Einschulung 2016

  • Vorschule bedeutet hier auch nicht, kognitive Kompetenzen zu erwerben. Vorschule ist hier ne Mischung aus besonderem Status, Projektarbeiten, einem extra Sportprogramm (das berühmte auf einem-Beim-hüpfen und rückwärts laufen können, aber alles sehr spielerisch), und ja, ab und an sowas wie etwas ausschneiden, lustige Wolkenkringel als Schwungübung und so....


    Und das find ich okay. Es macht ihm Spaß, es ist absolut drucklos, und es ist ja nicht ständig. Alle 2 Wochen 1 Stunde Sport und alle 2 Wochen 1 Stunde im Vorschulzimmer der sogenannte "Unterricht", wo man sich groß, stark und wichtig fühlen kann.

  • Warum legt ihr soviel Wert auf Vorschule?

    Für meine Tochter ist die Vorschule auch etwas besonderes. Da wird auch nix gelernt - im Sinne von Schule - sondern es geht speziell darum Interessen/Kompentenzen zu fördern die kleineren Kindern noch fehlen. Sie machen gesondert Ausflüge (auch mal zum Friedhof), sie gestalten gemeinsam Bilder. Sie besprechen Themen, die Jüngere vielleicht noch gar nicht verstehen würden. Jedenfalls genießt meine Tochter diese Zeiten sehr.


    Und ich finde es schön, dass die Erzieher diese Zeiten dann haben um speziell auf die Großen einzugehen.


    (Im übrigen finde ich es manchmal auch sehr schön, wenn ich mich ungestört vom Mini meiner Tochter widmen kann. Wenn man nicht jede Aktion runterbrechen muss auf: Der Mini möchte auch mitmachen also alles eine Nummer simpler und mit weniger Frustrationspotential...)


    Lesen klappt hier noch nicht (nicht genügend Interesse bisher). Buchstaben kennt sie und ein paar Wörter kann sie 'schreiben'. Rechnen und Zählen mag sie auch manchmal. Wir helfen halt dann, wenn sie uns auf irgendwas anspricht und überlegen mit ihr gemeinsam wie sie sich selbst die ein oder andere Frage beantworten kann (wenn das im Rahmen der Möglichkeiten liegt).

    Yeza


    My life falling apart

    Over and Done!

  • Ich finde es gut, sich dran zu erinnern, dass wir Eltern ja tagsüber normalerweise nicht im Kindergarten sind und dadurch auch nicht sehen, was denn da alles gelaufen oder auch nicht gelaufen ist. Wie oft sagt mir meine Tochter, sie hätte nix gemacht und sie hat aber eigentlich jede Menge gemacht, kann sich in dem Augenblick aber grad nicht daran erinnern oder hat gerade keine Lust zu erzählen usw. Und ja, bei uns im Kindergarten gibt es Aktivitäten für die Grossen, meistens in der Kernzeit, und in der Bring- und Abholzeit, also genau dann, wenn wir Eltern Einblick bekommen in den Kindergartenalltag, ist gerade KEIN Programm, weil die Kindergärtner mit anderen Sachen beschäftigt sind. Und müssen sich die Grossen eben selbst was ausdenken. Ist doch auch mal ok. Dann aber zu schliessen, es gäbe gar kein Programm, weiss nicht. Und ich weiss auch nicht, ob minnegard das so gemeint hat.


    Vom pädagogischen Aspekt her mag ich eigentlich lieber "Montessori-Stil" und mag nicht so gerne angeleitete Aktivität. Ich mag lieber, wenn die Kinder von sich aus aktiv werden können ihren eigenen Interessen nach und dann dort Hilfe/Input bekommen, wo sie es brauchen, um weiterzukommen, Erwachsenen-Begleitung sozusagen und nicht Erwachsenen-Anleitung. Aber das ist ja Ansichtssache :) . Ich hab jedenfalls die schönsten Kindheitserinnerungen daran, wenn ich eigentlich tun konnte (ohne gestört zu werden), was ich wollte und bei Bedarf auf meine Aufforderung hin auf einen Erwachsenen zur Hilfestellung zurückgreifen konnte :)

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

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  • Und ja, bei uns im Kindergarten gibt es Aktivitäten für die Grossen, meistens in der Kernzeit, und in der Bring- und Abholzeit, also genau dann, wenn wir Eltern Einblick bekommen in den Kindergartenalltag, ist gerade KEIN Programm, weil die Kindergärtner mit anderen Sachen beschäftigt sind. Und müssen sich die Grossen eben selbst was ausdenken. Ist doch auch mal ok. Dann aber zu schliessen, es gäbe gar kein Programm, weiss nicht. Und ich weiss auch nicht, ob minnegard das so gemeint hat.

    Na ja, meine Erfahrung hier - die Große hatte im letzten halben Jahr bevor die Vorschule begann sichtbare Unlust. "Kindergarten ist langweilig" wurde oft gejammert (obwohl sie sonst immer gern ging). Mit Beginn der Vorschule war das wie weggeblasen. Insofern hat das Programm ihr nicht mehr genügend Input gegeben - vermute ich. Oder Input ist vielleicht das falsche Wort, aber manchmal reicht eine Anregung um etwas neues auszuprobieren. Ich halte auch nicht viel vom Anleiten, aber Stricken muss man nun mal zeigen (so als Beispiel) und wenn solche Angebote fehlen, weil lieber Angebote gewählt werden von denen möglichst viele in der altergemischten Gruppe profitieren können, wird's halt doch mal langweilig...

    Yeza


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  • hm, also das mit der Langweile hab ich auch schon oft gehört, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es meiner Tochter gar nicht den ganzen Tag langweilig war, sondern dass das eben das letzte war, woran sie sich erinnert hat, weil zb. der Kindergartenkumpel schon abgholt war und sie dann eben nicht mehr wusste, was sie so machen sollte, oder irgendwelche anderen Gründe. Daraus zu schlussfolgern, im Kiga würde nix mehr an Programm passieren und dass sie zu wenig auf die Kinder eingehen würden, denke ich, ist nicht ganz richtig. Und ich denke schon, dass man a) auch kennenlernen muss, wie sich Langweile anfühlt und das geht eben nur, wenn man das erlebt und b) dass aus der Langweile heraus die Kinder selbst auf tolle Ideen kommen können, dass das förderlich für die eigene Kreativität und Weiterentwicklung ist. Wenn die Kinder nachmittags/abends oder am Wochenende zuhause sind, mache ich auch kein Programm, das machen die selbst. Ich bin dann die, die auf Aufforderung hilft, das entsprechende Material, wenn sie es selbst nicht tragen können, heranschleppt usw. Und zuhause höre ich auch manchmal "mir ist langweilig", ja, kann sein, und kurze Zeit später sind sie dann von alleine auf was gekommen, was interessant sein könnte. Und klar, dem 3-jährigen wird natürlich da noch mehr geholfen als den anderen.


    Vielleicht läuft das auch nur bei uns so, aber ich meine, ich hätte schon öfter mal gelesen, dass viele Eltern hier im Forum nicht den Aktivierer zu hause spielen. Ich mache meine Arbeit und die Kinder können mitmachen, wenn sie wollen, manchmal müssen sie auch, und wenn wir Erwachsenen alles fertig haben, dann kann man auch was gemeinsam machen... und dann wieder nicht.

    LG Heike


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  • Das mit der Langeweile ist ein nötiger Ablösungsprozess.
    Im letzten Kindergartenjahr, im letzten Grundschuljahr usw.


    Es kommt auch mal gerne Kindergarten ist doof. Ich glaube das brauchen Kinder auch, um ruhiger gehen zu können....

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • hm, also das mit der Langweile hab ich auch schon oft gehört, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es meiner Tochter gar nicht den ganzen Tag langweilig war, sondern dass das eben das letzte war, woran sie sich erinnert hat, weil zb. der Kindergartenkumpel schon abgholt war und sie dann eben nicht mehr wusste, was sie so machen sollte, oder irgendwelche anderen Gründe.

    ja, ich bewerte solche aussagen auch nicht über. Dennoch ist es mir eben aufgefallen, dass sowohl sie selbst es nur in diesem halben jahr vor der vorschule äußerte (zudem fiel es der erzieherin auch auf). und jetzt ist es komplett weg. außerdem brachte sie das lange-weile-argument meist vor dem kindergarten und hatte sichtbar keine lust auf den kindergarten...


    zu hause ist ihr hier auch gerne mal langweilig und ich bin auch der meinung, dass das dazugehört. ich bin auch niemand der die kinder zu unterhalten versucht.
    alles in allem schließe ich hier darauf, dass die vorschule eine positive veränderung für meine tochter mit sich gebracht hat.

    Yeza


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  • Hier ist "Vorschule" - also das Angebot für die Großen: einüben von Kompetenzen, die sie in der Schule brauchen werden. Da die Kinder hier in altersgemischte Gruppen gehen, gibt es extra für sie eine Mittagszeit mit der Kindergartenleitung zusammen. Dort kommen sie erstmals in relativ altershomogenen Gruppen zusammen, führen mit den Kindern aus anderen Gruppen Gespräche, interagieren mit Erwachsenen, die nicht ihre eigenen Erzieherinnen sind. Außerdem lernen sie so, sich selbstständig, zu fest gesetzten Zeiten im Haus zu bewegen, Verabredungen einzuhalten, Absprachen zu treffen, um Hilfe zu bitten...
    Außerdem gibt es einmal die Woche während der Ruhezeit der jüngeren Kinder extra Zeit für sie (da gibt es diverse Räume: Kinderbücher, Küche, Kreativraum mit Werk- und Bastelbänken, Experimente). Diese Räume mal nur mit wenigen Kinder und ohne "Kleine" zu besuchen, ermöglicht ein ganz anderes Arbeiten als sonst. Und auch hier werden vor allem soziale Fertigkeiten geschult, weil ja wieder Planungen und Absprachen nötig sind, damit alles gut klappt.
    Fertigkeiten der Fein- und Grobmotorik, kognitive Förderungen usw. sind dagegen bei uns nicht an das "Vorschulkind-Dasein" gebunden, die finden ab dem ersten Tag für alle zugänglich statt (Montessorihaus).


    Ich stimme außerdem dem Tenor zu, dass es auch ein Stück weit dazugehört bzw. die Sache erleichtert, sich vom Kindergarten bewußt zu lösen und auf die Schule zu freuen. Auch wenn dieses Freuen ja eher noch recht konturlos ist. Wie es wirklich in der Schule dann ist, wissen ja nicht einmal Geschwisterkinder. Meine Kleine hier hat z.B. eher eine sehr "verspieltes" Bild von der Schule, weil es diese vor allem von Hof- und Sommerfesten mit Spiel- und Spaßständen kennt. Wobei ich mir keine großen Sorgen mache, ihre Brüder haben sich auch schnell eingelebt.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Heike, ich bin gerade echt leicht angenervt. Warum sprichst Du mir ab, beurteilen zu können, was im Kindergarten meiner Tochter läuft bzw. eben nicht läuft?
    Das hat auch mit Montessori oder nicht mal so gar nix zu tun.
    Auch bei Montessori haben die Kinder ein ANGEBOT richtig?


    Und ich berichte von mir, habe eben aber auch schon von vielen anderen ähnliches gehört. Und minnegard schreibt ähnlich.


    Ich hab auch nirgendwo irgendwas von dauernder Kinderbespassung beschrieben. Aber ist schon interessant, was hier mal wieder daraus gemacht wird.
    Auch Mondscheins Pauschalaussagen kann ich überhaupt nicht bestätigen.


    Meine Große ist liebend gerne in den Kiga gegangen, hat sich riesig auf die Schule gefreut. Da war auch nix mit Ablöseprozess oder sonst was.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • @claraluna welche Pauschalaussage?


    Mit der Langeweile?


    Ach das ist nur eine berufliche Beobachtung, die ich ganz normal finde. Grad im zweiten Halbjahr drehen viele nochmal auf.
    Das schwankt zwischen: Ich finde es hier langweilig und blöd und ich will immer hier bleiben und klein sein.


    Die Kinder gehen gerne in den Kindergarten und freuen sich auf die Schule.


    Super, dass es bei deiner Mutter Tochter nicht so gewesen ist.
    Aber es ist halt nicht sehr ungewöhnlich, wenn es so ist...

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

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  • Heike, ich bin gerade echt leicht angenervt
    ....
    Aber ist schon interessant, was hier mal wieder daraus gemacht wird.

    Vielleicht ist es ja auch nur ein aneinander vorbei reden, weil Kindergarten-Erfahrungen auch einfach sehr unterschiedlich sind. Und der eine hat halt die Erfahrung gemacht, dass hinter einem bestimmten Eindruck etwas ganz anderes steckt und versucht das als mögliche Betrachtungsweise ins Gespräch zu bringen und der andere begründet halt warum er eine andere Betrachtungsweise bevorzugt.


    Grund zum genervt sein? Finde ich nicht...

    Yeza


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  • Schade, dass du genervt bist und fühlst, ich würde Sachen absprechen und aus deinen Aussagen was draus machen. Klar kann das sein, dass das bei euch anders ist. #weissnicht


    Ich hab mit Hilfe von minnegards und deinem Zitat eigentlich nur zeigen wollen, dass bei uns der Eindruck manchmal auch so sein kann, dass wir aber für uns festgestellt haben, dass wir Eltern oft ein schiefes Bild zu sehen bekommen, weil wir halt nicht im Kindergarten anwesend sind und deswegen eigentlich gar nicht beurteilen können, was da jetzt gelaufen ist... und dass zumindest unsere Tochter es nicht schafft/will, aus welchen Gründen auch immer, uns ein entsprechendes Bild zu vermitteln, sondern oft nur das letzte Gefühl vermittelt und dass obwohl Aktivitäten stattgefunden haben. #weissnicht


    Ist ja schön, wenn du einen transparenten Einblick hast, was im Kindergarten alles so abläuft.

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

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  • puh...jetzt hab ich wieder Zeit.
    Bei uns ist es so, dass auch fitte Erzieher sehen, dass es eigentlich besser laufen müsste. Ich kenne es aus der kita meines großen einfach anders. Tolle Projekte, aufwändigere Bastelarbeiten...auch mal was bauen...mal etwas züchten...und das allea nicht in einem hysterischen förderrahmen, sondern den Kindern absolut angemessen.
    Hulk sitzt nun überspitzt gesagt in einer bauklotzkrabbelgruppe. Natürlich kann er sich Bücher anschauen...natürlich kann er Rollenspiele machen...aber es sind nicht Kapazitäten da, einmal genauer hinzuschauen.


    Eine engagierte Anerkennungspraktikantin hat sich nun gemeldet und mir erzählt, dass die Kinder nun zweimal die Woche mit ihr aus den Gruppen genommen werden und sie macht eine projektarbeit zum Thema Gefühle. Das finde ich ganz toll...denn grad ist "verliebt sein" bei hulk und seinen Mädels freundinnen großes Thema.


    Naja...insgesamt ist es halt auch anstrengend für Kinder zu wenig geistige Anregungen zu erhalten... aber das jetut weiter zu erklären würde den Rahmen sprengen.


    Hatte ich schon hüpfend erwähnt, dass wir eine tonne ausgesucht haben?

  • Ich muss sagen, dass ich mich bzw. unsere Situation in der Kita auch in claralunas Beschreibungen wiederfinde. Vorschule wird hier gar nicht gemacht. Null. Das wird alles an die Schule abgegeben, die aber - wie ich aus Berichten anderer Eltern (gleiche Kita, gleiche Grundschule) immer wieder höre - gänzlich damit überfordert ist, mit den Kindern bei Null anzufangen.


    Die Vorschüler laufen auch hier so mit, sind die "Pflegleichten", um die man sich nicht kümmern muss. In den Jahren zuvor wurden in den Herbst- und Wintermonaten noch Projekte gemacht, dieses Jahr (für uns das Vorschuljahr) gibt es dahingehend nichts.


    Je höher die Qualität der Kitabetreuung, desto überflüssiger wird vielleicht die Vorschule im klassischen Sinn. Aber es gibt, denke ich, gerade in den Kitas je nach Bundesland enorme Unterschiede was die Qualität angeht.

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    There is no foot too small, that it cannot leave an imprint on this world.

  • Im Kindergarten unserer Jungs - ein kleiner Dorfkiga mit einer altersgemischten Gruppe und drei Erzieherinnen - gibt es im letzten Halbjahr vor der Einschulung täglich etwas besonderes für die Großen. Es werden andere Geschichten vorgelesen als für die ein- bis fünfjährigen, bei allen Projekten, die für die anderen Kinder freiwillig sind, müssen die Großen helfen, es gibt besondere Spaziergänge etc etc. Es ist einerseits noch ganz klar Kindergartenprogramm mit viel Freispielzeit, andererseits eben mehr Futter. Unserem kleinen Spezialisten tut das sichtlich gut, und während ich im Herbst öfters hörte "ein pfiffiges Kerlchen haben Sie da, aber feinmotorisch ist der echt zurück!", hat er jetzt plötzlich eine gute Stifthaltung und einen gleichmäßigen Strich beim malen.

    Silbermöwen sind Zugvögel.


    Weißt du, wo das Dings ist?

    ... Nein. Suche es selbst! Ich will das heute nicht.

  • Unser ev. DorfKiGa macht 3x die Woche Vorschule mit losem Programm, ein bisschen Zählen, Rätsel raten, Schere/ Bleistiftanspitzen, Kleben verbessern und einer Mappe anlegen mit Locher und abheften und so.
    Unser WaldorfKiGa macht nichts in der Art und die Grundschule trennt die Kinder daher in verschiedene Klassen um dem versch. Fertigkeiten- und Wissensstand besser gerecht zu werden. Hüpfgeheuer kann bis 20 addieren und subtrahieren sowie mithilfe ihrer Anlauttabelle Worte nach hören schreiben und lesen. Die Schulrektorin sagte das sei in Ordnung, soll sie ruhig. #weissnicht

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    Hüpfgeheuer O.-Ton: Ich bin ganz fleißig, ich mache ganz viel Arbeit! #hammer
    Ich bin soooo anstrengend, ich schwitze schon!


    „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“


    Sören Aabye Kierkegaard

  • Meine Jüngste kann ihren Vornamen schreiben, kennt 4-5 weitere Buchstaben, rechnet frei bis 6 und mit den Fingern bis 20. Vom lesen ist sie noch weit entfernt. Also ales superpaletti :)
    Geistiges Futter bekommt sie in Form von Flötenunterricht #nägel


    in unserem Kiga gibt es Vorschularbeit aber eben nicht lesen, schreiben, rechnen, kleben, malen, schneiden usw. sondern gaaaanz anders:


    bis zu den Sommerferien finden 3 Projekte statt, je 2-3 Wochen, das erste war gerade. Projekt ist in diesen Wochen täglich von 9 bis 12 Uhr. Die Kinder haben diesmal gemeinsam ein Buch gestaltet und sich dazu ein Theaterstück ausgedacht und eingeübt. Das haben sie am Freitag den anderen Kindern vorgeführt.
    Themen der nächsten Projekte werden kurzfristig bekanntgegeben.
    (bei meiner Mittleren damals "neue Medien" und "bauen" und ???)
    Weiterhin gehen die Vorschulkinder 1x in der Woche morgens (8 Uhr #kreischen ) in der Schule in der Turnhalle turnen.
    Und sie haben 1x pro Woche Kinderparlament. Monatlich werden neue Vorsitzende gewählt (nur wer will), die die Sitzungen leiten. Besprochen wird was gerade im Kiga aktuell ist, was sich die Kinder wünschen, was sich die Erzieher wünschen und wie man das umsetzen könnte (Resultat bei meiner Mittleren war z.B. der 1x wöchentlich stattfindende Spielzeugtag, die Kinder vom letzten Jahr haben einen Tischkicker angeschafft usw.).
    Wenn es jahreszeitenbezogene Themen gibt (Erntedank, Advent, Ostern) ist das mittlerweile auch oft in den Altergruppen und die Gestaltung ist dem Alter angepasst.
    Alles in allem bin ich superzufrieden, wie das läuft. Dafür holperts massiv an der Kommunikationnzu den Eltern und sie haben chronischen Personalmangel #heul

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Bei uns gibt es einmal pro Woche zwei Stunden Vorschulprogramm und teils extra Ausflüge für die angehenden Schulkinder.
    Da wird ausgeschnitten, zu angehörten Geschichten gemalt, eine Mappe angelegt und sowas.
    Findet Butterblume ok, mehr aber auch nicht.
    Sie dachte sie würd da was lernen und war erstmal enttäuscht.
    Mit fast sechseinhalb ist sie mit Abstand das älteste Vorschulkind, die Anderen sind alle 2010er.
    Und der Stand der Kinder ist eben auch sehr unterschiedlich, ich glaub da läuft sie eher so mit als dass sie davon was hat.


    Die Buchstaben kennt sie mittlerweile alle in klein und groß, liest bekannte Worte, rechnet im Raum bis 20 plus, minus und langsam auch mal. :|
    Abhalten tu ich sie nicht, mehr aber auch nicht.

  • Oh das freut mich.
    Also nicht dass du raus bist, sondern dass ihr es durch habt :)