Tochter so vergesslich - wie ändern???

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  • Meine Tochter - 11 Jahre - ist so vergesslich. Ganz extrem. Sie kann sich nichts merken.
    Das war eigentlich schon immer so. Ich habe es immer auf ihr Alter geschoben und dachte, es wird besser, wenn sie größer ist.
    Doch es wird nicht besser, nur die dadurch entstehenden Probleme größer.


    In der Schule gab es im letzten Schuljahr mehrere schlechte Noten, wegen vergessener Hausaufgaben und/oder Arbeitsmittel.
    Sie vergisst ja schon, die Hausaufgaben einzuschreiben. Nicht immer natürlich, aber es kommt eben immer mal wieder vor. Und da fehlt mir dann auch die Kontrolle, weil wenn nichts drin steht im Hausaufgabenheft, kann ich es auch nicht kontrollieren.


    Manchmal ist sie selbst ganz traurig, weil sie sich nichts merken kann.
    Und ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann.


    Auch mit ihrer (ganz ganz tollen) Klassenlehrerin haben wir schon versucht. Lösungen zu finden, aber es war och nichts dauerhaftes dabei.
    Bezüglich der HA haben wir vereinbart, dass sie jeden Tag nach Schulschluss ihr Hausaufgabenhaft mit dem einer bestimmten (sehr zuverlässigen) Klassenkameradin und Freundin zu vergleichen. Klappt meistens, aber manchmal vergessen es die Mädchen - und meistens ist das dann ausgerechnet ein Tag, wo eine Eintragung fehlt.
    Ich hab ihr Notizzettel, Klebezettel und auch einen extra Kalender gekauft, aber sie vergisst es, diese Dinge zu nutzen.


    Auch zu Hause vergisst sie so viel. Es ist zum Beispiel bis heute nicht möglich, sie in ein Zimmer zu schicken, um etwas bestimmtes zu holen. Sie kommt einfach nicht wieder und wenn ich hinter her gehe, dann sitzt sie und spielt/liest/malt... Und dann der Satz, den ich schon nicht mehr hören kann: "Hab ich vergessen."


    Habt ihr Ideen? Wie kann ich ihr helfen, sich besser zu konzentrieren?
    Bestimmt kennt jemand hier den ultimativen Tipp... #flehan

    Liebe Grüße vom Mutterschaf
    mit Lämmchen Nr.1 #female 07/04, Lämmchen Nr.2 #male 09/06, Lämmchen Nr.3 #male 04/12, Lämmchen Nr.4 #female 05/15 sowie "Bock" #love und Hütehund #herz

  • Oh je, das hört sich anstrengend an, für alle.
    Ich glaube ich habe keine wirklich hilfreichen Tipps.
    Mich erinnert es nur ein wenig an mich, immer wenn ich was holen sollte, dann bekam ich schon Puls, weil in mir der Gedanke war:" Ich finde es ja sowieso nicht!" oder "Hoffentlich finde ich es, ich muss es finden!"


    Durch diesen Druck, den ich mir gemacht habe, habe ich viele Dinge oft nicht gesehen/übersehen und hatte ganz schnell den Namen "Blindfisch" weg.
    Das hat sich bei mir lange eingebrannt und ich übernahm das, ich war ein Blindfisch.
    Das war nicht schön.


    Dann hatte ich kürzlich in einem Mama-Buch gelesen, dass ihr Kind auf die Welt kam und die Geburt schwer war und das Kind gleich im Krankenhaus extrem geschrien hat. Das Kind war noch keine Stunde auf der Welt, da meinte eine Krankenschwester schon, dass das ja jetzt schon ein totaler Dickkopf sei.
    Die Mutter dachte sich nichts dabei, aber das Kind wurde älter und mit 7 oder 8 bekam sie Probleme, weil er sich schwer tat sich in Gruppen einzufügen.
    Immer wieder im Leben ihres Kindes stellte sie Situationen fest, indem sie ihren Sohn als dickköpfig empfand und dann benannte es noch ein Erzieher und dann wurde ihr klar. Sie hatte einen Dickkopf.
    Das fühlte sich schlecht an und sie bemerkte, dass ihr Kind von Geburt an einen Stempel bekommen hatte, den sie leider übernommen hatte und ihr Kind nur noch so sehen konnte.


    Ich finde du hast wirklich schon vieles versucht mit den Kalendern und der Klassenkamradin, das scheint aber auch nicht gänzlich zu funktionieren.
    Kann es sein, dass man schon eine Grundhaltung hat:"Sie wird es sicher wieder vergessen." oder "Hoffentlich vergisst sie es nicht wieder."?
    Ich kann mir vorstellen, dass die Familie das schon übernommen hat und sie das weiß/spürt.


    Ich weiß nicht, ob das überhaupt irgendwas bringt, aber ich würde versuchen den Fokus darauf zu richten, woran sie sich alles erinnert.
    Wirklich mal abends alleine eine Liste machen, woran sie wirklich alles denkt und wenn es "nur" Anziehen, Zähneputzen, Teller weg räumen.... etc ist.
    Einfach mal eine Liste zusammentragen. Und wenn man dann sieht, das sie neben den Sachen, die sie vergißt auch ganz viele Sachen nicht vergisst, könnte man das mal mit ihr zusammen machen und dann die Familie mit ins Boot holen.
    Einfach damit die Grundhaltung "Sie vergisst alles, das war schon immer so." aus den Köpfen kommt und Platz für eine andere Sichtweise für sie entstehen kann.


    Ich hoffe, da ist was für euch dabei.







    *** Alles kann, nichts muss.***
    ***Weil nicht wahr sein darf, was war sein kann***

    Einmal editiert, zuletzt von SuperMami ()

  • Ich neige seit den Kindern auch zur Vergesslichkeit. ;) Mir hilft in schlimmen Phasen nur, ein Notizbuch dabei zu haben und wirklich alles sofort zu notieren. Vielleicht könnt ihr gemeinsam ein hübsches Büchlein für sie kaufen, das sie immer in der Hosentasche dabei hat?

    mit Sohn groß (2007) und Sohn klein (2010)

  • Ich weiss nicht, ob es dir hilft, aber ich war als Kind auch ziemlich vergesslich. Und damit hatte gewiss kein Stempel zu tun, der mir aufgedrückt wurde. Ich hatte einfach einen volleren Kopf als andere, bin ein "Träumerle". Ich habe dauernd die Hausaufgaben, den Turnbeutel, die Fahrkarte, Regenschirme, Jacken liegen gelassen.
    Ich habe als Erwachsene erfahren, dass ich hochsensibel bin.
    Ich habe mittlerweile gelernt, konzentrierter zu sein, aber in Stressphasen kommt es doch noch vor, dass ich etwas liegen lasse.


    Wie du ihr helfen kannst: vereinfache die Routinen (das tust du ja schon), mach keinen Druck. Ich weiß nicht, ob man in dem Alter schon Meditieren lernen kann (Achtsamkeitsmeditation). Das hätte mir auf jeden Fall geholfen, mehr im Jetzt zu sein.

  • Ja und ich wollte dazu sagen, dass es bei mir nicht der Fall war. Aber das sagt auch noch nichts darüber aus, wie es bei anderen ist.

  • hallo


    ich war als kind so und mehrere meiner kinder sind auch so gewickelt. es ist anstrengend für beide seiten, ich weiss.


    bei mir wurde es besser, als ich selbst kompensationsstrategien entwickelte. das war so ab 13, 14 jahren. also zettel aufhängen, listen führen (das tu ich bis heute), erinnerungshilfen im stil von "knoten im taschentuch", alles wichtige auf die hände schreiben, die hausaufgaben regelmässig telefonisch mit einer klassenkameradin gegenchecken, später die agenda konsequent führen usw.


    wichtig war wohl im rückblick, dass ich selbst verantwortlich war für meinen kram. und ebenfalls im rückblick waren wohl ein paar sehr unangenehme versäumnisse hilfreich, damit ich der angelegenheit ausreichend beachtung zu schenken begann.


    obwohl ich das weiss, fällt es mir schwer, meinen kindern die verantwortung zu übertragen und beim dritten verschlampten schwimmzeug innerhalb eines monats und ähnlichen vorkommnissen nicht zusammenzubrechen ;) . wir arbeiten daran.


    ich liebe es, gedanklich neues zu entdecken, zu erforschen und alles mit allem zu verknüpfen. wahrscheinlich hat(te) da zeug wie geodreieck, matheaufgaben und turnschuhe einfach weniger platz als bei anderen menschen :D

    ko_nijntje mit muck (2004), mogli (2006), miep (2007) und mimir (2011)

  • wichtig war wohl im rückblick, dass ich selbst verantwortlich war für meinen kram.

    Ja, das war es bei mir auch. Und selbst die Strategien entwickeln war wichtig.



    ich liebe es, gedanklich neues zu entdecken, zu erforschen und alles mit allem zu verknüpfen. wahrscheinlich hat(te) da zeug wie geodreieck, matheaufgaben und turnschuhe einfach weniger platz als bei anderen menschen

    Ja, genau so ist es bei mir. "Träumerchen" oder "zerstreuter Professor". Ich bin eben so.

  • ich kenne ein kind, das war eine zeitlang so ein träumerlein, als die eltern ein paar sehr schwierige jahre miteinander hatten. gebessert hat es sich, als sich die eltern trennten.


    eine freundin war als kind auch so ein träumerlein. sie neigt immer noch dazu, sich in schwierigen phasen in ihre welt zu begeben. sie wurde in eine sehr schwierige beziehung hineingeboren, wurde immer als die kleine, vergessliche gesehen. die eltern trennten sich und die nachfolgende beziehung der mutter war auch alles andere, als eine wohlwollende umgebung für kinder.


    ich möchte jetzt nicht sagen, dass das elternhaus deiner tochter so schlecht ist ;) mir geht es eher um die rückzugstrategie in - wie auch immer gearteten - stressigen zeiten. vielleicht kannst du mit der tollen lehrerin mal ein bis zwei wochen hausaufgabenfrei vereinbaren? deiner tochter sagst du einfach, dass du mit der lehrerin vereinbart hast, dass sie die nächsten ein, zwei wochen nur so viele hausübungen machen muss, wie sie sich selber erinnern kann. natürlch nur, falls die lehrerin mitmacht.

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.

    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • Ich glaub, du willst das nicht hören, aber...


    ...ich war als Kind auch so - und bin es immer noch. Eine zerstreute Professorin, wie sie im Buche steht.


    Ernsthaft: beim letzten Einkauf hatte ich drei Einkaufslisten geschrieben:
    - eine über die Woche verteilt
    - eine kurz bevor die Mitfahrgelegenheit gekommen ist - weil ich mich nicht mehr daran erinnern konnte, wohin ich das Notizheft mit der Einkaufsliste gelegt hatte
    - eine im Auto auf einen Papierfetzen, weil ich die neue Einkaufsliste auf dem Küchenschrank liegenlassen hatte...
    ...und den Einkauf hab ich dann aus dem Kopf erledigt, weil ich nicht daran gedacht hatte, die dritte Einkaufsliste auch einzustecken und mit in den Supermarkt zu nehmen.
    Mit dem Ergebnis, dass ich zwar drei Taschen voll Sachen gekauft hatte, die mir irgendwie plausibel vorgekommen waren, aber natürlich nur die Hälfte von dem, was auf der Liste gestanden hat.


    Den ersten Einkaufszettel hab ich übrigens drei Tage später auf der Waschmaschine entdeckt und hab bis heute keine Ahnung, warum ich den da hingelegt hatte.

  • Gut, aber Einkaufszettel wiederfinden ist auch was für Profis. :D


    Fürs Handy gibts "Wunderlist". Tolle App und mein Handy vergesse ich nur äußerst selten.

  • Ich hab das teilweise auch heute noch, weil ich nicht so richtig "bei mir" bin. Einkaufszettel schreiben und dann ohne das Ding losfahren ist eines der kleineren Beispiele - hab mich dieses Semester fast exmatrikuliert, weil ich den Rückmeldebeitrag nicht bezahlt habe. Gefunden hab ich den Brief mit der /verstrichenen) Zahlungsfrist durch Zufall, weil ich etwas anderes verlegt hatte und es suchen musste #angst . Dreckige Klamotten landen auch schon mal im Papiermüll, weil der neben der Wäschetonne steht. Das fällt mir dann auf, wenn ich das nächste Mal Papier wegschmeißen will...


    Meine Tochter hat die Zerstreutheit aber perfektioniert: Sie kann Dinge innerhalb von 15 Sekunden so unauffindbar verlegen, dass wir wahlweise das Haus auf den Kopf stellen müssen oder das Gesuchte durch Zufall einige Wochen später wiederfinden. Jetzt, wo sie zur Schule geht, fällt es auch auf, und wir hatten schon ein paar mal Zoff, weil irgendwelche Schulsachen weg waren und ihr erst nach einer halben Stunde Diskussion einfiel, dass die Lehrerin die entsprechende Mappe eingesammelt hat #yoga


    Insofern: Ich häng mich hier gern dran, aber nen Tipp hab ich auch nicht. #hammer

  • Ich denke auch, dass es nicht besser wird, wenn man mehr und mehr fordert und die Aufmerksamkeit auf das Defizit fokussiert.
    Mit den Hausaufgaben hilft es vielleicht, gemeinsam jedes Fach einzeln durchzugehen. Mappe rausholen, Buch aufschlagen "was habt Ihr heute gemacht?". Dann kommt doch oft die Erinnerung an die Aufgaben.
    Meine Tochter halte ich für außerordentlich zuverlässig. Und doch passiert es hier, dass ich morgens die einzupackenden Dinge abfrage/ansage (Wasser, Futter, Schlüssel, Handy, Bus- und Mensakarte, Sportzeug, also jeden Tag das selbe), und dem Kind dann doch irgendwas fehlt. Also in der Schule dann.
    Ich meine also, dass man dem Kinde durchaus viel abnehmen/es viel supporten darf.
    Mit Schule/Peergroup/Pubertät sind sie doch ganz schön ausgelastet.

  • Ich denke auch, dass es nicht besser wird, wenn man mehr und mehr fordert und die Aufmerksamkeit auf das Defizit fokussiert.

    Meine Tochter halte ich für außerordentlich zuverlässig. Und doch passiert es hier, dass ich morgens die einzupackenden Dinge abfrage/ansage (Wasser, Futter, Schlüssel, Handy, Bus- und Mensakarte, Sportzeug, also jeden Tag das selbe), und dem Kind dann doch irgendwas fehlt. Also in der Schule dann.
    Ich meine also, dass man dem Kinde durchaus viel abnehmen/es viel supporten darf.
    Mit Schule/Peergroup/Pubertät sind sie doch ganz schön ausgelastet.

    Toll geschrieben. <3







    *** Alles kann, nichts muss.***
    ***Weil nicht wahr sein darf, was war sein kann***

  • Hatte ich irgndwie auch als Teenie.
    Und als ich auszog wars weg. Keine Ahnung, wieso, jetzt bin ich ein Merkelefant ;-) Und WENN wir doch mal die Einkaufsliste daheim lassen, weiß ich, was draufstand.


    Ich glaub, da hilft nur durchhalten.

  • Hallo,


    Ich war so, ich bin so.


    Trotz stabilem Elternhaus, Trotz Eltern, die alles Mögliche versucht haben, mir das "beizubringen".
    Bei mir gab es nie einen Punkt, an dem es "so wurde" und es kam auch leider nie ein Punkt, an dem es "weg" war. Ich BIN so.


    Strategien kann man teilweise lernen, das Problem ist, daß man sie im Alltag sehr oft... nun ja genau... vergisst.
    Ich bin ständig auf der Suche nach meinen Notizetteln, meinem Kalender... es ist besser als ohne diese Hilfsmittel, ja, aber auch mit noch weit entfernt von dem, was für andren an Struktur normal ist.


    Was man tun kann? Ich glaube hauptsächlich "lieb haben". Das kling erst mal banal und ist mMn doch das entscheidende.
    Als bonus ist es toll, wenn man dem Kind zeigt, was es alles KANN. Nicht "trotzdem kannst du... " oder "dafür kannst du..." sondern einfach so, ohne Zuammenhang zur Schwäche. Du bist toll. Und klug. Kreativ. ...


    Die ist einem nämlich leider nur all zu präsent, die prägt alles und jedes, nagt ständig am Selbstwertgefühl und lässt es auf sehr wackelingen, weil angenagten Beinen stehen. Oder umkippen. Sehr oft umkippen.
    Auch dann, wenn man gleichgültig scheint - was will man ab einem bestimmten Punkt auch anderes tun als mit der Schulter zucken? Man kann nicht immer in Verzweiflung ausbrechen, wenn man etwas vergessen hat, das passiert so schon oft genug und irgendwann geht man sonst dran kaputt.


    Und wie andere schon schrieben, wenn das Kind das tatsächlich als Hilfe annehmen kann, ganz alltgspraktische Hilfen geben. Das heißt natürlich nicht, dem Kind alles abzunehmen, aber ihm doch vorwurfsfrei(!) Strukturhilfe anbieten.
    Denn "Lernen durch auflaufen" kann helfen, wenn das Kind grundlegend KÖNNTE.


    Denn wenn es wirklich nicht besser kann, wäre es so als ob man ein Kleinkind, daß erst spät laufen lernt, in die Ecke setzt und dort sitzen lässt, damit es sich endlich mehr anstrengt und laufen lernt. Und es dann ausschimpft, wenn es nicht angelaufen kommt, wenn man ruft. Es wird es nicht eher lernen, aber sich sehr hilflos fühlen.


    Anstrengend ist es, ja. Ich kenne es ja von beiden Seiten aus als Kind und als Mutter. Aber mit geduldig sein und "sich lieb haben" ist es viel leichter auszuhalten.

  • Ich bin nur so mittelvergesslich :) Mir hilft eine Art "Huckepacktechnik". Also Verknüpfungen und Erinnerungen da aufbauen/anbringen, wo es etwas zum Andocken gibt. Ich habe zum Beispiel den Schlüssel immer innen in der Tür stecken, weil die Chance, dass ich ihn da verliere/verlege oder vergesse, wenn ich rausgehe, am geringsten ist. Das habe ich als Routine etabliert, als ich in eine eigene Wohnung gezogen bin. Wo es mir erforderlich erscheint, baue ich mir doppelte Böden. Erinnerungen plaziere ich nach Möglichkeit dort, wo ich sie wahrnehme, wenn ich sie brauche.


    Wir hatten Kinder in der Klasse, die ihr Hausaufgabenheft am Ende der Stunde vorzeigen und abzeichnen lassen mussten. Fehlende Unterschrift ist damit ein Signal an die Eltern, dass der Eintrag unvollständig sein könnte. Das geht nicht für alle Schülerinnen und Schüler, aber es brauchen ja auch nur ein paar!


    Wenn unklar ist, was die Hausaufgaben sind, oder man sich auf die Notizen nicht verlassen kann, gibt es die Möglichkeit, bei anderen Klassenkameradinnen und -kameraden nachzufragen. Wenn man da verschiedene hat, merkt man auch bald, dass andere da auch mal Probleme haben.


    Mir hilft es auch, mir die Situation vorzustellen, wie ich etwas erledige/an etwas denke. Also z.B. dass ich in das Zimmer gehe und etwas hole und zurück zu meiner Mutter gehe.



    Erlebst du bei deiner Tochter eine Korrelation zwischen ihrem eigenen Interesse und ihrer Merkfähigkeit? Also kann sie sich Dinge besser merken, wenn das für sie attraktiv/spannend/vorteilhaft ist?

  • Ganz vielen Dank an alle hier! #herzen
    Ihr seid toll!


    Und ihr habt natürlich recht. Ich kann und will meine Tochter gar nicht verbiegen. Sie ist toll, so wie sie ist. Irgendwie habe ich in letzter Zeit viel zu oft nur noch ihre Vergesslichkeit wahrgenommen und mich immer wieder geärgert. :|


    Das werde ich ändern. Versuchen, sie wieder anders wahrzunehmen. Den Druck rausnehmen, denn das bringt ja gar nichts. Ich hatte mich da echt reingesteigert, weil es schon wieder die ersten schlechten Noten gab wegen vergessener Hausaufgaben. Dabei ist sie so klug...


    Danke für´s Augen öffen!!!!

    Liebe Grüße vom Mutterschaf
    mit Lämmchen Nr.1 #female 07/04, Lämmchen Nr.2 #male 09/06, Lämmchen Nr.3 #male 04/12, Lämmchen Nr.4 #female 05/15 sowie "Bock" #love und Hütehund #herz

  • Schlechte Note wegen vergessener Hausaufgaben?
    Macht doch nix, so lange das Kind den Stoff verstanden hat, den Anschluss nicht verliert und die Versetzung nicht gefährdet ist.
    Da hilft trösten und sich an den schönen freien Nachmittag erinnern ;-)

  • Ich war auch so als Kind; als Erwachsene habe ich gelernt, damit gut zu leben. Immer das gleiche Ordnungssystem im Rucksack, Routinen (das mit dem Schlüssel mache ich so wie Susan Sto Helit schreibt); jeden Tag mehrfach (immer zu den gleichen Zeiten) in den Kalender sehen usw.
    Wegen der Hausaufgaben würde ich wohl immer nachmittags mit einer Freundin telefonieren lassen, zum Abgleichen.
    Und ansonsten: Wie du schon schreibst, auch die anderen Sachen im Blick behalten, die gut klappen.
    Hagendeel