Fotogenehmigung für die Schule

  • Ich habe zum Beispiel keine Probleme damit, dass meine Kinder auf einer Menge Tourifotos mit drauf sind (so kleine süsse Blondschöpfe sind beliebte "Opfer" asiatischer Fotografierfreude) - da sind sie jedoch nicht mit ihrer Schule, ihrem Heimweg etwas etc verknüpfbar.


    Im privaten Rahmen bin ich nicht sooooo empfindlich, aber in unserem Umfeld ist es auch nicht üblich, Kindergeburtstage auf Facebook zu veröffentlichen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • diese Menge an nicht steuerbaren infos im Netz, die mich das ganze recht entspannt sehen lassen. Das meiste kann ich eben nicht unterbinden., die Welt ist ein dorf und in meinem kiez/stadt/dorf kennt mich jeder, auch wenn ich die meisten nicht wirklich kenne. Welche Infos die sich aus meinem Leben oder dem meiner kinder raussuchen kann ich nicht beeinflussen.


    Mich irritiert irgendwie in diesem Kontext auch, wie offen viele hier im forum über sehr private dinge schreiben (auch über privates ihrer Kinder), teilweise auch fotos einstellen von sich und Familie. Das passt so gar nicht dazu, im rl anonyme Fotos nicht zu wollen


    Ich wollte übrigens mit keinem wort ausdrücken, dass paranoid ist, wer sich gegen bilder im netz wehrt. Ich glaube nur, dass es ein frustranes unterfangen ist und man daran verzweifeln kann, wenns einem wirklich wichtig ist.


    Den wunsch danach, seine kinder zu schützen indem man deren webpräsenz minimiert kann ich gut verstehen. Ich halte das aber wie gesagt einfach für einen kampf gegen Windmühlen (weil es zu vielenicht steuerbare quellen gibt), drum lass ichs

  • Mir ist wahrscheinlich der rechtliche Aspekt wichtiger - ich will nicht, das Institution xy mit den Gesichtern meiner Kinder gratis Werbung macht.


    Und auch beim Kampf gegen Windmühlen muss ich ja nicht noch selbst das Ganze ankurbeln. Ich minimiere, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass meine Kinder völlig unbehelligt von dieser Öffentlichkeitsflut bleiben.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich habe die Erlaubnis für die Schule auch nicht erteilt.
    Wenn man z.B. meine Tochter googlet, findet man ihre Sportmannschaft mit Bild und Namen. Konnten wir nicht verhindern=wir wurden nicht gefragt. Auf der Homepage des Sportvereins.
    Dann gibt es noch einen Artikel von einem Schüler, der über eine Veranstaltung geschrieben hat....mit einem Foto, auf dem meine Tochter mit einem anderen Mädchen zu sehen ist. Bildunterschrift leider mit Namen.
    :S

  • (Es gab mal eine Userin hier, bei der habe ich mir mal die Mühe gemacht: innert 20 Minuten hatte ich den Schulweg des Kindes herausgefunden, den Namen von Eltern und Geschwistern und noch zwei, drei knackige Infos, um das Kind easy davon zu überzeugen, dass ich seine Eltern kenne - das will ich nicht)


    Dafür brauchst du aber keine Fotos, sondern den Namen, oder sehe ich das falsch?


    Zumindest mein Google akzeptiert nur Text als Eingabe, keine Bilder. Und umgekehrt sind Fotos, die ohne den Namen irgendwo veröffentlicht sind, für eine solche Suche doch auch völlig irrelevant. Die sieht nur, wer das Kind und die Umgebung eh schon kennt.


    Zur Frage: Ich habe mich bei der ersten Frage dieser Art sehr gewundert und wusste nicht recht. Wenn ich jetzt aber zurückblicke und mir die netten Fotos anschaue, die so im Lauf der Zeit in der Schule gemacht wurden, würde ich mich echt in die Nase beißen, wenn ich die Genehmigung damals nicht erteilt hätte.


    edit: Nein, würde ich natürlich nicht. Ich wüsste dann ja nicht, was ich verpasst hätte ;)

  • Xenia: den Namen kannte ich, die Stadt und das Alter - mithilfe der Schulhomepage dann auch noch Klasse und den Schulweg des Kindes...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Gruselige Frage, aber es beschäftigt mich schon länger:
    Gab es eigentlich wirklich mal solche Fälle?
    Mal abgesehen davon, dass Entführungen tatsächlich ja sehr selten sind und so weiter und natürlich niemand möchte, dass ausgerechnet das eigene Kind dann doch ein Opfer wird- gab es Fälle, in denen per Internet vorbereitet wurde?


    Ich höre immer nur von spontanen Taten (aus dem Auto das nächstbeste Kind geschnappt, auf dem Spielplatz das schüchterndste angesprochen oder so in der Art).
    Dennoch verbiete ich Fotos meines Kindes im Netz weil ich mal von "Entführungen auf Bestellung" gehört habe- ist das ein Gerücht? Eine diffuse Angst von uns allen, oder ist da etwas dran?

    Das Posting spiegelt meine Gedanken wieder, Rechtschreibung und Grammatik hingegen sind frei erfunden.

  • (Also -wohl bemerkt- nicht nur deswegen, sondern in erster Linie aus anderen Gründen, aber auch, weil dieser Gedanke mir Sorgen macht.)

    Das Posting spiegelt meine Gedanken wieder, Rechtschreibung und Grammatik hingegen sind frei erfunden.

  • Nein, ich glaube nicht, dass solche Entführungen eine reale Gefahr darstellen.
    Ich habe das nur als Beispiel genommen, wie schnell Kinder "gläsern" werden können. Ich bin erwachsen und kann (muss sogar, beruflich gesehen) damit leben, googlebar zu sein. Meine Kinder müssen das noch nicht.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich persönlich habe unterschrieben. Allerdings nur, weil keine Namensnennung erfolgt. Das wäre mir nämlich wichtig. Ein Bild von meinem Kind als Schüler- kein Problem. Name drunter aber schon (obwohl wir eigentlich einen Allerweltsnachnamen haben, aber in einer Regionalzeitung reicht das ja schon). Meistens sind die Bilder dann sowieso so, dass man die einzelnen Kinder kaum erkennen kann.

  • Zitat

    Bei fb bin ich gar nicht, weils mir zu suspekt ist. Aber wenn ich zb besucherkinder habe schick in gerne mittendrin ein foto per whatsapp.


    Aber whatsapp wurde doch von fb geschluckt. Das steht für mich auf einer Stufe und ich verstehe nach wie vor nicht, warum sich Messenger mit Verschlüsselung einfach nicht durchsetzen.


    Ich find das Thema mit den Fotos schwierig. Wir hatten schon Situationen, wo uns im Kiga gesagt wurde, dass Sohn dann eben auf einen bestimmten Ausflug nicht mit kann.