Bienen und Imkerei - macht das einer von Euch?

  • Wir haben einen Imker im Bekanntenkreis - Filia interessiert sich sehr dafür und wird jetzt einen Bienenstock bekommen, der dann bei uns im Garten steht. Leider sind hier in der Gegend die Imker im Verein/Verband (oder wie es immer auch heißt) eher 60+ und da hat Filia verständlicherweise mit 17 Jahren keine Lust drauf. Unser Bekannter kann auch nicht ganz so oft - daher würde ich auch gerne wissen, wieviel Abreit ein Bienenstock macht `(auch wenn Filia es überwiegend macht - es kann aber immer mal was sein, dass die Arbeit an mir hängen bleibt)


    LG Dorilys

    "Ich bin Vergangenheit und du bist Morgen,
    Machst deinen Weg, ich zweifle nicht daran,
    Wenn nicht in Weisheit, so in Liebe geborgen.
    Und ich mach' mit Liebe alles falsch, so gut ich kann."
    (Reinhard Mey)

  • Danke - den Threat kannte ich gar nicht


    LG Dorilys

    "Ich bin Vergangenheit und du bist Morgen,
    Machst deinen Weg, ich zweifle nicht daran,
    Wenn nicht in Weisheit, so in Liebe geborgen.
    Und ich mach' mit Liebe alles falsch, so gut ich kann."
    (Reinhard Mey)

  • Ich starte mit meinen kids im im kommenden jahr.
    die landwirtschaftsschule bietet hier im zusammenarbeit mit dem imkereiverband einen imkerkurs an (obwohl die ja klassisch imkern ich mich aber in bienenkisten versuchen moechte)
    Vielleicht fibts sowas bei euch auch?

  • Bei uns können Interessierte ein Jahr lang bei einem Imker mitgehen und alles Nötige lernen. Sie können, glaube ich, in der Zeit einen Bienenstock mieten und wenn das Jahr rum ist, entscheiden sie sich, ob sie weitermachen oder aufhören. Läuft alles über den hiesigen Imkerverein. Vielleicht gibt es sowas ja auch bei Euch?

    "Guck mal, hier ist ein bisschen Grün für Deine Kaninchen."
    "Mama, die essen nur Blau!"

  • Der Thread kommt gerade recht - kennt sich jemand mit Hummeln aus?


    Meine Eltern ziehen gerade um. Nun haben sie in der alten Wohung auf dem Balkon ein Waldhummelnest im Blumenkasten. Das ist da seit zwei Jahren und meine Eltern finden die Hummeln ganz entzückend. Sind auch sehr friedliche kleine Biester.
    Sie wollen sie auf keinen Fall einfach zurücklassen - die Wohnungsbaugesellschaft würde das Nest "entfernen lassen" - der Hausmeister würde vermutlich alles umbringen.
    Meine Mutter möchte ihre Hummeln am liebsten mitnehmen.


    Wie bekommen sie die Hummeln jetzt von Wohnung A zu Haus B? Ein Karton, der lang genug ist, dass der ganze Blumenkasten reinpasst, findet sich sicher, aber die Hummeln reagieren bestimmt nicht so entspannt, dass man sie einfach umpacken kann ...

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Meine Mutter ist Imkerin . Schwer zu sagen ob es viel Arbeit macht, weniger als ein Hund mit dem man 3 mal am tag raus muss aber mehr als ein mal die Woche Ballett oder so ;)
    Es ist ziemlich teuer und schon ganz schön aufwendig. Gerade das schleudern ist eine extrem klebrige Angelegenheit bei der man sich danach dumm und dämlich putzen kann #wisch deswegen gibt's im neuen Haus eine extra schleuderkammer die komplett gefliest ist :)
    Was ich sagen will: mit ein paar Bienen in den Garten stellen ist es nicht getan. Da steckt schon viel dahinter.
    Vllt kann sie einen Imker mal begleiten?

    Seit du da bist sind alle Lichter an
    Marc Forster

  • Ich bin Hobby-Imkerin mit zur Zeit 4 Völkern. Wieviel Arbeit es macht ist je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich. Im Winter ist eigentlich nichts zu tun außer Materialpflege. Ab Frühjahr sollte man alle ein bis zwei Wochen durchsehen, zum Sommer hin auf jeden Fall wöchentlich, sonst schwärmen die Bienen. Dauert vielleicht eine halbe Stunde. Füttern für den Winter, Behandlung mit Medikamenten, Ablegerbildung etc. kommt noch dazu, das sind aber eher einmalige Sachen. Honig Schleudern ist aufwendiger, kommt aber auch nur ein-zweimal im Jahr vor.
    Ich würde einen Imkerkurs empfehlen, ohne Vorkenntnisse oder Begleitung kann man dich viel falsch machen (gerade was Krankheiten und Varroamilbe betrifft) und dann sind die Bienchen ganz schnell tot oder weg.

  • Mein Mann imkert und ich habe auch einen Kurs gemacht und unterstütze ihn etwas.


    Momentan bin ich ziemlich genervt, einfach weil es so zeitintensiv ist. Ich verstehe inzwischen gut, warum die Imkerschaft so einen hohen Altersschnitt hat - wer arbeitet, hat einfach nicht so viel Zeit, es sei denn, man hat sonst nicht viel zu tun in der Freizeit.
    Es ist nicht das Routinegeschäft, darauf könnte man sich ja einstellen. Es ist alles, was außenrum zu tun ist. Honig abfüllen - zwei Eimer liefern eine abendfüllende Beschäftigung. Gläser spülen und trocknen, den tagsüber langsam erwärmten Honig abfüllen, hinterher putzen, Etiketten stempeln und kleben... Und wenn man nicht nur zwei Eimer hat sondern zehn, dann sind es halt 10 Abende. Überhaupt das ganze Material - irgendwas ist immer defekt und muß ersetzt werden oder repariert. In der Schwarmzeit braucht´s Extrazeit, wenn man von der Arbeit wegmuß, weil ein Schwarm irgendwo hängt (natürlich nie so wie im Lehrbuch, dass man ihn leicht einsammeln könnte...), mal kurz einen Ableger in den Nachbarort fahren (die brauchen Abstand zum Standort, sonst fliegen sie zurück), mal kurz nach den Ablegern im Nachbardorf schauen... Zu bestimmten Zeiten sollte man eigentlich nicht in Urlaub fahren - das trifft hier oft die Pfingstferien.


    Wir haben Haus und Garten und auch noch andere Hobbies und nachdem die Bienen auf Unterstützung angewiesen sind, kommen die natürlich immer zuerst und anderes bleibt liegen. Damit kann ich im Moment nicht so richtig gut leben und das muß man wirklich gut bedenken, vor man sich fürs Imkern entscheidet.

  • Freunde von uns haben seit diesem Sommer eine Bienenbox. Bisher ist sie damit sehr zufrieden, läuft alles gut bisher. Da ist halt der Ertrag nicht so hoch.

    Das Sams (05/2005) + Don Blech (01/2008 )



    mit dabei seit 6.9.2004