Ich fühle mich schlecht...Oder: macht die U3-Betreuung Kinder zu "schlechteren" Menschen?

  • Meine Sache wäre es persönlich nicht ein so kleines Kind abzugeben. Ich bin absolut kein Fan von U3-Betreuung. Wie du schon schriebst scheiden sich bei dem Thema die Geister.
    Und deine Beschreibungen verursachen bei mir Bauchschmerzen. Aber die Situation ist da und man muss das beste daraus machen. Ich denke eine Betreuung im kleineren Rahmen wäre viel stressärmer für dein Kind. Wären die Großeltern eine Option? Tagesmutter ist vermutlich zu teuer. Eine Freundin? Eine Rabin in deiner Nähe? Wo wohnst du denn?


    Edit:
    Ah, sorry, Brandenburg. Gibt es nicht ehrenamtliche Leih-Omas? Welche die selbst keine Enkelkinder haben, aber sich sehnlichst welche wünschen und damit noch was Gutes tun würden.

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    Einmal editiert, zuletzt von qafi ()

  • Es steht und fällt einfach mit deiner Einstellung. Ich kann verstehen, dass die Eingewöhnungsphase schwer ist und Zweifel weckt. Doch ich empfinde es als "ungesund" nun gleich alles in Frage zu stellen. Was machst du denn, wenn jetzt hier jemand schreibt: "Ja, es war ein ziemlich dumme Idee, in der jetzigen Lebensphase ein Kind zu kriegen! Wie konntet ihr nur?!" Es gibt bestimmt ungünstige Voraussetzungen fürs Kinderkriegen, dazu würde ich wirklich prekäre Lebenslagen, Drogensucht etc. rechnen. Mit eurer Situation hat das nichts zu tun. Du machst eine Ausbildung, ein Auskommen ist gesichert, gute Betreuung ist vorhanden. Und: Es ist wie es ist! Ihr könnt und solltet zur eurer Entscheidung stehen. Die wenigsten Leben kommen komplett ohne Sachzwänge aus, und eurer Situation ist nunmal so, dass du dein Studium beenden musst. Hättet ihr sie später bekommen, müsstest du vielleicht jetzt wieder in deinen Job einsteigen. Die perfekte Alles-in-Watte-Situation gibt es nun mal leider höchst selten. Und ob das Kindern immer gut tut, also in einer Situation groß zu werden, die eigens für sie optimiert wurde und harmonisch vor sich hin blubbert, wage ich zu bezweifeln!


    Dreh das Ganze doch mal um: Die Dinge die du aufzählst (LZS, Familienbett) garantieren dir nicht, dass dein Kind ein besserer Mensch wird, genausowenig, wie zu Hause betreute Kinder per se den besseren Start haben. Die U/Ü3-Grenze ist doch völlig willkürlich, meine Empfindung ist bei meinem Sohn, dass Betreuung und der richtige Ausgleich zwischen Familie und Kita mit zunehmendem Alter schwieriger wird. Ich bin da vermutlich etwas radikaler und habe auch ein Kind, zu dem das passt. Ich war immer der Ansicht, dass mein Kind noch vor der Fremdel-Phase eine Beziehung zu einer weiteren Betreuerin (in unserem Fall Krippenerzieherin) aufgebaut haben sollte, um Betreuung von Anfang an nicht als etwas defizitäres kennenzulernen. Bei uns ist das sehr gut aufgegangen, Krippe (am Anfang nur wenige Stunden, langsam gesteigert) war immer normal, es gab nie Tränen, ich wurde fröhlich verabschiedet und fröhlich begrüßt. Unsere Bindung ist sehr eng und er ist (mit jetzt 5 Jahren) ein tolles, lustiges, empathisches Kind, dass tolle Freundschaften hat und sich in Gruppen sehr gut zurecht findet, sich ins Getümmel werfen aber auch mal rausnehmen kann. Was das alles mit der frühen Betreuung zu tun hat, kann ich nicht sagen, genauso wenig wie ich sagen kann, ob sich das in seinem späteren Leben irgendwie auswirkt. Was ich für mich aber ablehne ist, pausenlos auszuwerten, welche Versäumnisse ich begangen und welchen Schaden ich damit ggf. verursacht habe. Wir haben -gerade was die Auswahl und Inanspruchnahme von Betreuung angeht - immer sehr gründlich abgewägt. Wenn Dinge nicht gut liefen/laufen werden sie geändert, die Augen muss man immer offenhalten. Aber Selbstzerfleischung hilft wirklich nicht!

  • Hallo Amnivi, natürlich macht die Krippe keine "schlechten" Menschen. Höchstens steigt der Stresspegels deines Kindes an während der Betreuung.
    Ich denke aber viele Eltern überschätzen ihre Kinder und deren Selbsständigkeit und Kontaktfreudigkeit, weil sie sehen, dass die Kinder gerne mit anderen Kindern spielen. Bislang warst aber immer du dabei. Das ist für dein Kind etwas anderes als nun den halben Tag ohne dich in einer so großen Gruppensituation zu sein. Auch darfst du den Stress, den du haben wirst mit deinem anspruchvollen Studium nicht unterschätzen. Es wird dir einerseits sicher guttun, denn ich erinnere mich an viele Posts von dir, bei denen du vom zuhause sein auch eher gestresst und unterfordert warst, andererseits ist so ein Studium und dann noch in deinem Fach heutzutage kein gepflegtes Däumchendrehen mehr.


    Ich kann mir vorstellen, dass es nicht immer einfach sein wird, gerade wenn du zeitliche Erwartungen an deine Tochter setzt. Bis dann und dann sollte sie dort schlafen, essen, trinken etc. Es wird sicherlich immer wieder Krippenkrisen geben.
    Mein Tipp, den ich dir in einem anderen Thread zu dem Thema schonmal gegeben habe, ist es Teilzeit zu studieren, um den Druck für euch beide herauszunehmen. Dass deine Tochter dann wenn es ihr zuviel wird auch mal einen Tag Pause machen kann, ohne dass du Angst hast was zu verpassen, dass sie insgesamt weniger Stunden in der Krippe am Tag verbringt.
    Und auch, dass du mal Zeit für dich ohne Kind und ohne Studium hast.


    Generell würde ich dir raten den Druck für dich rauszunehmen, egal ob du noch ein Jahr zuhause bleibst oder studierst.
    Das ist sicher nicht einfach. Aber du bist erst 22! Und hast schon ein Kind!
    Es zählt nicht immer nur, wer am schnellsten durch Studium kommt, und die besten Noten hat. Lebenserfahrung zählt auch etwas.
    Und es gibt heutzutage genug junge Berufsanfänger die schon völlig ausgebrannt aus dem Schnellstudium kommen. Das kann es doch auch nicht sein.
    Lass dir und deinem Kind Zeit und ihr werdet beide eine gute Zeit haben!

    Fix it even if you didn't break it

  • Ich unterschreib der Einfachheit halber mal bei Arnoli. Und ergänze das noch darum, dass meine beiden U3-betreuten Kinder definitiv keine "schlechteren Menschen" sind als Kinder, die im fraglichen Zeitraum zu Hause waren. Sie sind bestimmt anders als sie wären, wenn sie selber zu Hause gewesen wären, ohne Zweifel hat die Betreuung Einfluss auf's Kind. Aber das ist unabhängig vom Alter, jeder Kontakt hat Auswirkungen auf jeden Menschen (ich wäre auch ein anderer Mensch, wenn ich nicht arbeiten würde, wenn ich woanders wohnen würde, wenn ich andere Leute kennen würde usw). Und sie sind nicht besser oder schlechter dadurch.


    In deiner Lebenssituation ist es doch durchaus legitim auch an dich, dein Studium und damit an die finanzielle Situation der Familie zu denken.

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)

  • Teilzeitstudium hört sich doch gut an.


    Du hast es geschafft sogar mir als unbeteiligter Leserin den Druck zu nehmen :)

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  • Mh, ich würde auch sagen, dass es nicht mit der speziellen Situation zu tun hat. Elterngeld gibt es nunmal nur 1 Jahr (bzw. 14 Monate) und dann ist es eine Frage, ob man es sich leisten kann nicht arbeiten zu gehen. Man hat Erspartes, einen gut verdienenden Partner, wohlwollende Großeltern oder was auch immer. Bei uns gab es auch alles nicht und von daher blieb uns auch nichts anderes übrig als das Mäuschen mit 15 Monaten in die Krippe zu geben. Und wenn jetzt hier manche sagen, dass ein Kind ja auch mal weint, dann stimmt das, aber wichtig ist doch, weshalb es weint. Ich habe kurz in der Krippe gearbeitet und es gibt Kinder, die wirklich den ganzen Tag aus Kummer weinen! Das ist hart, aber man merkt eben, dass es noch zu früh für sie ist. Und wie dich dein Kind am Nachmittag begrüßt, ist natürlich auch ein Indiz dafür, wie es ihm geht. Ich achte da immer ziemlich genau drauf, denn wenn das Kind anfängt zu weinen oder sich bestürzt abwendet, dann kann es mit seinen Emotionen/der Trennung einfach noch nicht umgehen. Und es ist doch total normal, dass es der Mutter auch weh tut - um Gottes Willen, wäre ja schlimm, wenn nicht! Leider leben wir aber in dieser Gesellschaft, wo darauf kaum geachtet wird. Da ist es völlig legitim, das Kind mit einem Jahr wegzugeben. Viele sagen ja, dass das Kind ausgelasteter ist, was ich auch gar nicht bestreiten will. Spielen mit anderen Kindern etc. macht Spaß, aber eben die Trennung von Mama nicht und da ist jedes Kind anders.
    Aber um dich auch mal zu trösten: Kinder sind verdammt anpassungsfähig und können sich auf neue Situationen gut einstellen und diese akzeptieren. Irgendwann ist auch die Gewöhnung da und sie bindet sich an eine ihr neue Bezugsperson. Meine geht jetzt gern in die Kita, kann aber z.B. überhaupt nicht bei Oma und Opa bleiben (über Nacht). Als wir das probiert haben, ist sie mir am nächsten Tag ganz doll ausgewichen und als sie mit mir und Oma und Opa im Urlaub war und Papa arbeitsbedingt nicht mitkonnte, hat sie beim Wiedersehen mit ihm auch geweint. Neue Situationen sind eben immer schwierig, nicht umsonst baut man sich so viele Rituale auf, aber irgendwann wird die Kita eben auch zu einem Ritual! Also Kopf hoch und genieß die gemeinsame Zeit dafür umso mehr! #knuddel

    Wer ein Kind sieht, hat Gott auf frischer Tat ertappt.

  • Amvini,


    Dein Kind lebt nicht im luftleeren Raum sondern in Eurer Familie. es ist für Euch notwendig, dass Du wieder studieren gehst und der Vater arbeiten. Fertig punkt aus. Du darfst Deinem Kind diese Rahmenbedingungen zumuten. Hab Vertrauen in seine Fähigkeiten damit fertig zu werden. Es geht nun tagsüber nicht in einen Kinderknast, sondern wird liebevoll versorgt. (Ich gehe davon aus, dass Du grundsätzlich Vertrauen in die einrichtung und Betreuer hast.)


    Ich bin überzeugte U3-Betreuung-Arbeits-Mutter. Ich brauche das für mich und für mein Portmonnaie. Mag sein, dass meine Kinder jetzt schlechter entwickelt sind - woran misst man das übrigens? - aber eine Alternative hatte ich den beiden einfach nicht zu bieten.


    Weinen tun Kinder mMn aus diversen Gründen: Erleichterung könnte auch einer sein. Deiner tochter ist noch sehr klein und lernt gerade, dass Du sie zuverlässig aus der Kita wieder abholst. Ich würde nachfragen, wie sie sich den Tag über verhält und wie sie sich trösten läßt. Essensverweigerung ist schon eine art Protest, den ich durchaus legitim finde, aber da kommt wieder mein Verständnis von "Den Kindern etwas zumuten". Wir leben halt in einem System von Zwängen und davor kann man sein Kind nicht komplett beschützen bzw. muß einfach langfristiger denken.


    Hab Vertrauen - das wird schon


    Pony

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Ich bin auch nicht überzeugt von der U3-Betreuung - jedenfalls nicht so, wie wir sie hier haben (große Gruppen, wenig Personal).
    Aber auch ich war und bin drauf angewiesen.


    Meine Tochter musste mit 18 Monaten in die Kita gehen, weil ich noch in Ausbildung war und das einfach mal fertig machen wollte. Ursprünglich geplant war der Kitabeginn mit einem Jahr, aber ich habe dann die Elternzeit verlängert. Mehr ging aber nicht.


    Ich fühle mich schlecht, weil meine Tochter damals gleich so lange in der Kita sein musste (von 8:00 bis 15:30 Uhr). Das hätte ich gern anders gemacht, ging aber nicht, weil ich trotz Teilzeit durch die langen Anfahrtswege einfach so lange weg war.


    Die ideale Erziehung sieht für mich auch so aus, dass ein Kind erst mit 3 in die Kita kommt, und dann nur halbtags, und dass ich als Mutter auch neben der Arbeit immer genügend Zeit habe, um für meine Kinder da zu sein. In unserer Gesellschaft lassen sich solche Ideale aber eben nur zum Teil verwirklichen. Denn irgendwoher muss ja das Geld kommen, jetzt und auch später mal.

    vOp2p2.png 

    There is no foot too small, that it cannot leave an imprint on this world.

  • Ich habe kurz in der Krippe gearbeitet und es gibt Kinder, die wirklich den ganzen Tag aus Kummer weinen! Das ist hart, aber man merkt eben, dass es noch zu früh für sie ist.

    Ich glaube, es ist ein Fehler hier einen linearen Verlauf anzunehmen! Das trifft einfach auf die Entwicklunge eines Kindes nicht zu. Es mag einen falschen oder suboptimalen Zeitpunkt für das Hinzukommen einer neuen Betreuung geben. Doch die Annahme, dass es immer eine richtigen Zeitpunkt gibt, ab dem dann eine Reife erreicht ist, die das Kind in die Lage versetzt durchgehend gut ohne Mama klarzukommen, gibt es nicht. Das konnte ich deutlich bei unsere KiGa-Eingewöhnung sehen, da gab es einige drei und vierjährige Kinder die wirklich sehr schlimmen Trennungsschmerz hatten, gerade weil sie das Prinzip "Mama kommt immer wieder" nicht kannten. Mein Sohn konnte sich darauf immer blind verlassen, doch auch er macht Entwicklungschübe durch, die Betreuung immer mal wieder schwieriger machen. Vor einigen Monaten wurde ihm z.B. klar, dass auch ich nicht auf alle Umstände Einfluss habe. Dass ich im Stau stehen oder mich verlaufen kann, was wiederum dazu führt, dass er in solchen Phasen einfach wieder mehr Sicherheit braucht. Das selbe ist es mit dem Zeitempfingen. Einen Kleinkind können ein paar Minuten wie Stunden erscheinen, aber eben auch umgekehrt. Mein Fünfjähriger hat schon eine Vorstellung davon, wie sich das anfühlt, wenn ich ihn spät abhole und kann das auch auf sich beziehen... usw.

  • ich sage es mal so, wie ich es empfunden habe : ich hätte lieber wenig Geld gehabt und dafür mein Kind ein bisschen länger.
    Ich sah es so, dass ein Jahr länger Kind bei mir und dafür ein Jahr später fertig mit Studium die Sache wert ist :)


    Ich hab auch jung und ohne Ausbildung (ungeplant) ein Kind bekommen, hab mir aber gedacht, Pech fürs Geld ^^ ich bleibe meine knappen zwei Jahre beim Kind und FERTIG. Die Kinder sind noch klein und brauchen nicht viel, was Geld kostet, und das eine Jahr zuhause bleiben mehr macht den Kohl dann auch nicht fett....
    Mit eindreiviertel Jahren (Kind) begann ich dann zu studieren. Dann hat meine Mutter aufgepasst, und darüber bin ich auch total froh, für meinen Sohni wärs glaub ich schwierig mit Krippe gewesen! Aber ab dem Alter hätte ich auch damit leben können :)
    Und ich bin echt glücklich, dass ich die Zeit mit Sohni hatte! Dann bin ich halt später fertig mit Uni, ist zwar schade und bringt erst später Geld ein, aber so ist es dann.


    Und ab dem Alter war ich dann auch selbst total "reif", wieder was Eigenes zu machen -> zu studieren....



    Das soll jetzt kein Angriff sein, sondern nur eine Meinung oder Ansicht.


    Und wenn du dir sicher bist, jetzt studieren zu wollen und dass es die richtige Entscheidung ist, dann glaub ich auch ist es gut, wenn du das ausstrahlst :) und die Zeit, die du zuhause bist ganz dolle mit ihr nützt :) Was ich auch gut finde: Wenn du mal einen Tag freischaufeln kannst oder einen Tag nicht zur Uni musst das Kind mal zuhause behältst!! Dann kann sie verschnaufen und etwas zusätzlich Mama tanken! :)


    In unserem Kindergarten ist das durchaus gern gesehen :) besonders bei den Kleineren und am Anfang!

  • Das mit den leih-omas...hmm ich glaube sowas gibts hier nicht und irgendwie bin ich da schisserich...da müsste ich die person ja selber erstmal kennenlernen und dann ist die ganz alleine mit meinem krümel...hmm. nee. tagesmutter kommt leider auch ncht in frage-die sind alle ausgebucht und ewig weit weg. von der standortsituatiin ist das gebäude (es enthällt krippe, kita und schule) echt klasse, denn wir müssen nur eine straße überqueren und sind da. auch sind unsere omas und uromas alle im gleichen dorf, dh sie können sie auch mal abholen wenn wir nich nicht da dind. das ginge bei eiber einrichtung oder tamu die weiter weg sind nicht da nicht alle von ihnen ein auto haben. ansonsten gefällt mir die krippe auch echt gut: kneip-kita, ich kenne alle erzieherinnen lange und persönlich, ich kenne so gut wie alle kinder und deren eltern...also eigentlich perfekt.


    arnoli hat das schon ganz gut beschrieben, wahrscheinlich gibt es einfach nicht den idealen start und immerhin soll sie ja auch glückliche eltern haben. die idee mit dem schlüsselband finde ich ganz näcksch, das werde ich morgen so machen :)


    Gestern habe ich sie zum mittagsschlaf getragwn, da hat sie immerwieder auch meinem rücken geschluchz. auch an den nächten merkt man uhr die umstellung an. sie schläft unruhiger, verarbeitet viel und fäbgt ift an zu weinen/zu wimmern.
    achso, was das essen bzw das nichtessen angeht. ich habe mal nachgefragt wie da jetzt weiter mit ihr verfahren wird. sie meinten sie bieten es weiterhin an, werden sie aber nicht zwingen. das finde uch super!! :) auch sonst wird sie noch behandelt wie eine kleine prinzessin "solange bis sie sich sicher fühlt und auch wirklich angekommen ist " :)


    könnte man ihr nicht auch sowas wie nen talisman mitgeben/ummachen? Aber das wird sie sich abwurschteln und ne gefahr beim klettern etc ist es auch.

    Wenn Kinder klein sind gib' ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind gib' ihnen Flügel!


    Erstes Wunschkind #love





    Zweites Wunschkind #herzen


  • könnte man ihr nicht auch sowas wie nen talisman mitgeben/ummachen? Aber das wird sie sich abwurschteln und ne gefahr beim klettern etc ist es auch.


    Ich denke, mit einem Jahr kannst du sie durchaus fragen, ob sie sich was mitnehmen will.
    Ich frage mein Kind jeden Morgen, ob sie noch etwas zum Tagesvati mitnehmen will. Manchmal nicht, manchmal das stark bespielte Spielzeug vom Vortag, manchmal ihr Nuckel, manchmal ein Buch, manchmal irgendein Küchengerät .. solange es in ihren Rucksack passt, darf sie es mitnehmen. Das ist beim Abgegeben-werden wichtig und wird dann kurz bespielt, und den Rest des Tages verbringt es meistens im Rucksack. Aber ich merke auch, wie wichtig es ihr stellenweise ist, irgendwas mitzunehmen.
    Am Anfang hatte ich immer das Tragezeug dagelassen, mit dem ich sie hingetragen hab. Und nach und nach woltle sie dann eigene Sachen mitnehmen.

    Do one thing everyday that scares you - Eleanor Roosevelt
    When you reach for the stars, you may not quite get one, but you won't come up with a handful of mud either - Leo Burnett

  • was das fragen angeht, denke ich irgendwie nicht dass sie direkt "weiß" was sie darauf antworten soll. also wenn ich mich jetzt an so situationen erinnere...zb beim essen: sie spielt mit dem essen herum und ich frage sie ob sie noch was essen will, sie schüttelt den kopf, ich räume ab -> gemecker...
    oder vll ihren nachzieh-wurm ^^ den lieeebt sie, den werde ich morgen einfach mal mitnehmen, oder ich frage sie und gucken mal was sie "antwortet".

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  • Liebe Amvini, ich drück' Dich mal und wollte Dir nur kurz sagen...
    Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen. #knuddel
    Pony Hütchen hat das gut gesagt, da kann ich unterschreiben.

  • Hallo Amvini,


    Du hattest gefragt, wie man erkennt, ob ein Kind bereit ist.


    Jesper Juul hat mal in einem Interview von einer dänischen (?) Studie berichtet, nach der 15-20% aller Kinder von Fremdbetreuung u3 so getresst sind, dass nachweislich durch diese Stresshormone Langzeitveränderungen im Gehirn hervorgerufen werden. Die sind offensichtlich nicht bereit.


    Das ist gar nicht so dramatisch, wie es klingt, denn: für 5 von 6 Kindern ist u3-Betreuung also ok!


    Bei meinem Kind war ich mir eben sehr sehr unsicher, ob es nicht doch zu den 15-20% gehört.
    Ich kenne einige Krippenkinder und die haben keinen offensichtlichen Schaden davongetragen.


    Eine Eingewöhnung nach dem ersten halben Jahr ist auch immer schwieriger als vorher bzw. dann nach dem dritten Geburtstag, da das Kind die Bindungsphase abeschlossen hat, in der es seine unmittelbaren Bezugspersonen sammelt, und noch nicht immer so weit ist, alle Menschen sofort in sein Hers aufzunehmen (wenn man mal nach Bolby argumenieren will - ich finde seine Theorie auf unser Kind extrem zutreffen).
    Eine Krippenerzieherin sagte mal zu mir, dass dieses typische Eingewöhnungsfenster zwischen 1 und 2 Jahren am schwersten sei für die Kinder.


    Dh. auch wenn es deinem Kind etwas schwer fällt (und ich sicher schon gesagt hätte "Nee is nich" ;)), heißt das nicht, dass es schaden wird.
    Wenn mein Kind so nach ca. 2 Monaten noch nicht angekommen ist, würde ich sehr ernsthaft über Alternativen nachdenken.
    Aber bis dahin wird das alles bestimmt noch :)

    Viele Grüße von Iffebim


    (auch beim Stillen und unterwegs mit Shift-Taste ausgestattet #nägel )

  • danke :)
    ich hab auch so die 2 monate im kopf, wenn es bis dahin weiterhin mit so vielen tränen verbunden ist und sie auch sonst schwierigkeiten zeigt bezüglich des essens oder des trinkens (oder beim schlafen) werde ich nach einer tagesmutter suchen.
    aber heißt das nicht auch wieder stress für die kleinen? vll sind sie ja 2 monaten doch recht gut eingewöhnt und wenn ich sie dann wieder rausreiße und wieder zu neuen menschen/kindern stecke...hmmm...aber bis dahin ist es ja noch etwas zeit...

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  • Eine Mutter hat heute die Eingewöhnung abgebrochen.
    Kind ließ sich nicht trennen, zweite Eingewöhnungswoche, hat sich nicht trösten lassen, nur geweint.
    Die Kleine hat mit meiner zeitgleich angefangen.
    Meine isst mit und macht mittlerweile Mittagsschlaf dort. So unterschiedlich kann es sein.


    Fühlt sich auch bissel komisch an, wenn es so flott und unproblematisch ging. :S

  • ich hab mir da einfach gesagt, dass mein kind sich 100% auf mich verlässt, dass ich da bin bzw wiederkomme.
    der abschied wurde hier übrigens schlagartig besser, als ihn auch mal der papa gebracht hat. vielleicht hat er gedacht, ich mach das heimlich hinter papas rücken..oder so :D


    ich kann von meinem kind nur sagen, dass ihm die TaMu dermaßen guttut! wir hatten jetzt ne woche frei. gestern gings wieder los und die TaMu meinte, dass alle total super drauf waren, sich gefreut haben, wieder da zu sein.. ich steh allerdings auch dem krippensystem eher misstrauisch gegenüber und bin froh, dass es für uns so, mit einer kleinen gruppe, geklappt hat.

  • Ich finde es krass, dass es bei gleichaltrigen so gut klappt!
    Wie waren bei euch die eingewöhnungen?
    Bei uns fand ich es irgendwie krass: erst wochenlang immer mittwochs ne stunde mit mama oder papa und dem kiga aufm spielplatz und dann die erste richtige trennung gleich mit 4h. Also dieses "für ne halbe/ne ganze stunde gehen" hatten wir nicht...es wurde knall auf fall mit 4h trennung angefangen. ich hab dann mal gefragt ob sie mich anrufen würden wenn sie sich gar nicht beruhigen lässt (nein, das machen wir eigentlich nicht. glaub mir die kleinenn spüren das und nutzen das aus. wenn ich dich anrufe wüsste sie das sie nur so weitrmachen muss und mama käme schon irgendwann"
    ich bin eigentlich sonst im großen und ganzen nett angetan von der einrichtung, aber die komische eingewöhnung und das nicht-anrufen-wenn-kind-nicht-aufhört-zu-weinen finde ich blöd.


    heute hat sie mittag gegessen *riesigfreu* tja, mit milchreis kriegt man sie eben...zum abschied gabs dafür schon beim schuhe ausziehen dicke tränchen :( abholen wiederum lief super und sie "erzählte" mir erstmal ausführlich was alles los war ^^

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  • Ich finde es krass, dass es bei gleichaltrigen so gut klappt!
    Wie waren bei euch die eingewöhnungen?
    Bei uns fand ich es irgendwie krass: erst wochenlang immer mittwochs ne stunde mit mama oder papa und dem kiga aufm spielplatz und dann die erste richtige trennung gleich mit 4h. Also dieses "für ne halbe/ne ganze stunde gehen" hatten wir nicht...es wurde knall auf fall mit 4h trennung angefangen. ich hab dann mal gefragt ob sie mich anrufen würden wenn sie sich gar nicht beruhigen lässt (nein, das machen wir eigentlich nicht. glaub mir die kleinenn spüren das und nutzen das aus. wenn ich dich anrufe wüsste sie das sie nur so weitrmachen muss und mama käme schon irgendwann"
    ich bin eigentlich sonst im großen und ganzen nett angetan von der einrichtung, aber die komische eingewöhnung und das nicht-anrufen-wenn-kind-nicht-aufhört-zu-weinen finde ich blöd.


    Also das finde ich ehrlich gesagt recht eigenartig. Wir machen auch gerade die Eingewöhnung, besser gesagt mein Mann macht sie. Die erste Woche war er die ganze Zeit dabei und die Bezugserzieherin hat versucht Kontakt zu J. aufzunehmen. Und dann erst haben sie angefangen erste Trennungsversuche zu starten, also am Anfang erst einmal zwanzig Minuten und dann gesteigert. Hat immer gut fuinktioniert und jetzt geht mein Mann schon für ein paar Stunden, ist aber in Rufbereitschaft in der Nähe der Krippe.
    Und heute hat die Erzieherin ihn auch angerufen, er war wohl sehr anhänglich und weinerlich und sie wollten es nicht überstrapazieren. Das finde ich sehr gut.


    Ehrlich gesagt würde ich mich an deiner Stelle auch wehren. Nicht anrufen, wenn das Kind nicht aufhört zu weinen geht meiner Meinung nach gar nicht!!! :stupid: Wie soll sie denn sonst Vertrauen fassen? Und als ob deine Tochter das dann "ausnützen" und extra weinen würde... #kreischen



    Ich kann dein schlechtes Gewissen gerade sehr gut nachvollziehen.


    Vor allem weil es nach der Krippe gerade echt schrecklich bei uns ist. Ich habe schon gedacht, dass er etwas braucht bis er sich angepasst hat. Aber so?! Ich werde nur angemotzt, die gaaanze Zeit. So bald er die Augen nach dem Mittagschlaf auf macht, hat er richtig schlechte Laune und man kann ihm wirklich nichts recht machen. Ich warte jetzt mal ab und hoffe, dass das bald besser wird.


    In der Krippe macht er sich anscheinend sehr gut. Kaum Tränen beim Abschied und auch sonst macht er wohl alles gut mit, hat Spaß und geht hier morgens gerne los. #weissnicht Ich weiß auch nicht...