Voll reingefallen heute

Registrierunganfragen bitte kontakt(@)rabeneltern.org senden. Die automatische Registrierung ist aufgrund vermehrten Anmeldungen von merkwürdigen UserInnen bis auf weiteres abgeschaltet.

Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team
  • Kurz nach Mittag klingelte hier heute das Telefon. Auf den Display konnte ich schon sehen, es war die Schule. Üblicherweise bekomme ich zwei Arten von Anrufen aus der Schule. Entweder ist ein Kind krank und ich muss es abholen oder mein kantiger Sohn J. ist mal wieder einem Lehrer zu diskussionsfreudig gewesen und hat den Unterricht sabbotiert.


    Ich war also schon leicht alarmiert. Am Telefon war eine mir noch unbekannte Lehrerin, neu als Fachlehrerin an der Schule und erklärte mir dann, dass mein Sohn ..........an der Stelle wappnete ich mich schon für das Kommende, was meinen Sohn J. betrifft.
    ....aber sie sagte dann Sohn L.


    Völlig perplex unterbrach ich sie ganz unhöflich und fragte, ob sie wirklich meinen Sohn L. meinte. Ja, dieser jener. Dann hörte ich ihr aufmerksam zu. Tja, auch dieser Sohn wird älter und ist wohl nicht mehr so ganz der unauffällig, völlig angepasste Sonnyboy, der alle mit seinem Charme einwickelt. Er hat den Unterricht zusammen mit einigen anderen Kindern gestört, weil sie herum geblödelt haben.
    Die Frau hat gar nicht verstanden, warum ich so grinsen musste, aber das war das allererste mal seit Kindergarten, dass irgend jemand sich über diesen Sohn beschwert hat. Ich versicherte ihr, dass ich mit ihm reden würde und damit war es dann auch gut.


    Beim Mittagessen erzählte ich den Kindern ganz unschuldig, dass ich einen Anruf von einem Lehrer bekommen hätte. Sohn J. sofort: "Ich wars nicht!" Ich bekam sofort einen Lachanfall und versicherte ihm, dass er recht hätte. Daraufhin lachte er lauthals und meinte folgerichtig: "Aber du hast bestimmt gedacht, es ging um mich, nicht wahr?" Stimmt. Sonst geht es immer um ihn.
    Ich bin froh, dass er diese Tatsache, dass ich voll reingefallen bin, so locker nahm. Rechne ich ihm hoch an und sagte ihm das auch.


    Der andere Sohn, Herr Luftikus, gab auch sofort zu, dass er zusammen mit seinem Kumpel und noch anderen Kindern völlig herum geblödelt hatte, weil sie zu lange auf Arbeitsblätter hätten warten müssen. Was ich nicht als Ausrede gelten ließ. Aber der hat so eine unnachahmliche Art, sowas rüber zu bringen, dass man automatisch lachen muss. Ich bemühte mich, ernst zu bleiben und sagte ein paar Takte dazu.


    Wäh, ich bin es ja sowas von gar nicht gewohnt, dass es Abmahnungen für die anderen beiden gibt. Aber man lernt dazu. Nun bin ich gepannt, wann die Dame des Hauses mal ihr Schneckenhäuschen verlässt und mal aufmüpft. #angst

    Gruß von Guinan
    mit 5 Kindern, jetzt alle erwachsen
    ---------------------------------------
    Meine Nationalität: Mensch!

    Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

  • Die Lehrerin ruft an, weil ein paar Kind beim Warten auf die Arbeitsblätter rumgeblödelt haben? 8I


    Huiiii...


    Du scheinst tolle Söhne zu haben! ;)

  • Ich muss da mal in die Bresche springen für diese Lehrer. Sie haben es nicht leicht an unserer Schule. Denn der Anteil an Kindern mit sozialen Defiziten ist extrem hoch. Ich nehm diese Blödelei meines Sohnes jetzt auch nicht soooooooooo ernst. Aber ich möchte auch nicht, dass er sich von anderen, bei denen das an der Tagesordnung ist, und die jeden Unterricht sprengen, verleiten lässt. Da bin ich über so eine Rückmeldung durchaus dankbar.


    Ich mag es nämlich viel weniger, wenn ich sowas dann erst zu den regelmässigen Entwicklungsgesprächen als moralische Abwatsche zu hören bekomme. Dann lieber direkt und es kann drüber geredet werden.


    Im Übrigen "freue" ich mich dann schon auf das nächste Telefonat, wenn diese Lehrerin dann mit meinem Ecken-und-Kanten-Kind aneinander gerät. Das dürfte weniger freundlich ausfallen :/


    @rökjaooooooooch, rein theoretisch könnte ich über einiges, was meine Gesundheit angeht, meckern. Aber ich tue es nicht. Damit gehts mir dann auch besser. Im Großen und Ganzen gehts mir jetzt meistens gut und das stelle ich in den Fokus.


    Dann mecker ich lieber über meine Kinder :D

    Gruß von Guinan
    mit 5 Kindern, jetzt alle erwachsen
    ---------------------------------------
    Meine Nationalität: Mensch!

    Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

  • Ah, o. K.


    Meine Erstaunen war gar nicht unbedingt jetzt negativ gegenüber den Lehrern gemeint, eher dachte ich, was für eine Mühe, rufen die immer an, wenn jemand mal rumblödelt?


    Aber so ist's ja für alle o. K. wie es sich anhört. :)

  • Da war doch was....Wahrscheinlich nie

    Gruß von Guinan
    mit 5 Kindern, jetzt alle erwachsen
    ---------------------------------------
    Meine Nationalität: Mensch!

    Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

  • Ach Guinan - du brauchst doch nur deine Posts hier in eine Zeitliche Reihenfolge bringen und sie mit uns noch nicht bekannten Geschichten miteinander verbinden...


    Glaub mir - du könntest damit Geld verdienen. Du hast eine tolle Art zu schreiben! (Google mal nach Evelyn Sanders - die hat das so gemacht ;) )

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • cool...und neid...wenn hier einer anruft geht's immer um das eine minderjährige Kind ...nervt auch...nur unsere rufen nicht an, die schreiben...


    buch würde ich machen !


    lg doris

  • Stimmt, irgendwann hab ich mal genug Zeit dafür. Momentan eher nicht. Wie in der Baby- und Kleinkindzeit bin ich jetzt in der Pubertät des Kinderhaufens nur mit Überleben beschäftigt. Aber irgendwann......

    Gruß von Guinan
    mit 5 Kindern, jetzt alle erwachsen
    ---------------------------------------
    Meine Nationalität: Mensch!

    Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.