Neugeborenes schreit nachts nur...

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  • Hallo ihr,


    ich hoffe es gibt vielleicht wen der das kennt und/oder mir Tipps geben kann.
    Folgendes:


    Am Freitag kam unsere 2te Tochter zur Welt. Zuhause, nach 24Std. Wehen. Seit der 2ten Nacht sind die Nächte katastrophal und heut Nacht war es so schlimm, das ich gerad total auf dem Zahnfleisch kriech. Sie schläft nicht richtig. Sie ist unruhig und zappelig. Sucht hektisch die Brust, spuckt sie wieder aus, trinkt dann hektisch und schnell als wenn sie am Verhungern wäre, dann schreit und weint sie. Windet sich. Und wieder von Vorne. Abends beginnt das schon, da schläft sie dann aber noch irgendwie. Ab 23uhr , ihrer Geburtszeit, ist das dann so und endet im Schreien und weinen. Und heut ging das bis die Sonne langsam aufging.


    Erst dacht ich das ich vielleicht zu wenig Milch hätte, aber wenn sie dann trinkt dann hört man sie kräftig und starks chlucken und wenn ich auf die Brust drücke dann spritzt die Milch. Also es scheint so als wenn reichlich da ist. (das ist meine Angst, weil meine Große konnt ich nie Vollstillen)
    Tagsüber ist sie übrigens anders. Sie trinkt normal, ruhig, schläft an mir und bei mir. Oder bei meinem Mann.


    Was ist das? Und was kann ich tun? Mir zerreißt es das Herz dieses weinen und schreien. Und ich bin gerad so müde. Und nicht nur ich, die große Schwester wacht davon ja auch auf und ist dann dementsprechend morgens gelaunt. Und mein Mann auch. Dadurch kann ich mich dann tagsüber auch nicht soviel ausruhen.


    Ja, ich weiß es muss sich erst alles einspielen und ich glaub sonst Krieg ich das rational auch gefasst, aber gerad nicht. Also vielleicht kennt es jemand und kanns mir erklären? Mir Mut machen? Oder Tipps geben.


    Danke,
    L.

  • Liebe Lariya,
    herzlichen Glückwunsch zur Geburt!


    Und #knuddel
    Zur Sache kann ich leider nicht viel beitragen, aber ich wollte nicht einfach wegklicken.

  • Könnt Ihr Euch räumlich trennen, so dass zumindest ein Elternteil und die Große Ruhe haben? Das wäre mein erster Versuch...ausgeschlafene Eltern beruhigen auch besser.


    Könnt Ihr Euch richtig abwechseln, zur Not einer auch mal nachts draußen spazieren gehen?


    Was sagt eure Nachsorgehebamme dazu?


    Alles Gute!

  • So war das auch bei dem Kleinen. Nachts Randale und tagsüber total friedlich. Der Rhythmus war komplett verkehrt. Mein Höhepunkt war in 48 Stunden zwei Stunden Schlaf, ich war durch.
    Da war er sechs Wochen alt.


    Als er das erstmal geimpft wurde schlug das schlagartig um, der schlief das erstmal vier Stunden am Stück.
    Heute denke ich das hat nichts mit dem impfen zu tun, damals aber schon.
    Nach einiger Recherche im Internet scheint um die sechste Woche rum ein Entwicklungsschub zu sein, der das bewirkt hat. Oder die Kombi mit dem impfen, weil es die Kinder müde macht. Ich weiß es nicht.


    Jetzt wirst du nicht viel machen können, wir Eltern haben uns räumlich getrennt, ich wurde dann tagsüber ins Bett gesteckt. Nachts bin ich singend mit dem Kind durchs Haus gewandert.


    In ein paar Wochen kannst du versuchen das Baby tagsüber wach zu halten, hier war der Hit ihn nackt auf die Wickelkommode zu legen und Singspiele zu manchen, einzucremen, massieren usw.


    Halte durch, versuche jede Möglichkeit zum schlafen zu nutzen, auch zehn Minuten können Erholung bringen.

  • Oje..
    wie war denn die geburt?
    Warst du schon beim ostheopaten?
    Cranio Sacral?


    Wenn da alles abgeklaert ist und nichts gefunden wurde dann braucht das maederl noch ein bisi bis es in der welt angekommen ist.


    mein tip (ich hatte ein 24h megaanstrengendes baby) in der nacht abwechseln. Dann soll dein partner nach dem stillen einfach im tuch raus..


    (Vielleich hast du zuviel milch, zu starken msr?)

  • Alles Gute!!!!


    Wenn abgeklärt ist, dass Kind ansonsten ok ist - Kopfhörer. Richtig gute und dann Film gucken oder Musik hören. Dabei Kind schukeln. Ich bin nächtelang im Storchenschritt auf- und ab gelaufen. Warum kopfhörer - ich finde, wenn diese spitzen Töne nicht mehr so massiv ins Ohr gelangen, wird man selbst wieder ruhiger und entspannter und das überträgt sich aufs kind.


    Bei uns hats so 3-4 Wochen angehalten, die habe ich mit separater Matratze überstanden und mit ganz viel Schrottserien aus den 80ern. Geschlafwen habe ich tagsüber irgendwie. Habe mir eingeredet, ich tue unheimlich was für meine Fitness.


    Halte durch, es hört auf. Du bist da, Kind ist nicht allein und manche Sachen sind so wie sie sind.

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Ich unterschreibe bei Pony! Unsere Kleine hat auch von abends 23 Uhr bis morgens um 6 Uhr gebrüllt, wenn man sie dann nicht herumgetragen hat. Noch nichtmal stehen oder hüpfen ging, man müsste gehen.


    Das ging so drei Wochen ungefähr, dann war der Spuk vorbei. Jetzt schläft sie sogar besser als ihre Brüder damals.

  • Guten Morgen Lariya,
    oje, und da jammere ich über meinen Sohn, der dazu im verhältnis nur wenig schreit (auch weil ich mich an meine Tochter erinnert fühle - die Nächte quasi durchschrie...).


    Ich würde wohl zur eigenen Beruhigung das Kind einmal untersuchen lassen, ob es irgendwie Schmerzen haben könnte (Schlüsselbeine z.B.). Oder auch Richtung KISS.


    Sie ist unruhig und zappelig. Sucht hektisch die Brust, spuckt sie wieder aus, trinkt dann hektisch und schnell als wenn sie am Verhungern wäre, dann schreit und weint sie. Windet sich. Und wieder von Vorne. Abends beginnt das schon, da schläft sie dann aber noch irgendwie. Ab 23uhr , ihrer Geburtszeit, ist das dann so und endet im Schreien und weinen. Und heut ging das bis die Sonne langsam aufging.


    Ich berichte mal, wie das derzeit bei uns ist. Vielleicht kannst du dir was drauß mitnehmen?


    Das hektisch die Brust suchen, andocken, abdocken, kurz und hektisch trinken, schreien, wieder andocken, abdocken, etc... macht mein Sohn auch.
    Und zwar zum einen, wenn er mal muss (er wird abgehalten) und zum anderen auch Abends, wenn er seine Schreiphase hat.
    Manchmal Endet die Schreiphase damit, dass er plötzlich kacken kann (was vorher nicht ging) - was für mich dafür spricht, dass zumindest mein Sohn Bauchweh hat.


    Durch das (hektische) Trinken an der Brust ist er zwar für wenige Minuten ruhig, aber nur um dann sofort wieder anzufangen zu schreien, meist schlimmer als vorher.


    Ich interpretiere es so, dass er Bauchweh hat, dagegen hilft nuckeln - denn das entspannt. Dann kommt aber Milch -> das regt den Darm wieder an -> wieder Schmerzen -> schreien -> versucht sich durch nuckeln an der Brust zu beruhigen -> es kommt Milch -> ...
    Trinken lassen führt also hier in diesem Fall nur zu einer Steigerung des Schreiens. Daher kein Stillen, sondern rumtragen. Vorausgesetzt, er hat vorher schon ausreichend getrunken hat und keinen Hunger!


    Fliegergriff und rumtragen hilft hier sehr gut. Allerdings hauptsächlich, wenn mein Mann das Rumtragen übernimmt. Wenn ich ihn rumtrage, bleibt er unruhiger und sucht häufiger.


    Ich wünsche dir, das sich die Situation bei euch baĺd bessert - die Nächte mit schreiendem Kind sind nicht schön.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

    Einmal editiert, zuletzt von Kontextfrei ()

  • Was bei meinen (manchmal) geholfen hat, war nackt ausziehen. Ev. mit Windel an (ohne war besser). Und plötzlich hatte ich ein ruhiges Baby. Wenn mans dann in den Arm nimmt und ne Decke (Handtuch) drüber legt, haben sie auch genug warm. Man wird einfach nass, wenn sie pieseln.
    Oder eine Streichelmassage: Mit den Händen über das nackte Baby streichen (nicht zu leicht, schon etwas Druck), damit sie spüren wo / wer sie sind (also den eigenen Körper spüren). Kann man mit oder ohne Oel machen.

  • Wie nimmt das Kind denn zu? Wenn da Unsicherheit ist in Bezug auf das Sattwerden würde ich heute immer ne erfahrene Stillberaterin drüberschauen lassen, bevor ich in Bezug auf das Stillen etwas in die andere Richtung unternehme. Rausspritzende Milch und Schlucken hatten wir hier trotz gefährlich geringer Mengen, da haben wir einiges falsch gemacht.

  • Erst einmal ganz herzliche Glückwünsche zur Geburt! #blume


    Bei meiner Tochter war es anfänglich auch arg schlimm, deine Beschreibung erinnert mich stark daran.
    Gestolpert bin ich über die 24h Wehen. Und den Zeitpunkt des allabendlichen Schreiens - zu ihrer Geburtstzeit.


    Bei meiner Tochter wurde es erst (viel!) besser, als die Hebammen sie homöopatisch unterstützten. Das war einige Tage nach der Geburt. Ihre Vermutung war, dass die Schnelle und Heftigkeit für A. zuviel waren und sie deshalb nicht zur Ruhe kam. Egal, was und wie - der Unterschied nach Gabe der Globuli war enorm.


    Vielleicht wäre also der erfahrene Blick aus Richtung Homöopathie/ Cranio/ etc. hilfreich?

  • Als 1. möchte ich Dir zum Baby gratulieren. #blume


    Dann würde ich auch sagen, abklären ob alles in Ordnung ist und keine Schmerzen vorliegen.
    Nachts versuchen räumliche Distanz zu den anderen Familienmitgliedern schaffen, dafür legst Du Dich tagsüber so oft irgend geht mit hin. Die oberste Priorität ist Schlaf - für alle.
    Unser jüngstes Kind hat mich trotz aller Erfahrung auch oft an meine Grenzen gebracht, besonders nachts schlief er oft nur fest eingebunden im Tragetuch ein. Ich mußte dafür ordentlich laufen, nur wiegen o. ä. reichte nicht aus. Da er dabei trotzdem 'ne Weile schrie habe ich Oropax benutzt.
    Schlief er dann endlich, habe ich mich oft nach und nach in's Bett oder auf's Sofa begeben und dort halb-aufrecht mit Baby im TT geschlafen.


    Wichtig finde ich es auch, sich jede Unterstützung zu suchen, die es geben könnte.

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

  • Falls es tatasächlich ein starker Milchspendereflex ist, versuch mal auf dem Rücken liegend zu stillen. Ist anfangs etwas gewöhnugsbedürftig da du die Stirn des Kindes etwas stützen musst, spielt sich aber schnell ein und ist dann sehr entspannend. Abhalten würde ich auch versuchen, hat wohl schon so einigen Raben geholfen.


    Viel Glück!

    So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

  • Herzlichen Glückwunsch erstmal.
    Ich schreib jetzt mal runter was mir so einfällt, entschuldige bitte wenn was doppelt ist.


    Osteopath hat bei uns schonmal Wunder gewirkt.
    Dann, kann es sein das sie vielleicht viel Luft schluckt? Kann sie Bauchschmerzen haben? Dann vielleicht mal das Bäuchlein massieren oder Sab simplex probieren?
    Hast du sie schonmal gepuckt? Oder weißes Rauschen ausprobiert?
    Oder sie muss pieseln? Hast du sie mal abgehalten?

  • Herzlich willkommen, Tochter von Lariya, schön dass du da bist! #herzen
    Herzlichen Glückwunsch an euch Eltern und an eure ältere Tochter!


    Zwei Ideen von mir, zu denen ihr euch überlegen könnt, ob sie für euch in Frage kommen und euch Entlastung bieten können. Sie waren hilfreich für mich in der Babyzeit meiner Tochter, ich wünsche euch, dass ihr sehr bald findet, was euch allen mehr Ruhe bringt und deine Jüngste zufriedener macht.


    - Homöopathische Mittel, von der Hebamme bzw. jemand anderem fachkundigen ausgewählt und vorgeschlagen


    - eine weitere erwachsene Person, die euch stündchenweise ablösen kann beim Tragen und Versorgen eurer Tochter, so dass ihr ein Weilchen Abstand habt und so auch mehr Ruhe und vielleicht Schlaf. Freunde und Verwandte, die euch Essen bringen, evtl. eine Ladung Wäsche mitnehmen zum Waschen, euch eine kleine Massage anbieten oder was auch immer euch gut tut, falls ihr jetzt andere Menschen bei euch haben wollt.

  • Von mir auch erst mal herzlichen Glueckwunsch zur Geburt!
    Außer den bereits genannten Dingen kann ich aus eigener Erfahrung eine Federwiege sehr empfehlen. Das hat bei meiner kleinen Maus absolut Wunder gewirkt! Und heute mit drei Jahren schläft sie immer noch sehr gerne darin ein.
    Ansonsten wuensche ich dir ganz viel Kraft und ganz bald ruhige Nächte!

  • Bei meiner Tochter wurde es erst (viel!) besser, als die Hebammen sie homöopatisch unterstützten. Das war einige Tage nach der Geburt. Ihre Vermutung war, dass die Schnelle und Heftigkeit für A. zuviel waren und sie deshalb nicht zur Ruhe kam. Egal, was und wie - der Unterschied nach Gabe der Globuli war enorm.


    Vielleicht wäre also der erfahrene Blick aus Richtung Homöopathie/ Cranio/ etc. hilfreich?

    ich unterschreibe bei ilsebilse


    eine Gabe Chamomilla hat bei unserer Tochter den Tag-Nachtrhythmus komplett geswitcht, nachdem es ähnlich wie bei euch war. Hast du eine homöopathisch behandelnde Hebi?
    Mit großen Kindern sind schlaflose Nächte doppelt heftig, weil man auch tagsüber keine Ruhepausen hat. Ich drück euch die Daumen, dass ihr bald eine Lösung findet.
    Ich lege dir noch einen Link einer m.M.n. sehr gelungenen Infobroschüre hier rein und empfehle dir die Seiten 10-15 zu lesen. http://www.tk.de/tk/broschuere…bys-gesunde-kinder/238748

    »Ich glaube sowieso, wenn die jungen Menschen auf alles hören würden, was die älteren ihnen sagen,
    würde jede Entwicklung aufhören und die Welt still stehen.« Astrid Lindgren

  • Danke euch. Nachher antworte ich noch mal näher falls ichs schaff.


    Ich bin mir nicht 100% sicher das sie genug Milch bekommt. Ich dachte das rausspritzende Milch und Schlucken da ein Zeichen ist, aber heut zb trinkt sie katastrophal und die Brüste fühlen sich nur schlaff an.
    Wir hatten bei der Großen auch stillprobleme. Da konnt ich nie Vollstillen, sie hat aber auch soviel geschlafen und dieses Schluckgeräusch hatten wir auch kaum. Das is diesmal anders. Okay, bisher. Heut is eh alles anders.


    Stillberaterin wollt ich schon in der Schwangerschaft haben, aber hier gibts niemanden der nach Hause kommt und auch kein Stilltreff oder sowas. Ich fühl mich da sogar sehr allein gerad.


    Meine Hebamme war noch gar nicht wieder da, sie kommt morgen. Sie meinte ich soll mich nicht verrückt machen und ruhig und stressfrei an die neue Stillsituation gehen und das bin ich bisher auch.


    Meine Große stillt ja auch noch, oder nuckelt eher als das meistens.


    Räumlich Distanz schaffen klappt hier nur bedingt. Wir wohnen auf "nur" 2 räumen aneinander. Da hört man alles. Und rausgehen ginge eventuell, aber die Große braucht mich nachts ja auch noch. Überleg ich mir aber mal.


    Osteopath gibts hier nicht. Homöopathische Behandlung frag ich die Hebamme mal. Aber auch keinen hier soweit ich weiß. Ich wohn gerad auf dem Dorf ohne Auto und komm hier schwer weg.

  • Also ich kann von meinem Patenkind sagen, dass da der Osteopath auch Wunder gewirkt hat und kenne derweil mehrere, die damit die Lösung gefunden haben.
    Lohnt sich vielleicht mal, da die weitere Reise auf sich zu nehmen, auch wenn sie unangenehm ist.

  • Das ist blöd, so auf dem Dorf.
    Man kann aber Stillberatung auch telefonisch in Anspruch nehmen: http://www.lalecheliga.de/beratung.php.
    Und kennst du dieses Expertenforum? http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/
    Homöopathisch könntest du mal Calmedoron von Weleda ausprobieren. Weitere hilfreiche Tipps sind hier gesammelt (runterscrollen zum dritten Beitrag "Schreibabys"):
    www.lieblings-kind.blogspot.de
    Alles Gute, halt uns auf dem Laufenden und ich wünsch dir ganz viel Kraft!