Baby (3 Monate) wird beim Spielen wütend

  • Hallo zusammen!!!


    Mein Sohn ist heute 14 Wochen alt geworden und fängt seit ca. 2 Wochen an, zu spielen. Allerdings wird er dabei eher wütend, als dass es ihm Spaß bereitet. Er spielt erst, aber dann verzieht er sein Gesicht, macht unzufriedene Geräusche und macht sich steif. Wenn man ihm das Spielzeug dann nicht wegnimmt, fängt er an, zu schreien. Es kann auch passieren, dass er erst ein paar Minuten Spaß zu haben scheint, er dann aber ganz plötzlich anfängt, zu weinen.
    Ansonsten ist er ein fröhliches Kind, wird aber schnell ungeduldig, braucht viel Abwechslung. Weinen tut er kaum.


    Warum wird er denn wütend beim Spielen? Ist es noch zu früh für ihn? Und wird sich das noch ändern?


    Vielen Dank im Voraus,


    Yvonne

  • Spielen in dem Alter ist natürlich arg früh, aber klar, Greifen ist dann großes Thema. Mein erster Gedanke bei dem Satz mit dem Spielzeug war, dass er es loslassen möchte, aber noch nicht kann. Loslassen lernen Kinder erst viel später und wenn es ihnen zuviel wird und sie das Spielzeug loswerden wollen (und nicht zufällig fallenlassen), brauchen sie da Hilfe . Zuviel würde ich nicht anbieten, greifen kann man auch sehr gut Nasen, Finger etc. und das ist nicht so schnell überfordernd wie viele verschiedene Spielzeuge.

  • Wie "spielt" er denn?
    Mein Baby -etwa gleichen Alters- kann Dinge mit den Augen fixieren und interessiert betrachten, kann halbwegs gezielt greifen und versucht die Dinge mal mehr, mal weniger erfolgreich in den Mund zu kriegen. Das find ich altersgerecht. Würd ich aber nicht als "Spiel" bezeichnen und weiß gar nicht genau, was du meinst? #confused
    Ansonsten kenne ich das aber auch und halte das für normal, dass die Minis in dem Alter manchmal scheinbar unvermittelt und unveranlasst aufweinen.
    Ich grübel gar nicht so über Gründe. Tröste und beruhige einfach durch herumtragen, beruhigende Ansprache, streicheln etc ...

  • Naja mit Spielen meine ich natürlich auch altersentsprechend, Greifen, drauf Schlagen und Begutachten. Er hat ein Stoffauto und einen Ball, die er mag. Beim Ball passiert das, beim Stoffauto eigentlich nicht, und auch bei den Tüchern nicht. Er kann sich schon sehr gut alles in den Mund stecken. Dass er etwas nicht loslassen kann, kann der Grund nicht sein, denn es sind keine Spielzeugen, die er mit einer Hand festhalten kann.
    Er macht das z.B. auch, wenn er auf dem Bauch liegt. Er dreht sich immer selbst in diese Position, wird dann aber wütend. Mir scheint es, dass er immer einfach mehr will, als er körperlich kann, und deshalb eben sauer wird. Er will vielleicht schon krabbeln, kann es aber noch nicht.
    Er war allgemein sehr früh mit allem, hat sich sehr schnell entwickelt, früh gelacht und reagiert.

  • Ist total normal, würde ich sagen. So ein Baby hat ja noch eine minimale Frustrationstoleranz. Mehr als "da sein" kannst du noch nicht, fürchte ich.

    Every time you make a typo, the errorists win.

  • Liebe Yvonne,


    auch auf mich wirkt das Verhalten Deines Kindes altersentsprechend und völlig normal.
    Etwa mit drei Monaten beginnen viele Kinder damit, nach Spielzeug zu schlagen oder zu greifen, die Geschicklichkeit nimmt zu, die Hand-Koordination wird besser. Die Herausforderung für Dein Kind, etwas zu nehmen und auch wieder loslassen zu können, ist groß, wie Möre schon geschrieben hat, auch Letzteres will erst einmal bewusst gesteuert sein. Selbst bei Dingen, die Dein Kind mit beiden Händen umschließt, kann es gar nicht mal so einfach sein, das Objekt auch wieder loszuwerden (ohne, dass es dem Kind auf die Nase purzelt).
    Viele Kinder halten mit drei Monaten die Hand noch zur Faust geschlossen, wenn sie Gegenstände anstupsen, Dein Sohn greift bereits zu. Fühl mal vorsichtig, wie stark die Spannung seiner Finger ist, wenn er irgendetwas in den Händen hält. Oft ist der Druck erstaunlich fest - kein Wunder, dass es erst einmal nicht so einfach ist, diesen Griff auch wieder gezielt zu lösen.


    Und damit

    Mir scheint es, dass er immer einfach mehr will, als er körperlich kann, und deshalb eben sauer wird. Er will vielleicht schon krabbeln, kann es aber noch nicht.


    liegst Du bestimmt auch nicht falsch. Die Anstrengung, etwas erreichen zu wollen und das zunehmende Bewusstsein darüber, dass aber noch nicht alles erreichbar ist, kann mitunter - je nach aktueller körperlicher Verfassung - auch eine sehr frustrierende sein.


    Ausgehend von dem, was Du geschrieben hast, würde ich sagen: Alles gut. :)
    Nachdem Dein Sohn jetzt auch zunehmend mehr darauf achtet, wie seine Umgebung sich verhält, Gesichtsausdrücke studiert und Stimmlagen einordnet, würde ich seinen "Ärger" an Deiner Stelle einfach freundlich auffangen - wenn Mama nicht aufgewühlt/hektisch reagiert, dann ist mir jetzt gerade vielleicht gar nichts SO Schlimmes passiert. Na dann - once again …


    Alles Gute! :)