Empfehlung Vollstillen runtergesetzt??

  • Guten Tag,


    ich war Freitag mit meinem Sohn (wird am 19.03. vier Monate alt und ist bislang vollgestillt) zur U4. Die Kinderärztin sagte mir, dass ich jetzt bald mit Beikost beginnen könne, denn die alte Empfehlung sei aufgrund von Nahrungsmittelallergien nicht mehr "gültig", also man solle nun nicht mehr sechs Monate vollstillen, sondern nur noch 4,5-5 Monate und dann bereits mit Beikost beginnen.


    Nun habe ich bei meinem Sohn noch nicht das Gefühl, dass ihn Essen interessiert und ich möchte - ganz egoistisch - auch gerne noch eine Weile weiter voll stillen (ich hätte einfach geschaut, wann er Anstalten macht, Interesse zu zeigen, selbst, wenn nach seinem halbjährigen Geburtstag ist). Ist es richtig, was unsere Ärztin gesagt hat? Bin schon ganz wehmütig #schäm

  • Mir hat meine Ärztin damals das Gleiche gesagt.
    Aber offenbar nicht laut genug, dass mein Kind es hören konnte. ;)
    (Natürlich hab ich einige Tage versucht, etwas in mein Kind hineinzukriegen - hat ja die Ärztin gesagt #augen )


    Ich glaube, ihr beide werdet merken, wann es Zeit ist, zuzufüttern. Empfehlungen kann man geben in allen Lebenslagen - es sind nur Empfehlungen.

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




    "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt."
    Erich Fried

  • Von wem soll denn die neue Empfehlung kommen?


    Die WHO empfiehlt weiterhin 6 Monate:



    Zitat

    Exclusive breastfeeding is recommended up to 6 months of age, with continued breastfeeding along with appropriate complementary foods up to two years of age or beyond.


    http://www.who.int/topics/breastfeeding/en/

    When all hope begins to shatter
    Know that I won't be afraid

  • Entspann Dich. Du machst das doch richtig. Dein Kind erscheint Dir noch nicht so weit, Du stillst noch gerne voll. Du schadest Deinem Kind nicht, wenn Du in diesem Alter weiter vollstillst, solange alles normal und gesund ist.


    Edit: Es handelt sich ja im Übrigen um eine EMPFEHLUNG.

  • Ich habe die Empfehlung immer so verstanden, dass zur Allergieprävention Beikost eingeführt werden soll, während man noch stillt. Da viele Frauen wohl mit 6 Monaten abstellen und dann zur Flasche wechseln, empfehlen die Kinderärzte deshalb jetzt den Beikost beginn mit 4 Monaten.


    Still ruhig voll weiter und achte auf die Signale deines Kindes. Er zeigt bestimmt, wenn er essen will.

    Liebe Grüße von Peppi mit Groß-S, Klein-S und Mini-S


  • ich habe das anders verstanden. wenn mit einen halben jahr bereits abgestillt wird, ist es besser, bereits mit 4-5 Monaten mit der beikost zu starten, weil man starten sollte, solange noch gestillt wird. da du ja wahrscheinlich noch lange nicht abstillst, kannst du dir auch noch zeit lassen.


    und: mein baby wird ja aufgrund ihrer gaumenspalte schon seit november nicht mehr vollgestillt (weil ich mit drei kindern nicht pumpen kann, was sie verdrückt. ;)), und sie wird in zwei wochen ein halbes Jahr alt und interessiert sich auch noch nicht die bohne fürs essen. sie lutscht mal was an, aber das war es dann auch. ich mache mir da noch laaaaaange keinen kopp.

    Trillian grüßt






    “Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too?“ (Douglas Adams)

  • Memaini,wie du schon sagst,es ist eine "Empfehlung",kein Muss ;)
    Solange dein Sohn kein Interesse an anderweitiger Nahrung zeigt,ist es auch noch nicht soweit.Und ob sich Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien entwickeln,hat mit Sicherheit nichts mit dem Zeitpunkt der ersten Beikost zu tun!
    Mein Großer hat übrigens mit 7 Monaten den ersten Löffel Brei gegessen(und das wars dann auch für lange Zeit,nennenswerte Mengen gabs erst mit 1 1/2 Jahren)Der Kleine,den ich aus dieser Erfahrung her genauso einschätzte,sprang mir mit 3,5 Monaten vor Aufregung in den Teller :D Da war MIR durchaus zu früh,aber er machte sehr deutlich das er auch an fester Nahrung interessiert ist.Und schaufelte auch dementsprechend rein 8I Gestillt hat er trotzdem noch 2 Jahre #ja
    Allergien hat keiner.

  • Hallo Julie,


    schau mal da


    http://www.bfr.bund.de/de/empf…ng_von_beikost-54044.html


    "Die Nationale Stillkommission unterstützt die Empfehlungen der EFSA (2009), dass ausschließliches Stillen in den ersten sechs Monaten für die Mehrheit der gesunden, reif geborenen Säuglinge in Europa die ausreichende Ernährung ist. Mit der Einführung der Beikost sollte etwa in der Mitte des ersten Lebensjahres - das heißt zwischen dem Beginn des fünften und dem Beginn des siebten Monats - begonnen werden."


    lg
    Denise

  • Unser Kinderarzt hat mir beim jüngsten Kind auch empfohlen, mit 4 Monaten zuzufüttern.
    Kam mir spanisch vor.


    Ich habe dann recherchiert und festgestellt, dass die WHO-Empfehlung weiterhin gilt, dass es aber wohl besser für Kinder ist, die mit 6 Monaten komplett abgestillt sein sollen, wenn sie die 1. Beikost zum Stillen dazu bekommen und nicht das Stillen aprubt endet, Flasche eingeführt wird und noch fest bzw. Breikost verdaut werden soll.


    Ein anderes Argument lautete wohl, dass es keinen Schaden gibt, schon vor 6 Monaten mit Beikost anzufangen.



    Ich habe einfach das gemacht, was ich bei den Vorgängerkindern auch gemacht habe:
    Gestillt, Kind beobachtet, Essen angeboten, und jedes meiner Kinder hat zu einem andern Zeitpunkt beigekostet.
    Sie wirken derzeit recht gelungen. ;)

  • hallo memaini,


    au Backe, kann mir vorstellen, wie das irritiert!!!!


    Die Kinderärzte haben da manchmal echt nerven... aber wie schon erwähnt, die WHO empfiehlt ein halbes Jahr voll und dann zwei Jahre teil bzw länger wenn beide wollen. Deutschland "gönnt" sich diesen Luxus des frühen Abstillens, und da Beikosteinführung unter dem Schutz des Stillens günstiger ist, was die eventuelle Entstehung von Zöliakie etc betrifft, kommt dieses frühe Alter zustande. Aber das istvon Baby zu Baby so unterschiedlich und nur weil man sich was in den Mund steckt, heißt das noch lange ned, das man es schon anständig schlucken kann. Wir haben mit vier Monaten nach vielem Drängen auch einen Anfang versucht, aber dabei blieb es auch, nach dem dritten Tag hatte der Kleine so üble Verstopfung das er sich vor Schmerzen gewunden hat, wir haben die nächsten drei Monate wieder vollgestillt und die anderen konnten mir den Rücken runterrutschen. Wenn er an was knabbern wollte hat er was in die Hand bekommen aber geschluckt hat er davon bis anfang des jahres nichts. jetzt gibt's seit zwei Monaten Beikost so oft er Interesse zeigt, momentan zweimal am Tag, wenn auch die "Großen" essen, morgens mittlerweile am liebsten n Reiswäffelchen mit Geschmack und abends Breichen, fingerfood jetzt auch ab und an.


    Bekomme bei der Hipp Werbung immer die Krise: " Vielen Dank Mama, für den besten Start ins Leben mit Stillen und damits gut weiter geht jetzt die Folgemilch von Hipp..." grummel, und da wunder ich mich, wenn die ganze Verwandscahft den Kopfüber uns schüttelt, das wir noch stillen... das kann ihm doch ned reichen, ja muss schon sagen mit neuneinhalb Kilo sieht der Minibär schon arg unterernährt aus, Beikost ist was es ist, Beikost, mal mehr mal weniger, aber da sind wir entspannt, es scheint ja, das er alles kriegt, was er braucht #yoga


    also Quintessenz, was sich für dich gut anfühlt wird wohl am ehesten das richtige für euch sein #super

    ""Natürlich schläft er durch....ja klar nur in seinem eigenen Bett in seinem Zimmer...sicher, KiWa findet er suuuper...aber klar kriegt er was gescheites zum Essen..."


    ...mit der Zeit lernt man, was man sagen SOLLTE..