellen muss), recht unterschiedlich. Und mein Kind wollte genau an das "striefe" Gymnasium und jetzt haben wir den Salat. Totalverweigerung, nur Ärger. Und das bei einem Jungen, der ohne zu lernen im verhassten Englisch 2er und 3er schreibt, in Mathe echt gut ist etc. Spielt aber keine Rolle, weil seine Arbeitshaltung eben nicht "gymnasial" ist (ich frage mich allerdings, wo die Kinder sind, die sich nachmittags freudig 2 Stunden an die HA setzen. Ich kenne keins...und halte das auch nicht für "normal", sondern für die absolute Ausnahme).


    Ich würde mir die Schulen alle genau anschauen und versuchen, ein paar "Betroffene" von allen Seiten kennen zu lernen.

  • wie kompliziert ist es denn, zu wechseln?


    grundsätzlich und aus meinem persönlichen erleben meiner schulzeit würde ich immer die option wählen, wo am wenigsten zeit in der schule verbracht werden muß. gerade dann, wenn das kind viele freizeitambitionen hat.


    ich stelle mir vor, daß es recht einfach ist, auf die gesamtschule zu wechseln, wenn es mit dem gymnasium nicht klappt.
    umgekehrt vielleicht weniger? zu meiner zeit und in meinem land mußte man da eine aufnahmeprüfung machen, ob es unterm jahr gegangen wäre, keine ahnung.
    man kann ja auch auf dem gymnasium durchaus ein mittelmäßiger bis schlechter schüler sein, wenn man keinen ehrgeiz hat, und sich erst abstrampeln, wenn es auf etwas ankommt.


    also, worauf ich hinaus will, vielleicht könnte man etwas druck von euch nehmen, wenn man sich klar macht, daß das keine in stein gemeißelte entscheidung sein muß?

    the nature of this flower is to bloom

    (alice walker)

  • Madrone, die Sache mit dem Wechsel ist vermutlich auch schulabhängig...
    Hier ist das Ganze... naja, sagen wir mal, manchmal einfach und manchmal nicht so sehr.
    Beim Wechsel zwischen unterschiedlichen Gyms hängt es davon ab, ob G8 oder schon G9 und dann, ob es freie Kapazitäten in der Klassen gibt (zumindest wird es so begründet). Von der Gymstufe auf die Förderstufe (integrierte GS haben wir nicht in der Nähe, nur kooperative) geht recht problemlos, wenn in den Klassen Platz ist.
    Umgekehrt (von der Förderstufe auf die Gymstufe) geht das bei sehr guten Noten im Verlauf der 5. Klasse problemlos, nach der 6. müßte man eine Klasse wiederholen (war bei G8 so, da 2. Fremdsprache in der 6., mit G9- keine Ahnung), danach erst wieder nach der 10. Klasse in die Oberstufe rein.
    Und in anderen Bundesländern sind die Regeln vermutlich nochmal anders. Aber runterstufen wird in der Regel deutlich einfacher sein als hochstufen.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Bei uns geht es nur selten, vom Gym zur Gesamtschule zu wechseln. Nur, wenn dort ein Platz frei wird. Denn die IGS haben nur begrenzte Schülerzahlen, und da die eigentlich immer komplett ausgeschöpft sind, klappt es nur, wenn jemand wegzieht o.ä.