10 Tage Trennung: Was passiert mit der Baby-Papa Beziehung?

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  • Hallo ihr wissenden und erfahrenen Raben,


    in einer Woche fahre ich mit dem Söhnlein (7 Monate) für 10 Tage zu meinen Eltern, ohne meinen Freund. Wir sind relativ gleichberechtigt als Bezugspersonen und haben beide ein tolles Verhältnis zu unserem Sohn, was natürlich auch damit zusammenhängt, dass wir beide gleichviel Zeit mit ihm verbringen. Das Söhnlein fremdelt bisher nicht.


    Einerseits wird es wohl Typsache sein, ob ein Baby den abwesenden Elternteil wieder so akzeptiert wie vorher, andererseits ist es ja aber auch eine grundsätzliche Entwicklungssache und da kenne ich mich nicht aus. Deshalb:
    Gefährend wir die Bindung bzw. gute Beziehung zwischen Vater und Sohn durch die Trennung und wird es hinterher möglicherweise ein hartes Stück "Arbeit", die Beziehung wieder auf ihr vorheriges Niveau zu bringen, oder bleibt relativ sicher alles beim alten?


    Mein Freund könnte z.B. übers Wochenende auch zu meinen Eltern kommen, dann wären es 4 Tage und 2 Tage ohne Papa. Kostet Geld, aber wäre es natürlich wert wenn nötig und wir haben eine Wahl.


    Was sind eure Erfahrungen?

  • Ich würde mir gar gar gar keine Sorgen machen.


    Euer Sohn hat eine feste Bezugsperson bei sich und damit ist für ihn sicher alles gut. Vielleicht muss er sich nach eurer Rückkehr ein paar Minuten mit dem Papa "eingrooven", aber ein über mehrere Monate aufgebautes stabiles Verhältnis geht nicht einfach kaputt, nur weil man sich ein paar Tage nicht sieht.


    Ich wäre da sehr entspannt #ja

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • Übers Wochenende war ich in dem Alter öfters mal alleine mit Baby bei meinen Eltern - das war nie ein Problem. Ich war dann immer so entspannt - das hatte wahrscheinlich den größeren (positiven) Einfluss.
    Mit 8 Monaten war mein Mann für eine Woche in den USA, ich konnte da nicht wirklich eine Verhaltensänderung beim Baby beobachten. Als er zurückkam, haben wir ihn vom Flughafen abgeholt, wo ich ihm praktisch sofort das Baby in den Arm gedrückt habe, weil ich zur Arbeit musste - das funktionierte sofort wieder ohne Probleme.


    Mit genau 12 Monaten war mein Mann dann mit ihr für eine Woche im Ausland - auch mich hat sie danach wieder problemlos angenommen #super

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

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    ebura mit S (*04), E (*05) und #paket (12/21)

  • Was sind eure Erfahrungen?


    Nur gute. Ich wäre auch sehr entspannt.


    Ich war zu der Zeit noch mit dem KV zusammen und da gab es während der Babyzeit öfter mal wochenlange Pausen. Hat der Bindung (die sehr intensiv war) in keinster Weise geschadet.

  • Bei uns war im selben Alter der eine Elternteil neun Tage nicht anwesend. Die Kleine hat sich beim Wiedersehen sehr gefreut, für ein paar Tage war trotzdem ich noch mehr Ansprechpartnerin, das war aber schnell wieder vorbei. Wir waren in der Zeit aber auch zu Besuch bei meinen Eltern, so dass es halt sowieso eine besondere Situation war, ich weiß nicht, ob es anders gewesen wäre, wenn der normale Alltag zu Hause weiter gegangen wäre.

  • Mein Mann war beruflich drei Wochen unterwegs als unsere Tochter 7 Monate alt war. Wir betreuen sie seit ihrer Geburt relativ gleichberechtigt, Papa ist und war also auch immer eine starke Bezugsperson.
    Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Trennung ihrer Beziehung irgendwie geschadet hat. Sie war hauptsächlich froh, dass Papa wieder da ist. Kann sein, dass sie die ersten Tage ihm gegenüber etwas zurückhaltender war als sonst, also Mama mehr machen musste. So wirklich erinnern tun wir uns aber beide nicht mehr, war also nicht dramatisch. ;)


    Ich würde mir keine Sorgen machen. :)

  • Sehe ich auch so. Bei den zehn Tagen am Stück mag er anfangs etwas "bockig" sein und Papa muss vielleicht ein paar tage lang kämpfen, bis alles wieder so ist wie vorher, aber das wäre bei guter Beziehung das einzige, worüber ich mir sorgen machen würde. Wenn dein freund es hinkriegt, am Wochenende zu kommen, passiert wahrscheinlich nicht mal das, , sondern er wird einfach nur freudig begrüßt.

  • Ich habe das gemacht, als unsere Tochter 6 Monate alt war. Das ist nun gut sechs Jahre her und ich erinnere mich nicht im geringsten daran, daß es Momente des Fremdelns zwischen Kind und Vater bei unserer Rückkehr gab. Gibt ja "quantity" und "quality time" und wenn sie jemanden vermissen oder fremdeln, dann ist es, glaube ich, wirklich unabhängig davon, WIEVIEL Zeit sie mit dem jeweiligen Elternteil verbringen. Genieße und nutze die Zeit :-) Zwei Jahre später war es übrigens effektiv so, daß die Tochter so nach zehn Tagen auch genug von Ferien in meiner Heimat hatte und den Papa (und "ihr Radl") unbändig vermisst hat...


    da dies bei euch eine einmalige Sache ist und dein Freund z.B. nicht alle vierzehn Tage auf Geschäftsreise o.ä. geht, nur zu ! :-)

  • Ich würde mir gar gar gar keine Sorgen machen.


    Euer Sohn hat eine feste Bezugsperson bei sich und damit ist für ihn sicher alles gut. Vielleicht muss er sich nach eurer Rückkehr ein paar Minuten mit dem Papa "eingrooven", aber ein über mehrere Monate aufgebautes stabiles Verhältnis geht nicht einfach kaputt, nur weil man sich ein paar Tage nicht sieht.


    Ich wäre da sehr entspannt #ja


    so ist es. Mein Mann war in den Babyzeiten der Kinder mehrmals auf Dienstreise, ging völlig problemlos, das längste waren imho 2 Wochen.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Mein Baby ist ja genauso alt wie deins und ich war schon zweimal jeweils eine Woche mit ihm bei meinen Eltern. War gar kein Problem - als wir das erste Mal zurückgekommen sind und er Pspa gesehen hat, hat er vor Freude richtig angefangen zu lachen #herzen

  • Ich bin da auch ein Schisshase und würde vermutlich das Wochenende mit Papa möglich machen, schon allein, weil ich auch ohne Stillen nicht so lange am Stück ohne schlechtes Gefühl vom Kind fernbleiben würde. Da ginge es mir dann vor allem um mein/unser Gefühl dabei.


    Ich vermute aber, dass mein Vater auch hin und wieder mehrere Tage weg war (zu der Zeit war er noch hauptberuflich Musiker), als ich so klein war (muss ich mal fragen...), und wir haben ein sehr gutes und enges Verhältnis.


    Ihr könntet ja auch fahren und ihr haltet euch offen, ob Papa übers Wochenende noch kommt oder nicht.