HPV-Impfung - ja oder nein?

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  • Kennst du den Artikel im New England journal? Ist schon ein paar Jahre her, war aber spannend ( also das, was ich verstanden habe). Ich kann gerade schlecht nachschauen., da mit Handy unterwegs.



    hm, ich hab mal kurz geguckt, da gibt ganz, ganz viele. Falls du die Tage mal Zeit hast und gerade dran denkst, freue ich mich, wenn du mir sagst, welchen Artikel du meinst :)

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Zitat

    Nein, ich bin HPV positiv und Kinder sind ebenfalls betroffen, deshalb gibt es hier kein HPV-Impfung##


    Auch sonst halte ich die für wenig sinnvoll.


    Ist man denn einmal HPV-positiv, immer HPV-Positiv? Ich dachte fast alle HPV- Infektionen heilen folgenlos wieder aus. Ist der Virus dann trotzdem ein Leben lang nachweisbar oder wie hat man sich das vorzustellen?

  • Ich bin selbst noch geimpft und würde es empfehlen. Hab es damals gut vertragen und mich sehr gefreut, dass ich es noch machen durfte. (Meine Krankenkasse hat es länger bezahlt als die meisten anderen.)

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    In meinem Waldland geht ein Monster um...

    Einmal editiert, zuletzt von Rattenkind ()

  • Buntgrün, das stimmt nicht so ganz.
    Die Mehrzahl der HPV-Infektionen heilt aus. Entweder spontan, oder unter bestimmten Voraussetzungen. Z. B. kann eine HPV-Infektion nach einer vaginalen Geburt weg sein. Kann, muss aber nicht.


    Wo Du recht hast: Je länger so eine Infektion besteht, umso unwahrscheinlicher, dass sie von selber verschwindet.

  • Aufgrund der Impfdiskussionen momentan hab ich mich auch nochmal über HPV informiert, ob sich meine Meinung , nicht zu impfen evt ändern könnte.
    Folgendes hab ich gelesen:
    Es gibt wohl ca 240 HPV Viren, 10-15 davon sind gefährlich und stehen im Verdacht Warzen und gebärmutterhalskrebs auslösen zu können, wiederum 70% davon kann man beimpfen.
    Ich hatte immer nur von zwei Viren gehört, die man verhindern kann.
    80% der Frauen und Männer kommen in ihrem Leben mit HPV in Kontakt und bleiben ca zwei Jahre Träger, bis es von alleine ausheilt.
    Erwischt man einen der 10-15 gefährlichen Viren, heilen diese nicht aus und man bleibt ein Leben lang Träger.
    Was ich bis dato noch nicht wusste, dass 50% der Ansteckungen nicht über Geschlechtsverkehr übertragen werden, sondern andere Wege über die Schleimhaut finden, also würde küssen wohl ausreichen, was für mich wiederum für eine Impfung spricht.
    Was man vor einer Impfung auf jeden Fall tun sollte, ist einen HPV Test zu machen,
    da eine Impfung für einen HPV Träger nicht unbedingt ratsam ist.
    Andererseits kann man durch die titerbestimmung nur wenige HPV Viren erkennen.
    Also man bekommt einen negativen Test, hat aber einen HPV Virus in sich, den man nicht testen kann, oder so ähnlich.
    Man kann wohl im frühen Stadium Gebärmutterhalskrebs zu 100% heilen, wenn man jährlich zur Vorsorge geht, die Krankheit braucht sehr lange um gefährlich zu werden.
    Also momentan entscheide ich gegen die Impfung, aber da meine Kinder noch recht jung sind, habe ich noch ein paar Jahre Zeit, bis ich entscheiden muss, bzw zusammen mit meinen Kindern entscheiden werde.
    Neuerdings wird Männern die Impfung auch empfohlen.
    Sollte ich hier irgendetwas falsch wiedergegeben haben,bitte ich um Berichtigung #pfeif


    Für die einen ist das Glas halbleer,
    für die anderen ist es halbvoll,
    und ich freu mich schon, wenn überhaupt etwas drin ist !!
    :D

  • Bei mir war sie nach der Konisation weg. War einer der fiesen Erreger, deswegen hat der Arzt wohl recht großzügig geschnitten. (Ich hab danach übrigens problemlos noch eine Kind ausgetragen und geboren.)

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

    ---

    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Nele: nach allem, was ich jetzt in den letzten Tage gelesen habe, ist das wohl nicht (mehr) so, dass man sich als HPV Träger nicht impfen lassen soll. Man braucht also keine Titerbestimmung usw. machen zu lassen.


    Ich finde die Idee mit der Impfung eigentlich ganz gut, ich kenne mich nur nicht mit den verwandten Zusatzstoffen aus, die wohl in beiden Impfstoffen neu sind? Man merkt, ich hab nicht richtig Zeit gehabt, mich schlauer zu machen in der letzten Zeit.


    In den skandinavischen Ländern ist die Vorsorge nur alle 3 Jahre und hier gibt es keine höhere GEbärmutterhalskrebsrate als in Deutschland, alle 3 Jahre scheint also auch auszureichen. Mich interessiert an der Impfung allerdings mehr, dass da sich abzeichnet, dass auch eventuell Schutz vor anderen Krebserkrankungen im Kopfbereich und eventuell auch Hautkrebs ergibt, an deren Entstehung die HPV auch beteiligt sind (scheinen)

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Am 28. April wurde von einem dänischen TV-Sender ein Film auf YouTube hochgeladen, der über Mädchen und junge Frauen berichtet, die nach einer HPV-Impfung schwer erkrankten. Der Film ist auf dänisch, aber mit englischen Untertiteln. In diesem Film geht es nicht darum, die Impfung zu verteufeln (es kommen nur Impfbefürworter zu Wort), aber er zeigt dennoch einige Problemfelder im Zusammenhang mit Impfungen und deren Nebenwirkungen.


    "De vaccinerede piger" (with English Subs) for international viewing (Länge knapp 40 Minuten)


    Ich finde den Film sehenswert.

  • Ich bin auch noch am Überlegen.
    Wenn meine Älteste von ihrem Auslandsjahr zurück ist, sollte ich mich entschieden haben. Vorhe hätten wir die drei Impftermine nicht mehr geschafft und ich war ganz dankbar über den Aufschub (habe mich aber in der Zwischenzeit auch nicht weiter informiert, sondern das Thema weggeschoben).
    Nachdem vor kurzem eine Kollegin von mir an Gebärmutterhalskrebs gestorben ist, mag ich mich nicht mehr auf die Vorsorgeuntersuchungen allein verlassen.

  • Dorothea, das tut mir sehr leid mit deiner Kollegin.
    Eine jährliche Vorsorge sollte doch aber eigentlich bei gebärmutterhalskrebs genügen, bzw ist der Krebs früh erkannt sehr gut behandelbar. So dachte ich jedenfalls bisher.
    Ich bin sehr froh, dass meine Kinder noch sehr jung sind und ich noch Bedenkzeit habe.
    Mittlerweile wird die Impfung wohl auch für Jungen geraten.
    Momentan denke ich immernoch , dass Aufklärung , Verhütung und Vorsorge eine gute Alternative zu der Impfung ist.
    Vllt denke ich in ein paar Jahren wieder anders, aber bisher ist mir die Impfung suspekt.


    Für die einen ist das Glas halbleer,
    für die anderen ist es halbvoll,
    und ich freu mich schon, wenn überhaupt etwas drin ist !!
    :D

  • Mein doc fragte bei meiner letzten Vorsorge auch, ob ich meine Mädels impfen lassen möchte. Ich denke, damit haben wir noch ein wenig Zeit.

    LG
    Marion mit zwei Mädels 04/04 und 05/06

  • Kurz (gerade wenig Zeit, kann später noch einmal ausführlicher schreiben) meine Erfahrung:
    Ich war Träger einiger fieser HPV-Viren und hatte eine Konisation, nach auffälligem PAP Abstrich. Danach war ich HPV negativ und habe (damals noch etwas "experimentell", nach HPV-Heilung) auf eigene Kosten ( 8I teuer...uff ) geimpft, weil ich mich nicht wieder bei meinem Mann anstecken wollte. Das war meiner Meinung nach die beste Investition, die ich jemals getätigt habe. Ich bin immer noch HPV-negativ und habe inzwischen PAP 1 (hatte ich noch NIE).
    Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen und werde meine Töchter sicher impfen lassen!
    Ein Einzelfall, klar, aber ich finde die HPV Impfung sinnvoll, da Gebärmutterhalskrebs wirklich schlimm ist.

  • hallo, schön dass es hier grade sowieso nochmal aktuell ist...
    bei meiner zweiten tochter steht jetzt die impfung an, und ich bin sooooo unsicher. dazu kommt, dass es auf jeden fall nicht mehr vor dem ersten gv ist, was die wirksamkeit ja noch zweifelhafter macht, oder? sollte sie zuerst mal ihren titer bestimmen lassen? unsere frauenärztin hat sie schon von der impfung überzeugt...
    ich fühle mich tatsächlich etwas überfordert mit der entscheidung. und auch mit der informationsbeschaffung...die eine quelle überzeugt vom "für", die andere vom "wider". furchtbar. vermutlich hat ja hier auch keiner die ultimativen informationen...würdet ihr eure tochter selbst entscheiden lassen? sie wird demnächst 16.

  • diemaus96: Es muss ja nicht sein, dass sie sich angesteckt hat. Man kann beim Frauenarzt ganz einfach testen ob eine HPV Infektion vorliegt oder nicht.


    Die Entscheidung fällt mir persönlich im Falle der HPV-Impfung nicht schwer, da ich tendendziell alles versuche um Krebs aller Art zu verhindern. Was auch wieder nicht so einfach ist ...,-als ich diesen Satz geschrieben habe, habe ich gleichzeitig Limo mit Süßstoff getrunken...,-auch eine Glaubensfrage, ob das Zeug nun gesund ist oder nicht.
    Genau das gleiche mit der Impfung, das muss jeder selbst abwägen (leider). Die Entscheidung selbst ist doch sehr individuell, und sicher nicht einfach. Das "selbst entscheiden" finde ich mit 16 schon noch sehr früh,-natürlich kann sie selbst entscheiden, aber die Gefahr evtl. Gebärmutterhalskrebs zu kriegen ist schon noch sehr abstrakt in dem Alter finde ich.

  • Wenn sie selbst entscheidet, entscheidet sie für die Impfung, weil das der Rat unserer Ärztin war. Sie hat halt eher noch keine Vorstellungen was dagegen sprechen könnte. Und Panik/angst verbreiten will ich ja auch nicht...
    Ich hätte auch gerne noch ein paar jahre zeit gehabt zum überlegen...ein paar jahre mehr zur impfstofferprobung. Manchmal find ich die Verantwortung, für meine Kinder solche Dinge zu entscheiden, echt riesengroß...