65 und nochmal 4 Kinder

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  • Kauen wir das jetzt nochmal durch? Esches Ausführungen habt ihr aber gelesen oder? ;)

    Die Wahrscheinlichkeit, dass es NICHT zu solch einer Situation kommt, ist bei dieser Ausgangssituation sehr sehr gering gewesen. Um nicht zu sagen: Unwahrscheinlich. Der behandelnde Frauenarzt dieser Frau hat auch ganz klar erläutert, dass sie hoffen, die Kinder so lange wie möglich im Mutterleib begleiten zu können. Da war erst gar nicht die Rede von einer evtl. 30. Schwangerschaftswoche oder gar reif geborenen Kindern.

    Und was hier in den Artikeln so als "ein paar Eingriffe" oder "evtl. Schäden" beschrieben wird, kann man sich wohl nicht vorstellen, wenn man noch nie in so einer Situation war. Diese Kinder leiden derzeit sehr und zwar täglich. Punkt.
    Die Babies werden dort monatelang liegen.

    Aber klar, jetzt kann man noch hundert andere Beispiele anführen, die aber nunmal rein gar nichts mit der hier konkret vorliegenden Situation zu tun haben. Also mögen sich bitte alle Frauen mit IVF, mit gehandicapten Kindern, mit Frühchen und einem Schwangerenalter über 40 usw. NICHT angesprochen fühlen. ;)

  • Ich gebe auch zubedenken, dass es auch in diesem forum frauen gibt, die sich für schwangerschaften entschieden haben, obwohl ein großes risiko wie hellp oder frühgeburt oder anderes vorher schon bekannt war. Also ihnen wurde von medizinern schon bestätigt, dass ihre körperliche verfassung eigentlich nicht fürs kinderkriegen geeignet ist.
    An diesen stellen stellt sich dann aber niemand hin und wirft es ihnen vor. Ich finde das sehr schwierig das thema. Wie weit darf die eigene Entscheidungsgewalt gehen, ab wann ist eine Grenze überschritten, wer legt das fest?

    Ich würde meinen, dass sich ein verantwortungsbewusster und reifer Mensch nicht geplant dafür entscheidet, anderen Menschen Schaden zuzufügen.

    Entscheidet er sich im vollen Bewusstsein dafür, muss er sich an dieser Entscheidung messen lassen. Es ist natürlich einfacher, alles mit einem "ich lebe mein Leben so, wie es mir passt" wegzuwischen.

  • Rubikon, ich glaube, du hast mich missverstanden! Ich vermute (das ist natürlich absolut hypothetisch), dass die Frau sehr naiv davon ausging, dass alles gut sein wird. So wie sie sich ja zB auch nicht damit auseinandergesetzt hat, dass ihr selbst etwas passieren könnte und dass sie ihre anderen Kinder daher absichern sollte.

    Und ich bezweifle, dass der ausführende Arzt sie über diese Risiken aufgeklärt hat.

    Das macht das Verhalten der Frau nicht vernünftiger, aber ich glaube nicht, dass sie wissentlich ihren Kindern das angetan hat, sondern ich glaube, dass sie alles verdrängt hat, was an Risiken und Gefahren auftreten kann (sonst hätte sie sich die Reaktionen in den Medien auch vorstellen können und deren Nähe eher nicht gesucht)...

  • Myrte, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das nicht wusste. Eventuell noch beim Einsetzen?

    Aber die Schwangerschaft wurde doch sicher intensiv medizinisch begleitet und da wird ihr mit Sicherheit aufgezählt worden sein, was sie erwarten kann. Und dieses "kann" ist eigentlich in dieser Konstellation sehr sicher gewesen.

    In diesem Alter, als gestandene und gebildete Frau, die bereits etliche Kindern groß gezogen hat. Ich kann es mir nicht erklären.

    In dem Bericht damals bei Stern TV (?) wirkte sie auf mich übrigens recht sympathisch. Wie sie mit ihrer Tochter sprach usw.

    Trotzdem: Hier sind sehenden Auges mehrere Kinder zu Schaden gekommen. Ich kann das kaum ertragen, wenn ich mir vorstelle, was die Babies da gerade durchmachen. Wahrscheinlich daher meine Härte. Ansonsten tue ich mich nämlich auch eher schwer, andere in Bausch und Bogen zu verurteilen.

  • Rubikon, es gibt so Leute! Die immer meinen, für sie persönlich werde sich die Welt immer weiter drehen und nur andere Menschen werden von Krankheiten oder Tod betroffen... :S für mich hat das Verhalten der Frau in dieser Gesamtsituation schon eher Krankheitswert, sie mag gebildet sein, aber sicher nicht reif.

    Wobei es auch egal ist, denn jetzt sind die Kinder ja da. Und ich hoffe eben, dass die Vierlinge (und die anderen Kinder) da möglichst unbeschadet rauskommen. Obwohl ich weiß, dass es unwahrscheinlich ist, aber die Kleinen können ja nichts dafür. Ich würde auch nicht davon ausgehen, dass die vier -wenn sie alle überleben- später mal bei der Mutter wohnen können.

  • Ich glaube auch, dass die Frau das nicht wahrhaben wollte. Es nimmt mich mit, dass es eben nicht nur sie selbst betrifft, sondern eben all ihre Kinder.

    Natürlich wünsche ich der gesamten Familie alles erdenklich Gute. Das können sie mehr als gebrauchen. Ich hoffe, die erwachsenen Kinder haben genug Reserven, um jetzt die kleine Schwester auch aufzufangen.
    Vielleicht können ja alle abwechselnd bei den Babies sitzen. :S

    Es fällt mir schwer, mich bei diesem Fall in Bezug auf freie Entscheidung und Lebensführung abzugrenzen.
    Mein erstes Kind war reif geboren; aber die zwei Monate in der Klinik wirken noch heute in uns Allen nach.
    So eine Situation ist grauenhaft; auch für die Mutter selbst!

    • Offizieller Beitrag

    Ich hab meinen Sohn "nur" 3 Wochen auf der neonathologischen Intensiv begleitet und mag mir gar nicht vorstellen, wie das mit 4en ist!! Und dann soooo lange?!?
    Und mein Sohn war von Beginn an sehr stabil und fitt, somit keine großen Sorgen. Das ist bei so frühen Frühchen doch ganz anders.
    Ich sehe das auch kritisch und wünschte einfach, sie hätte sich anders entschieden.
    Dass sie nichts davon hat kommen sehen kann ich bei einer Mutter mit so vielen Kindern/Enkeln nicht glauben!

    Was sie auch den erwachsenen Geschwistern aufbürdet, die nun ihre kleine Schwester betreuen müssen! (Die werden ja auch ein eigenes Leben haben und brauchen eigentlich nicht noch Teile des Lebens der Mama in ihrem.)

  • Die werden ja auch ein eigenes Leben haben und brauchen eigentlich nicht noch Teile des Lebens der Mama in ihrem.

    Das sind halt verschiedene Auffassungen von Familien.

    In anderen Kulturen ist eine Familie ein Gesamtwerk, die zusammenhält und wo jeder für den anderen sorgt.

    In unserer Kultur ist es so, dass die Eltern für die Kinder sorgen sollen, hauptsächlich finanziell, alles schön abgeklärt und rechtlich geregelt. Emotional natürlich auch noch.
    Aber dass dann die Kinder auch für die Eltern verantwortlich sind und sich dann für die Fürsorge revanchieren, das geht ja mal gar nicht! Das ist dann eine Bürde, ein Gräuel und die Eltern sind dann voll die Uneltern, dass sie so eine Einstellung von Familie haben.

    #weissnicht

    Ich finde, jede Familie sollte sich ihr eigenes Familienbild schaffen. Und wenn in unserer Kultur eine Familie dann anders läuft und auch die jüngeren Generationen eine Verantwortung für die älteren Generationen tragen, dann sollte man das einfach hinnehmen und ihnen eine eigene Entscheidungsgewalt zugestehen.

    wenn die Kinder nicht auf ihre Schwester aufpassen möchten, sollten sie sich dagegen entscheiden. aber vielleicht stört sie das ja auch gar nicht und sie tun das sehr gern. so vorab einfach mal davon auszugehen, dass sie es nicht möchten, finde ich sehr seltsam.

  • Sandra, ich würde vermuten, dass die Tochter bei der Patentante untergebracht ist.
    Ich hatte gerade per Zufall dieses Video gesehen, da wird sie mit der Patentante gezeigt, während die Mutter im Krankenhaus ist:

    http://www.rtl.de/cms/news/rtl-a…18-2320316.html

    Ich gehe mal davon aus, dass die anderen Kinder auf den Medienrummel gern verzichten, von denen wird man wohl nicht viel hören. Und selbst wenn sie bereits sind, ihre Mutter zu unterstützen, so ist das wahrscheinlich für jemanden mit eigener Familie, der auch noch berufstätig ist, kaum zu leisten. Und es werden ja auch nicht alle Kinder in der Nähe wohnen.

    Aber die Vierlingsmutter bekommt ja eine Kinderkrankenschwester und eine Haushaltshilfe (von RTL bezahlt?), hat sie zumindest in irgendeinem Fernsehbericht gesagt. Ich glaube trotzdem, dass die Geburt und der jetzige Krankenhausaufenthalt noch das harmloseste ist, und sie das erst so wirklich abschätzen kann, wenn sie daheim ist, was tatsächlich auf sie zukommt (und auf die Tochter).

    Ich habe in letzter Zeit ein paar Berichte über Frühchen gelesen, und viele tragen Schäden davon, auch wenn es größtenteils nur leichte sind, so dass sie später in der Schule Förderbedarf haben. Ich habe glücklicherweise damit keinerlei eigene Erfahrung, denke aber, es ist schon enorm, was man für ein oder zwei Kinder in so einer Situation tun muß, bei vier wäre wahrscheinlich jeder überfordert, wenn er allein ist.

  • Das stimmt doch gar nicht. Ich kenne so viele Erwachsene, die sich trotz Berufstätigkeit und eigener Familie ein Bein ausreißen, um die eigenen Eltern vor dem Altersheim zu bewahren.

    Die pflegen, kaufen ein, machen Fahrdienst.

    Ob die Geschwister auf die Kleine aufpassen wollen, spielt doch keine Rolle. Die Geschwister wurden in eine äußerst schwierige Lage gebracht, die die Mutter offiziell auch noch zu Lasten der jüngsten Tochter auslegt.

    Hier von alternativen Familienkonzepten zu sprechen, geht komplett an der Dramatik dieses "Falls" vorbei.

  • Ich frag mich, warum man so dermaßen über diese Frau herziehen muss. Es ist doch schon alles gesagt. Aber es ist immer gut, auf andere draufzukloppen, die in den eigenen Augen oder in den Augen anderer oder in der Augen von Mehrheiten oder was auch immer etwas falsch gemacht haben. So eine Sau, die lässt sich gut durch's Dorf treiben.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.

    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Fia , du musst es ja nicht lesen, dann brauchst du dich nicht aufzuregen.

    Ich für meinen Teil bin froh über den Austausch hier, der regt zum nachdenken an, eben weil nicht *alle die Sau durchs Dorf treiben*.

  • Genau Fiawin. Mich findest du immer beim Draufkloppen. ;)

    Evtl. sollten Überlegungen angestellt werden, warum "draufgekloppt" wird.

    Ist aber auch wurscht. Ich bin wütend und schockiert über diese Frau. Nicht mehr und nicht weniger.

  • Schön, dass Ihr mich gelesen habt. Ihr braucht Euch nicht zu erklären oder verteidigen.

    Ich reg mich übrigens gar nicht auf. #yoga

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  • Schön, dass Ihr mich gelesen habt. Ihr braucht Euch nicht zu erklären oder verteidigen.

    Ich reg mich übrigens gar nicht auf. #yoga

    Ne, is klar. Ich habe heute keinen Bock auf deine Art; also lass mich bitte.

    Ich versuche mich mittlerweiel so gut es geht, von den kranken Dingen, die in dieser Welt vor sich gehen, abzugrenzen.

    Aber wenn jemand so handelt; dann regt mich das auf, ja. Und da lasse ich mir meinen gesunden Menschenverstand auch nicht absprechen durch haltlose Argumente und hinkende Vergleiche.

    Worüber sollen wir uns denn hier austauschen? Was ist denn euch genehm?

  • Ich finde das hier auch schwierig.

    Das schlimmste was ich mir Vorstellen kann ist das eines der Kinder später mal erfährt was es für einen Rummel um sie gab, und das sie am besten die geboren wären. Würde jemand einem dieser Kinder später wirklich ins Gesicht sagen das ihre Geburt ein Fehler war und die Frau absolut falsch gehandelt hat?

    Ich finde es wird auch sehr persönlich genommen was die Frau getan hat. So als habe sie ein Verbrechen begangen. Aber das hat sie nicht. Sie hat sich keiner Straftat schuldig gemacht und trotzdem wird über sie geurteilt. Ich frage mich mit welchem Recht?

    Rei
    Iudex ergo cum sedebit,
    Quidquid latet apparebit:
    Nil inultum remanebit.
    Quid sum miser tunc dicturus?
    Quem patronum rogaturus?
    Cum vix iustus sit securus.
    (Goethes Faust)

  • Ui, und da musst Du persönlich werden?

    Im übrigen weiß ich nicht, wer mit Euch gemeint ist. Ich habe nur geschrieben, wie ich diesen Thread teilweise finde.

    Edit: Ich bezieh mich auf Rubikon.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

    Einmal editiert, zuletzt von Fiawin (24. Mai 2015 um 18:27)

  • Ui, und da musst Du persönlich werden?

    Im übrigen weiß ich nicht, wer mit Euch gemeint ist. Ich habe nur geschrieben, wie ich diesen Thread teilweise finde.

    Edit: Ich bezieh mich auf Rubikon.

    Ja, da muss ich persönlich werden. Das ist eine hilflose Abwehrreaktion meinerseits. Du hast es nämlich sehr gut drauf, andere bis aufs Blut zu reizen und dich dann ratlos ob der Reaktion umzuschauen.

    Das war jetzt persönlich und kindisch, aber ich weiß gerade nicht, wie ich mich sonst wehren kann.

    Daher gehe ich jetzt erstmal offline. :)

    Rei, ich würde mich sehr freuen, wenn wir in Zukunft überhaupt mit den nun geborenen Kindern reden können.