Stillen und fast Vollzeit arbeiten-Achtung lang!

  • Ich schliesse mich meinen Vorschreiberinnen an: es funktioniert, wenn man ein wenigin die Vorbereitung investiert.
    Beim ersten Kind habe ich mich auch mit einer Hebamme/Stillberaterin im Geburtshaus getroffen und wir haben über meine / des Kindes Bedürfnisse gesprochen und Pumpen angeschaut. Ich habe mir dann eine gute elektrische Doppelpumpe gekauft (die geliehenen sind grausam gross) und ein paar Wochen vorher angefangen abzupumpen und für den ersten Tag zu sammeln.
    Ich hab jeweils am Vormittag und am Nachmittag je 15min gebraucht um zwischen 250 und 300ml abzupumpen und das hat dann jeweils für ein vollgestilltes Kind (4 Monate) gereicht. Irgendwann so zwischen 9 und 12 Monaten war das abpumpen dann nicht mehr nötig, weil sie auch so über den Tag kamen. Bei der Kleinen hab ich mir das Abpumpen gespart, als nicht mehr als 150ml nötig waren. Ich fand den Aufwand zu gross dafür und ab und an ein Fläschchen Pre ok.
    Falls das Kind die Flasche ablehnt, habe ich bis jetzt 2 Tricks versucht: Dem Kind mal einfach eine Flasche in die Hand drücken, damit es damit spielen und sie kennenlernen kann. Bei Kind 1 hat es erst danach funktioniert.
    Wenn die Milch etwas länger (so ev. ab 3 Tagen) rumsteht, resp. eingefroren wird, gibt es Kinder die sie nicht mehr mögen (resp. Milch die etwas 'abgestanden' riecht / schmeckt). Deshalb kann man die Milch vor dem einfrieren, kurz auf 80 Grad erhitzen und dann schnell abkühlen und einfrieren. Die Milch enthält nämlich Enzyme, die beim Verdauen (der Milch) helfen und dadurch kann sie dann etwas unfrisch rüberkommen. Das abkochen zerstört diese Enzyme und verhindert das. Leider tötet es auch die Immunglobuline der Milch, aber dafür trinkt das Kind dann Muttermilch und nicht Pre. Bei mir war das vor allem so ab ca. 8 Monaten so, dass die Kinder wählerischer wurden. Vorher war es kein Problem.
    Noch eine Bemerkung zum abpumpen: Bei mir hat 'ablenken' gut funktioniert, d.h. ich habe jeweils ein Paper gelesen oder administrative Arbeiten ausgeführt während dem Pumpen. Ich empfehle dazu jeweils ein BH oder ein Kit, das es erlaubt die Milchschalen an der Brust anzumachen, anstatt sie an der Brust zu halten, sowie einen Geräuschtest wie schon vorgeschlagen. Gewisse Pumpen sind laut und nervtötend.

  • Das abkochen zerstört diese Enzyme und verhindert das. Leider tötet es auch die Immunglobuline der Milch, aber dafür trinkt das Kind dann Muttermilch und nicht Pre.

    Und, um Denise zu zitieren: jeder Tropfen ist super! Die Kinder trinken dann ja abends, nachts, morgens, am Wochenende weiterhin die Muttermilch "frisch ab Brust", also mit allen Immunglobulinen und sonstigem Schnickschnack.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich bin arbeiten gegangen als mein Kleiner 4 Monate alt war. Mit dem Pumpen hatte ich nie Probleme. Was aber wirklich anstrengend ist, ist nachts das Kind stillen und tagsüber arbeiten, zumindest in den schlechten Phasen (Zahnen, Schub...). Das nächtliche Stillen lässt sich ja leider recht schlecht deligieren.

  • Ja das mit der Stillzeit mach ich auf jeden Fall! Gut dass ich hier von Euch davon erfahren habe!
    Wo leiht man denn die elektrischen Pumpen, in der Apotheke? Spannend, werd mir mal eine ausleihen und morgens versuchen. Also für die ersten Wochen wärs schon toll Mumi hier zu lassen- wenn er sie denn nimmt ;) Es ist so interessant Eure unterschiedlichen Erfahrungen zu lesen! Vielen Dank! #top irgendwie verkleinert mein tablet immer plötzlich von selbst die schrift..... :wacko:

  • hier noch einmal eine gelungene Arbeitsaufnahme mit Stillpausen und Abpumpen, um dir Mut zu machen.


    Bei der grossen habe ich mit 2 ganzen und 2 halben Tagen wieder angefangen, als sie 8 Monate alt war und Brei und alles andere ausser Mumi noch total verweigert hat. Ich konnte sie anfangs mittags in der Krippe besuchen und stillen; für den Nachmittag habe ich dann noch eine Portion abgepumpt. Das Besuchen ging bis etwa zum 1. Geburtstag, eine abgepumpte Portion gab es weiter bis sie anderthalb war. Danach haben wir weiterhin zu Hause gestillt, auswärts hat sie gegessen was es eben gab.


    Ich hatte einen Tiefkühlvorrat, den ich durchrotiert habe dass die Milch nie zu lange konserviert wurde; habe aber möglichst oft frische Mumi mitgegeben. Montags habe ich immer einen Becher ganz frische Milch hingebracht, die dann am Donnerstag verfüttert wurde (aufgetaute Milch darf man 24h aufheben, frische im KÜhlschrank bis zu 4 Tage, laut Leiterin der Krippe die auch ausgebildete Kinderkrankenschwester war)


    Ich hatte eine Av*nt Handpumpe für eine Brust; zum Anfangen habe ich immer auf einer Seite gestillt und auf der anderen abgepumpt. Später ging es dann auch so auf einer Seite. Anfangs hatte ich auf der Arbeit noch Schwierigkeiten, den Milchspende-Reflex auszulösen, bei mir hat es geholfen den Babygeruch bei mir zu haben (getragenes Hemdchen vom Vortag), oder ein Liedchen zu summen das ich auch oft beim Stillen gesungen habe. Ein Bild vom Kind anschauen hilft manchmal auch.

    Liebe Grüsse von Farbenfroh mit MaiElfe (2011) und NovemberWichtel (2014)

    Einmal editiert, zuletzt von Farbenfroh99 ()

  • noch was: abgepumpte Milch hält sich besser wenn sie gekühlt wird; ich habe den Kühlschrank bei der Betriebskrankenschwester nutzen können. Sie hat mir auch angeboten, in ihrem Zimmer zu pumpen, ich habe dann aber ein anderes ruhiges Eckchen gefunden das mir besser gepasst hat. Falls es so jemanden bei deinem Arbeitplatz gibt, lohnt es sich nachzufragen.

    Liebe Grüsse von Farbenfroh mit MaiElfe (2011) und NovemberWichtel (2014)

  • Falls Du (rechtliches) Futter für Deinen Arbeitgeber brauchst, bestellt Dir diese Broschüre http://www.bmfsfj.de/Redaktion…j,sprache=de,rwb=true.pdf


    Seite 24 ist alles erklärt. Die angegebenen Zeiten sind übrigens Mindestzeiten. Es gilt die "zum Stillen erforderliche Zeit". Sollte z.B. Dir Dein Baby gebracht werden und es trink zwei mal eine Stunde in 8 h oder auch drei mal 45 Minuten, ist das auch ok.

  • Noch eine Erfolgsgeschichte: Bei Kind Nummer zwei habe ich nach drei Monaten wieder angefangen 75% zu arbeiten. Ich habe vorher einen kleinen Vorrat für Ca. zwei Tage zusammen gepumpt und dann bei der Arbeit jeweils den Bedarf für den nächsten Tag. Ich hatte eine elektrische Doppelpumpe aus der Apotheke auf Rezept geliehen. Mit Beikoststart habe ich die Pumpmenge reduziert, aber bis Ca. 15 Monate habe ich bei der Arbeit gepumpt. Pre wäre natürlich ok gewesen, haben wir aber nicht gebraucht. Für Zuhause hatte ich eine Handpumpe, mit der habe ich gelegentlich beim Stillen gepumpt, wenn die Menge von der Arbeit knapp war. Ich hatte damals ein Einzelbüro und habe abgeschlossen, wenn ich gepumpt habe und meine Kollegen wussten Bescheid, was ich mache, wenn die Tür zu ist. Die zusätzlichen Pausen waren kaum ein Thema, ich habe meine Chefin anfangs kurz informiert, dass ich die Stillpausen in Anspruch nehme und das war dann ok so. Ich habe den Kühlschrank in der Teeküche genutzt.

  • Hey Danke zosa und farbenfroh und fraumahlzahn auch noch für Eure Erfolgsgeschichten! Und für den Link! Zum Glück hab ich noch ein bischen Zeit.... noch gut zwei Monate. Stillberaterin hab ich noch keine gefunden, hab mal die Hebamme von meinem Rückbildungskurs gefragt, die haben dort eine aber die ist bis September in Urlaub. Aber ich frage nochmal beim Geburtshaus wo ich entbunden habe. Mein letzter Abpumpversuch morgens ging sowas von in die Hose... Ich schaff es beim Pumpen einfach nicht den Reflex auszulösen. Momentan gefällt mir daher der Gedanke am besten, dass er Während ich kurze Tage arbeite Premilch kriegt und was zu Essen, falls er isst und an den langen Arbeitstagen mein Freund einmal zum Stillen kommt zusätzlich. Ist ja auch nur für eine beschränkte Zeit, bis zu den Winterferien sind es gerade mal 2,5 Monate, im Januar ist er dann schon 9 Monate und vielleicht so ein freudiger Esser, dass er es den ganzen langen Arbeitstag durchhält. Also mein Freund meinte zumindest dass er kein Problem hätte zu kommen. Aber jeden Tag will ich ihnen nicht zumuten, ist halt mitm Rad oder öffentlichem Nahverkehr mit Baby ja auch Stress. Und Auto haben wir leider nicht, dann wärs easy, da nur 5,5 km entfernt. Ich hoffe er ist nicht so wie meine Tochter, die hat bis 9,5 Monate garnichts nennenswertes gegessen ausser Muttermilch. Aber ich glaube er wird früher dran sein #augen bzw hoffe ;)
    Ich halte Euch auf dem Laufenden! Es ist so aufregend, da ich mir das im Moment alles noch garnicht vorstellen kann. Aber in 2 Monaten ist er ja auch schon wieder viel grösser! Heute hat er übrigens zum ersten Mal an etwas Essbarem geleckt, an einem Stück Gurke und war völlig aus dem Häuschen vor Freude. Das lässt auch Hoffnung aufkommen.
    Liebe Grüsse und nochmal Hut ab für Eure Leistung und Euren Mut früh wieder zu Arbeiten und weiter zu Stillen!
    Bellabimba

  • Noch etwas: So richtig gut geklappt hat pumpen bei mir nur, wenn ich statt zu stillen gepumpt habe. Zusätzlich zum stillen war es sehr mühsam.

  • So Ihr Lieben nun mal ein kleiner Zwischenbericht von mir wie es bis jetzt weitergegangen ist!
    Ich habe meinem Vorgesetzten geschrieben und Stillzeiten beantragt. Er hat gleich geantwortet daß er sich bei der Personalverwaltung schlau macht wie wir das regeln. Wir haben zwar einen Haufen Männer, die in letzter Zeit Papas geworden sind und die 2 Monate proforma-Elternzeit genommen haben, aber ich bin die einzige Mutter in unserem Bereich.
    Dann habe ich nochmal einen Abpumpversuch gestartet morgens, und zwar während ich den Kleinen stille an der anderen Brust, und siehe da, 50 ml! Was für mich absolut rekordverdächtig ist! Ich bin megahappy! Die anderen Male warens dann immer nur noch um die 35 ml (auch wieder während dem STillen), aber ich glaube da war meine Brust einfach auch nicht so voll.
    Aber immerhin hatte ich dann ein bischen was zusammen sammeln können, und heute war dann der Tetslauf, ich bin für 2,5 Stunden weg und mein Freund wollte ihm die eingefrorene Flasche mit den knapp 90 ml geben wenn er hungrig wird. Naja, und dann - typisch- als er hungrig war ist er dann doch eingeschlafen bevor die Flasche warm war...und als ich nachhause kam schlief er und die Flasche war noch voll. Ich war aber zu neugierig ob er sie nimmt und außerdem hab ichs nicht fertig gebracht die mühsam gepumpte Milch wegzuschütten, so daß ich ihm die Flasch gegeben habe als er dann aufgewacht ist. Er hat sie schon die ganze Zeit sehr interessiert angeguckt als ich mit ihr rumhantiert habe und dann ganz selbstverständlich in einem ausgetrunken, und als sie leer war entsetzt geschrien und noch eine ganze Brust hinterher getrunken! 8o War ja auch heiß heute! Also immerhin weiß ich jetzt schon mal daß ihm 90 ml nicht genügen #freu
    Beim meinem Essen dananch hat er mir auch noch sabbernd zugeguckt...
    Also ich bin so froh und erleichtert! Er nimmt die Flasche! Erste Hürde gemeistert...Und daß es mit dem Abpumpen ein bischen geht !!!

    Das läßt mich hoffen!


    Also vielen Dank nochmal- ohne Euch wäre ich nicht so weit gekommen!
    Ich werde weiter berichten!
    An dieser Stelle nochmal ein Frage: WIe habt Ihr Eure Muttermilch eingefroren?
    In Tüten?
    Ich finde es nicht so toll sie in diesen Plastikflaschen aufzuwärmen...denke immer daß das bestimmt nicht so gesund ist.
    Aber die Tüten muß man auch erst antauen damit der Inhalt in die Glasflschen paßt...

  • Das klingt ja toll! Das freut mich für Dich #ja


    Ich habe die Milch damals in kleinen Gefrierbeuteln von Avent eingefroren, darin ließ sich die Milch auch gut wieder auftauen.

  • Ich habe auch Muttermilch-Gefrierbeutel genommen. Wenn man sie liegend einfriert, sind sie sehr platzsparend im Gefrierfach oder -schrank. Und in eine flache Schale mit warmem Wasser gelegt, ist die Milch sehr schnell aufgetaut bzw. sogar aufgewärmt.


    Finde ich gut, dass es so schön klappt! Vielleicht magst Du jetzt regelmäßig eine Flasche am Tag geben, damit Dein Sohn auch weiterhin gerne Flasche trinkt und Du mit dem Pumpen Routine bekommst. Auch für Papas ist das eine schöne Sache, denke ich, z. B. eine Mahlzeit am Tag übernehmen zu können. Wenn mein Mann damals nicht nur am Wochenende da gewesen wäre, hätte ich das auch gemacht.
    Als Alternative zum Pumpen kannst Du es ja auch mit Abdrücken probieren, auf stillkinder.de war gerade ein Video, wo es gut erklärt wird. Und wenn Dein Sohn schon früh Interesse an Deinem Essen zeigt, mag er vielleicht auch schon früh mit Beikost beginnen. Damit hättest Du dann noch eine weitere Möglichkeit, die Arbeitszeit zu überbrücken.

  • Folgende Tipps habe ich noch mal irgendwo gelesen:
    - nur kleine Portionen einfrieren (50ml), damit man nicht so viel wegschütten muss, wenn der Hunger doch nicht so groß ist
    - wenn Du morgens vor der Arbeit noch ein bisschen abpumpen kannst, dann kannst du die Milch als erste Portion draußen stehen lassen
    - Eine Portion kann immer schon mal im Kühlschrank auftauen, wenn die verfüttert ist, gleich eine neue rausnehmen.
    - Milch kann grundsätzlich auch kühlschrankkalt verfüttert werden, wenn das Kind sie nimmt.


    Irgendwo gibt es auch ein Faltblatt für die Haltbarkeit von Muttermilch, möglicherweise könntest Du sogar den Milchbedarf fast komplett im Kühlschrank zwischenlagern, dann entfällt das auftauen.

  • Also ich hab gute 10 Fläschchen und die Milch dann jeweils direkt in den Flaschen eingefroren / in den Kühlschrank getan, weil man dann weniger Verlust hat, als wenn man sie x-mal umschüttet.
    Ich hab v.a. am Anfang 100ml Portionen gemacht, die waren ok. Später dann 150ml (also die grösse einer kleinen flasche)
    Meine Vollstillkinder haben ca 600ml Milch pro Tag (10 Std. Abwesenheit) getrunken. Ich hab dann morgens und Nachmittags je 300ml abgepumpt.


    Haltbarkeit: Ungekühlt 24 Std., im Kühlschrank 5 Tage, im Gefrierer einige Wochen.
    Du kannst also z.B. Donnerstags während dem Arbeiten abpumpen, die Milch dann in den Kühlschrank tun und dein Mann füttert sie am Montag.

  • So nun nochmal ein keiner Bericht zum Stand der Dinge, was das Abpumpen angeht folgt auf die erste Euhorie wieder ziemliche Ernüchterung. Ich schaff einfach nie mehr als 40 ml momentan, obwohl ich beim Stillen an der anderen Brust pumpe und der Milchspendereflex ausgelöst wird. #confused
    Ihr habt mir schon so tolle Tricks gesagt. Aber nichts zeigt Wirkung. Komisch.


    Naja aber er hat heute nochmal ne Flasche bekommen als ich abends weg war und er trinkt sie immernoch ohne Probleme. Immerhin das funktioniert. Aber um eine Mahlzeit zusammenzubekommen muß ich dreimal Pumpen! Mühsames Geschäft. Kann mir nicht vorstellen daß ich das neben der Arbeit noch hinbekomme. Aber gut, zum Glück ist er ja dann "schon" 6 Monate! Muß mich da weiterhin versuchen lockerzumachen, weiter probieren...entweder klappts noch besser oder wir müssen eben Premilch geben bzw. am Anfang Stillbesuche mit Papa auf der Arbeit. Das ist kein Weltuntergang, nicht wahr? SEUFZ. #yoga

  • Du hast mein volles Mitgefühl! Bei mir war pumpen ab drei Monaten auch immer extrem mühsam und unergiebig, trotz aller Tricks. Vielleicjt hast du ja auch Glück, und dein Kind fährt vollmaif Beikost ab - dann müsstest du nir die ersten Wochen überbrücken.
    Icj hab immer direkt nacj dem Mittagessen gepumpt, wenn icj ganztags arbeiten war: mit vollen Brüsten gng so dann noch am besten :-/

    mit zwei Jungs (2010 und 2012) schon lange nicht mehr mit tapatalk unterwegs aber endlich wieder mit laptop im Forum

  • Also dass du 'nur' 40ml beim pumpen und gleichzeitig vollstillen zusammenbekommst, ist normal.


    Du musst dir das so vorstellen: Für den ersten Tag musst du genug (also ca. 600ml) ein Teilportionen abpumpen, damit dein Kind nicht hungern muss. Aber:
    am ersten Arbeitstag trinkt dein Kind dann die 600ml von der Flasche und NICHT an deiner Brust. deshalb kannst du diese 600ml ohne Probleme während der Arbeitszeit abpumpen (so alle 4 Std. zum Beispiel), weil ja dein Baby die Brüste nicht leert und in 'Konkurrenz' zur Pumpe arbeitet.
    Und dann trinkt das Baby am 2. Tag die abgepumpten 600ml vom ersten Tag und so weiter ... .
    (Es ist natürlich trotzdem günstig nochmal eine Tagesration (ev. erst mit der Zeit) im Gefrierer vorrätig zu haben).
    Meine Stillberaterin hat mir empfohlen ca. 6 Wochen vor Arbeitsbeginn anzufangen für diesen 1. Tag zu pumpen.


    Am besten ist auch: wenn du deinem Kind 150ml (zum testen / üben) verfütterst, dann solltest du gleichzeitig (resp. davor oder danach) diese 150ml abpumpen, weil dein Kind sie ja dann nicht aus der Brust 'braucht'.


    Also grundsätzlich: Alles was du per Flasche verfütterst, kannst / sollst du möglichst zeitgleich von der Brust abzweigen.

  • Also grundsätzlich: Alles was du per Flasche verfütterst, kannst / sollst du möglichst zeitgleich von der Brust abzweigen.

    Das wäre dann auch mein Haupttipp: von den Betreuungspersonen die Fütterzeiten (und -mengen) angeben lassen und, wann immer möglich, auch ungefähr so pumpen am nächsten Tag - so bekommst Du "Wachstumsphasen" (auch bekannt als "die Fressattacke") gut mit über und die Brust passt sich dem Bedarf an.
    Und solange frau beim Kind ist, fand ICH nach Bedarf stillen am praktischsten und wirksamsten - das habe ich noch bis über den 2ten Geburtstag so gehalten, 4 Tage in der Woche war teilweise sogar stündlicher Snack angesagt, ab dem 11. Lebensmonat habe ich die restlichen 3 Tage die Woche nicht mal mehr gepumpt.


    Und, sollte das mit dem Pumpen so gar nicht klappen wollen - eine Flasche Pre pro Tag ist kein Beinbruch und vor allem, das finde ich sehr wichtig zu betonen - NICHT das Ende der Stillzeit. Solange Du ausserhalb der Betreuungszeiten stillen möchtest, kannst Du das tun.


    Nur Mut!


    Liebe Grüsse


    Talpa