Diagnose Neurodermitis! Und jetzt?

  • Hallo liebe Raben,
    mein Sohn, 15 Monate, hat laut Hautarzt Neurodermitis. Allergietest war negativ.
    Hab eine Salbe mit Triclosan und eine Cortisonsalbe für den Notfall. Ausserdem diverse Salbenproben zur Pflege.


    Mein Sohn hat es sehr stark im Gesicht, extrem trockene Haut, und am Kopf. Das juckt ihn vor allem nachts sehr und er kratzt!


    Hinzukommen viele, viele kleinere und grössere Stellen am Rücken, Hals und Beinen.


    Irgendwie wirds nicht besser.... und ich kann ja auch nicht den Körper komplett mit Triclosan eincremen...


    Ich suche da ein bisschen nach alternativen Behandlungsmethoden. Vor alkem der Juckreiz ist nachts schlimm.


    Hat hier jemand Erfahrung mit ND oder kann Seiten oder Foren im www empfehlen?
    HILFE!

    An angel opened the book of life and wrote down my babys birth,
    then she whispered as she closed the book: "Too beautiful for earth".




  • Hallo siggeroo,
    bei uns war es ähnlich, und uns hat Siriderma geholfen, das sind basische Salben. Man kann auch erstmal kostenlos Proben bestellen um zu testen, ob es funktioniert. Die Telefon-Hotline ist sehr kompetent und freundlich. Kann ich wirklich empfehlen.
    Bei meinem Sohn ist die ND immer im Herbst gekommen, konnte dann mit Siriderma gelindert werden, ging im Frühling weg und im Sommer war Ruhe. Jeden Herbst wurde es weniger, und jetzt, mit knapp 5, war gar nichts mehr.
    Es gibt die Fälle wirklich, bei denen sich die ND auswächst.
    Ich wünsche euch schnelle Linderung.

  • Hier keine Neurodermitis, aber sehr empfindliche Haut, die u.a. teils juckt und sehr trocken ist.
    Gute Erfahrungen haben wir gemacht mit:


    Bioturm (bspw. Bioladen)


    und


    Hauschka (Apotheke, Reformhaus), gibt es wohl auch als Gesichtscreme


    Beides wird auch bei Neurodermitis empfohlen.

  • Mein Kleiner hatte vor kurzem einen Schub: Ich hab abends mit Cortison eingecremt, morgens mit Siriderma. Jetzt geht es wieder.


    edit: Ich glaube der Schub war ausgelöst durch Stress, weil ich 4 Nächte mit dem Bruder im KH war.

    LG, Junia


    mit #male 05, #male 06, #male 08


    Ps: Ich hab einen neuen Nicknamen. Bitte nicht outen, danke.

    Einmal editiert, zuletzt von Junia ()

  • Ich habe selbst ND. Mir hilft Nachtkerzenöl gut. Und meine Haut ist viiieeel besser, seit ich (fast) kein Fleisch mehr esse (so etwa 2-3 Mahlzeiten im Monat sind mit Fleisch oder Fisch). Ein Kitafreund meiner Jüngsten hat gar keine ND-Stellen mehr und lebt seit etwa 1 Jahr vegan.

    Liebe Grüße, Cornelia


    mit #male (13), #female (12), #female (9), #female (6) und #male (2)

  • Mein Mann nimmt auch eine salbe mit nachtkerzenöl von dr. theiss.

    So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

  • Wenn der Juckreiz bei meinem Kleinen sehr schlimm ist gebe ich Fenistil-Tropfen.Damit hat er wenigstens mal eine halbwegs ruhige Nacht.Gegen die Stellen am Kopf half nur eine Kombi aus Kortisonhaltiger Lösung sowie hin und wieder einölen.Als Dauerpflege benutzen wir auch eine Creme mit Nachtkerzenöl(derzeit von Babydream).Ist wunderbar im Sommer,zieht schnell ein und spendet Feuchtigkeit.Jetzt im Winter braucht die Haut von ihm aber mehr Fett-seit längerem bin ich ganz begeistert von einer Niveacreme,direkt für empfindliche/neurodermitische Haut.Oft muß ich trotzdem mehrmals täglich cremen...Und im Akutfall warte ich nicht mehr bis er sich die Haut in Fetzen runterzieht(:( )sondern fange gleich an die Kortinsonsalbe an die entsprechenden Stellen zu geben...

  • Wir haben auch mit Siriderma gute Erfahrungen gemacht. Von denen gibt es auch ein basisches Bad, das ist günstig, weil es den gesamten Körper pflegt.
    Im Winter war es bei unserem Großen auch ganz besonders schlimm, der ist ja nun glücklicherweise bald um (seid Ihr überhaupt in D im Moment?).


    Gegen das Kratzen haben wir an die Schlafanzugärmel kleine "Handschuhe" angenäht, so dass er sich beim Kratzen mit den Fingernägeln nicht verletzen konnte.
    Die ND hat sich auch verwachsen, wenn er auch im Winter immer mal wieder mit trockener Haut zu tun hat, dafür hat er nun Asthma :S , das muss man ein bisschen im Auge behalten.

  • Bei meinen Kindern hilft die Theiss Nachtkerzencreme am allerbesten, und wir haben jetzt echt alles durch.
    Eine Zeit lang hatten wir für die Kleine die Eucerin Atopi Control Creme, die ist auch echt gut, sowie für nässende Stellen an den Händen eine Bepanthen antiseptische Salbe.
    Mittlerweile ist es viel viel besser geworden, wir leiden noch unter der trockenen Heizungsluft, aber sonst geht's.
    Meine beiden haben immer extrem auf Zucker reagiert...

  • sind in Deutschland. In Mexiko gabs nie Probleme mit der Haut. Hab was von Vitamin D und Neurodermitis gelesen... hst das jemand probiert?Linola Fett hilft die? gibts die siriderma sachen auch in der apotheke? meine online apo hat die nicht?
    hat jemand hier erfahrung mit naturheilverfahren?

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  • Bei uns macht linola alles nur noch schlimmer, bei manchen hilft sie gut, das ist halt sehr individuell...
    Bestimmt reagiert er dann nur auf die Winterluft, das ist ja schon ein großer Unterschied zu México. Im Sommer und an der See haben wir zB mittlerweile auch keine Probleme mehr, nur noch im Winter.

    LG Kivi


    Einmal editiert, zuletzt von kivi ()

  • Und bitte dran denken: eine neue Creme immer mindestens 2 Wochen ausprobieren - ausser natürlich, sie macht es schlimmer. Etwas Zeit braucht die Haut, um sich zu regenerieren.


    Bei meiner Tochter wirkt(e - momentan ist sie symptomfrei) Dexeryl - komplett erdölbasierte Fette, aber null reizende Zutaten... Der Tipp kam von einer Ärztin, die ihre Assistenzzeit auf der Kinderdermatologie gemacht hatte.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Linola enthält, wenn ich mich recht entsinne, billiges Paraffinöl. Das würde ich nicht an meine Haut lassen und schon gar nicht an vorgeschädigte Haut. Bei meiner großen Tochter habe ich sehr gute Erfahrungen mit Imlan gemacht: www.imlan.de da kann man sich auch ein kostenloses Pröbchen schicken lassen.


    Ansonsten haben meiner Tochter gerade bei offenen, nässenden Stellen Waschungen und Bäder mit Gerbstoffdrogen gut geholfen, also z.B. schwarzer Tee, Cystustee, Eichenrinde oder Löwenzahnblütensud.


    Wenn es richtig schlimm war und meine Tochter vom Juckreiz gequält wurde, hab ich aber auch nicht mit Cortison gezögert.


    Im Laufe der Zeit hat es sich dann zum Glück irgendwann ausgewachsen. Allerdings hat sie jetzt diverse Allergien, vor allem Heuschnupfen. Die Allergietests waren hier erst im Alter von 3 Jahren aussagekräftig.

  • Hallo,


    ich weiß, daß die Meinungen da sehr auseinander gehen - aber meiner Erfahrung nach hat Neurodermitis immer eine allergische Komponente. So wurde es uns auch letztes Jahr in der in der Reha vermittelt (Wg. Asthma + ND).


    Für mich wäre darum bei einer so starken ND ein breit angelegter Allergietest der erste Weg. Die, die normalerweise gemacht werden, decken zwar die häufigsten Allergene ab. Wenn die nichts zeigen, heißt das nur, daß das Kind DARAUF nicht allergisch reagiert.
    Genau genommen nicht mal das, sondern genau genommen tatsächlich nur, daß der TEST nichts anzeigt. Das Kind kann auch reagieren, wenn der Test nichts anzeigt - genau weiß man es nur, wenn sich durch weglassen die Symptome bessern und durch einen Provokationstest wieder verschlimmern.


    Und man kann so ziemlich auf alles allergisch sein (wer bitte kommt auf Sesam in winzigsten Spuren? Oder bei einem anderen Kind auf Kartoffel? ).


    Das ist nicht einfach, weil es mit einer Blutabnahme verbunden ist, aber die Frage ist, was auf Dauer das kleinere Übel ist...
    Oft werden Allergietests deswegen abgelehnt, nur ist eben die Frage, wie groß das Leid ohne ist.
    Der zweite Ablehnungsgrund ist, daß sich Allergien in dem Alter schnell ändern können.
    Wenn es nur um 2 juckende Stellen geht, mag man das gelassen sehen können, wenn es aber richtig schlimm ist, dann will ich wissen was JETZT los ist um JETZT helfen zu können - auch wenn das in einem Jahr vielleicht schon wieder anders ist.


    Mit Friedensburg als Klinik haben wir auch gute Erfahrungen gemacht, ist allerdings bei uns schon fast 11 Jahre her (Der Wichtel war da ein Jahr alt) . Manches sicher gewöhnungsbedürftig, aber seit wir dort waren, wissen wir, was die Auslöser sind und unser Kind ist seit ca. fast 11 Jahren Jahren auch ohne Crems die allermeiste Zeit eine ND-freie Haut.


    Ganz allgemein: Ob Cremes helfen, kann man nur probieren. Bei meinen Kindern war die Optik manchmal mit Creme etwas besser, aber sie selber fanden das GEFÜHL schlimmer, es juckte und spannte... Wenn überhaupt etwas half, dann eher Feuchtigkeitscrem, die brannte allerdings beim Auftragen meist - also eher nichts für Kleinkinder, die noch nicht verstehen, daß es hinterher besser wird. Fettcrem ging gar nicht, da kommte man kurz nach dem eincremen zusehen, wie es rot und dick und heiß wurde.
    Meist ging es ihnen ganz ohne was am Besten, aber da ist jeder Mensch anders.


    Wenn die Wunden offen sind oder gar nässen, ist es wichtig abzuklären, ob sie eine Superinfektion draufgesetzt hat. Das war beim Wichtelkind so und darum konnten die Wunden auch nicht abheilen, obwohl der Auslöser weg war. Erst als das behandelt worden war, wurde es schnell besser. .

  • Hallo Siggero,
    Ich kenne einen guten Homöopathen, der bei neurodermitis sehr gute Erfolge hat.
    Wenn du Interesse hast pin mich einfach an.

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • zum thema naturheilverfahren: mein mann hatte sich das gesamte amalgam zur entgiftung entfernen lassen, hat lange eine Darmsanierung mit symbiolact gemacht und beim arzt das mit diesen saugnäpfen amrücken machen lassen- wie auch immer das heißt.
    Jedenfalls gehts bei ihm jedes Jahr etwas besser (im Sommer hat er auch keine Probleme).
    Also vielleicht hat dein kleiner schon irgendwas an Giften ausscheiden, Medikamente oder so?


    LG

    So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

    Einmal editiert, zuletzt von Siha ()

  • Giftstoffe hat er eigentlich noch keine zum Ausscheiden.... soweit ich das weiss...


    Wir probieren es grad mit Eigenurin! Und ich bin total begeistert!


    Da wir eh windelfrei machen ist es ganz einfach. Mit den bepieselten Unterhosen werden einfach die trocknen Hautstellen abgetupft #super


    Meine Mutter nennt die bepieselten Unterhosen jetzt Therapiehosen :D

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  • Das kann echt gut sein, aber auch ganz schlimm werden. Bei uns hat es sich dadurch ganz schlimm entzündet durch irgenwelche Keime im Urin, dann mussten wir ganz harte Salben nehmen.
    Nur Mittelstrahl nehmen!

    So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.