ab wann "zählen" Wehen

  • Meine Frage ist evtl. ein wenig dämlich, aber es brennt mir trotzdem unter den Nägeln.
    Wenn ich mich an die Geburt des kleinen Kapitäns zurück erinnere, frage ich mich immer, wie lange ich eigentlich Wehen hatte und wie lange die Geburt eigentlich dauerte. Nicht, dass ich das vergessen hätte, das Problem ist, dass ich mir nicht sicher bin, ab wann Wehen denn nun wirklich den Namen Wehen verdienen. Der Kapitän ist abends so gegen 21 Uhr geboren. Ich hatte seit 6 Uhr morgens regelmäßig "Wehen" (also in Fünf-Minuten-Abstand & Dauer ca. 1 Minute). Allerdings waren die bis 16/17 Uhr nicht wirklich schlimm. ich konnte mich problemlos unterhalten, während ich eine Wehe hatte. Dann wurd's ein bisschen doller und wir sind dann doch ins Krankenhaus gefahren.


    Wenn ich für's Protokoll festhalten will, wie lange die Geburt war / wie lange ich Wehen hatte, wann fange ich an zu zählen? Ab dem Zeitpunkt, an dem ich während einer Wehe nicht mehr reden wollte?? :D


    Ich hätte einfach gerne eine plakative Zahl, dann kann ich dem Sprößling mal sagen: "deine Geburt dauerte so und so lange".
    Das ist ein ziemlicher SLP aber vielleicht will mir ja trotzdem jemand antworten ;)

  • Die Frage treibt mich auch schon ewig rum!


    Für mich habe ich die Definition: regelmässig und schmerzhaft genommen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich würde da sagen, ab 6 ging die Geburt los, heftig waren aber nur die letzten 4 Stunden. :) Ich denke, die Geburt startet, wenn die Fruchtblase platzt oder die Wehen regelmäßig sind. Sonst hätten Frauen, die die ganze Geburt als nicht schlimm oder schmerzhaft empfinden, ja "gar keine" Geburt. #freu

  • Ich hatte beim zweiten Kind wochenlang nachts alle 5 Minuten schmerzhafte Wehen. #freu
    Ich habe für mich als "Anfang der Geburt" den Zeitpunkt genommen, ab dem ich rückblickend das Gefühl hatte, ab da ging es wirklich Richtung Geburt.


    Beim ersten Kind war das, als die Wehen regelmäßig kamen und keine ewigen Pausen mehr dazwischen waren. Unterhalten konnte ich mich ab da noch etwa 6 Stunden sehr gut.
    Beim zweiten Kind war das, als die Wehen nicht morgens aufhörten.

    Do one thing everyday that scares you - Eleanor Roosevelt
    When you reach for the stars, you may not quite get one, but you won't come up with a handful of mud either - Leo Burnett

  • Bei mir haben die Wehen beide Male um 0:30 Uhr angefangen, zwar nicht schmerzhaft, aber es war schnell klar, dass das der Geburtsbeginn ist und von da an "zähle" ich auch. Beide Male hatte ich auch Vor- bzw. Senkwehen, die waren halt genau das.

  • Ich hab den Zeitpunkt als Beginn gezaehlt, ab dem ich mich eigentlich nur noch mit mir selbst/den Wehen/Geburtszeug beschaeftigen konnte.

  • Ich glaube, das muss jeder für sich selbst entscheiden, wann er das Gefühl hatte, dass die Geburt jetzt anfängt. Bei meiner Tochter finden die regelmäßigen Wehen morgens um 6 an. Gegen 10 habe ich es "geschnallt", denn die erste Wehe war zwar wesentlich schmerzhafter als alles andere an Übungswehen, aber bis ich sicher war, dass es jetzt losgeht verging eben noch Zeit. Dann habe ich mich in die Badewanne gesetzt und wusste, dass es losgeht. Am nächsten Tag um 17.23 wurde sie per KS geholt. Gegen 21h am Tag des Wehenbeginns war ich eingecheckt im Familienzimmer und sollte dort noch vor mich hinwehen. Gegen 23h war dann Kreißsaal angesagt. Ich sag immer soundso viele Stunden allein Kreißsaal und was ich davor eben noch so vor mich hingeweht habe.
    Bei meinem großen Sohn hatte ich mit Wehencocktail einen ziemlich genau definierbaren Wehenbeginn.
    Bei meinem zweiten Sohn hatte ich keine Wehen ;(;(;(

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  • Ich frag mich bis heute, wie ich das definieren soll.
    Die erste Wehe, bei der ich wirklich sicher war, dass es definitiv kein falscher Alarm ist, ist bei mit immer die erste Presswehe; unterhalten kann ich mich auch dann noch. Ich bin NIE still #freu
    Ich weiß nicht. Bei mir hat die Geburt immer begonnen, wenn ich - aus Ahnung heraus - die Hebamme zu mir geordert habe.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Da ich denke, dass auch schon die leichten, regelmäßigen Wehen zum Geburtsprozess gehören: Das Kind vorbereiten, den Muttermund öffnen, den Gebärmutterhals verkürzen ... würd ich von da an zählen.
    Ich glaube, das ist bei den meisten Frauen so: Sanfter Beginn, Steigerung, das dicke Ende ... und hat so ja auch seinen Sinn: Eltern und Kind sind vorbereitet, können den anvisierten Geburtsort aufsuchen, ältere Geschwister unterbringen, realisieren, dass das Kind nun kommen wird ...

  • Ich kenne es eigentlich so, dass die Geburt beginnt, wenn der Muttermund sich unter den Wehen öffnet.


    Allerdings hätte ich dann bei beiden Kindern sehr rasante Geburten gehabt #confused Während ich vorher schon stundenlang rungeweht habe (Aussage der Hebamme "Das muss sich erst einwehen. Die kommt heute, und dann auch schnell, aber nicht jetzt.")

    Liebe Grüße von Ossiline mit Maxi #female 05/10 und Midi #female 04/13 und Mini #female 11/16

  • An alle, die erst so spät zu "zählen" beginnen: Dann definiert ihr die Geburt vermutlich zwar kurz, aber eigentlich nicht schön und relativ schmerzhaft?
    Ich fand es immer wichtig, baldigen Erstgebärenden zu vermitteln, dass nur das letzte Stück der Geburt schlimm ist und dass man vorher sehr lange noch sehr gut klarkomt mit den "Schmerzen".
    Find das auch für mich als Erinnerung schöner, diese Definition.

  • Nö, ich hatte einmal "lang und mittelschmerzhaft" und einmal "kurz und megaschmerzhaft".
    Beide Male rechne ich ab "schmerzhafte Wehen im 4-5 Minutentakt: gibt 13 Stunden und nicht ganz ne Stunde.
    Blasensprung als Start würde die erste Geburtszeit verdoppeln, über 24 Stunden, die zweite auf ca 12 Stunden verlängern.
    Nähme ich Übungswehen dazu, sowohl schmerzhaft als auch nicht schmerzhaft, käme ich auf mindestens 2 Wochen.
    Klar finde ich, dass die auch auf die Geburt hingearbeitet haben - aber als Aussicht für Erstgebärende finde ich das jetzt nicht so prickelnd...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Nö, ich hatte immer schnell & easy.
    Blasensprung war immer bei der ersten Presswehe oder kurz davor. Wehen alle 4-5 Minuten kommt aber hin mit "gefühlsmäßig Hebamme odern", wobei ich gerade beim letzten Kind schon Wochen vorher immer mal regelmäßige 3-Minuten-Wehen hatten, die sich letztlich auch nicht anders angefühlt haben als die echten hinterher.
    Die Geburt hat also wahlweise 30 Minuten gedauert oder 30 Tage 8I :D


    mein Muttermund war übrigens ganz ein witziger: Ich saß da so auf dem Klo, hab kurz gefühlt und es waren definitiv 4cm. ich dachte noch: Na toll, mehr nicht?, da sprang die Blase und ich konnte nur noch rennen, um noch rechtzeitig in mein Geburtszimmer zu gelangen. Hab mich unter der geburt noch gefragt, wie schnell so ein Muttermund wohl aufgehen kann und ob das wohl ein Problem geben könnte - aber offenbar nicht #weissnicht Kind war mit der zweiten Presswehe mit dem Kopf draußen und nach der dritten komplett.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Meine Hebamme hat sich ja zu drei Stunden vor der Geburt selber eingeladen. Ich dachte nicht, dass ich an dem Tag noch ein Kind kriege und hab ihr gesagt, dass wir uns dann halt einen netten Nachmittag mit Kartenspielen machen können. Den netten Nachmittag hatten wir ;)

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  • Ok, dann passt meine Definition wohl auch nicht so gut "allgemein".
    Ich hatte nie lange Geburten. Selbst, wenn ich alles mitzähle, komme ich nie über 12 Std hinaus. Und wirklich doll schmerzhaft fand ich immer nur die letzte Std ungefähr. Und trotz der Schmerzen war ich die ganze Zeit über fähig, selbst Entscheidungen zu treffen und zu äußern.


    Das erzähl ich halt gern Erstgebärenden, weil ich oftmals auf welche getroffen hab, die von Anfang an ne PDA einplanten oder befürchteten, am Ende im Sxhmerzdelirium irgendwie allem ausgeliefert zu sein.
    So hab ich Geburt nie erlebt...

  • Habe immer ab dem Moment gezählt, wo mir klar wurde, dass es nun losgeht.
    Beim ersten Kind begannen um 8.00 Uhr morgens die ersten regelmäßigen ganz leichten Wehen, unangenehm war es ab ca. 18.00 Uhr, da bin ich dann auch ins Geburtshaus und angekommen war sie kurz nach 23 Uhr= 15 Stunden.
    Beim 2. Kind Beginn um 23.00 Uhr, unangenehm ab 5.30 uhr, Ankunft kurz nach 6 Uhr= 7 Stunden

  • Ich kenne es eigentlich so, dass die Geburt beginnt, wenn der Muttermund sich unter den Wehen öffnet.


    Dann hatte ich quasi gar keine Geburt. Ich hatte nämlich fast einen Tag lang Wehen, und davon zuletzt 2 Stunden krasse Kamelwehen, aber Muttermund hat sich nicht geöffnet. Bei meiner Schwester wären es dann sogar fast 2 Tage Wehen, aber keine Geburt.

  • "Allgemein" ist bei Geburten eh schwierig - meine Geburten waren trotz praktisch gleicher Voraussetzungen diametral verschieden... Geburt ist einfach nicht gleich Geburt.


    Im ersten Fall war schmerzhaft durchaus im aushaltbaren Bereich, mit Pausen in denen ich wunderbar meine Wünsche hätte äussern können. Im zweiten Fall war es eher das Modell "da fährt gerade ein Zug über mich drüber" - keine Ahnung, ob ich das auch nur 1 Minute länger durchgehalten hätte.


    Meine Definition vom Geburtsbeginn ist so ein bisschen der Zeitpunkt, an dem ich bewusst "mitgearbeitet" habe, nicht nur leichte Wehen ein bisschen veratmet.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Das erzähl ich halt gern Erstgebärenden, weil ich oftmals auf welche getroffen hab, die von Anfang an ne PDA einplanten oder befürchteten, am Ende im Sxhmerzdelirium irgendwie allem ausgeliefert zu sein.
    So hab ich Geburt nie erlebt...


    Du Glückliche.
    Bei mir waren auch beide Male -wenn ich tatsächlich von der ersten spürbaren wehe ausgehe nicht lang. Bei Kind 1 ca 7h und bei Kind 2 ca.4 h. Richtig heftig waren beim ersten Kind die letzen 3 h und beim zweiten die letzte Stunde.
    Bei Kind 1 war ich allerdings tatsächlich in einer Art Schmerzdelirium allem ausgeliefert, das war ganz schrecklich. Beim 2. war es extrem schmerzhaft, aber ich nicht weggetreten. Das war OK.


    Kiwi

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


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  • ich bin beruhigt, dass es nicht nur mir so geht :D


    wenn mich jemand nach der geburtdauer fragt kriegt er immer nen kleinen vortrag bzw.
    meinen geburtsbericht :D


    im gegenzug kann ich immer mit den aussagen anderer leute von wegen " es war eine kurze geburt" oder schnell, langsam,
    was auch immer rein gar nichts anfangen.
    ich frage dann immer genauer nach, wann die ersten wehen einsetzten, wann das baby da war
    und wie lange die unangenehme phase war.


    lustig finde ich auch immer, wenn so sätze kommen wie:
    "es war eine schnelle geburt. sie war nur x stunden in der klinik."
    ja und? ich weiß ja nicht, ab welchem punkt die frau überhaupt erst zur klinik oder GH los ist und
    wie lange sie schon zuvor zuhause rumgeweht hat.