HPV-Impfung - ja oder nein?

  • Unsere Kinderärztin hat bei der Tochter Gardasil verwendet. Hat sie völlig problemlos vertragen.

    Nr. 1 Sommer 06 - Nr. 2 Herbst 08 - Nr.3 Frühling 11 und Nr. 4 Herbst 13 #herzen

  • Welche Sorge hast Du denn bzgl. der Impfung?

    Wenn Du mich damit meinst - meine Sorgen sind konkret:

    - Dass die Impfung "falsche Sicherheit" vermittelt, weil damit der Gedanke einher geht "ich bin jetzt ja vor Gebärmutterhalskrebs geschützt"

    - Dass die Impfung nicht lebenslang wirkt, man das aber nicht auf dem Schirm hat bzw. nicht weiß

    - Dass die impfungs nicht gegen alle Stämme wirkt, die für die spätere Krebsentstehung verantwortlich sind

    - Nebenwirkungen

    - Hilfsstoffe, die etwas auslösen könnten


    Das sind so meine persönlichen Punkte.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Annie ()

  • Ja, Annie Deine Bedenken meinte ich.

    Danke für Deine Offenheit.

    Für mich und uns begegnen wir den Punkten 1-3 mit Aufklärung, Verstand und Aufmerksamkeit (traue ich meiner Tochter absolut zu).

    Aber ich lese auch regelmäßig die Veröffentlichungen vom RKI, so dass ich da keine falschen Vorstellungen habe.

    Für die Nebenwirkungen und die Hilfsstoffe wende ich mich an die Statistik und den Spruch meines Vaters „etwas Risiko ist immer“.


    Aber ich gebe zu, dass ich vor und zu Beginn meines Studiums auch sehr kritisch war. Das hat sich gewandelt mit dem dem zunehmenden Verständnis der Zusammenhänge, des Immunsystems.


    Aber letztendlich ist es immer eine individuelle Entscheidung.

  • Hier wurde auch Gardasil verwendet. E wollte auch gerne geimpft werden, wir haben Gebärmutterhalskrebs durch HPV im engsten Umkreis mitbekommen. Da war für sie klar, wenn es etwas gibt, was das Risiko etwas senkt, dann macht sie das.

    Dass trotzdem geschützter Verkehr nötig ist, ist für sie klar.

    Remember stars still shine in the darkest nights. Even when you can't see them, they're always there

  • Annie : Für uns ist es noch weit in der Zukunft, ich weiß also nicht, wie ich es dann sehe.

    Was ich beim Lesen Deines Posts spontan dachte:

    Nebenwirkungen und Hilfsstoffe kann ich nachvollziehen, das sind Risiken.

    Aber der Rest müsste sich doch durch Aufklärung und Verstand abdecken lassen. - Und dann in 10 Jahren das Kind nochmal dran erinnern.

    Aber etwas salopp gesagt, wäre es doch ein bisschen, als würde man sich beim Autofahren nicht anschnallen, weil man eventuell mal wieder in einem Auto ohne Gurt sitzen könnte und man auch mit Gurt bei einem Unfall verletzt werden kann?

  • Ich habe die gleichen Bedenken wie Annie .

    Und ich könnte mir gut vorstellen, daß Vorsorge vernachlässigt wird, wenn man geimpft ist. Seitdem AIDS kein Todesurteil mehr ist - hierzulande - steigen die Neuinfektionen wieder an. Mag sein, daß ich Äpfel mit Birnen vergleiche, aber eine gewisse Nachlässigkeit und Bequemlichkeit liegt in der Natur des Menschen.


    Zudem melkt die Impfung die Krankenkassen. In Deutschland ist sie wesentlich teurer als anderswo.

    Warum man nicht einen Teil dieses Geldes in eine Verbesserung des Vorsorgesystems steckte, weiß ich nicht.

    Meinen Kindern werde ich die Impfung nicht empfehlen. Sie werden irgendwann selbst cordis Entscheidung gestellt werden, und dann können sie sich immer noch für die Impfung entscheiden.

    Julia und Tochter (11/04) und Tochter (04/08) und Sohn (06/17)

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.



  • Für mich und uns begegnen wir den Punkten 1-3 mit Aufklärung, Verstand und Aufmerksamkeit (traue ich meiner Tochter absolut zu).

    Aber der Rest müsste sich doch durch Aufklärung und Verstand abdecken lassen.

    Ja, genau, aber wenn die einzige ärztliche Aufklärung im Rüberreichen des Impfstoffhersteller-Flyers ist und die Bemerkung, dass die eigenen Kinder auch geimpft wurden, dann finde ICH persönlich (!) das etwas dürftig.

    Ich fragte nach, ob ein lebenslanger Schutz besteht und die Antwort war "nach heutigen Kenntnisstand, ja". Nun... ich fand beim Recherchieren anderes, nämlich dass "man heute noch nicht sagen kann, wie lange die Impfung hält, dafür sei sie noch zu frisch".


    Ich gebe zu, ich bin eine recht anspruchsvolle Mutter bzw. Patientin, ich möchte vernünftig und umfassend beraten werden und nicht einfach nur den bunten Flyers der Pharmafirma als Entscheidungshilfe bekommen.

    Offenbar ist allerdings nicht jede Mutter und nicht jedes Mädchen in unserem Dunstkreis hier so gestrickt und genau deswegen ist es mir extrem wichtig, dass meine Tochter lernt, diese Infos richtig zu lesen und zu bewerten und sich zusätzlich noch selbst zu informieren.


    Heute habe ich für meine Tochter nun ein paar "neutralere" Infos zusammen getragen und die werfen ein leicht anderes Bild auf die Impfung.

    Das bedeutet nicht, dass ich gegen die Impfung bin. Es bedeutet nur, dass ich sehr skeptisch bis renitent werde, wenn nicht alle Infos vorher objektiv auf den Tisch gelegt werden.


    BTW: Wir (die Große und ich) waren eben bei der Hausärztin zur Auffrischung von Tetatus, Diphterie, Petussis und Polio (Boostrix Polio)

    Was kam da zur Sprache? - HPV.

    Welche Infos bekamen wir dort? - Broschüre des anderen Impfstoffherstellers #haare.

    Das ist doch keine objektive Impfberatung.

    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

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  • Annie : Da stimme ich Dir vollkommen zu.

    Wir haben uns bei einem Arzt auch schonmal geweigert, für die Impfberatung (vorgeschrieben für diese Impfung) zu bezahlen und haben nur die Impfung bezahlt.

    Der hatte uns so hanbüchenen Blödsinn erzählt, dass wir ihm dann im Internet gezeigt haben, wo die richtigen Infos stehen ...

  • Annie Hier, selbe Stadt, waren die ärztlichen Meinungen nach meinem aktiven Nachfragen durchwachsen. Abwartend-zurückhaltend bis abwehrend oder auch null hilfreich ("GsD hab ich Söhne"..., und das von einer ÄrztIN #nein)


    Tenor war: so spät wie möglich, weil in den letzten Jahren doch einige Stämme mehr dazugekommen sind, Tendenz steigend. Hinweis, dass es nach dem 14. Lj. 3 statt 2 Impfen sind (oder 4 statt 3, hab's vergessen). Und inzwischen auch für Jungs empfohlen.


    Das in Sicherheit wiegen wäre für mich jetzt eher kein Argument. Oder ich bin hinter dem Mond, und es ist inzwischen üblich, sich bei neuem Sexualpartner auf all die HPViren testen zu lassen? #gruebel Im übrigen ist auch Syphilis wieder auf dem Vormarsch. Eine gewisse Grundvorsicht und der Gebrauch von Kondomen ist doch so oder so zu empfehlen.

  • das ist ja doch ne ganze menge...die muss das jeweilige mädel auch erst mal vertragen! mir gehts da nur um die nebenwirkungen bei meinen überlegungen...

    schnecke 2004 und schneckchen 08/2008

  • Und das war die einzige Inforquele (außer, dass die Ärztin selbst ihre Mädchen auch hat impfen lassen) und dass eben für die Jungen auch eine Impfung empohlen wird mittlerweile.

    Ich habe heute einen Termin für meine Tochter machen lassen und ich bin sprachlos und stinkig...ich habe mit zwei freundinnen gesprochen, die beide Söhne im entsprechenden Altzer haben, und selbstverständlich lassen sie die Jungs NICHT impfen...muss ja nicht sein, wenn die Mädels jetzt alle geimpft werden#hammer...die eine hat sogar eine jüngere Tochter, die sie auf jeden Fall impfen lassen will.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • also ich lasse meinen Sohn auf jeden Fall impfen, denn auch Männer können Krebs von den HP viren bekommen (nur halt nicht an der Gebärmutter ;), sondern Peni; ausserdem ist ein Zusammenhang zu sehen mit Krebs an After, Mund, Hals, Kehlkopf usw.). Neben Krebs gibt es noch Genitalwarzen (und andere Dinge), auch nicht gerade schön. Das ist wohl deinen Freundinnen nicht klar. Vielleicht hilft da ne kurze Erinnerung?


    Ansonsten wollte ich nur noch mal dalassen, dass man sich vor HPviren nicht zuverlässig mit Kondom schützen kann; insofern zählt für mich das Argument, dass man dann nachlässiger wird nicht.


    Ob die Impfung ein Leben lang wirkt, siehen wir später, und es gibt dann, wenn man rausfinden sollte, dass dem nicht so ist, bestimmt die Möglichkeit der Auffrischung, genauso wie bei Tetanus, Diphterie, Keuchhusten und Polio, die man ja auch sein Leben lang alle 10 Jahre auffrischen soll.

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

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  • ich habe meinen Sohn auch impfen lassen. So früh es die Stiko empfiehlt sogar. Es ist doch Unsinn da nur die Mädchen zu impfen. Die kriegen den Virus schließlich von jemandem. Ich seh da die Männer und Jungs mind. genauso in der Pflicht. (sprich: nicht alle Jungsmütter ziehen sich da so raus).


    Ja und eben, das Krebsrisiko ist ja für viele Krebsvarianten höher.

    Grüße von Trüffel mit großem J (*06/2010) und kleinem J (*10/2013) und einem sehr großen J (*xx/197x #cool)

  • Allein der Rotz mit den Genitalwarzen... da gibt es durch die Impfung einen deutlichen Rückgang und damit auch eine indirekt deutlich geringere Ansteckungswahrscheinlichkeit mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen...

    Klar, Kondome sind in jedem Falle immer anzuraten... aber manchmal spielt das Leben....

  • Alle die hier sagen, sie ließen die Kinder impfen: Machen die das in dem Altern (14?) anstandslos mit, wenn ihr das wollt? Oder wollen die selbst entscheiden? Ich frage nur interessehalber.