Vorsicht lang!

  • Wegen des Notchings würde ich zum Osteopathen gehen und mich mal durchschauen lassen. Das hat mir in der letzten Schwangerschaft geholfen. (Zumindest war es hinterher sehr viel besser.)

  • wie ich sehe haben sich einige Antworten überschnitten, das tut mir leid, aber ich bin auch wirklich dankbar über so viel Resonanz!


    elbeentchen , bei meiner Kleinen hat man auch bei der allerersten Blutung eine zweite, angedeutete Minifruchthöhle gesehen, die später dann verschwunden war. Gerade bei IVF gibt es dieses "vanishing Twin syndrom" wohl öfter, nur irgendwie weiß das in D. kaum jemand.


    tigger ; OK, wir haben einen Osteopathen im Nachbarort. Ist eine gute Idee.


    @all; nun ja, leider haben wir nicht viel Familie oder Freunde, von daher wären wir in einer anderen Stadt auch auf alternativen angewiesen. Die IVF und die letzte Tierarztrechnung haben unsere Ersparnisse leider gekillt und wegen der Risikoschwangerschaft hab ich BV.
    Was genau nun die Indikation für den KS sein soll weiß ich leider auch nicht so genau. Es hieß wohl dass sich die Plazenta bei Wehen ablösen könnte, wobei das nie wirklich richtig begründet wurde. Vor zwei Monaten hätte ich mich wahrscheinlich auch panisch und zitternd meinem Schicksal ergeben, aber jetzt hinterfrage ich das (wir haben ja zum Glück auch noch Zeit) Wenn mir eine konkrete medizinische Begründung geliefert wird dann bin ich damit einverstanden, wenn es zum Wohle der Kleinen ist, aber einfach als Vorsichtsmaßnahme? Irgendwie vertraue ich auch so gut wie keinem Arzt mehr... Auch wenn ich weiß dass das nicht gut ist und sicher nicht alle so sind.
    Welche Gründe hätte denn eine Plazentaablösung unter normalen Wehen? Das Notching? Eine Plazentainsuffizienz? Eigentlich, habe ich gehört wird auch hier eine natürliche Geburt angestrebt. Hatte bis auf die zwei mal in der Frühschwangerschaft keine Blutungen oder ähnliches mehr.

  • Ich habe keine hilfreichen Tipps, außer, dass Du hier irgendwo vielleicht mal Deinen Wohnort angeben könntest, wenn auch nur grob. Evtl. gibt es im Umfeld einige hilfreiche Adressen, die Du abklappern könntest, um noch mehr Unterstützung zu erfahren.


    Alles Gute!

  • Ich würde zur Entscheidung das folgende Buch heranziehen: Gebären ohne Aberglauben (von Alfred Rockenschaub). Darin wird sehr detailliert erläutert, in welchen Fällen ein Kaiserschnitt sinnvoll ist und wann nicht.
    Und auch, welche Bedingungen dann vorliegen sollten, damit es möglichst gut fürs Kind läuft trotz Kaiserschnitt.


    Der Autor hat mehrere Jahrzehnte eine Geburtsklinik in Wien geleitet, in der eine viel niedrigere KS-Quote herrschte als in der Konkurrenzklinik und das bei vergleichbar gutem Outcome für Mutter und Kind.


    Außerdem würde ich bereits jetzt eine Stillberaterin nach IBCLC heranziehen zur Beratung, entsprechende Bücher lesen, Pumpe und so klären (zumindest mal, wo ihr schnell eine gute elektrische Doppelpumpe von Medela zB leihen könntet).
    Je besser man selbst vorbereitet ist, umso weniger können stillunfreundliche Hebammen, Krankenschwestern und Ärzte einem da reinpfuschen und einen verunsichern.


    Alles Gute Euch!

  • Da habt Ihr aber wirklich schon sehr viel Belastendes miteinander erlebt! Ich wünsche Euch viel Kraft, gute Begleitung und alles Gute für Euren weiteren Weg!


    Beim gedanklichen Sortieren kann ich vielleicht ein wenig helfen. Unser Kleiner wurde nach einer Schwangerschaft mit frühen pathologischen Dopplerbefunden (u.a. Notchings) bei 34+0 wachstumsretardiert mit primärer Sectio geboren. Wir waren im selben Krankenhaus, ich konnte und sollte selbstverständlich sofort so viel Zeit wie möglich bei ihm verbringen. Ich habe abgepumpt mit dem Ziel, später normal zu stillen.


    Bis zum Beginn der 29. SSW bzw. bis zu einem Geburtsgewicht von 1250g sind Perinatalzentren Level 1 für Euch zuständig, von der 29.-32. SSW Level 1 oder Level 2. Da die Versorungssituation des Kindes oder auch Dein gesundheitlicher Zustand sich rasch verändern können, ist eine der aktuellen Schwangerschaftswoche entsprechende Anbindung an eine Klinik sinnvoll. Die Dopplerkontrollen können dort oder auch in einer sehr guten pränataldiagnostischen Praxis erfolgen. In sehr ländlicher Umgebung ist beides leider selten anzutreffen. Bei der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin könntest Du nach geeigneten ÄrztInnen in Deiner Region suchen: http://www.degum.de/service/zertifizierte-aerzte.html


    Ich wünsche Euch sehr, dass das Babylein noch lange im Bauch bleiben kann!

  • Ich würde in erster Linie versuchen, ein anderes Krankenhaus zu finden. Wenn das aber nicht geht, würde ich einen möglichst detaillierten Geburtsplan schreiben, damit zum Aufnahmegespräch aufschlagen und mir bei allem, was angeblich nicht geht oder "so sein muss", erklären lassen, warum. Und deutlich machen, dass ich natürlich keinen unnötigen Kaiserschnitt und keine Trennung von meinem Kind will.


    Dh., sich im Vorfeld so schlau wie möglich machen, damit man auch was entgegnen kann.


    Und wenn Du Dich mit Deiner Hebamme nicht wohl fühlst, würde ich auch versuchen, jemanden zu finden, die besser zu Euch passt. Ein gutes Vertrauensverhältnis ist so wichtig, nach der Geburt ist ja erstmal Ausnahmezustand, da kann man, finde ich, seine Energie besser in anderes stecken alle Konflikte mit oder ärgern über Deine Hebamme.


    Und Kontakt zu einer Stillberaterin ist auch eine gute Idee. Am besten schon jetzt persönlich, umso eher nimmt man die Hilfe später auch in Anspruch.


    Hm, das klingt jetzt irgendwie stressig, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass alles, was man im Vorfeld schon klärt, einen später echt entlastet.



    Ich wünsche Euch alles, alles Gute!