Schmerzen beim Stillen mit Schlupfwarzen

  • Hallo, alle zusammen!


    Ich habe schon gesucht, ob es einen ähnlichen Beitrag gibt, aber leider nichts gefunden. Ich hoffe, ich komme jetzt nicht mit einem Thema, das doch schon hundertmal diskutiert wurde.


    Ich bin stolze Mama eines sechs Wochen alten Sohnes. :-) Nach einem schwierigen Stillstart (zu viel Milch, zu wenig Milch, blutige Brustwarzen...) stille ich jetzt voll. Ich bin soweit recht zufrieden, aber nur, weil ich Stillhütchen benutze. Das mache ich aber eigentlich nicht wegen meiner Schlupfwarzen, sondern weil ich ansonsten irrsinnige Schmerzen habe. Ich habe inzwischen mit meiner Hebamme und auch mit einer Stillberaterin gesprochen. Es findet sich kein Grund, woher die Schmerzen kommen können. Ich lege richtig an, das Kind trinkt auch gut.


    Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Schmerzen daher kommen, dass die Brustwarze ja quasi erst "hervorgesaugt" werden müssen.


    Kennt jemand von euch dieses Problem? Ich komme zwar mit dem Stillhütchen zurecht und das Baby auch, würde aber eigentlich lieber darauf verzichten. Es ist halt doch ein wenig umständlich...


    Vielleicht gibt es ja unter euch die ein oder andere, die das Problem kennt, und vielleicht sogar noch einen Tipp oder sogar die eine Lösung hat.


    Vielen Dank! :-)

    Manchmal ist das Kleinste das Größte #herz

  • huhu!
    Auch bei nicht-Schlupfwarzen ist die Anfangszeit oft schmerzhaft, weil die Brust diese "Belastung" nicht gewohnt ist.
    Vielleicht hilft es, wenn Du die Brustwarzue schon vor dem Anlegen hervorholst, geht das? Zum Beispiel kurz mit einer Milchpumpe ansaugen (falls vorhanden) oder so?
    Wie wäre es, wenn Du eine Stillberaterin vor Ort kontaktierst?
    Viele Grüße!
    :)

    4 Kinder (2007, 2mal 2011 und 2015), Stillberaterin, Trageberaterin

  • Ich hatte bei meiner Madame schon zur Vorbereitung und in der ersten Zeit so Brusthütchen *sowas* da wird die Brustwarze in den Stillpausen schon immer durch das Loch gedrückt. Ähh.. hört sich doof an, war aber nicht unangenehm. Das hat gut geklappt.

  • Ich hatte bei meiner Madame schon zur Vorbereitung und in der ersten Zeit so Brusthütchen *sowas* da wird die Brustwarze in den Stillpausen schon immer durch das Loch gedrückt. Ähh.. hört sich doof an, war aber nicht unangenehm. Das hat gut geklappt.

    Solche Warzenformer hatte ich auch am Anfang. Ob die was genützt haben kann ich nicht sagen.


    Bei mir hat die 'Football-Haltung' gut funktioniert. Also Kind seitlich neben dich und nicht quer vorm Bauch. War deutlich angenehmer für uns beide.


    Ich kam nie mit den Stillhütchen klar - und war sehr froh, dass mein Großer das alleine gut hinbekommen hat.


    LG

  • Ich hatte bei meiner Madame schon zur Vorbereitung und in der ersten Zeit so Brusthütchen *sowas* da wird die Brustwarze in den Stillpausen schon immer durch das Loch gedrückt. Ähh.. hört sich doof an, war aber nicht unangenehm. Das hat gut geklappt.


    Meinst du vielleicht die Medela Brustwarzenformer? Bei denen ist die Öffnung kleiner.


    Mein erstes Kind stillte ich 6 Monate lang mit Stillhütchen, die weg zu lassen war nicht so einfach, ohne wollte er nicht trinken. Das Stillen war bei mir bei alle drei Kinder am Anfang schmerzhaft, nach paar Wochen war es, dann besser (ausser beim 2. Kind, da hat es länger gedauert).
    Mit dem eine Schlupfwarze hatten die, dann eher weniger Probleme.

  • Vielen Dank für eure Antworten!

    Ich habe jetzt mal probiert, ohne Brusthütchen zu stillen, nachdem ich die Brustwarzen vorher schon hervorgeholt hatte... Das war auch irrsinnig schmerzhaft, macht also keinen Unterschied.
    Ich frage mich inzwischen, ob meine Schmerzschwelle vielleicht einfach zu niedrig ist. Mehrere Wochen unter Schmerzen stillen, das könnte ich gar nicht. Ich habe zeitweise nur unter Tränen stillen können, weil es so weh tat :-( Das hätte ich keine Wochen ausgehalten...
    Ich weiß nicht, aber ich hatte wirklich eine schöne (und vielleicht auch naive) Vorstellung vom Stillen und bin jetzt teilweise schon auch enttäuscht, dass es so ein Kampf ist.


    Mein Sohn trinkt auch sehr lange (bis zu 2 Stunden manchmal) und auch sehr oft (manchmal kommt er nach einer Stunde wieder an). Vielleicht ist meine Brust dadurch auch überstrapaziert. Die Stillberatung hat auch schon gesagt, dass ich wahrscheinlich einfach sehr empfindliche Brustwarzen habe...


    Wahrscheinlich muss ich wohl einfach mit den Stillhütchen leben...

    Manchmal ist das Kleinste das Größte #herz

  • Vielleicht bringt es auch Magnesium zum entspannen was. Meine Brustwarzen waren nach dem Stillen teilweise weiss, wie nach so einem Krampf. 2 Stunden am Stück ist schon lange, ich habe ca. halbe Stunde pro Seite gestillt, die Abstände waren schon oft gering, besonders abends. Wenn ich es nicht mehr ausgehalten habe, kamen meine Babies ins Tragetuch, dann waren sie auch zufrieden.

  • Naja, ich versuche, nach Bedarf zu stillen. Anfangs habe ich ihn für knapp 20 Minuten pro Seite angelegt. Bis vor ein paar Wochen war er damit zufrieden, aber inzwischen brüllt er los, wenn ich ihn abnehme und er sich nicht von alleine gelöst hat... Erst habe ich gedacht, dass er viell nicht satt wird. Aber er nimmt gut zu und die Windel ist auch regelmäßig voll. Manchmal bin ich mir aber auch nicht sicher, ob er trinkt oder nuckelt. Auf jeden Fall ist er an der Brust immer sehr zufrieden. :-)



    Magnesium wurde mir auch schon gesagt. Das nehme ich jetzt seit zwei Tagen. Aber bis jetzt merke ich keinen Unterschied.

    Manchmal ist das Kleinste das Größte #herz

  • Zwei Stunden am Stück stillen finde ich heftig. Das hätte ich auf keinen Fall durchgehalten. Vielleicht kannst Du versuchen, die Zeiten zu reduzieren. Alles was ich Dir jetzt empfehle, ist sehr unrabig und nicht konform mit den Tipps von Stillberaterinnen, hat mich aber gerettet (meine Tochter wollte auch den ganzen Tag nicht von meiner blutigen Brust weg): 1. Schnuller geben, 2. Ausfahrten mit dem Kinderwagen (Abstand von der Brust!). Mit dem Schnuller aufpassen wegen Saugverwirrung. Vielleicht erst, wenn Du ohne Stillhütchen stillst. Es wurde bald besser bei mir, schlussendlich habe ich dieses Kind sogar 3 1/2 Jahre gestillt.

    Liebe Grüße von Alusra
    #rose


    Manchmal braucht man keine Tipps. Manchmal braucht man nur einen
    Zuhörer, der an den richtigen stellen "Hmmm" sagt und auch alles blöd
    findet.


  • Ach, das mit dem Schnuller habe ich sogar schon probiert, aber den nimmt er nur, wenn er satt und müde ist...
    Sobald der Papa abends nach Hause kommt, darf er gerne übernehmen. Auf ihm schläft der Kleine friedlich, was er auf mir nie könnte... Und den Spaziergang mit dem Kinderwagen machen wir auch jeden Tag. Das ist tatsächlich, was mich und meine Brüste über den Tag rettet :-D


    Ansonsten weiß ich auch nicht so recht, was ich sonst tun kann.

    Manchmal ist das Kleinste das Größte #herz

  • Hallo MexxBexx, mein Mitgefühl!! Ich hatte die erste Zeit auch extreme Schmerzen beim Stillen. Obwohl laut Hebamme die Anlege- und Stilltechnik total ok waren.
    Waren sie aber nicht!


    Geholfen hat mir ein Video vom Hebammenverband, welches das "asymmetrische Anlegen" zeigt.
    Es war unglaublich - ich hatte zuvor 2 Wochen unter Tränen gestillt, blutige zerrissene Brustwarzen - und schon beim ersten Mal so anlegen war es komplett schmerzfrei!
    Nie wieder ein Problem gehabt, stille jetzt über 2 Jahre.
    Meine Haut ist auch sehr empfindlich.
    Google mal danach, kann vom Handy grade nicht verlinken.
    Ich glaub es gibt auch Infos auf stillkinder.de

  • Hat sich die Situation bei dir etwas gebessert?


    Ich hatte zu Beginn auch wahnsinnige Schmerzen und war kurz davor aufzugeben. Aber nach der Zeit wurde es besser oder ich habe mich daran gewöhnt.
    Finde jedoch auch, dass 2h echt lange sind :huh: Vielleicht saugt er auch nicht richtig?