Respektvollen Umgang vorleben - wie gut klappt das wirklich?

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  • Angeregt durch eine Diskussion mit Freundinnen möchte ich euch mal fragen, ganz subjektiv, wie sehr ihr euch von euren Kindern respektvoll behandelt fühlt. Und wie ihr ihren Umgang untereinander beurteilt.


    Letzte Woche hab ich beim Abendessen angefangen zu weinen, nachdem sie sich den ganzen Nachmittag nur angezickt haben, natürlich inklusive diverser "MAMA! Die hat ...!" Sie nennen sich dauernd Arschloch, wegen der kleinsten Kleinigkeiten, zicken sich an, bis ich auf dem Zahnfleisch gehe.


    Auf meine Bitte, Besteck und Servietten zu decken (ich hatte Teller gedeckt) holte Delfinchen (fast 9) ein Messer. Für sich. Sie setzten sich beide zankend an den Tisch. Und dann motzte Motte (fast 7) rum "Ich hab DUUURST!", da ist meine Sicherung dann rausgesprungen. Zuerst sagte ich noch ganz ruhig: "Die Flasche steht da hinten", aber dann kreischte und nölte sie mich an, inklusive "du blöde Mama"...


    Ich weiß, dass sie nicht allein an die Gläser kommt (Pkastikbecher sind aber für Kinder immer erreichbar), aber ich kann doch wohl ein "Holst du mir bitte ein Glas?" erwarten? Ich kam mir echt vor wie ihre persönliche Sklavin.


    Wann habe ich denn bitte meinen Kindern beigebracht, dass wir in unserer Familie SO miteinander umgehen? Ich hab nix dagegen, ihr die Flasche und ein Glas zu holen, wenn sie schon am Tisch sitzt. Aber ich möchte nicht angenölt werden, sondern freundlich gebeten.


    Bin ich früher zu viel gesprungen, wenn sie eine Befindlichkeit äußern? Ich dachte immer, wenn ich freundlich manchmal unnötige Dinge erledige, die mir nicht wehtun (bzw. irgendwie nach Klöters: es nervt mich mehr, ihnen irgendwas zehn Mal zu sagen, da kostet es weniger Kraft für uns alle, es grad selber zu tun), lebe ich ihnen vor, dass man in einer Familie füreinander da ist und gerne anderen hilft. Aber wenn ich jetzt um Kleinigkeiten bitte wie doch mal bitte Besteck zu decken, wird rumgemotzt, als hätte ich verlangt, mit der eigenen Zahnbürste den Boden zu schrubben. #augen


    Delfinchen macht das schon manchmal. Aber ich muss immer und immer wieder sagen, dass wir Familienregeln haben, dass ich bestimmte Worte nicht hören will... Vorleben allein reicht nicht.


    Wie läuft das bei euch? Wirkt sich Rabigkeit wirklich aus? Ich laufe hier echt am Limit, das ist so unharmonisch. ;(

  • Bei uns ist das ganz unterschiedlich. Manchmal haben sie einfach keine Lust, da ist es dann abhängig von meinem Zustand, ob ich bockig bin und mich auch weigere meinen Part (z.B. Kochen) zu machen. Manchmal hab ich einfach das Gefühl, sie spielen jetzt so schön und ich genieß die Ruhe und deck den Tisch einfach selbst, weil ich sowieso Zeit habe (weil ich z.B. etwas koche, was die letzten 10 Minuten vor dem Essen keinen Aufwand macht). Manchmal decken die Kinder von sich aus den Tisch, sie wissen nämlich genau wo alles steht und was wir brauchen (neulich hat mein großer mal, als er einen Moment früher zuhause war als ich schonmal geschaut, was wir kochen könnten und hat dann Spaghetti und Pesto gefunden, mit die Packungen hingestellt und schonmal gedeckt...) Außer Haus (Schule, Tagesmutter...) bekomme ich immer wieder die Rückmeldung, dass sie äußerst sozial, hilfsbereit und höflich sind... An solchen Streittagen kommt aber auch schon mal eine deutliche Ansage, dass ich keine Lust drauf hab und sie sich gefälligst in Ruhe lassen sollen bzw. ihren Kram untereinander regeln sollen ;)


    edit: wenn es einem schlecht geht, aus welchem Grund auch immer, helfen sie fast immer ganz selbstverständlich mit oder sind halbwegs friedlich miteinander.

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)

    Einmal editiert, zuletzt von braten ()

  • Ach du, was hilfreiches beitragen kann ich da gerade nicht - darf ich mich einfach leidend dazu setzen :D ?


    Mein Großer benimmt sich auch seit Monaten, als hätte er keine Eltern, sondern Bedienstete. Und wenn man gerade etwas anderes zu tun hat, oder auch einfach gerade mal nicht sofort aufspringt, um ihm ein Glas Selter ans Trampolin zu liefern kommt echt wüstes Gefluche.


    Dauerzickereien mit der kleinen Schwester, sobald sie sich weigert, ihm alles hinterher zu tragen folgen Erpressungsversuche à la "dann mache ich auch NIE wieder was für dich..."


    Die Kleine antwortet oft mit einem schlichen aber sehr energischen "NEIN!", wenn man um etwas bittet. Mich nervt und belastet das je nach eigener Tagesform manchmal echt, da flippe ich dann auich mal gepflegt aus.


    Diese vorhandene Anspruchshaltung mach mich so manches Mal echt aggressiv #sauer und ich mag auch echt nicht permanent angemotzt und beschimpft werden.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Erst mal kriegst du ein #liebdrück wenn du magst. Ich kann dich sehr gut verstehen. Bei uns ist es ähnlich, nur dass die Kinder noch kleiner sind. Selbst der Große lässt sich bei allem bedienen und in letzter Zeit zoffen sie nur! Manchmal macht mich das echt wahnsinnig und ich frag mich, ob unser Vorbild überhaupt irgendwas bringt.


    Dann letztens beim Frühstück: Normalerweise ist immer mein Mann oder ich dabei, wenn die Kinder frühstücken, an dem Tag ging es nicht, weil wir grad beide dringend auf die Toilette mussten. :D
    Dann hörten wir vom WC folgenden Dialog:


    Tochter: Ich kann nicht eeeeeessen!
    Sohn: Warum denn nicht?
    Tochter: Ich hab keinen Löffel!
    Sohn: Ja dann hol dir doch einen.
    Tochter: Nein, ich bin zu faul!
    Sohn steht auf und bringt ihr einen Löffel.


    Genauso mach ich es auch immer - wenn ich denn grad geduldig genug bin. :)

  • Bei uns auch so, wenn auch irgendwie eingeschränkter. Meine Kinder (3 und 5) sind ausserhalb des eigenen Hauses sehr aufmerksam, sozial, hilfsbereit, ja oft sogar schon empathisch.


    ABER: sobald man die Haustür hinter sich zumacht, mutieren sie zu zankenden, nichthörenden, manipulativen, lügenden, konsequenzresistenten Kindern. Alles läuft gut solange alles so läuft wie sie sich das wünschen, aber sobald eine Bitte kommt in eine Richtung die sie als nicht genehm empfinden geht Heulen, Kreischen, Verweigern, Ignorieren los. Das fängt früh beim Anziehen an und hört abends extrem beim Zubettgehen/Liegenbleiben auf. Wir haben schonmal versucht wirklich auf alles einzugehen, Kinder waren wirklich zufriedener, es gab weniger Streit. Aber als danach wie vereinbart wieder alle Regeln und Zusammenarbeit anfing war alles wie vorher.


    Ich habe dieses Gefühl des Nichtrespektiertwerdens auch sehr stark und mir fällt es sehr schwer das nicht persönlich zu nehmen. Es kommt mir oft sehr unfair vor dass ich auf die Bedürfnisse der Kinder eingehe wo es mir nur möglich ist und diese meine Bedürfnisse sozusagen dann mit den Füßen treten. *seufz*


    Ich rede mir dann immer ein, dass sie das nur bei mir (und beim Papa auch größtenteils) tun, weil sie sich unserer uneingeschränkten Liebe sicher sind und deswegen ordentlich Grenzen testen.

    Viel Denken, nicht viel Wissen soll man pflegen!

    Einmal editiert, zuletzt von Briti ()

    • Offizieller Beitrag

    Hm, ich kann nur aus meiner Herkunftsfamilie berichten.
    Und zwar hatte ich mich dort immer gewundert, wieso wir Geschwister so unheimlich aggressiv miteinander umgegangen sind. Woher kam das nur? Beziehungsweise, besser gefragt, wieso waren diese Verhaltensweisen bei uns so unheimlich präsent und was förderte das?


    Jetzt ist mir mit einigem Abstand aufgefallen, dass unsere Eltern untereinander sehr respektlos umgegangen sind. Also, ich konnte auf verbaler Ebene viele Mechanismen erkennen, die z.B. dazu führen, dass sich der andere herabgesetzt und nicht gewertschätzt fühlt, dass der andere ihn dominiert etc. Aber das war alles oft auf einer "Zwischen-den-Zeilen-Ebene". Zusammen mit der üblichen Überforderung, die man als Mutter hat, wenn man tagsüber alleine für eine ganze Kinderrasselbande zuständig ist, hat das sicherlich dazu beigetragen, ungutes Verhalten bei uns untereinander zu fördern.


    Insofern...auch wenn es gerade schwierig ist, ich bin mir sicher, dass das Vorleben von Respekt und Wertschätzung Deinerseits nicht ohne Wirkung bleiben wird.

  • Zankereien zwischen den Kindern nerven mich auch unglaublich und ich hab noch keinen wirklich guten Weg gefunden damit umzugehen. Wobei es bei uns damit erst Lorca. einem halben Jahr angefangen hat, vorher haben sie sich praktisch nie gestritten.


    Zum Helfen: Die Große (6) ist sehr hilfsbereit und sieht meist auch, was getan werde muss (außer aufräumen, dass entzieht sich vollkommen ihrem Blickfeld). Die Kleine (4) mag nur helfen, wenn es etwas für sie spannendes zu tun gibt und ich hoffe, das wird mit zunehmendem Alter besser....
    Bei höflichen Umgangsformen korrigieren sie sich meist gegenseitig und sie holen auch Sachen die noch fehlen, wenn wir schon beim Essen sitzen. Sie müssen aber meist den Tisch nicht decken und abräumen, das mach ich nebenbei.


    Wenn ich sie bitte, mir zu helfen, erwarte ich, dass sie das ohne Murren machen. Das klappt bei der Kleinen gar nicht. Sie will nichts aufräumen (da hab ich nicht damit gespielt, ich hab jetzt keine Zeit/Lust,...) und auch so nicht unbedingt viel helfen. Meist wiederhol ich da mein Mandra: "Ich tu den ganzen Tag so viel für Dich, da wirst Du mir doch diese eine Bitte nicht abschlagen." Das hilft (Also, gut Mama). Manchmal werd ich aber auch sauer und dann wird sie sauer und am Ende macht es die Große und die Kleine lässt sich herab und versöhnt sich mit mir.


    Da fällt mir ein, ich hab früher mal immer Selbstgespräche geführt. Wenn ein Kind mir "Durst" oder "Apfelsaft" entgegengeschleudert hat, hab ich drauf gesagt "Bitte, liebe Mama, könntest Du, wenn es Dir nicht allzu viele Umstände macht, mir etwas zu trinken einschenken" und hab mir dann selbst geantwortet "Aber gerne, wenn Du schon so lieb fragst, liebstes Töchterchen". Das fanden sie sehr lustig und haben versucht den Satz nachzusprechen.

  • ja, die menschen sind nun mal individuen.


    die gedanken, die du dir da machst, die mache ich auch. was habe ich auch meinen sohn schon angeschissen wg. echt asozialer verhaltensweisen.


    das mit dem messer hatten wir hier in abgewandelter form.


    ich hatte sehr aufwändig was gekocht, was mein sohn extra wollte. hundertmal währenddessen um hilfe bei diesem und jenem gebeten, er hing nur faul ab, erledigte widerwillig irgendwas oder gar nicht. ich war schon reichlichst sauer. dann sagte ich, ich würde gleich mit dem heißen, fettigen zeug rummachen und er müsse daher schnell den tisch decken. dann würde das mit dem essen gut passen.


    ich kam also mit dem heißen gekröse zum tiiisch... uuuund...


    er hatte für SICH SELBST GEDECKT und nicht für mich.
    mein arsch ist so geplatzt, das war nicht mehr feierlich. zum schluss fing ich allerdings an, übelst zu heulen und habe mich ins schlafzimmer verzogen, weil ich mich regelrecht misshandelt fühlte, von dem menschen, den ich eigentlich am meisten liebe :-(. und weil ich mich auch fragte, wann und wo ich ihm dermaßen asoziales benehmen beigebracht habe.


    möglicherweise lässt dich das ja auf die pubertät (extremes kreisen um sich selbst) zurückführen. dazu gab es auch noch ein klärendes gespräch in ruhe. solche extremklopper sind nicht mehr aufgetreten.


    aber grundsätzlich hakt es trotzdem vielfach am benehmen.


    einmal hat er nen anschiss kassiert, weil er WIEDERHOLT meine knabbersachen weggeFRESSEN hatte. die ich für mich aufbewahrt und auf die ich mich gefreut hatte. er selbst hatte auch welche (die fraß er vorher weg). und wie gesagt, das war nicht nur einmal passiert, sondern zum xten mal.


    ich kam also in sein zimmer mit der leeren tüte (er hatte höhnisch noch 3 stück dringelassen!!!) und er saß grad wie üblich am rechner bei minecraft, mit den kollegen im skype. den folgenden abraster hörten peinlicherweise alle seine kollegen und machten sich darüber noch lange lustig. seitdem lässt er mein fresszeug in ruhe :D. kann ich trotzdem nicht zur nachahmung empfehlen, ich hatte eigentlich immer den ruf, die coolste von allen mamas zu sein und bin nun als furie verschrien :D, dabei kommt sowas wirklich seltenst vor.


    vielleicht wird es später mal klappen und deine kinder besinnen sich auf das, was du ihnen vorgelebt hast.


    vielleicht leider nicht.


    aber du hast das deine getan, mehr geht nicht.


    was du ansonsten noch tun kannst = dich abgrenzen, und zwar immer wieder, auch wenns schwerfällt und nervt, aber das langfristige gefühl, die bückschlampe für alle zu sein, ist schlimmer als der kurzfristige nerv, den nachwuchs an die kandare zu nehmen.



    lg patrick

  • Dieses Verhalten meiner Kinder kenne ich auch.
    Zuhause ist nun mal primär die Wohlfühlzone, wo man sich trauen kann, die Sau rauszulassen. Grundsätzlich ist das doch erst mal gut. Wenn sie es woanders nicht so tun, fühlen sie sich nicht sichere genug, um sich das zu trauen.


    Aber das heißt ja nicht zwangsläufig, dass man das immer so mitmachen muss. Das Kinder lernen, sich respektvoll zu verhalten, ist meines Erachtens nach ein Prozess und zwar ein langwieriger. Vorleben ist dafür die Grundlage. Nur das allein reicht nicht. Man muss auch klar machen, wann man mit einem Verhalten der Kinder nicht einverstanden ist. Dazu dient so ein Donnerwetter oder der Ausbruch von Tränen eigentlich auch ganz gut. Denn das ist eine ziemlich klare Botschaft deiner Grenzen, die erreicht wurden.


    Wäre vielleicht hilfreich, wenn du diese Grenzen eher einfordern würdest. Nur ist mir klar, dass das immer so herrlich einfach gesagt ist. Mitten im Trubel fällt mir das auch eher schwer und es kommt oft erst raus, wenn meine Grenzen schon überschritten wurden.


    Es wird, zumindest glaube ich das für mich, sowieso nie so funktionieren, dass man dauerhaft zufrieden ist. Aber es wird verankert und wird irgendwann zum Tragen kommen. Das ist es, was wir als Eltern tun können. Die Grundlagen legen.
    Denn, was Geschwisterstreit angeht, der fungiert meiner Meinung nach grundsätzlich außerhalb aller Regeln.


    Hier bei uns ist es so, dass sie untereinander meinetwegen umgehen können, wie sie wollen. Aber sobald sich das in meiner Hörweiter oder gar in meiner unmittelbaren Nähe abspielt, dann sage ich meine Meinung dazu und zwar deutlich. Ich sage ihnen, wie äztend ich es finde, wie sie miteinander umgehen. Ich sage ihnen, wie dämlich ich das finde und wie gemein sie dabei sind. Und ich sage ihnen, dass ich dabei kein Teil sein will. Wenn sie meinen, sie müssten dabei weitermachen, dann müssen sie den Raum verlassen. Ich verteidige also nur meine Grenzen.
    Meine Kinder sind aber auch schon alt genug, um ihre eigenen Grenzen ebenfalls verteidigen zu können. Und dabei, das finde ich lustig, werden meine Argumente verwendet. Also das, was zum Tragen kommt. Nur hat es wenig Erfolg, weil sich das betreffende Kind ja keinesfalls selbst an diese Regeln hält, wenn es mit einem Geschwisterkind zu Gange ist. Das bekommt es dann nämlich vom Geschwisterkind vorgehalten.
    Für mich heißt das, sie haben sehr wohl mitbekommen, wie es richtig geht, aber die Geschwisterrivalität verhindert noch sehr das richtige Handeln. Mir reicht das erst mal.


    Gruß

  • Oh ja, schwieriges Thema hier.


    Es geht meistens schon früh los mit dem Gezanken, wenn ich mit der Kleinen im Bett liege und der Große kommt dazu, dass sie sich wie Hund und Katze um jeden Kuschelzentimeter meines Körpers streiten. Und diese Streiterein gibt es dann den ganzen Tag über, v.a. zwischen Bruder und Schwestern immer wieder. Da wird um alles gekämpft, wobei die Kleine besonders groß darin ist, bei jeder Annäherung loszuschreien. Wobei der Große dann oft auch verbal seine Geschwister abwertet (Du Baby, du bist doch dumm, kannst Du sowieso nicht, ....). Das haben wir tausendprozentig NIE so vorgelebt und in unserer Partnerschaft gibt es äußerst selten überhaupt mal Differenzen #weissnicht .
    Der Große ist einfach auch ein Platzhirsch. Er hat mir letztlich gesagt, dass er nicht möchte, dass seine Schwestern irgendetwas besser können als er. Meine Erklärung, dass das doch ganz normal ist, dass jeder andere Dinge gut kann und er in manchen Dingen auch besser ist als ich und mir das auch überhaupt nichts ausmacht, im Gegenteil, ich freue mich sogar darüber, konnten ihn trotzdem nicht von seiner Meinung abbringen. Aber es ist nunmal auch jetzt schon so, dass z.B. die Mittlere besser Flöte spielen kann als er. Ist ja auch ganz normal, weil sie jeden Tag übt.
    Hier gab es auch schon Tage, an dem mich das Gezänk oder die Unhöflichkeit meiner Kinder mich problemlos auf die Palme und weiter getrieben haben und dann mache ich meinem Ärger auch mal lautstark Luft.


    Kleine Begebenheit von vorgestern:


    Mein Sohn hat seinen Handball, den er zu Weihnachten bekommen hat (Wert ca. 30 €) verloren und braucht nun natürlich fürs Training einen neuen (er hat allerdings noch einen alten).
    Ich: "Ich möchte, dass Du xy machst!" (ich weiß gar nicht, worum es ging, hatte jedenfalls nichts mit dem Thema Handball zu tun)
    Er: "Aber nur, wenn Du mir am Mittwoch einen neuen Handball kaufst!"
    Ich: "Na hör mal, xy wird gemacht, ohne Bedinungen. Und den Handball kaufen wir am yz, weil wir dann im Laden Rabatt bekommen, ist ja teuer genug."
    Er: "Nein, ich brauche den Handball sofort!"
    Da bin ich auch gepflegt ausgetickt. Sowas geht gar nicht, erst die Sachen verschlampen und dann auch noch Forderungen stellen, wenn wir schon so nett sind, das Ding zu ersetzen.


    Bei Faulheit habe ich mir abgewöhnt, den Kindern den A.... hinterherzutragen. Da kann ich mich meist ganz gut abgrenzen, bis wohin ich da gehen kann, ohne mich zu ärgern.

  • Das klingt ja so, als sei in der geschilderten Situation schon einiges aufgelaufen, es war also nicht mehr eine Anfangssituation, sondern eher die Endversion, die darin kumuliert, dass die Mutter weint. Um wegen sowas in Tränen auszubrechen, müssen die Nerven doch schon vorher langsam abgeschürft worden sein, oder?


    Zudem erinnere ich mich, dass eines Deiner Kinder eine Verhaltensproblematik hatte, die in Richtung unkanalisierte Aggression ging, und ich erinnere mich auch, dass Du in den letzten Wochen teilweise sehr erschöpft geklungen hast ob der Dauerbelastung als AE und der Existenzangst, wegen Jobsuche, Nicklichkeiten mit dem Ex.


    Ich glaube, dass Du aufgrund Deines Hintergrundwissens eigentlich eine Menge Handwerkszeug hast, wie Du schon zu Beginn einer Situation wie der geschilderten angemessen reagieren kannst. Doch, glaub ich. #knuddel


    Zudem denke ich, dass Du mehr Zeit zur Erholung brauchst. Und auch eine Auszeit, in der Du Kraft tanken und Dich um Dich kümmern kannst. Ich weiß, dass Du eine Kur ablehnst.


    Was ist denn mit Deiner Tochter und ihrer Aggressionsproblematik? Habt Ihr da mittlerweile Unterstützung, wurde da noch mehr gemacht, läuft die Ergotherapie noch weiter?


    Was ist mit Dir? Hast Du professionelle Unterstützung für Deine Sachen?

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Mein Großer benimmt sich auch seit Monaten, als hätte er keine Eltern, sondern Bedienstete. Und wenn man gerade etwas anderes zu tun hat, oder auch einfach gerade mal nicht sofort aufspringt, um ihm ein Glas Selter ans Trampolin zu liefern kommt echt wüstes Gefluche.


    meiner hatte auch so ne schlimme Phase...er ist im November 8 geworden, langsam wird es wieder besser. war wohl irgend so ein testoron schub.
    aber er ist deutlich weniger hilfsbereit wie die Schwester. aber ich muss da auch mehr diskutieren und härter sein.
    und natürlich wenn jemand was tun muss heisst es immer: aber wieso ich? da gehe ich mittlerweile nicht mehr drauf ein. ich sage einfach: dass es jetzt so ist und ich auf ihre Hilfe zähle, ansonsten kann f. oder m. zb. mit dem bus zum training oder was auch immer.
    bei ihnen 2 ist es auch immer ein Wettkampf wer besser ist und der kleine ist auch noch eifersüchtig und hat ständig das Gefühl er kommt zu kurz????
    verwöhnt sind sie irgendwie schon.

  • was du ansonsten noch tun kannst = dich abgrenzen, und zwar immer wieder, auch wenns schwerfällt und nervt, aber das langfristige gefühl, die bückschlampe für alle zu sein, ist schlimmer als der kurzfristige nerv, den nachwuchs an die kandare zu nehmen.


    stimmt. ich kann das jetzt besser da sie älter sind und ich nicht mehr so am Anschlag bin, aber ev. habe ich vorher viel versaut mit nicht-abgrenzen können?
    mein Sohn hat mich übrigens auch schon: nutte genannt. weil er das wort aufgeschnappt hat. da ich das schlimm fand und die Schwester auch, bringt er es jetzt immer wenn er extrem wütend auf mich ist. gerne auch wenn andere dabei sind. schön peinlich.
    letztin waren wir wo was essen und es kamen 2 prostituierte ins restaurant. ich war ziemlich sicher dass sie es sind...waren auch schön so gekleidet.
    dann habe ich meinem Sohn nochmals alles erklärt. was das für ein beruf ist, etc. das hat ihn sehr beeindruckt, ich glaube er nimmt das wort nicht mehr in den Mund. meine tochter fand dass ich spinne und ihm sowas schon erkläre obwohl er erst 8 ist. :D

  • (neulich hat mein großer mal, als er einen Moment früher zuhause war als ich schonmal geschaut, was wir kochen könnten und hat dann Spaghetti und Pesto gefunden, mit die Packungen hingestellt und schonmal gedeckt...)

    #love Solche Momente hat meine Große durchaus. Aber je nach Laune "vergisst" sie dann, für die kleine Schwester mitzudecken... #augen


    Ach du, was hilfreiches beitragen kann ich da gerade nicht - darf ich mich einfach leidend dazu setzen :D ?

    #ja


    Diese vorhandene Anspruchshaltung mach mich so manches Mal echt aggressiv #sauer und ich mag auch echt nicht permanent angemotzt und beschimpft werden.

    #ja #ja #ja


    #freu Muss ich demnächst mal ausprobieren. Nur meist kommt dann auf "hol dir einen" ein "Nein, DU sollst!" oder so. #stumm

    Ich rede mir dann immer ein, dass sie das nur bei mir (und beim Papa auch größtenteils) tun, weil sie sich unserer uneingeschränkten Liebe sicher sind und deswegen ordentlich Grenzen testen.

    *seufz*

    Jetzt ist mir mit einigem Abstand aufgefallen, dass unsere Eltern untereinander sehr respektlos umgegangen sind. Also, ich konnte auf verbaler Ebene viele Mechanismen erkennen, die z.B. dazu führen, dass sich der andere herabgesetzt und nicht gewertschätzt fühlt, dass der andere ihn dominiert etc. Aber das war alles oft auf einer "Zwischen-den-Zeilen-Ebene". Zusammen mit der üblichen Überforderung, die man als Mutter hat, wenn man tagsüber alleine für eine ganze Kinderrasselbande zuständig ist, hat das sicherlich dazu beigetragen, ungutes Verhalten bei uns untereinander zu fördern.


    Insofern...auch wenn es gerade schwierig ist, ich bin mir sicher, dass das Vorleben von Respekt und Wertschätzung Deinerseits nicht ohne Wirkung bleiben wird.

    Das hat gerade echt etwas in mir angerührt, weil ich diese Gedanken auch schon hatte. Ich neige wirklich dazu, Menschen, die ich liebe, zu betüddeln und zu umsorgen. Mein Ex hat das irgendwann als selbstverständlich wahrgenommen, war irritiert, wenn er nicht mehr den Hintern hinterhergetragen bekam - bis Liebe irgendwann zu Pflichterfüllung und dann zu Widerwillen wurde. Auch jetzt noch sieht er mich bei ganz vielen Dingen in der Bringschuld, teilweise nimmt das absurde Züge an.


    Was, wenn meine Kinder dieses Muster schon so drin haben? Dass eine Mutter und Partnerin primär die "Bücksklavin" (danke für das Wort, patrick!) ist? Kann man das Muster löschen?


    Meist wiederhol ich da mein Mandra: "Ich tu den ganzen Tag so viel für Dich, da wirst Du mir doch diese eine Bitte nicht abschlagen."

    *seufz* Das sage ich auch oft. Antwort "WAS tust du denn? Ich muss IMMER mein Zimmer aufräumen, und du machst NIE was!" :stupid: Hallo?


    Da fällt mir ein, ich hab früher mal immer Selbstgespräche geführt. Wenn ein Kind mir "Durst" oder "Apfelsaft" entgegengeschleudert hat, hab ich drauf gesagt "Bitte, liebe Mama, könntest Du, wenn es Dir nicht allzu viele Umstände macht, mir etwas zu trinken einschenken" und hab mir dann selbst geantwortet "Aber gerne, wenn Du schon so lieb fragst, liebstes Töchterchen". Das fanden sie sehr lustig und haben versucht den Satz nachzusprechen.

    :) Werde ich mir merken.

    mein arsch ist so geplatzt, das war nicht mehr feierlich. zum schluss fing ich allerdings an, übelst zu heulen und habe mich ins schlafzimmer verzogen, weil ich mich regelrecht misshandelt fühlte, von dem menschen, den ich eigentlich am meisten liebe :-(. und weil ich mich auch fragte, wann und wo ich ihm dermaßen asoziales benehmen beigebracht habe.

    Das trifft es.

    was du ansonsten noch tun kannst = dich abgrenzen, und zwar immer wieder, auch wenns schwerfällt und nervt, aber das langfristige gefühl, die bückschlampe für alle zu sein, ist schlimmer als der kurzfristige nerv, den nachwuchs an die kandare zu nehmen.

    Mittlerweile mache ich das auch. Nach monatelanger kontinuierlicher Nerverei machen sie den grundsätzlichen Kram meistens von selber oder nach der ersten Aufforderung - Jacke an den Haken, Schuhe in den Schuhschrank, Teller in die Spülmaschine, Wäsche in die Wäschenetze. Das ist so Basishilfe, das muss doch echt sein.


    Aber das heißt ja nicht zwangsläufig, dass man das immer so mitmachen muss. Das Kinder lernen, sich respektvoll zu verhalten, ist meines Erachtens nach ein Prozess und zwar ein langwieriger. Vorleben ist dafür die Grundlage. Nur das allein reicht nicht. Man muss auch klar machen, wann man mit einem Verhalten der Kinder nicht einverstanden ist. Dazu dient so ein Donnerwetter oder der Ausbruch von Tränen eigentlich auch ganz gut. Denn das ist eine ziemlich klare Botschaft deiner Grenzen, die erreicht wurden.

    Ja, schon wahr. Ich habe aber sowieso ein Problem damit, meine Grenzen rechtzeitig wahrzunehmen und sie dann auch noch zu vertreten. Oft bemerke ich eine Überschreitung erst lange nachdem sie passiert ist, und dann geht es mir so richtig scheiße, weil ich dann einiges rückgängig machen muss /einfordern muss, was alles nicht nötig gewesen wäre, hätte ich die Grenze von vornherein wahrgenommen und verteidigt. Das ist in ganz vielen Bereichen meines Lebens so, betrifft nicht nur die Kinder.


    Bei Faulheit habe ich mir abgewöhnt, den Kindern den A.... hinterherzutragen. Da kann ich mich meist ganz gut abgrenzen, bis wohin ich da gehen kann, ohne mich zu ärgern.

    Wenn das immer so einfach wäre... Ich habe hier schon einen Mottewutanfall von 45 Minuten hinter mir, weil sie meine Aufforderung, ihr Vorlesebuch einzupacken, mehrfach ignorierte bzw. was Anderes wichtiger war (jaja, mach ich gleich). Wir sind dann NICHT umgekehrt, um es zu holen, ich glaube, as hat sich eingeprägt. Natürlich hätte ich es selber einpacken können, aber es war eine kleine einfache Aufgabe, für die sie zu faul war.


    Wenn sie morgens den Bus zur Schule bekommen müssen, bringe ich ihnen aber auch schon mal die Zahnbürsten oder die Mützen. Der fährt nämlich nur ein Mal in der Stunde, und wenn sie den verpassen, müssen wir alle drei mit dem Rad los, was ungleich mehr Aufwand und Stress für mich bedeutet.

  • Teil 2...


    Das klingt ja so, als sei in der geschilderten Situation schon einiges aufgelaufen, es war also nicht mehr eine Anfangssituation, sondern eher die Endversion, die darin kumuliert, dass die Mutter weint. Um wegen sowas in Tränen auszubrechen, müssen die Nerven doch schon vorher langsam abgeschürft worden sein, oder?

    Ja. Sowieso.


    Zudem erinnere ich mich, dass eines Deiner Kinder eine Verhaltensproblematik hatte, die in Richtung unkanalisierte Aggression ging, und ich erinnere mich auch, dass Du in den letzten Wochen teilweise sehr erschöpft geklungen hast ob der Dauerbelastung als AE und der Existenzangst, wegen Jobsuche, Nicklichkeiten mit dem Ex.

    Das stimmt auch. ;( Es ist einfach alles ein bisschen viel gerade.


    Ich glaube, dass Du aufgrund Deines Hintergrundwissens eigentlich eine Menge Handwerkszeug hast, wie Du schon zu Beginn einer Situation wie der geschilderten angemessen reagieren kannst. Doch, glaub ich. #knuddel

    #kuss Theoretisch. Aber wenn ich so fertig bin, dann kann ich nicht mehr pädagogisch wertvollo sein. Dann schicke ich die zwei raus, wenn sie sich beschimpfen oder verlasse selber den Raum und sage, sie sollen mich gefälligst in Ruhe lassen. Das ist aber nur eine Akutlösung, die das Grundproblem nicht löst.


    Denn neben den Streitereien lieben die zwei sich heiß und innig. Ich habe beim Aufräumen einen Frozen-Sticker mit Anna und Elsa drauf gefunden, und auf die Rückseite hat Delfinchen in Schönschrift geschrieben "Liebe Motte, du bist die allerbeste Freundin und Schwester. Dein Delfinchen". Da habe ich schon ein paar Tränchen der Rührung verdrückt.


    Zudem denke ich, dass Du mehr Zeit zur Erholung brauchst. Und auch eine Auszeit, in der Du Kraft tanken und Dich um Dich kümmern kannst. Ich weiß, dass Du eine Kur ablehnst.

    Ja. Wenn die Zeit nicht wäre, die die Kinder beim Papa verbringen, hätte ich mich schon längst irgendwo einliefern lassen können. :S


    Und, so ironisch das auch klingt, aber wenn ich einen anständigen Job hätte, wäre ich auch ausgeglichener, auch wenn dann viel freie Zeit wegfiele.

    Was ist denn mit Deiner Tochter und ihrer Aggressionsproblematik? Habt Ihr da mittlerweile Unterstützung, wurde da noch mehr gemacht, läuft die Ergotherapie noch weiter?

    #heul Gerade heute war wieder ein Vorfall in der Schule. Beim Antrag für Begleitung tu sich gar nix, und die Ergotherapie darf wegen neuer KK-Richtlinien nicht mehr in der Schule statt finden. Die Praxis ist aber nun im am weitesten entfernten Staddteil überhaupt. Der Bus fährt zwar hier vor der Tür los (ist die Linie, die auch an der Schule vorbeifährt), braucht aber für eine Strecke 57 Minuten und verkehrt nur stündlich. Es ist mir schlicht nicht möglich, mit beiden Kindern da einen kompletten Nachmittag durch die Gegend zu gondeln - insbesondere, weil die Motte eh genug mitgeschleift wird bei den ganzen Terminen, das gefällt ihr gar nicht.


    Also Reset, Rezept zurück, Warteliste bei der Praxis in unserem Ortsteil. Die ist auch gut, aber es ist eben ein weiterer Nachmittagstermin NACH der Ganztagsschule, und er findet nicht zusammen mit ihren Klassenkameraden statt (was ja der Sinn des Ganzen war) und das Vertrauen und die Kommunikation zwischen Schulpersonal und Therapeutin muss auch erst etabliert werden.


    Natürlich zahlt die Kasse auch kein Taxi in den anderen Ortsteil, damit das Kind seine von der KJP verordnete dringend notwendige Therapie fortsetzen kann. Sie hat ja keine Pflegestufe.


    Ich könnte kotzen.

    Was ist mit Dir? Hast Du professionelle Unterstützung für Deine Sachen?

    Nö. Warum denn auch? Auf Wartelisten rumzuhocken ist was Feines, darin habe ich inzwischen Übung. #augen


    stimmt. ich kann das jetzt besser da sie älter sind und ich nicht mehr so am Anschlag bin, aber ev. habe ich vorher viel versaut mit nicht-abgrenzen können?

    Ich hoffe halt sehr, dass das reversibel ist. Wobei ich schon, als die Motte zwei war, viel "strenger" war, so ein Feedback, das ich bekam. Ich war zumindest klarer, aber offenbar nicht klar genug.

  • ich kann da leider nix konstruktives beitragen, aber ich kann leider jedes wort von deinem ausgangspost unterschreiben #augen  ;(

  • War hier auch so, inzwischen geht es. Ich habe einfach aufgehoert, auf diesen Befehlston und das typische "Duuurst!" zu reagieren, habe immer mal wieder gesagt, was ich hoeren moechte und ich denke, der wichtigste Teil, am Anfang auch immer sofort auf nett formulierte Bitten reagiert (quasi "positive reinforcement"). Das hat gezogen. Klar gibt es taeglich noch genug Situationen, in denen noch Befehle ausgepackt werden, aber meist genuegt dann schon ein Blick und dann geht es.


    Ich hatte bei mir dann auch den Verdacht, dass ich einfach unbewusst die falschen Anreize gesetzt habe. Gebruell kann ich nicht ausstehen, daraufhin bin ich dann immer schnell gesprungen, um es mir nicht mehr anhoeren zu muessen, waehrend ich netter formulierte Fragen eher vertroestet habe.
    Seitdem ich mich bemueht habe, die, oehm, Anreizstruktur :D umzukehren, ist es deutlich besser geworden.

  • Respektvolles verhalten vorleben bedeutet für mich, meinen Kindern vorzuleben, dass ich Respekt vor mir als Menschen erwarte.


    Das klappt nicht immer, aber wenn nicht, wird das hinterher immer noch mal besprochen.


    Ich will nicht, dass meine Kinder später auf sich rumtrampeln lassen, also muss ich ihnen Strategien an die hand geben. #freu

  • Hm, also, gaaaanz großer Anspruch an Dich:


    1. Fühl Dich virtuell gedrückt. #knuddel
    2. Es gibt noch mehr Therapeuten als die eine mit der Warteliste, oder? #pfeif Allerdings könnte das dazu führen, dass Du tatsächlich einen Therapieplatz bekommst...
    3. Hm, für mich hört sich das an, als würdest Du gerade in dieser Situation den respektvollen Umgang miteinander nicht mehr vorleben. Vielleicht kannst Du versuchen, in dem Moment einen Kraftakt zu vollbringen, und zugewandt und respektvoll bleiben. Und klar dabei. Man kann auch respektvoll sagen, dass man diese Konflikte nicht möchte und eine räumliche Trennung vornehmen. Ich meine damit, dass Du nicht in der Dynamik mitschwingst, sondern Dich einfach rausnimmst.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Das Thema ist hier auch gerade eine ziemliche Baustelle...
    Und das hier

    er hatte für SICH SELBST GEDECKT und nicht für mich.
    mein arsch ist so geplatzt, das war nicht mehr feierlich. zum schluss fing ich allerdings an, übelst zu heulen und habe mich ins schlafzimmer verzogen, weil ich mich regelrecht misshandelt fühlte, von dem menschen, den ich eigentlich am meisten liebe :-(. und weil ich mich auch fragte, wann und wo ich ihm dermaßen asoziales benehmen beigebracht habe.


    hatten wir 1:1 auch neulich mit dem 7-jährigen (der auch schon morgens bei -11 Grad mit offener Winterjacke rausrennt, weil er schlicht zu FAUL ist den Reißverschluss zuzumachen... #hammer #yoga Über Schuhe mit Schnürsenkeln erzähle ich mal lieber nix...). Dafür hatte er dann ganz lieb am nächsten Sonntag schon den Frühstückstisch gedeckt - und fragte mich freudestrahlend, nachdem er es mir gezeigt hat: "Was krieg ich jetzt als Belohnung???" #augen


    Bei Situationen am Esstisch reagieren wir mittlerweile einfach nicht mehr auf Befehlston (oder so Äußerungen wie "Huuuunger!" "Duuurst!"). Bei mir kommt es auch sehr auf meine eigene Stimmung an, wie ich reagiere, momentan sind meine Nerven dank mieser Nächte nicht gerade die Besten....