Das Osterei, .... (unser Geburtsbericht)

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  • So, jetzt komme ich mal kurz raus aus meinem Staun-und Kuschel - Kokon, immerhin ist heute schon der erste Geburtstag; eine Woche ist das Häschen jetzt bei uns

    Das Fischlein ist da und wird jeden Tag überglücklich bestaunt #herzen

  • Ach Mann, nee, alles weg, das ist ja total doof... ich geh wieder kuscheln, das schreib ich wann anders neu :-(

    Das Fischlein ist da und wird jeden Tag überglücklich bestaunt #herzen

    Einmal editiert, zuletzt von SLöckchen ()

  • Herzlichen Glückwunsch und zauberhafte Babyflitterwochen! #love

    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.
    Dante Alighieri

    Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe einen kleinen Moment beide Hände frei, und versuche es nun vom PC aus noch einmal:


    Am Morgen des Ostermontages bin ich um viertel vor sieben aufgewacht, habe zur Feier des Tages ein Schoggi - Osterei gegessen und meinen Countdown bei Facebook aktualisiert.
    Plötzlich merke ich, wie mir das Wasser davon läuft "Mist, denke ich, diesmal haste zu lange gewartet, mit dem Aufsklogehen..." - eine Sekunde später läuft mir so viel Wasser die Beine entlang, dass klar ist, dass das nichts mit dem Aufsklogehen zu tun hat :-)


    In aller Ruhe habe ich dann bei einer Freundin nachgefragt, ob die Kinder zu ihr könnten - unser sorgfältig ausgetüftelter Notfallplan war ja nun hinfällig und überdies alle, die wir eingeplant hatten (inklusive meines Gyn) im Osterurlaub...


    Meine Kliniktasche war noch gepackt von der Woche, in der ich im Krankenhaus war, in die Klinik musste ich mit dem Rettungswagen fahren, weil der Kleine noch so weit oben lag, dass die Klinikhebammen lieber wollten, dass ich kein Risiko eingehe. Die Fahrt war lustig, mein Mann kam mit den Kindern hinterher und brachte sie noch schnell zu meiner Freundin.


    Wegen des Schokoeis mussten wir noch einige Stunden warten, in der Zwischenzeit stellten sich Anästhesistin und der sehr nette Belegarztkollege meines Gyn vor und um 14.00 Uhr wurde ich dann in den OP gerollt.
    Die supernette Anästhesistin hatte mich davon überzeugt, den Kaiserschnitt mit einer spinalen Anästhesie zu versuchen, ich hatte im Vorfeld Sorge, dass ich auf dem Tisch dort durchdrehen würde, wenn ich miterleben würde, wie man mich bei lebendigem Leib aufschneidet, aber dem war nicht so. Alle waren SO nett zu mir und haben jedem Anflug von Unruhe oder Angst gleich entgegengewirkt und mich super unterstützt.


    Ich hatte keinerlei Schmerzen, mein Mann und die Anästhesistin waren die ganze Zeit sehr beruhigend bei mir, hinter dem Vorhang wurde ein bisschen geruckelt und geschuckelt, der Arzt und die Assistenzärztin plauderten mit uns und dann "QUÄÄÄK" - war mein Sohn geboren - unfassbar eigentlich, ich hab das in dem Moment zwar verstanden, aber irgendwie auch nicht #herz #herz
    Er wurde mir kurz gezeigt, dann fest eingewickelt und wenige Minuten später dann wieder gebracht, um ein paar Minuten zu kuscheln und Kontakt aufzunehmen - ganz ganz zauberhaft!!
    Mein Mann ist dann mit der Hebamme zur U1, zwanzig Minuten später war bei mir alles zugenäht und ich wurde in den Aufwachraum zu Mann und Kind geschoben, wo wir gemeinsam 2 Stunden verbracht haben, kuscheln konnten und erste Stillversuche unternommen haben etc.


    Alles in allem, trotz Kaiserschnitt, bin ich begeistert, nach dieser nervenaufreibenden Schwangerschaft war es nun eine wunderschöne, problemlose (Geburts-) Erfahrung.
    Auch danach ist alles gut gegangen - die Schmerzen haben sich in Grenzen gehalten; am Tag nach der Geburt und an dem darauf folgenden habe ich noch in relativ hoher Dosis Ibuprofen genommen, um gut mobil werden zu können, aber dann konnte ich es immer besser runter schrauben. Am Dienstag bin ich bereits erste Runden über den Gang gelaufen und am Mittwoch konnte ich schon alleine duschen.
    Die Narbe ist sehr gut verheilt, Schmerzen habe ich nur innerlich noch ein wenig, da die Harnblase mit der Gebärmutter (glaube ich?!) verwachsen war und während der Geburt vorsichtig getrennt werden musste - diese Stelle spüre ich beim Pipi machen noch, aber ich hoffe, das geht auch noch bald weg.



    Schwierigkeiten hatte der Zwerg, der sehr zart war, am Anfang nur wenig Kraft zum Trinken hatte und gleich mal mehr als 10% des Geburtsgewichts abgenommen hatte. Die Kinderschwestern der Klinik, die ihn abends zum Wiegen und Vermessen angeschaut haben, wollten mir gleich ein "Zufütterfläschchen" andienern - das habe ich ihnen fast an den Kopf geworfen.
    Aber in der Tat, die ersten zwei Wochen waren was das Vertrauen in "der wird schon zunehmen, wir schaffen das mit dem Stillen" anbetrifft, trotz meiner Stillerfahrung schon nicht ganz so easy, wie ich das vielleicht dachte. Er hatte ordentlich Gelbsucht, hat durchgehend geschlafen und war selbst durch Kitzeln, Ausziehen etc. kaum dazu zu bewegen, so viel zu trinken, wie er es wohl idealer Weise gesollt hätte. Ja, wie gesagt, das war schwierig auszuhalten,..einen Tag hat er dann plötzlich komplett verweigert, zu trinken, da ist dann eine befreundete Stillberaterin angerückt, hat mir ein Brusternährungsset gebracht, das hat er dann nicht gewollt, zwei Tage lang haben wir mit Stillhütchen gestillt und dann war der Spuk auf einmal vorbei. Die Gelbsucht war wohl so weit zurück gegangen, dass die Kräfte immer mehr wurden und er dann auf einmal auch trinken konnte. (und schwupps auch 500g in einer Woche zugenommen hatte)


    Ich gestehe: für den Hauch einer Sekunde habe ich mir gedacht: das ging so toll, wir machen noch eins - aber im gleichen Moment wurde mir klar, dass es das jetzt war - es wird kein viertes Kind geben - wir hatten großes großes Glück, dass alles so gut ausgegangen ist und für meine vier Jungs zu Hause, die großen wie die kleinen, werde ich das sicher nicht nochmal riskieren.


    ...und jetzt gehe ich wieder kuscheln #love #love #love

    Das Fischlein ist da und wird jeden Tag überglücklich bestaunt #herzen