• nüsse o.ä. nachts helfen mir gar nicht.


    murkel, du sprichst mir aus der seele!


    Ich hab gestern noch nicht gespritzt, weil mein wert abends nur bei 81 war und ich einen anstrengenden tag heut hatte und geschlafen hätt ich sicher kaum aus angst vor unterzuckerung :/ vermutlich total hysterisch, aber ich mach mir im moment eh soviele sorgen

  • Verena, wieviel solltest Du denn spritzen? Viele Ärzte sind ja recht vorsichtig mit der Anfangsdosierung. Ich weiß noch, dass ich mit 6 Einheiten angefangen habe, und gut war der Nüchternwert dann mit 20/22 Einheiten.
    Und eine Frau, die außerhalb einer Schwangerschaft nicht schon einen jahre- oder gar jahrzehntelangen Diabetes hat, würde eine Unterzuckerung merken und nachts davon wach werden.
    Wenn Du den Anfang mit dem Insulin einfach um einen Tag verschieben magst, ist das natürlich kein Problem. Ich habe damals auch einen Tag später mit dem Insulin angefangen, als der Arzt empfohlen hat. Weil einen Tag später war mein Mann wieder daheim, und das war mir wohler, dass ich in der ersten Nacht mit Insulin nicht alleine war.

  • ich soll mit 4 einheiten anfangen, aber wenn ich mit einem so niedrigen wert spritze und das insulin beginnt zu wirken, reguliert der körper nicht automatisch mit mehr glucose dagegen?

  • Hallo,


    Darf ich mal mit einer Frage reingrätschen?


    Wenn angeben ist, soundsoviel Gramm Nudeln/Reis/Haferflocken usw. sind erlaubt - wiegt man die Lebensmittel dann trocken oder gekocht?


    Meiner Mutter (grenzertige Blutwerte, soll auf kohlehydratarme Ernährung achten) wurde letztens in der Ernährungsberatung gesagt, es würden immer die zubereiteten Lebensmittel gewogen. Sie hat extra nachgefragt.


    20 - 30g trockenen Reis kann ich mir gekocht als Portion gut vorstellen, 20 - 30g gekocht gewogener Reis als Hauptgericht scheint mir arg wenig... (Die Grammangaben stammen von der gleichen beraterin, es kann also nicht sein, daß der eine dies meint und der andere das)

  • Trin, ich kenne es auch als fertige LM, bin aber kein Diabetes Experte. Da kommen aber bestimmt noch welche die das genau wissen.


    Als Tip nur: Es bringt wenig dann nur wenig KH zu essen, man muss mit Proteinen und gutem Fett auffüllen damit man satt wird. Ich fand das Fett gewöhnungsbedürftig obwohl ich es gerne esse, weil mich diese dauernden Antifettkampagnen schon mitgenommen hatten :)
    ALso an die Gemüsepfanne eine extraportion Butter oder Kokosfett, einfach damit nicht sparen.
    Mir persönlich fällt ein Verzicht auf etwas geliebtes leichter wenn ich es gar nicht esse. Bei mir sind das NUdeln. Entweder ich esse sie (ich bin kein Diabetiker, also ich darf) oder ich lasse sie weg. 5 Nudeln als Beilage oder eine minikartoffel killen mich. dann lieber ohne kochen. und KH reiche Gemüse nehmen. Da kann man mehr von essen bis die Grenze erreicht ist (ich nehme an auch bei Diabetes).

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

  • Mir gehts genauso wie Murkel. So wahnsinnig schädlich schätze ich den meist moderaten und zeitlich begrenzten Blutzuckeranstieg nachts nicht ein, wenn der Nüchternblutzucker nur leicht erhöht ist. Das ist übrigens der Grund, warum ich selbst eigenverantwortlich meine Werte gemessen habe, ausgewertet habe und dann maximal mit meiner Gyn besprochen habe, nicht mit einem Diabetologen. Davon wäre ich natürlich abgewichen, hätten sich die Werte deutlich verschlechtert. Aber diese krasse Pathologisierung bei keiner weiteren Symptomatik u.a. beim Kind wegen Werten teils unter 95 finde ich für mich einen zu großen Eingriff in meine Verantwortung.

  • Ich verstehe auch bis heute nicht warum ein wert zwischen 90 und 100 in den morgenstunden so wahnsinnig bersorgniserregend sein soll, tagsüber aber angestrebter toller wert zwischen den Mahlzeiten ist.
    Und warum schwanger der wert beu über 90 sp dramatisch ist (wo die Stoffwechsellage ja eh ne besondere ist) und unschwanger erst ab 100

    Das kann ich dir gern sagen:
    Weil es keine einheitlichen Richtlinien gibt und weil jeder Arzt tun und lassen kann, was er will. Und weil man mit einem SchwS-Diabetes wunderbar Geld schaufeln kann
    Mehr so öffentlich darüber lieber nicht ;)


    Ich kann euch folgendes dalassen:
    Schaut darauf, dass ihr abends eher eiweißreich eßt und volles Fett und nicht diese Halbfettsachen. Fett und Eiweiß im Zusammenspiel halen den BZ im Schach.
    Dann aufpassen, welche Früchte ihr abends eßt.
    Apfel läßt den Bz zwar schnell hochschießen aber er sinkt auch schnell ab und das wars. Bei Weintrauben und sämtlichen Südfrüchten (Banane, Orange usw.) bleitb der BZ Spiegel anfangs udn in der Nacht relativ konstant und schießt erst nach 8-16 h hoch. Deshalb vosicht auch mit den Säften daraus.


    Jeder reagiert anders auf bestimmte KH-Sachen, der eine kann Reis schaufeln ohne das es was am BZ macht und der andere ist 3 Körner Reis und der BZ springt extrem hoch. Der nächste kann pfundweise Kartoffeln essen und nix passiert.


    Ich kann keine Nudeln und kein Brot "vertragen". Esse sie aber gern ab und an, so dass ich sowas lieber am morgen esse.


    @ Trin,
    bei eine kh armen Kost sind die 20g Reis wirklich im gekochten Zustand. Du sollst davon auch nicht "satt" werden. Du bzw. deine Mutter muß mit Eiweiß und Fett auffüllen. Besonders Eiweiß.
    Ich habe mit einer etwas lockeren "Low carb" Diät im Januar gestartet und ich habe enorme Erfolge gehabt.
    Ich hab meine "erlaubten" KH in einer Mahlzeit gefuttert weil ich früh einfach gern mal ein Brötchen oder Brot esse. Danach nur noch eiweiß und fettreich. Heißt hier gab es Gemüsepfannen mit viel Frischkäse o.ä. Das bekommt mir gerade abends am besten

  • es gab auch mal ne ausführliche Diskussion hier. ich hatte einen threat mit ogtt und die Alternativen, letztes jahr.


    ich persönlich bin zum Schluss gekommen dass tagesprotokolle und gelegentliches zwischendurchtesten für mich gut funktioniert hat. den buntgrünem verdacht teile ich vollumfänglich.

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

  • Es ist nicht korrekt, dass es zum Gestatitionsdiabetes keine eindeutigen Richtlinien gäbe. Es gibt eine Leitlinie dazu, die von der deutschen Diabetesgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe erstellt wurde (http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/057-008.html). Solche Leitlinien werden von ausgewiesenen Fachleuten auf der Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnislage erstellt. Jeder Arzt, der sich an diese Leitlinien hält, betreibt keineswegs Geldschaufelei, sondern tut schlicht seine Pflicht. Von der Leitlinie abweichen darf ein Arzt nur aus triftigem Grund, er muss nämlich bei abweichender Behandlung für unerwünschte Ereignisse ganz anders gerade stehen, als wenn er sich an die Leitlinie gehalten hätte.


    Warum in der Schwangerschaft andere Grenzen gelten und z. B. ein erhöhter Nüchtern-BZ sehr zügig mit Insulin gesenkt wird als bei nichtschwangeren Typ-II-Diabetikern, das ist recht leicht zu verstehen. Bei Diabetikern allgemein geht es darum, Langzeitschäden (an Nieren, Augen, Nerven, Blutgefäßen) zu vermeiden. Solche Schäden entstehen im Laufe von Jahren und Jahrzehnten. Man kann also durchaus ein paar Monate zuwarten, ob sich der Nüchtern-BZ nach einer Umstellung der Ernährung und mit mehr Bewegung günstig entwickelt. Außerdem bekommt der Typ-II-Diabetiker heutzutage meist Metformin, das senkt den Nüchtern-BZ recht gut. Ist aber in der Schwangerschaft (noch) nicht zugelassen).
    In der Schwangerschaft geht es darum, die negativen Folgen für das Kind zu verhindern. Und die entstehen naturgemäß im Laufe von Monaten. Es ist einfach so, dass ein Gestationsdiabetes für das Kind einige Risiken bedeutet. Die sind um so niedriger, je früher die Mutter einen normalen BZ-Stoffwechsel erreicht, das bedeutet auch normale Nüchtern-BZ-Werte. Mir war es in meiner Schwangerschaft wichtig, die Risiken für Fröschlein so weit zu reduzieren, wie irgend möglich. Daher habe ich mich bemüht, die Grenzwerte recht strikt einzuhalten. Das ist mir - LowCarb und Bewegung sei dank - auch gut gelungen, ohne dass ich großartige Verzichtgefühle hatte.


    Verena:
    Das Insulin bremst die Leber dabei, auf den absinkenden BZ-Spiegel in der Nacht Glucose auszugeben. Wenn die richtige Höhe erreicht ist, normalisiert sich der Nüchtern-BZ-Spiegel. 4 Einheiten ist nicht sehr viel, und wenn man in kleinen Schritten steigert, dürfte man sich der optimalen Dosis gut annähern können, ohne eine Unterzuckerung zu riskieren.


    Trin:
    Sind denn die Gramm Kohlehydrate, die erlaubt sind, erwähnt? Damit könnte man nämlich ausrechnen, ob es wirklich um Rohgewicht oder Gewicht des zubereiteten Lebensmittels geht.

  • Hallo,


    Wie gesagt, Reis bzw. Nudeln je 20-30g wurde gesagt. Angaben von der gleichen Beraterin (was ein Die eine meint dies der andere das ausschließt) Andere Angaben weiß ich nicht, da müsste ich erst mal nachfragen.


    wie gesagt, es geht nicht um einen Akutkfall oder eine Schwangerschaft, sondern um eine kohlehydratreduzierte Ernährung zum Gewichtsabbau und zur Blutzuckerregulierung einer 70-jährigen.


    Ich selber würde dann wohl auch lieber bei den Mengen (wenn tatsächlich gekocht gewogen wird) ganz verzichten, das würde sich zu sehr nach Geschmacks-Veralberung anfühlen. .


    Sonst kenne ich es so, daß Portionsgrößen eher trocken gewogen werden. Eine Packung 500g Packung Nudeln für 5-6 Leute, so kenne ich es und nicht für 10-15. Aber im medizinischen Bereich kann das ja anders sein.

  • Die sind um so niedriger, je früher die Mutter einen normalen BZ-Stoffwechsel erreicht, das bedeutet auch normale Nüchtern-BZ-Werte. Mir war es in meiner Schwangerschaft wichtig, die Risiken für Fröschlein so weit zu reduzieren, wie irgend möglich.

    Ich glaube, jeder Mutter ist es wichtig, die Risiken für ihr Ungeborenes so weit zu reduzieren wie möglich. Ich musste in allen drei Schwangerschaften den BZ überwachen (immer durch Ernährungsumstellung und Sport im Griff), und ich war da wirklich super pingelig und habe im Zweifelsfall auch zwei, drei mal gemessen. Generell finde ich, dass man eine Schwangerschaftsdiabetes bzw. auch eine Glukosetoleranzstörung immer ernst nehmen sollte. Aber diese Sache mit dem Nüchternzucker, die leuchtet mir nicht wirklich ein. Da geht es ja wirklich um ein, zwei Zahlen, die zwischen "gesund" und "insulinpflichtig" entscheiden. Da ist doch allein die Abweichung des Messgerätes größer, selbst wenn es ein akkurat messendes, geeichtes Gerät ist. 89 ist in Ordnung, bei 91 soll man spritzen? Ich rede jetzt bewusst nicht von Werten über 100, das ist noch mal eine andere Baustelle, aber BZ-Werte zwischen 70 und knapp über 90 finde ich vollkommen normal. Mein (inkompetenter) Diabetologe (ich hab noch während der Schwangerschaft gewechselt) ist aber stur nach diesem Prinzip verfahren (ich hatte Glück, meine Nüchternwerte waren immer zwischen 70 und 85) und ehrlich, ich glaube nicht, dass man so genau messen kann, dass es gerechtfertigt ist, bei 89 nix zu machen und bei 91 Insulin zu verordnen.

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Genau davon spreche ich. Einerseits erklärt sie mir, ich soll nur einmal messen, die erste Messung gilt. Andererseits sagt sie, messabweichungen von bis zu 10 % sind normal.


    Die Grenze liegt mittlerweile bei 95, jetzt hab ich zB 110, bei der 2. Messung mit dem gleichen Blutstropfen hab ich dann 90. trotzdem gilt die erste Messung. Ich bin teilweise echt zum lügen übergegangen, weil mir keiner das warum erklären kann. das nervt mich so, ich brauch so dringend antworten, die ich von denen einfach nicht krieg. Immerhin darf ich deshalb keine ambulante Geburt haben, das ist für mich keine Kleinigkeit.

  • ich spritze jetzt schon ein paar tage und der nüchternwert ist höher als je zuvor. Hab nachgelesen, dass das insulin ca. 90 min braucht um zu wirken und 6-10 stunden wirkt. Deshalb hab ich meinen spritzzeitpunkt nach hinten verschoben, im kh hieß es um 20 uhr soll ich spritzen. Erst hab ich um 22 uhr gespritzt und weil es nichts gebracht hat, heut erst um 1 uhr.


    hab dann nicht schlafen können und nach ca. 70 min. Ist mit schwindelig und schlecht geworden, hab dann gemessen und war bei 73, nach einem gummibären wurds dann besser, jetzt hab ich hunger und kopfweh. Ich frag mich, ob der wert wirklich dran schuld sein kann, für mich ist er zwar sehr niedrig, aber eigentlich weit weg von unterzucker.


    es würde aber vielleicht erklären warum mein wert morgens unter insulin noch höher ist.

  • verena mein gyn sagte mir bei der letzten untersuchung ein wert unter 75 ist bereits eine unterzuckerumg... bei schwangerschaftsdiabetes nicht gefährlich aber ungut und unangenehm...


    ich komm so weit runter, wenn ich mittags/am nachmittag schlaf und renn dann neben der spur wenn ich nichts esse....


    meine diätologin hatmir geraten vor dem schlafen gehen eine scheibe vollkornbrot und fettes joghurt zu essen, wenn mein nüchternwert zu hoch ist, hast du das schon einmal probiert? sie meinte dadurch kann man sich oft das abendliche spritzen sparen...


    ich hab immer recht gute nüchternwerte, wenn ich zum abendessen rohkost mit fetten dip und einer scheibe brot futter und meinem gewicht acheint's nicht zu schaden, seit ich schwangerschaftsdiabetes hab nehm ich so gut wie nicht zu....


    ich wünsche dir dass du es eingestellt bekommst, ganz liebe grüße




    dum spiro spero

  • Die Grenze liegt mittlerweile bei 95, jetzt hab ich zB 110, bei der 2. Messung mit dem gleichen Blutstropfen hab ich dann 90. trotzdem gilt die erste Messung. .


    wenn ich einen sehr hohen wert hab, den ich nicht nachvollziehen kann dann mess ich ein zweites mal, an einem anderen finger, mein gyn sagt der niedrigere wert zählt und den soll ich aufschreiben...




    dum spiro spero

  • Ich hab schon nachts gegessen, denn ich gehe für gewöhnlich ca. 1 Stunde nach dem Essen schlafen #schäm , das hat mir nicht geholfen. Heute morgen hatte ich auch wieder einen zu hohen Wert, 103 und ich befürchte ich muss Insulin erhöhen wenn ich morgen zu Diabetologin gehe, was ich nicht tun will, wenn ich dann nachts Gummibären essen muss :/

  • Ich hatte das das letzte Mal auch schon und da hat sie mir nicht geglaubt :/ , diesmal hat sie jedes Mal wenn ich eine unangenehme "warum" Frage gestellt hat gemeint, dass ich mich ja nicht behandeln lassen müsse, ich kann auf eigene Verantwortung die Behandlung unterbrechen, dann bräuchte ich auch nicht mehr zu kommen.


    Ich bin gespannt auf morgen.

  • Kannst du denn nicht wechseln? Ich hab auch den Diabetologen gewechselt, weil ich mich nicht gut aufgehoben gefühlt hab. Und noch mal wegen dem Wert von heute Nacht: Meines Wissens nach ist 73 noch im völlig normalen Bereich, oder? Ich hatte oft Nüchternwerte zwischen 70 und 80, das fanden alle (Diabetologen, FA, Hebammen) nicht nur völlig in Ordnung, sondern sogar super.

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • ich habe und hatte auch oft werte unter 75. wurde nie bemerkt. also weder negativ noch positiv.


    hast du denn nachts gemessen? vielleicht geht es dir besser wenn du weisst was deine werte nachts machen (ohne und mit insulin)?


    über einen arztwechsel würde ich auch nachdenken.


    wenn ich abends kh reich esse und mit einem hohen wert (z.b. 140 1 h nach mahlzeit) schlafen gehe habe ich morgens einen niedrigeren wert (um die 80) als wenn ich abends low carb esse (dann ist er schon mal um die 90-100).
    ich prüfe nun nicht mehr regelmäßig aber das ist mir schon aufgefallen.


    ich würde mir mal engmaschig wenn ich aufwache die bz kurve ansehen wann und wie lange und wie sehr da was erhöht ist.

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)